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Progress Live

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Progress Live
von Take That
Präsentationsalbum Progress
Anfang der Tournee 27. Mai 2011
Ende der Tournee 29. Juli 2011

Konzerte insgesamt
(nach Kontinent)

Konzerte insgesamt 35
Chronologie
Take That Present: The Circus Live
(2009)
Progress Live Take That Live 2015
(2015)

Progress Live war eine Konzerttournee der britischen Boygroup Take That. Die von Samsung gesponserte Tournee diente der Unterstützung ihres 2010 veröffentlichten Albums Progress und die erste Tournee der Gruppe seit 1995, bei der alle fünf Originalmitglieder gemeinsam auftraten, gleichzeitig aber auch die letzte mit Jason Orange, der die Band 2014 verließ und Robbie Williams, der sich nach dieser Reunion wieder vermehrt Soloprojekten widmete.

Im Frühjahr 2010 berichteten die Medien, dass Robbie Williams und Gary Barlow in Los Angeles ein Duett mit dem Titel Shame aufnahmen. Nach dieser Ankündigung kursierten zahlreiche Gerüchte über eine Wiedervereinigung Take Thats mit Williams mit der Band. Am 15. Juli 2010 (fast auf den Tag genau 15 Jahre, nachdem Robbie Williams 1995 die Band verlassen hatte) bestätigte die Band seine Rückkehr und gab außerdem bekannt, dass alle fünf Mitglieder an einem gemeinsamen Reunion-Album arbeiteten und eine Tournee für das kommende Jahr planten.[1]

Nach der Veröffentlichung von Progress und der offiziellen Ankündigung der Tournee mit dem Titel Progress Live stellte der Ticket-Vorverkauf bahnbrechende Erfolge auf, darunter den Verkauf von 1,34 Millionen Tickets in weniger als 24 Stunden.[2] Unter dem enormen Ansturm brachen die offiziellen Websites der einzelnen Ticket-Anbieter reihenweise zusammen.[3] Progress Live avancierte schnell zu einer der größten und kommerziell erfolgreichsten Stadion-Tourneen in Großbritannien, die allein dort von mehr als 1,8 Mio. Zuschauern gesehen wurde.[4] Allein im Etihad Stadium in Manchester und dem Wembley-Stadion in London gab die Gruppe jeweils acht restlos ausverkaufte Konzerte; mit den acht Wembley-Shows brachen Take That sogar den Rekord von Michael Jackson, der 1988 am selben Ort sieben Konzerte absolviert hatte.[5] Mit diesen acht Abenden im Wembley-Stadion stellten Take That den Rekord für die umsatzstärkste Konzertreihe auf und erzielten allein mit ihren Londoner Konzerten Einnahmen von 38 Millionen Pfund (61 Millionen US-Dollar).[6][7] Ende 2011 wurde die Tour in die jährliche Liste der Top 25 Tours des US-amerikanischen Musikmagazins Billboard aufgenommen und belegte weltweit den dritten Platz mit Einnahmen von über 180 Millionen US-Dollar bei 29 Konzerten.[8] Jedes Bandmitglied erhielt nach Steuern 7,9 Millionen Pfund Sterling aus der Tour.

Die Tournee Progress Live startete am 27. Mai 2011 in Sunderland und endete am 29. Juli des gleichen Jahres in München. Insgesamt umfasste sie 29 Konzerte in Großbritannien und Irland sowie sechs anschließende Shows auf dem europäischen Kontinent. Im Vorprogramm der Konzerte traten die Pet Shop Boys auf.

