Robert Förstemann stellte am 28. Mai 2010 einen deutschen Rekord über die 200-Meter-Distanz (fliegender Start), anlässlich des „Grand Prix der Sprinter – Alexander-Lesnikov-Memorial“ auf der Olympia-Bahn in Moskau-Krylatskoje (9,893 s) und verbesserte ihn an gleicher Stelle am 29. Mai 2011 (9,814 s).[8] Am 24. Juni 2012 erreichte Robert Förstemann beim US Grand Prix of Sprinting in Colorado Springs eine Zeit von 9,652 s.[9] Bei der Qualifikation für das Sprintturnier des zweiten Laufs des Internationalen Sparkassen-Sprintercup am 23. Juni 2013 in Cottbus stellte Robert Förstemann zudem einen neuen Flachbahn-Weltrekord mit einer Zeit von 9,790 s auf.[10]
Robert Förstemann war Inhaber mehrerer Bahnrekorde. Am 9. Juli 2011 verbesserte er bei den deutschen Bahnmeisterschaften z. B. den zwölf Jahre alten Bahnrekord im Berliner Velodrom auf 10,026 s, den bis dahin Jens Fiedler (10,069 s) gehalten hatte.[11] Er war Bahnrekord-Halter in Colorado, Valencia, Glasgow, Cottbus, Tula, Oberhausen, Wien und Apeldoorn.
Im Dezember 2013 gewann Förstemann gemeinsam mit René Enders und Joachim Eilers beim zweiten Lauf des Bahnrad-Weltcups 2013/2014 den Teamsprint; in der Qualifikation fuhren die drei Sportler mit 41,871 Sekunden einen neuen Weltrekord.[12] Das Trio verbesserte damit die alte Rekordmarke von 42,600 Sekunden, die die britische Mannschaft bei den Olympischen Spielen 2012 in London gefahren war.
In 1:00,554 Minuten (1000 m) konnten Förstemann und der sehbehinderte Kruse bei den Paralympischen Spielen in Tokio einen neuen deutschen Rekord aufstellen.
Im Juni 2011 hat Robert Förstemann geheiratet und ist seit Januar 2013 Vater eines Sohnes, 2017 wurde ein zweiter Sohn geboren.[15]
Besondere Aufmerksamkeit erregen seine Oberschenkel, die einen Umfang von 73 Zentimetern haben. Nach eigenen Angaben besitzt er eine angeborene Fehlfunktion des Proteins Myostatin, welches normalerweise das Muskelwachstum hemmen würde.[16]
2015 nahm Förstemann an einem Experiment von Studenten der Stockholmer Akademie für Darstellende Künste teil, bei dem eine Scheibe Weißbrot nur durch Beinkraft goldbraun getoast werden sollte. Ziel war es, die menschliche Leistungsfähigkeit ins Verhältnis zu alltäglichen menschlichen Energieverbrauchen zu setzen. Im Rahmen einer Diplomarbeit wurde ermittelt, dass etwa 180 Robert Förstemann benötigt werden, um ein Auto anzutreiben und 43.000 für ein Flugzeug. In einem Youtube-Video wurde der Versuch dokumentiert.[17]
Im März 2022 wurde Förstemann zum Vizepräsidenten des Berliner Radsportverbandes gewählt.[18]