Reitnau
| Reitnau | ||||||||||||
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| Staat: | ||||||||||||
| Kanton: | ||||||||||||
| Bezirk: | Zofingen | |||||||||||
| BFS-Nr.: | 4281 | |||||||||||
| Postleitzahl: | 5056 Attelwil 5057 Reitnau | |||||||||||
| Koordinaten: | 645920 / 233462 | |||||||||||
| Höhe: | 508 m ü. M. | |||||||||||
| Höhenbereich: | 471–687 m ü. M.[1] | |||||||||||
| Fläche: | 8,02 km²[2] | |||||||||||
| Einwohner: | 1621 (31. Dezember 2024)[3] | |||||||||||
| Einwohnerdichte: | 202 Einw. pro km² | |||||||||||
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 12,8 % (31. Dezember 2024)[4] | |||||||||||
| Gemeindeammann: | Katrin Burgherr-Burgherr[5] | |||||||||||
| Website: | www.reitnau.ch | |||||||||||
Reitnau | ||||||||||||
| Lage der Gemeinde | ||||||||||||
| Jahr | 1764 | 1850 | 1900 | 1930 | 1950 | 1960 | 1970 | 1980 | 1990 | 2000 | 2010 | 2020 |
| Einwohner | 461 | 1082 | 812 | 849 | 915 | 850 | 854 | 884 | 904 | 1143 | 1219 | 1519 |
Am 31. Dezember 2024 lebten 1621 Menschen in Reitnau, der Ausländeranteil betrug 12,8 %. Bei der Volkszählung 2015 bezeichneten sich 55,3 % als reformiert und 19,2 % als römisch-katholisch; 25,5 % waren konfessionslos oder gehörten anderen Glaubensrichtungen an.[14] 94,0 % gaben bei der Volkszählung 2000 Deutsch als ihre Hauptsprache an und 1,4 % Albanisch.[15]
Politik und Recht
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Die Versammlung der Stimmberechtigten, die Gemeindeversammlung, übt die Legislativgewalt aus. Ausführende Behörde ist der fünfköpfige Gemeinderat. Er wird im Majorzverfahren vom Volk gewählt, seine Amtsdauer beträgt vier Jahre. Der Gemeinderat führt und repräsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse der Gemeindeversammlung und die Aufgaben, die ihm vom Kanton zugeteilt wurden. Für Rechtsstreitigkeiten ist in erster Instanz das Bezirksgericht Zofingen zuständig. Reitnau gehört zum Friedensrichterkreis XVI (Zofingen).[16]
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Reitnau (inkl. Attelwil) gibt es gemäss der im Jahr 2015 erhobenen Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) rund 620 Arbeitsplätze, davon 17 % in der Landwirtschaft, 42 % in der Industrie und 41 % im Dienstleistungsbereich.[17] An Industriebetrieben finden sich unter anderem eine Druckerei und eine Fabrik für Verpackungsmaschinen. Früher wurden auch Regenmäntel und Bally-Schuhe hergestellt. Die meisten Erwerbstätigen sind Wegpendler und arbeiten im unteren Suhrental oder in der Region Aarau.
Seit Juni 2011 besteht in Reitnau das gemeinsame externe Lager der schweizerischen Kernkraftwerke, dessen Einrichtung die Aufsichtsbehörde ENSI nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima verlangt hatte. Darin sind Pumpen, Notstromaggregate, Schläuche, Treibstoff und weiteres Material eingelagert, die im Bedarfsfall mit Super-Puma-Helikoptern der Schweizer Luftwaffe zum Einsatzort geflogen werden können.[18][19]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Reitnau liegt an der Kantonsstrasse 325 zwischen Schöftland und Knutwil. Die Hauptstrasse 24 zwischen Aarau und Sursee verläuft einen Kilometer östlich des Dorfes. Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr erfolgt durch eine Postautolinie von Schöftland über Reitnau zum Bahnhof Sursee.
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde verfügt über einen Kindergarten und ein Schulhaus, in dem die Primarschule unterrichtet wird. Die Realschule und die Sekundarschule können in Staffelbach besucht werden, die Bezirksschule in Schöftland. Das nächstgelegene Gymnasium ist die Kantonsschule Zofingen.