Die Konzertproduktion verschlang rund 15 Millionen Pfund (ca. 17 Millionen Euro). Das optische Herzstück der Bühne war „Om“, ein riesiger, 20 bis 30 Meter hoher mechanischer Roboter in Menschengestalt. Dieser bewegte sich während der Show, hob die Arme und erhob sich im Finale zu seiner vollen Größe über das Stadiondach. Dazu kamen riesige Videowände, Artisten, Wasserwände, sowie aufwendige Licht- und Pyrotechnik.[9] Während dieser Showproduktion kam es beim Auftritt in Manchester am 4. Juni 2011 zu einer Panne: eigentlich sollten Mark Owen und Howard Donald während der Aufführung des Titels Love Love von Roboter „Om“ der Band auf die Bühne herabgelassen werden, doch die Mechanik versagte. So saßen sie drei Meter über dem Rest der Band fest und mussten das Lied in dieser Höhe beenden. Mithilfe von Leitern wurde Owen befreit, damit er seinen Auftritt fortsetzen konnte. Donald jedoch musste den nächsten Titel Never Forget, der seinen einzigen Soloauftritt beinhaltete, singen, während er noch auf dem Roboter festsaß, bevor er schließlich ebenfalls heruntergeholt werden konnte. In einer Erklärung der Band hieß es: „Der Roboter blieb am Ende von Love Love stehen, aber das Problem wurde behoben, und am Ende der Show stand er wieder aufrecht. Howard Donald sang Never Forget auf dem mechanischen Roboter weiter. Es gibt keine Garantie, dass es bei einer so großen Konstruktion wie Om nicht irgendwann wieder zu einem solchen Zwischenfall kommt, aber im Moment scheint alles in Ordnung zu sein.“[10]

Das zweite Konzert am 16. Juli 2011 im Kopenhagener Stadion Parken musste nur wenige Stunden vor Beginn abgesagt werden, da Robbie Williams sich eine schwere Mageninfektion zugezogen hatte un trotz Behandlungsversuchen von seinen Ärzten angewiesen wurde, nicht aufzutreten. Take That entschieden sich daher, das Konzert abzusagen, da sie befürchteten, die Fans würden ohne Williams auf der Bühne unzufrieden sein. Dies war das erste Mal in ihrer Karriere, dass Take That ein Konzert absagten.

Die Tournee wurde von Kritikern, Medien und Publikum gleichermaßen positiv aufgenommen. Dave Simpson von The Guardian verlieh der Tournee die Höchstwertung von fünf Sternen und lobte die Leistung der Band mit den Worten: „Nachdem die Bandmitglieder breit grinsten und sich umarmten, übertraf sie mit dem Anblick der fünf Männer, die die klassischen Pop-Hymnen – Pray, Relight My Fire und Back for Good – performten und tanzten und lächelten, als wären sie nie weg gewesen, ihre atemberaubende Bühnenshow noch.“ Er schloss seine Rezension mit dem Kommentar, dass es sich wie ein fast mythisches Ereignis anfühlte, als das Quintett Never Forget vor einem leuchtenden Roboter sang, der so hoch war, dass er das Stadion überragte: ein einmaliges Pop-Erlebnis.[11]

Nach Abschluss der Tournee legten Take That eine mehrjährige Pause ein. Robbie Williams kündigte an, seine Solo-Karriere fortsetzen zu wollen, schloss jedoch vereinzelte, gemeinsame Auftritte mit Take That in der Zukunft nicht aus. Jason Orange absolvierte am 12. August 2012 noch einen letzten Auftritt mit Take That bei der Abschlussfeier der Olympischen Sommerspiele 2012 in London und verließ die Gruppe im September 2014 mit der Begründung, sich vollständig aus dem Showgeschäft zurückziehen zu wollen.

Ein Zusammenschnitt zweier Konzerte in Manchester vom 10. und 11. Juni 2011 erschien am 21. November des gleichen Jahres unter dem Titel Progress Live als DVD und Blu-ray.

