Rapperath liegt im Hunsrück am Fluss Dhron. Die Nachbarorte sind Weiperath, Gonzerath und Merscheid. Zum Ortsbezirk Rapperath gehören auch die Wohnplätze Am Sonnenberg, Haus Martini, Mühle Zerwes und Siedlung Güldner.[2]
Rapperath wurde das erste Mal am 4. April 1278 urkundlich erwähnt. Damals war aber Rapperath unter anderen Namen bekannt, z.B. Rapperode, Raperoth oder Rapilroid, wobei „Rappo“ ein fränkischer Personenname und „Rath“ eine regionaltypische Bezeichnung für Rodung war. In der im Ort gesprochenen moselfränkischen Mundart heißt das Dorf Roopad [ˈʀɔːpad].
Wolfgang Merten wurde am 29.August 2024 Ortsvorsteher von Rapperath.[5] Bei der Direktwahl am 9.Juni 2024 hatte er sich mit einem Stimmenanteil von 81,86% gegen einen Mitbewerber durchgesetzt.[6]
Sein Vorgänger Egon Schabbach hatte das Amt seit 1993 ausgeübt und kandidierte bei der Wahl 2024 nicht erneut als Ortsvorsteher.[7][8]
Nahe bei zwei Felsen am Ortsausgang findet man zwei kleine Kapellen, umringt von Bäumen und dem Bach Dhron, eine übermenschlich große Gestalt[9]. Nach der Überlieferung wurde der „Große Herrgott“ von einem Bauern aus Wirschweiler geschaffen und soll bis zur Reformation in deren Dorfkirche gestanden haben. 1557 nach Einführung des evangelischen Glaubens entfernte man das Kreuz aus der Kirche. Ein Bauer aus Rapperath soll es vor der Kirche gefunden haben, auf seinen Wagen geladen und nach Rapperath gebracht haben, wo es dann später in der Kapelle integriert wurde. Dem Kruzifix werden auch Wunderheilungen nachgesagt.[10][9] Jedes Jahr an Ostern zieht eine Prozession zum „Großen Herrgott“. Die Gemeinde erfüllt so seit dem Jahre 1800 ein Gelübde, zum Dank dafür, dass sie von der Rinderpest verschont blieb.[11]
↑§ 2 Ortsbezirke.(PDF)In:Hauptsatzung der Gemeinde Morbach vom 20. Juni 2014, geändert durch Satzung vom 19. November 2015.Gemeinde Morbach,abgerufen am 27.Dezember 2020.
↑Sechs treten nicht mehr an.Egon Schabbach ist seit 1993 Ortsvorsteher.In:Volksfreund.de.Trierischer Volksfreund Medienhaus GmbH, Trier,6.April 2004,abgerufen am 27.Dezember 2020(Nur Artikelanfang frei zugänglich).