Prešov
| Prešov | ||||
|---|---|---|---|---|
| Wappen | Karte | |||
| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Kraj: | Prešovský kraj | |||
| Okres: | Prešov | |||
| Region: | Šariš | |||
| Fläche: | 71,09 km²[1] | |||
| Einwohner: | 81.223 (31. Dez. 2025)[2] | |||
| Bevölkerungsdichte: | 1142,46 Einwohner je km² | |||
| Höhe: | 250 m n.m. | |||
| Postleitzahl: | 080 01 | |||
| Telefonvorwahl: | 0 51 | |||
| Geographische Lage: | 49° 0′ N, 21° 14′ O | |||
| Kfz-Kennzeichen (vergeben bis 31.12.2022): |
PO | |||
| Kód obce: | 524140 | |||
| Struktur | ||||
| Gemeindeart: | Stadt | |||
| Gliederung Stadtgebiet: | 7 Stadtteile | |||
| Verwaltung (Stand: Oktober 2022) | ||||
| Bürgermeister: | František Oľha | |||
| Adresse: | Mestský úrad Prešov Hlavná 73 08068 Prešov | |||
| Webpräsenz: | www.presov.sk | |||
| Blasonierung: „In Silber zwei rote Balken und an der Stelle des Schildhauptes drei rote Rosen mit goldenen Butzen.“ | |
| Wappenbegründung: Ihr Wappen erhielt die Stadt im Jahr 1433 oder 1455 (dann von König Ladislaus Postumus) verliehen. 1548 und 1558 wurde es modifiziert.[10] |
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | 1995 | 2005 | 2015 | 2025 |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl der Personen | 92.687 | 91.621 | 89.959 | 81.223 |
| Unterschied | −1,15 % | −1,81 % | −9,71 % |
| Jahr | 2024 | 2025 |
|---|---|---|
| Anzahl der Personen | 81.702 | 81.223 |
| Unterschied | −0,58 % |
Gemäß der Volkszählung 2011 wohnten in Prešov 91.782 Einwohner, davon 74.769 Slowaken, 1562 Roma, 1455 Russinen, 543 Ukrainer, 443 Tschechen, 126 Magyaren, 66 Russen, 45 Mährer und jeweils 41 Deutsche und Polen; andere Ethnien hatten entweder weniger als 40 Angehörigen oder waren nicht gesondert in den Statistiken erfasst. 12.669 Einwohner machten bezüglich zur Ethnie keine Angaben. 50.799 Einwohner bekannten sich zur römisch-katholischen Kirche, 7477 Einwohner zur griechisch-katholischen Kirche, 3717 Einwohner zur evangelischen Kirche A. B., 1387 Einwohner zur orthodoxen Kirche, 225 Einwohner zur Brüderkirche, 180 Einwohner zu den Zeugen Jehovas und 138 Einwohner zur reformierten Kirche (Calvinisten); weitere Einwohner bekannten sich entweder zu einer weniger als 100 Angehörigen zählenden Konfession oder zu einer nicht gesondert in Statistiken aufgeführten Konfession. 11.420 Einwohner waren ohne Bekenntnis und bei 15.751 Einwohnern wurde die Konfession nicht ermittelt.[12][13]
Ergebnisse nach der Volkszählung 2001 (92.786 Einwohner):
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Nach Ethnie:
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Nach Konfession:
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Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadt hat eine historisch bedeutende Altstadt. Ein bedeutendes Baudenkmal ist die St.-Nikolaus-Kirche, eine spätgotische Hallenkirche. Mit ihrem Bau wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts begonnen, aber erst 1515 konnte man sie vollenden. Die erste evangelische Kirche entstand 1647, das evangelische Kollegium 1666–1668, beide im Renaissance-Stil.
Aufgrund ihrer vielen historischen Bauwerke und ihrer großen Bedeutung für die Kultur und Bildung wird die Stadt manchmal auch das „Athen an der Torysa“ genannt.
