Nachdem im Jahre 1979 die National Basketball League in Australien gegründet worden war, erhielt drei Jahre später auch Western Australia ein Team. Die 1982 als Westate Wildcats gegründeten Wildcats waren das erste und bisher einzige westaustralische Team, das in der NBL antrat. Erster Trainer war Henry Daigle, und der Großteil des ersten Kaders bestand aus Spielern der East Perth Eagles, Stirling Senators und Perth Redbacks, angeführt von Kapitän Mike Ellis.[1] Sie trugen ihre Heimspiele im Perry Lakes Basketball Stadium aus und beendeten die Saison 1982 mit einer Bilanz von 10 Siegen und 16 Niederlagen auf dem zehnten Platz. Nachdem in der folgenden Saison 1983 Gordon Ellis das Traineramt übernommen hatte, belegte das Team mit einer Bilanz von 6 Siegen und 16 Niederlagen den 13. Platz.
In der Saison 1984 wurde das Team in Perth Wildcats umbenannt, doch unter Trainer Lynn Massey blieb der Erfolg aus. Die Mannschaft beendete die Saison mit nur drei Siegen auf dem letzten Platz. Zur Saison 1985 übernahm Jay Brehmer das Team. Brehmer und die ausländischen Spieler Dan Clausen und Roland Brooks wollten die Wildcats erstmals in die Playoffs führen. Mit einer Bilanz von 13 Siegen und 13 Niederlagen verpassten sie die Playoffs jedoch knapp und belegten den achten Platz. Im Jahr 1986 kaufte der Geschäftsmann Bob Williams aus Perth die Wildcats.[2][3] In dieser Saison erlitten die Wildcats einen schweren Rückschlag, als Brooks sich nach nur zehn Spielen eine schwere Verletzung zuzog und die Saison vorzeitig beenden musste. Ohne ihren Starspieler konnten die Wildcats nicht mehr mithalten und beendeten die Saison mit einer Bilanz von 8 Siegen und 18 Niederlagen auf dem zwölften Platz.
Im Jahr 1987 gab es zahlreiche Veränderungen. Die bedeutendste war der Umzug der Mannschaft aus dem engen Perry Lakes Stadium in den Superdrome. Während das Perry Lakes Stadium lediglich 800 Zuschauern Platz bot, fasste der Superdrome 5000 Personen. Ebenfalls 1987 – weiterhin unter der Führung von Kapitän Mike Ellis – nahmen die Perth Wildcats Spieler in ihren Kader auf, die später zu bekannten Größen werden sollten, darunter Kendal Pinder, James Crawford, Cal Bruton (Spielertrainer), Alan Black, Eric Watterson und Trevor Torrance. Die neuen Talente zahlten sich für die Wildcats sofort aus, da das Team erstmals die Play-offs erreichte. In den ersten beiden Runden der Play-offs besiegten die Wildcats die Canberra Cannons sowie den Tabellenersten der regulären Saison, die Adelaide 36ers, und erreichten so die Finalserie gegen die Brisbane Bullets. Der in jener Saison eingeführte Spielstil – „Run, stun and have some fun“ (Laufen, Überrumpeln, Spaß haben)[4] – hatte bis zur Finalserie wahre Wunder gewirkt. Die Serie war ein Traum für die Veranstalter: Ostküste gegen Westküste, solide spielerische Grundlagen gegen „Run-and-Gun“-Basketball, zukünftige Hall-of-Fame-Mitglieder auf beiden Seiten des Spielfelds und zwei Trainer, die sich nicht ausstehen konnten (Brian Kerle gegen Cal Bruton).[5] Im ersten Spiel der Best-of-Three-Serie besiegten die Bullets die Wildcats vor ausverkauftem Haus in Perth mit nur einem Punkt Vorsprung, bevor sie sich wenige Tage später in Brisbane mit einem Sieg im zweiten Spiel die Meisterschaft sicherten.
Im Jahr 1990 wurde der Geschäftsmann Kerry Stokes aus Westaustralien Miteigentümer des Franchise und beschloss, den Spielort in das Perth Entertainment Centre zu verlegen, das über 8000 Plätze verfügte.[2] Nachdem Cal Bruton seine Spielerkarriere nach der Saison 1989 beendet hatte, übernahm er 1990 das Amt des General Managers bei den Wildcats. In dem Bestreben, die erste NBL-Meisterschaft für das Team zu gewinnen, startete Bruton in der spielfreien Zeit eine aktive Rekrutierungsoffensive. Diese führte zur Verpflichtung von Ricky „Amazing“ Grace, der regelmäßig als der beste Spieler in der Geschichte der Wildcats bezeichnet wird. Gemeinsam mit Mike Ellis bildete Grace ein dominantes Backcourt-Duo. Die Saison 1990 begann turbulent, als Trainer Alan Black nach nur zwei Spielen unter umstrittenen Umständen entlassen und durch Cal Bruton ersetzt wurde. Trotz des holprigen Saisonstarts fingen sich die Wildcats und belegten am Ende mit einer Bilanz von 17 Siegen und 9 Niederlagen den fünften Platz. Als Außenseiter in die Endrunde gestartet, besiegten die Wildcats die Melbourne Tigers in der ersten Play-off Runde glatt mit zwei Siegen in Folge und revanchierten sich im Halbfinale mit einem 2:1-Erfolg gegen die North Melbourne Giants. In ihrer zweiten Finalteilnahme der Franchisegeschichte trafen sie erneut auf die Brisbane Bullets.[2] Zehntausende Menschen in ganz Westaustralien verfolgten die Live-Übertragung, in der die Wildcats im ersten Spiel der Finalserie vor ausverkauftem Haus im Perth Entertainment Centre einen 112:106-Sieg errangen. Brisbane glich die Serie zum 1:1 aus, nachdem das Team das zweite Spiel zu Hause überzeugend mit 106:90 gewonnen hatte. Im entscheidenden Spiel, das wenige Tage später ebenfalls in Brisbane stattfand, setzten sich die Wildcats im dritten Viertel deutlich ab und gingen mit einem Vorsprung von 20 Punkten in den Schlussabschnitt. Sie fuhren einen souveränen 109:86-Sieg ein und sicherten sich damit ihre erste NBL-Meisterschaft. Für seine herausragende Leistung in der Serie wurde Grace als MVP des Finales ausgezeichnet. Über die drei Spiele hinweg erzielte Grace durchschnittlich 24,7 Punkte pro Partie.[2]
