Rodele
| Rodele | |||
|---|---|---|---|
| ? | |||
| Basisdaten | |||
| Staat: | |||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | ||
| Powiat: | Kętrzyn | ||
| Gmina: | Barciany | ||
| Geographische Lage: | 54° 11′ N, 21° 23′ O | ||
| Höhe: | 70 m n.p.m. | ||
| Einwohner: | 196 (31. Dez. 2010[1]) | ||
| Postleitzahl: | 11-410[2] | ||
| Telefonvorwahl: | (+48) 89 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | NKE | ||
| Wirtschaft und Verkehr | |||
| Straße: | DW 591: Mrągowo−Kętrzyn–Winda ↔ Barciany–Michałkowo | ||
| Dębiany → Rodele | |||
| Eisenbahn: | Rastenburger Kleinbahnen (stillgelegt) | ||
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | ||
| Verwaltung (Stand: 2008) | |||
| Sołtys: | Bronisław Kowalczyk | ||
| Jahr | Anzahl Gut |
Anzahl Dorf |
Anzahl Insgesamt |
|---|---|---|---|
| 1818 | 131 | 131[7] | |
| 1885 | 163 | 163 | |
| 1905 | 134 | 109 | 243 |
| 1933 | 449 | 449 | |
| 1939 | 613 | 613 | |
| 1970 | 225 | 225[8] | |
| 2010 | 196 | 196[1] |
Amtsbezirk Rodehlen (1874–1945)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der 1874 errichtete Amtsbezirk umfasste die Orte:[6]
| Deutscher Name | Polnischer Name | Bemerkungen |
|---|---|---|
| Adlig Rodehlen, Ldgm. | 1894 in die Landgemeinde Rodehlen eingegliedert | |
| Adlig Rodehlen, Gut | Rodele | 1928 nach Rodehlen eingegliedert |
| Dombehnen, Ldgm. | Dębiany | 1928 nach Rodehlen eingegliedert |
| Dombehnen, Gut | 1928 nach Rodehlen eingegliedert | |
| Köllmisch Rodehlen | 1894 in die Landgemeinde Rodehlen eingegliedert | |
| Silzkeim | Gumniska | 1928 nach Rodehlen eingegliedert |
| ab 1929: Platlack | Płatławki | bis 1929 im Amtsbezirk Wehlack, 1928 nach Petermanns eingegliedert |
| ab 1929: Petermanns | Pieszewo | 1939 nach Rodehlen eingegliedert |
Am 1. Januar 1945 bildete lediglich noch die Gemeinde Rodehlen den gleichnamigen Amtsbezirk.
Gutshaus und -park Rodehlen
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Das heute noch erhaltene Gutshaus Rodehlen entstand zwischen 1859 und 1861[5][9] , andere Quellen nennen 1820 als Entstehungsjahr[10]. Das Gebäude lehnt sich an die Architektur Karl Friedrich Schinkels an und ist ein typischer Bau der damaligen Zeit. Vorbild für das Haus war das Gutshaus der Gräfin Sophie von Schwerin in Skandau, welches Schinkel aktiv mitgestaltet hatte. Das Haus verfügt über zehn Fensterachsen mit Rundbogenfenstern. Die Auffahrt führt zum überdachten Portal. Das Haus ist heute ungenutzt und steht zum Verkauf (2007)[11].
Der Landschaftspark am einstigen Gut ist heute gepflegt, auch wenn die ehemaligen Sichtachsen inzwischen zugewachsen sind.
Kirche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis 1945 war Rodehlen in die evangelische Kirche Wenden in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die katholische Kirche Rastenburg im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt.[7]
Heute gehört Rodele katholischerseits zur Pfarrei Winda im jetzigen Erzbistum Ermland, evangelischerseits zur Kirchengemeinde Barciany, einer Filialgemeinde der Pfarrei Kętrzyn in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Straße
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Rodele wird westlich von der Woiwodschaftsstraße 591 begrenzt. In südlicher Richtung führt diese nach etwa vier Kilometern durch Winda (Wenden) und nach etwa zwölf Kilometern durch Kętrzyn (Rastenburg). Im Norden führt die 591 nach drei Kilometer durch Barciany (Barten) und endet nach 16 Kilometern an der polnischen Staatsgrenze zur russischen Oblast Kaliningrad. Einen Grenzübergang gibt es nicht.

Die nördliche Begrenzung des Dorfes bildet die Straße in das zwei Kilometer entfernte Dębiany (Dombehnen).
Schiene
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die nächste Bahnstation befindet sich in Kętrzyn, wo es Direktverbindungen nach Ełk (Lyck) und Białystok gibt. Kętrzyn kann über eine Linienbusverbindung erreicht werden. Bis 1945 war Rodehlen selber Bahnstation. Es lag an der Bahnstrecke Wenden–Barten, die von den Rastenburger Kleinbahnen befahren wurde, aber nach 1945 nicht reaktiviert worden ist.
Luft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Kaliningrad, welcher sich etwa 90 Kilometer nordwestlich aber auf russischem Hoheitsgebiet – außerhalb der Europäischen Union befindet. Der nächste internationale Flughafen auf polnischem Staatsgebiet ist der etwa 190 Kilometer westlich gelegene Lech-Wałęsa-Flughafen Danzig.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Tadeusz Swat: Dzieje Wsi. In: Aniela Bałanda u. a.: Kętrzyn. Z dziejów miasta i okolic. Pojezierze, Olsztyn 1978, S. 219–220 (Seria monografii miast Warmii i Mazur).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Główny Urząd Statystyczny, Portret miejscowości statystycznych w gminie Barciany (powiat kętrzyński, województwo warmińsko-mazurskie) w 2010 r. Online (xls-Datei)
- ↑ Polnisches Postleitzahlenverzeichnis 2022, S. 1093 ( vom 26. Oktober 2022 im Internet Archive) (polnisch) (PDF; 7,4 MB)
- ↑ Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Rodehlen
- ↑ Swat 1978, S. 219
- 1 2 Rodele - Rodehlen bei ostpreussen.net
- 1 2 3 Rolf Jehke, Amtsbezirk Rodehlen
- 1 2 Rodehlen bei GenWiki
- ↑ Swat 1978, S. 220
- ↑ Helmut Sieber: Schlösser und Herrensitze in Ost- und Westpreußen. Verlag Wolfgang Weidlich, 1958, S. 72.
- ↑ Swat 1978, S. 220
- ↑ Archivierte Kopie ( vom 12. Juni 2008 im Internet Archive)

