Quickborn
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 53° 44′ N, 9° 54′ O | |
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Pinneberg | |
| Höhe: | 19 m ü. NHN | |
| Fläche: | 43,16 km² | |
| Einwohner: | 22.521 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 522 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 25451 | |
| Vorwahl: | 04106 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PI | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 56 041 | |
| LOCODE: | DE QBK | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Rathausplatz 1 25451 Quickborn | |
| Website: | www.quickborn.de | |
| Bürgermeister: | Thomas Beckmann (FDP) | |
| Lage der Stadt Quickborn im Kreis Pinneberg | ||
Quickborn ist eine Stadt im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein (Deutschland).
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geographische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gemeindegebiet der Stadt Quickborn erstreckt sich nordwestlich von Hamburg am Flusslauf der Pinnau im Bereich des Naturraums Hamburger Ring, ein Teilgebiet der schleswig-holsteinischen Geest.[2][3]
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Quickborn gliedert sich in drei Ortsteile. Neben dem Ortskern sind es Quickborn-Renzel sowie Quickborn-Heide,[4] das vor allem aus Einfamilienhaus-Siedlungen und einem Gewerbegebiet besteht.
Geologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im nordwestlichen Außenbereich des Gemeindegebietes erstreckt sich das Himmelmoor, ein Hochmoor. Es wurde einst wirtschaftlich zum Torfabbau genutzt, wozu eine Schmalspur-Bahn durch das Moor gebaut wurde. Südlich des städtischen Siedlungsbereiches erstreckt sich zudem das 110 ha große Naturschutzgebiet Holmmoor.
Klima
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Der Jahresniederschlag liegt bei 836 mm und ist damit eher hoch, da er in das obere Drittel der in Deutschland erfassten Werte fällt. An 70 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juli, in dem das 1,9 fache des Februarniederschlags fällt. Die Niederschläge variieren mäßig. An 63 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Quickborn wurde zum ersten Mal am 25. Januar 1323 urkundlich erwähnt. Kirchenbauten sind seit 1588 nachgewiesen, seit 1809 steht an zentraler Stelle mit der Marienkirche eine der wenigen klassizistischen Kirchen Schleswig-Holsteins in Quickborn.
Unmittelbar vor der Teilkapitulation der Wehrmacht für Nordwestdeutschland, Dänemark und die Niederlande am 4. Mai 1945 besetzten britische Soldaten vormittags den Ort und nahmen dort nachmittags die deutsche Delegation in Empfang und geleiteten sie zur Unterzeichnung bei Lüneburg.[5]
In den 1960er Jahren wurde Quickborn zum Ort modernen Bauens. Im Jahr 1963 organisierte das Magazin Stern hier die Fertighaus 63, damals die größte Fertighausausstellung Europas. Von 1962 bis 1963 entstand zudem die Bewobau-Siedlung Quickborn, ein heute denkmalgeschütztes Ensemble aus ein- beziehungsweise zweigeschossigen Einzel- und Doppelhäusern, die nach Plänen von Richard Neutra errichtet wurden.
Am 1. Januar 1974 wurde Quickborn gemäß schleswig-holsteinischem Landesentwicklungsgrundsätzegesetz zu einem Stadtrandkern I. Ordnung mit Teilfunktionen eines Unterzentrums geordnet. Am 6. Februar 1974 erhielt Quickborn die Stadtrechte.[6] Die Stadt ist zugleich Entwicklungsschwerpunkt auf der Entwicklungsachse Hamburg-Kaltenkirchen gemäß den Entschließungen des Gemeinsamen Landesplanungsrates Hamburg-Schleswig-Holstein. Das Gesetz verpflichtet die Stadt Quickborn für den ihr zugeordneten Verflechtungsbereich, welcher die Gemeinden Ellerau, Hasloh und Bilsen umfasst, zentrale Versorgungsfunktionen wahrzunehmen. Sie hält Einrichtungen mit zentralörtlicher Bedeutung (zum Beispiel Stadtbücherei, Ärztezentrum, Freibad und Schulen) vor. Daneben versorgt sie die Gemeinden mit Strom, Gas und Wasser.
