Resnikowo (russischРезниково, deutsch Röseningken, 1938–1945 Rößningen) ist ein Ort im Südosten der russischenOblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Munizipalkreis Osjorsk im Rajon Osjorsk.
Resnikowo liegt vier Kilometer südöstlich der Rajonstadt Osjorsk(Darkehmen/Angerapp) an der Regionalstraße 27A-043 (ex Reichsstraße 137) nach Bagrationowo(Wikischken/Wiecken) und Kutusowo(Kleszowen/Kleschauen). An der nordöstlichen Ortsgrenze verläuft die ehemalige Trasse der Bahnstrecke Insterburg–Lyck, die nach 1945 in ihrem sowjetischen Abschnitt nicht mehr aktiviert wurde.
Im Gutsdorf Röseningken lebten im Jahre 1863 163 Einwohner,[2] deren Zahl bis 1910 auf 151 sank.[3] Am 6. Mai 1874 wurde der Gutsbezirk Röseningken in den neu gebildeten AmtsbezirkWeedern (russisch Suworowka) im Kreis Darkehmen eingegliedert.[4] Am 28. Januar 1924 wurde die Landgemeinde Grünwalde (nicht mehr existent) in den Gutsbezirk Röseningken eingegliedert. Am 17. Oktober 1928 verlor Röseningken seine Selbständigkeit durch die Eingemeindung in die Landgemeinde Bidszuhnen (1936–1938 Bidschuhnen, 1938–1945 Bidenteich, russisch zunächst Prigorodnoje, heute ein Ortsteil von Osjorsk). Im Zuge der politisch-ideologisch gewollten „Germanisierung“ der Ortsnamen bekam Röseningken am 3. Juni 1938 (amtlich bestätigt am 16. Juli 1938) den veränderten Namen „Rößningen“.
Im Januar 1945 wurde der Ort von der Roten Armee besetzt. Die neue Polnische Provisorische Regierung ging zunächst davon aus, dass er mit dem gesamten Kreis Darkehmen (Angerapp) unter ihre Verwaltung fallen würde. Im Potsdamer Abkommen (Artikel VI) von August 1945 wurde die neue sowjetisch-polnische Grenze aber unabhängig von den alten Kreisgrenzen anvisiert, wodurch der Ort unter sowjetische Verwaltung kam. Im November 1947 erhielt er den russischen Namen Resnikowo und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Bagrationowski selski Sowet in Rajon Osjorsk zugeordnet.[5] Die polnische Umbenennung des Ortes in Rożniki im Oktober 1949[6] wurde nicht mehr wirksam. Von 2008 bis 2014 gehörte Resnikowo zur Landgemeinde Gawrilowskoje selskoje posselenije, von 2015 bis 2020 zum Stadtkreis Osjorsk und seither zum Munizipalkreis Osjorsk.
↑Таблица 1.10 «Численность населения городских округов, муниципальных районов, муниципальных округов, городских и сельских поселений, городских населенных пунктов, сельских населенных пунктов» Программы итогов Всероссийской переписи населения 2020 года, утвержденной приказом Росстата от 28 декабря 2021г. № 963, с данными о численности постоянного населения каждого населенного пункта Калининградской области. (Tabelle 1.10 „Bevölkerungsanzahl der Stadtkreise, munizipalen Rajons, Munizipalkreise, städtischen und ländlichen Siedlungen [insgesamt], städtischen Orte, ländlichen Orte“ der Ergebnisse der Allrussischen Volkszählung von 2020 [vollzogen am 1. Oktober 2021], genehmigt durch die Verordnung von Rosstat vom 28. Dezember 2021, Nr. 963, mit Angaben zur Zahl der Wohnbevölkerung jedes Ortes der Oblast Kaliningrad.)
↑Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947)