- Neologe Synagoge, erbaut 1887
- Orthodoxe Synagoge, erbaut 1897/98
- Klaus-Synagoge, erbaut 1934/35
Tourismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch Prešov verläuft der Bergwanderweg Eisenach–Budapest sowie der Weg der Helden des Slowakischen Nationalaufstandes.
Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Fußballverein FC Tatran Prešov spielt in der erstklassigen Niké liga. Der Verein spielte lang im 1899 erbauten Štadión Tatran, dem ältesten Stadion des Landes. Im Mai 2025 wurde die neue Spielstätte, die Futbal Tatran Aréna, eröffnet. Ein weiterer Proficlub der Stadt ist der Eishockeyclub HC Prešov, der mehrere Jahre in der Tipsport liga gespielt hat und mittlerweile in der zweitklassigen 1. Liga antritt. Der Handballverein HT Tatran Prešov, mehrmals slowakischer Landesmeister, spielt auch in internationalen Wettbewerben.
Im Juni 2025 ist die Stadt Prešov, mit der Futbal Tatran Aréna, einer der Austragungsorte der U-21-Fußball-Europameisterschaft 2025.
Kultur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aus der Stadt stammt Chiki liki tu-a. Es handelt sich dabei um eine slowakische Alternative-Rock-Band. Die Band ist bekannt für ihre vielseitigen Konzertprojekte, in denen sie diverse Musikgenres und Persönlichkeiten aus der tschechischen und slowakischen Popkultur parodiert. Medienaufmerksamkeit und Bekanntheit in der breiten Öffentlichkeit ist ihr mit dem Hit Láska moja de si gelungen. Die Lieder sind aus einer Menge an Genren inspiriert worden, die Texte haben eine eigene Nonsenspoetik, die stark von der multikulturellen Umgebung von Prešov geprägt ist. Die Band hat Konzerte vorwiegend in der Slowakei, aber auch im Ausland wie Tschechien, Ungarn, Deutschland, Frankreich und Mazedonien gegeben.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Prešov ist einer der bedeutendsten Verkehrsknotenpunkte der Ostslowakei. Hier kreuzen sich die Straßen 1. Ordnung 18 (Žilina–Prešov–Michalovce), 20 (Prešov–Košice) und 68 (Polen–Prešov). Die Straße 2. Ordnung 545 zweigt im nahen Kapušany Richtung Bardejov ab und die Straße 2. Ordnung 546 führt nach Margecany. Die Anbindung an das hochrangige Straßennetz ist teilweise fertiggestellt: die Autobahn D1 (E 50) umgeht die Stadt südwestlich mit dem 2,2 km langen Prešov-Tunnel und wurde nach vierjähriger Bauzeit am 28. Oktober 2021 dem Verkehr freigegeben. Diese Autobahnumgehung verbindet die schon früher angelegten Teilstrecken Richtung Košice einerseits sowie Richtung Poprad und Žilina andererseits. Die fehlenden Teilstrecken nach Bratislava durch die Nordslowakei sind teilweise in Bau. Als Kuriosum verband die kurze Straße 1. Ordnung 80 das Autobahnteilstück nach Košice mit übrigem Straßennetz. Die Schnellstraße R4, die einmal die Nordumgehung bilden wird und danach weiter Richtung Svidník und Ostpolen verlaufen soll, ist vom Knotenpunkt Prešov-západ mit der D1 bis zur Anschlussstelle Prešov-sever mit der Straße 1. Ordnung 68, zusammen mit dem 1,15 km langen Bikoš-Tunnel, am 25. September 2023 eröffnet worden, die 10,2 km lange Weiterführung bis Kapušany, inklusive des 1,9 km langen Okruhliak-Tunnels, ist bis voraussichtlich 2027 in Bau.