Motorsport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ab 1965 führte der Automobil Club der Schweiz (ACS) das «Bergrennen Reitnau» durch. Dieses Motorsport-Bergrennen fand jeweils Ende Juni statt und lockte in den Spitzenjahren mehr als 12'000 Zuschauer an. In verschiedenen Kategorien konnten sich Rennfahrer auf einer steil ansteigenden und kurvenreichen Strecke vom Dorfzentrum zum Berghof messen.[20] Nachdem die Rennen wegen der COVID-19-Pandemie dreimal in Folge ausgefallen waren, gab der ACS im November 2022 bekannt, künftig auf die Durchführung zu verzichten, da nicht mehr genügend finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden könnten.[21]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Susanne Hochuli (* 1965), Regierungsrätin
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Christian Lüthi: Reitnau. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Michael Stettler: Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau. Hrsg.: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band I: Die Bezirke Aarau, Kulm, Zofingen. Wiese Verlag, Basel 1948, DNB 366495623.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
- ↑ Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
- ↑ Gemeinderat. Abgerufen am 30. April 2024.
- 1 2 Beat Zehnder: Die Gemeindenamen des Kantons Aargau. In: Historische Gesellschaft des Kantons Aargau (Hrsg.): Argovia. Band 100. Verlag Sauerländer, Aarau 1991, ISBN 3-7941-3122-3, S. 344–345.
- ↑ Landeskarte der Schweiz, Blatt 1109, Swisstopo.
- ↑ Arealstatistik Standard – Gemeinden nach 4 Hauptbereichen. Bundesamt für Statistik, 26. November 2018, abgerufen am 27. Mai 2019.
- ↑ Zwei Dörfer werden eins: Attelwil (hauchdünn) und Reitnau (deutlich) sagen Ja zur Fusion. Aargauer Zeitung, 26. November 2017, abgerufen am 27. November 2017.
- ↑ Stettler: Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau, Band I: Die Bezirke Aarau, Kulm, Zofingen. S. 288–292.
- ↑ Gutenberg-Museum
- ↑ Joseph Galliker, Marcel Giger: Gemeindewappen des Kantons Aargau. Lehrmittelverlag des Kantons Aargau, Buchs 2004, ISBN 3-906738-07-8, S. 248.
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden des Kantons Aargau seit 1850. (Excel) In: Eidg. Volkszählung 2000. Statistik Aargau, 2001, archiviert vom am 8. Oktober 2018; abgerufen am 27. Mai 2019.
- ↑ Wohnbevölkerung nach Religionszugehörigkeit, 2015. (Excel) In: Bevölkerung und Haushalte, Gemeindetabellen 2015. Statistik Aargau, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 20. Oktober 2019; abgerufen am 27. Mai 2019. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Eidg. Volkszählung 2000: Wirtschaftliche Wohnbevölkerung nach Hauptsprache sowie nach Bezirken und Gemeinden. (Excel) Statistik Aargau, archiviert vom am 8. Oktober 2018; abgerufen am 27. Mai 2019.
- ↑ Friedensrichterkreise. Kanton Aargau, abgerufen am 21. Juni 2019.
- ↑ Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT). (Excel, 157 kB) Statistik Aargau, 2016, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 8. Mai 2019; abgerufen am 27. Mai 2019. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Externes Lager für Notfälle steht bereit. ENSI Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat, abgerufen am 17. Februar 2014.
- ↑ Externes Lager Reitnau ist eine Lehre aus Fukushima. ENSI Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat, abgerufen am 17. Februar 2014 (inklusive Video-Beitrag der Fernsehsendung Schweiz aktuell zum Lager Reitnau (ausgestrahlt am 6. Juni 2011)).
- ↑ Ann-Kathrin Amstutz: Streckenrekord und 12'000 Zuschauer: Der Motorsport-Klassiker verlief wie im Bilderbuch. Aargauer Zeitung, 2. Juli 2018, abgerufen am 27. Mai 2019.
- ↑ Oliver Varga: Bergrennen in Reitnau findet nicht mehr statt – finanzielle Mittel fehlen. Argovia today, 23. November 2022, abgerufen am 24. November 2022 (englisch).