Während der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 in der Bundesrepublik Deutschland diente Quickborn als Quartier für die Nationalmannschaft der DDR. Die Spieler waren im Sport-Hotel am Holstein-Stadion untergebracht, das als offizielles Teamhotel fungierte.[7]
Von der Gründung im Jahr 1994 bis zur Auflösung im Jahr 2020 hatte die Comdirect Bank ihren Unternehmenssitz in Quickborn.
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten](jeweils zum 31. Dezember)

- 1998: 19.508 Einwohner
- 1999: 19.789 Einwohner
- 2000: 19.875 Einwohner
- 2001: 20.075 Einwohner
- 2002: 20.144 Einwohner
- 2003: 20.277 Einwohner
- 2004: 20.227 Einwohner
- 2005: 20.240 Einwohner
- 2006: 20.208 Einwohner
- 2007: 20.136 Einwohner
- 2008: 20.289 Einwohner
- 2010: 20.556 Einwohner
- 2011: 20.677 Einwohner
- 2016: 20.808 Einwohner
- 2017: 21.056 Einwohner
- 2018: 21.296 Einwohner
- 2020: 22.398 Einwohner
- 2021: 22.015 Einwohner
- 2022: 22.981 Einwohner
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ratsversammlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bürgervorsteherin ist Annabell Krämer (FDP). Quickborn gehört zum Bundestagswahlkreis Pinneberg und zum Landtagswahlkreis Pinneberg-Nord.
Verwaltungsgemeinschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Quickborn führt im Rahmen einer Verwaltungsgemeinschaft seit dem 1. Januar 2013 die Verwaltungsgeschäfte von Bönningstedt und Hasloh, seit 1. Juli 2019 zudem die Verwaltungsgeschäfte der Gemeinde Ellerau (Kreis Segeberg) und seit 1. Januar 2021 die der Gemeinde Ascheberg (Kreis Plön), darüber hinaus die des Gewässerunterhaltungsverbands (GUV) Schwentinegebiet.[9]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „In Rot auf einem silbernen Brunnenpfahl, der aus der Mitte eines rechteckigen, gemauerten silbernen Brunnenbeckens hervorwächst und nach beiden Seiten einen Wasserstrahl im Bogen in das Becken sendet, eine sitzende goldene Eule in Vorderansicht, begleitet von zwei silbernen Seeblättern.“[10] | |
| Wappenbegründung: Die zentrale Figur des Brunnens im Wappen der Gemeinde Quickborn ist „redendes“ Symbol für den Ortsnamen. Dieser bedeutet nämlich „lebender Born“ oder „schnell sprudelnde Quelle“. Auf den künstlich gefassten „Born“ bezieht sich der Brunnen im Wappen. Der 1323 erstmals erwähnte Ort lag an einer der Haupthandelsstraßen, dem Heerweg oder Ochsenweg. Diese Verkehrsader war von besonderer Bedeutung, weil jahrhundertelang auf ihr von Jütland Viehherden nach Hamburg getrieben wurden. Beim Quickborner Wirtshaus „Uhlenkrog“ ruhten Menschen und Tiere auf ihrer Durchreise aus. Zur Erinnerung an diesen, den Ort über seine Grenzen hinaus bekannt machenden, Gasthof steht die Eule im Wappen. Die beiden Seeblätter repräsentieren die beiden großen Gewässer auf dem Gemeindegebiet, den „Groten See“ und den „Lütten See“. Die überwiegend im Wappen verwendeten Farben sind Rot und Silber, um die Zugehörigkeit zu Holstein hervorzuheben.[10]
Das Wappen wurde am 19. April 1958 genehmigt. |