Die zweieinhalbstündige Show war strategisch so aufgebaut, dass sie sowohl die Geschichte der Band als auch Robbie Williams’ Solo-Erfolge würdigte: Das Konzert begann mit Take That in VIererbesetzung, bestehend aus Gary Barlow, Mark Owen, Howard Orange und Jason Orange, die zunächst die großen Hits ihre Reunion-Ära ab 2006 darboten, darunter Rule the World, Greatest Day und Patience. Danach wurde Robbie Williams spektakulär allein per Seilwinde auf die Bühne gelassen und spielte ein energiegeladenes Set seiner größten Solo-Hits wie Let Me Entertain You, Feel und Angels. Erst in der zweiten Hälfte standen alle fünf Take-That-Mitglieder gemeinsam auf der Bühne. Gemeinsam präsentierten sie neue Stücke des gemeinsamen Albums Progress, gemischt mit alten Hits aus den 1990er-Jahren.

Beispiel-Setlist

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Act 1 (Take That four-piece)

Act 2 (Robbie Williams solo)

Act 3 (original line-up)

Nr. Datum Stadt Land Veranstaltungsort
1 27. Mai 2011 Sunderland England Stadium of Light
2 28. Mai 2011
3 30. Mai 2011
4 31. Mai 2011
5 3. Juni 2011 Manchester City of Manchester Stadium
6 4. Juni 2011
7 5. Juni 2011
8 7. Juni 2011
9 8. Juni 2011
10 10. Juni 2011
11 11. Juni 2011
12 12. Juni 2011
13 14. Juni 2011 Cardiff Millennium Stadium
14 15. Juni 2011
15 18. Juni 2011 Dublin Croke Park
16 19. Juni 2011
17 22. Juni 2011 Glasgow Hampden Park
18 23. Juni 2011
19 24. Juni 2011
20 27. Juni 2011 Birmingham England Villa Park
21 28. Juni 2011
22 30. Juni 2011 London Wembley Stadium
23 1. Juli 2011
24 2. Juli 2011
25 4. Juli 2011
26 5. Juli 2011
27 6. Juli 2011
28 8. Juli 2011
29 9. Juli 2011
30 12. Juli 2011 Mailand Italien Stadio Giuseppe Meazza
31 15. Juli 2011 Kopenhagen Dänemark Parken
xx 16. Juli 2011 Kopenhagen Parken
32 18. Juli 2011 Amsterdam Niederlande Amsterdam Arena
33 22. Juli 2011 Hamburg Deutschland Imtech Arena
34 25. Juli 2011 Düsseldorf Esprit Arena
35 29. Juli 2011 München Olympiastadion

Einzelnachweise

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  1. Anita Singh: Robbie Williams rejoins Take That. The Daily Telegraph. 15. Juli 2010, abgerufen am 3. Juni 2026.
  2. Progress Live – on DVD and Blu-Ray. The biggest tour in UK and Irish history is set to be released on DVD & Blu-Ray (Memento vom 28. August 2014 im Internet Archive) takethat.com. 28. September 2011.
  3. Take That – Progress Live 2011. princess.ch. Abgerufen am 3. Juni 2026.
  4. Take That tour sells 1 million tickets in 24 hours. CBC/Radio-Canada. 1. November 2010, abgerufen am 3. Juni 2026.
  5. Wembley to give one fan free tickets for a year. London Standard. 12. April 2012, abgerufen am 3. Juni 2026.
  6. Lewis Corner: Take That break Bruce Springsteen tour record. Digital Spy. 20. Juli 2011, abgerufen am 3. Juni 2026.
  7. Bob Allen: Hot Tours: Take That, U2, Roger Waters. Billboard. 22. Juli 2011, abgerufen am 3. Juni 2026.
  8. Top 25 Tours of 2011. Billboard. 9. Dezember 2011, abgerufen am 3. Juni 2026.
  9. Take That - Progress Tour 2011. stageco.com. Abgerufen am 3. Juni 2026.
  10. Take That trapped on stage robot during Manchester show. BBC News. 6. Juni 2011, abgerufen am 3. Juni 2026.
  11. Dave Simpson: Take That trapped on stage robot during Manchester show. The Guardian. 28. Mai 2011, abgerufen am 3. Juni 2026.