Durch die Stadt verläuft die Bahnstrecke Kysak–Muszyna, die in Kysak an die Hauptbahn Žilina–Košice angebunden ist. Hier zweigt die Strecke nach Strážske sowie im nahen Kapušany eine nach Bardejov ab. Der Hauptbahnhof befindet sich südlich des Stadtzentrums an der Straße Košická, zugleich nahe dem städtischen Busbahnhof. Weitere Haltestellen sind Prešov mesto westlich des Stadtzentrums sowie der Bahnhof Šarišské Lúky (auf dem Gemeindegebiet von Ľubotice gelegen). Nach dem Fahrplan 2015/16 gab es täglich mehrere Nahverkehrsverbindungen mit umliegenden Gemeinden und Städten sowie wenige Schnell-, IC- und Expresszüge Richtung Košice, Humenné, Bratislava und Prag. Weitere Verbindungen sind durch Umsteigen am Bahnhof Kysak zu erreichen.[14]
Der innerstädtische ÖPNV-Betrieb wird vom städtischen Unternehmen Dopravný podnik mesta Prešov, a. s (kurz DPMP) organisiert. Der Omnibusverkehr besteht aus 31 Buslinien und zwei Nachtlinien. Seit 1962 ist ein O-Bus-Netz in Betrieb, das aus sieben Linien besteht (alle Angaben Stand Juni 2021).[15] Seit September bzw. Oktober 2023 erhalten Einwohner bis zum Alter von 18 Jahren und ab 62 Jahren Jahreskarten für den ÖPNV zum symbolischen Preis von 1 Euro.[16]
Der kleine Flugplatz im Nordosten wird hauptsächlich militärisch genutzt.
Partnerstädte
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Brugherio, Italien
Keratsini, Griechenland
La Courneuve, Frankreich
Nyíregyháza, Ungarn
Nowy Sącz, Polen
Mukatschewo, Ukraine
Pittsburgh, Vereinigte Staaten
Prag 10, Tschechien
Remscheid, Deutschland
Rischon LeZion, Israel
Gabrowo, Bulgarien
Söhne und Töchter der Stadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ján Bayer (1630–1674), Philosoph
- Johannes Sartorius (1656–1729), Pädagoge und Schriftsteller
- Jakub Bogdani (1660–1724), Maler
- Johann Adam Raymann (1690–1770), ungarischer Arzt und Naturforscher
- Johann Matthias Korabinsky (1740–1811), Lehrer, Topograph und Schriftsteller
- Emil Dessewffy (1814–1866), ungarischer Politiker
- Ferenc Pulszky (1814–1897), Archäologe
- Theodor Fuchs (1842–1925), österreichischer Geologe, Paläontologe und Museumskustos
- Ján Borodáč (1892–1964), Regisseur
- Rose Pauly (1894–1975), Sängerin
- Leopold Lahola (1918–1968), Dramatiker und Filmregisseur
- Ladislav Pavlovič (1926–2013), Fußballspieler
- Dušan Martinček (1936–2006), Komponist und Musikpädagoge
- Ivan Lefkovits (* 1937), Immunologe
- Juraj Kukura (* 1947), Schauspieler
- Ladislav Hučko (1948–2025), ruthenischer Geistlicher, Apostolischer Exarch in Tschechien
- Martin Vrábel (* 1955), Langstreckenläufer
- Iris Szeghy (* 1956), Komponistin
- Igor Liba (* 1960), Eishockeyspieler
- Peter Adamkovič (* 1970), Jazzmusiker
- Martin Mrva (* 1971), Schachmeister und Schachjournalist
- Maroš Kolpak (* 1971), Handballspieler und -trainer
- Štefan Tarkovič (* 1973), Fußballtrainer
- Peter Hlinka (* 1978), Fußballspieler
- Peter Šinglár (* 1979), Fußballspieler
- Katarína Knechtová (* 1981), Sängerin
- Stanislav Šesták (* 1982), Fußballspieler
- Ľubomír Pištej (* 1984), Tischtennisspieler
- Martina Veličková (* 1989), Eishockeyspielerin
- Monika Potokárová (1992–2019), Schauspielerin
- Kristián Baran (* 1996), Schauspieler
- Šimon Bartko (* 1996), Biathlet
- Matej Baloga (* 1997), Biathlet
- Adam Jakubech (* 1997), Fußballspieler
- Alex Molčan (* 1997), Tennisspieler
- Ľubomír Tupta (* 1998), Fußballspieler
- Stela Semanová (* 2001), Fußballspielerin
- Adam Griger (* 2004), Fußballspieler
- Tatiana Blichová (* 2006), Eishockeyspielerin
Mit Prešov verbundene Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Georg Wernher (um 1490–1556), Statthalter, Finanzbeamter, Humanist und Balneologe
- Vasiľ Hopko (1904–1976), griechisch-katholischer Weihbischof von Prešov, starb in Prešov.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Homepage der Stadt (slowakisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Hustota obyvateľstva - obce [om7014rr_obc=AREAS_SK, v_om7014rr_ukaz=Rozloha (Štvorcový meter)]. Statistical Office of the Slovak Republic, 31. März 2026, abgerufen am 31. März 2026 (slowakisch).
- ↑ Počet obyvateľov podľa pohlavia - obce (ročne) [om7101rr_obce=AREAS_SK]. Statistical Office of the Slovak Republic, 31. März 2026, abgerufen am 31. März 2026 (slowakisch).
- ↑ Reformationsstadt Prešov. Heidelberg des Ostens. In: reformation-cities.org, abgerufen am 8. September 2017.
- 1 2 Karin Rogalska: Eperies/Prešov. In: Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa. Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Institut für Germanistik, 2013, Stand 29. Oktober 2015, abgerufen am 3. Juli 2018.
- 1 2 Ondrej R. Halaga: Meno Mesta Prešova vo svetle jazykových a historických súvistlostí (dt.: Der Name der Stadt Prešov im Licht der sprachlichen und geschichtlichen Zusammenhänge). In: Jazykovedný Časopis (dt.: Sprachwissenschaftliche Zeitschrift). Jg. 16, Band 2, 1965, S. 165 (savba.sk [PDF; 7,4 MB; abgerufen am 26. April 2021]).
- ↑ Peter Švorc, Sprievodca po historickom Prešove (dt.: Führer durch das historische Eperies). Prešov 1997, S. 14.
- ↑ so Marcela Domenová: Prešov. In: Martin Štefánik, Ján Lukačka u. a.: Lexikon stredovekych miest na Slovensku. Bratislava 2010, S. 331, ISBN 978-80-89396-11-5 (forumhistoriae.sk [PDF; 9,0 MB; abgerufen am 3. Juli 2018]).
- ↑ Herbert Weinelt: Preschau (Ostslowakei). Eine deutsche Namensform. In: Südost-Forschungen. 4 (1939), S. 808 f., urn:nbn:de:bvb:12-bsb00093063-0 (digitale-sammlungen.de [abgerufen am 3. Juli 2018]).
- ↑ Ernst Hochberger: Slowakei. Reisehandbuch und Kunstführer. Sinn/Hessen 1990, S. 685.
- ↑ Michal Danilák, Maria Gojdicova: Mesto Prešov. Košice 1988, S. 23, 240. Ladislaus’ Wappen war achtfach silbern-rot geteilt.
- 1 2 Počet obyvateľov podľa pohlavia - obce (ročne) [om7101rr_obce=AREAS_SK]. Statistical Office of the Slovak Republic, 31. März 2026, abgerufen am 31. März 2026 (slowakisch).
- ↑ Volkszählung 2011 nach Ethnie. ( vom 6. Oktober 2014 im Internet Archive; PDF; 394 kB) S. 58 (slowakisch).
- ↑ Volkszählung 2011 nach Konfession. ( vom 7. September 2012 im Internet Archive; PDF; 622 kB) S. 122 (slowakisch).
- ↑ Fahrplan 2015/2016. ( vom 8. September 2017 im Internet Archive) In: zsr.sk, abgerufen am 8. September 2017 (slowakisch).
- ↑ Cestovné poriadky In: imhd.sk, abgerufen am 20. Juni 2021 (slowakisch).
- ↑ Bezplatná MHD v Prešove. Mestský úrad v Prešove, abgerufen am 10. März 2024 (slowakisch).