Unter kontroversen Umständen wurde Cal Bruton trotz des Meisterschaftsgewinns der Wildcats im Folgejahr nicht als Trainer weiterbeschäftigt. Sein Nachfolger wurde Murray Arnold, ein ehemaliger Assistenztrainer der Chicago Bulls. Arnolds Spielstil war defensiv ausgerichtet, was einen deutlichen Unterschied zum zuvor unter Bruton praktizierten, offensiv ausgerichteten und unterhaltsamen Spielstil darstellte. Im Bestreben, die Meisterschaft zu verteidigen, verstärkten die Wildcats ihren Kader in der Saisonpause erheblich mit der Verpflichtung der späteren Basketballlegende Andrew Vlahov und Peter Hansen, einem US-Amerikaner, der über Venezuela, Spanien und die Perry Lakes Hawks nach Melbourne gekommen war.[6] Arnolds Wildcats beendeten die reguläre Saison als Tabellenerster mit einer Bilanz von 22 Siegen und 4 Niederlagen. Im Play-off-Halbfinale setzten sie sich mühelos gegen die Adelaide 36ers durch und trafen im Finale auf die hoch eingeschätzten Eastside Spectres. Die Wildcats hatten die einmalige Chance zwei Titel in Folge zu gewinnen – ein Kunststück, das bis zu diesem Zeitpunkt in der Geschichte der NBL nur zwei anderen Teams gelungen war. Alles schien auf Kurs zu liegen, als die Wildcats die Spectres im ersten Spiel in Melbourne mit 26 Punkten Vorsprung (109:83) besiegten. In Perth herrschte eine euphorische Stimmung und beim zweiten Spiel vor heimischem Publikum erwartete die Wildcats erneut eine ausverkaufte Halle. Doch die Spectres, die mit dem Rücken zur Wand standen, bewiesen großen Kampfgeist und überraschten die Favoriten mit einem Sieg mit fünf Punkten Vorsprung (86:81). Dennoch triumphierten die Wildcats vor dem begeisterten Publikum in Perth im entscheidenden dritten Spiel mit 10 Punkten Vorsprung (90:80) und wurden damit das dritte Team in der Geschichte, das zwei NBL-Meisterschaften in Folge gewann. Hansen wurde zum MVP der Finalserie ernannt, nachdem er in den drei Spielen durchschnittlich 17,3 Punkte erzielt hatte.
Nach einem schwächeren Jahr 1992, das mit einer Niederlage im Viertelfinale endete, kam es vor der Saison 1993 zu drei bedeutenden personellen Veränderungen: Vereinslegende und Kapitän Mike Ellis beendete nach zwölf Spielzeiten seine Karriere, Adrian Hurley übernahm als neuer Cheftrainer das Amt von Murray Arnold und schließlich gelang es den Wildcats, den zweifachen Liga-MVP Scott Fisher zu verpflichten. Unter der Führung des neuen Kapitäns Andrew Vlahov setzten die Wildcats ihren sportlichen Erfolg fort. Sie beendeten die reguläre Saison als Tabellenerster und zogen erneut in die Finalserie ein – diesmal gegen die Melbourne Tigers. Diese Serie gilt oft als die beste Finalserie in der Geschichte der Liga. Nachdem die ersten beiden Spiele jeweils einmal von beiden Teams gewonnen worden waren, entschied sich die Meisterschaft erst in den letzten Sekunden des dritten Spiels, als Vlahov kurz vor Schluss einen Dreier zum möglichen Ausgleich vergab.[7] Obwohl er im Verliererteam stand, wurde Ricky Grace zum MVP der Serie ernannt, nachdem er in den drei Spielen einen Durchschnitt von 22,3 Punkten erzielt hatte.
Nach einer enttäuschenden Saison 1994 wollten die Wildcats einen reinen Distanzschützen verpflichten, um das gegnerische Defensivspiel in die Breite zu ziehen und im Low-Post mehr Raum für Spieler wie Scott Fisher, James Crawford und Andrew Vlahov zu schaffen. Für diese Rolle wurde Anthony Stewart von den Hobart Tassie Devils unter Vertrag genommen. Im Backcourt spielten neben Stewart auch Ricky Grace und Aaron Trahair, während Martin Cattalini die von Trainer Adrian Hurley genutzte Acht-Mann-Rotation komplettierte.
Die Meistermannschaft von 1995
Unter Trainer Hurley gewann das Team in der Saison 1995 die sogenannte „Triple Crown“ – sie siegten im Vorbereitungsturnier, belegten nach der regulären Saison den ersten Platz und gewannen schließlich die Meisterschaft. Nach Siegen über die Melbourne Tigers im Viertelfinale und die Adelaide 36ers im Halbfinale zogen die Wildcats in ihr fünftes Finale innerhalb von neun Jahren ein. In einer dramatischen Finalserie gegen die North Melbourne Giants gewannen beide Teams jeweils ein Auswärtsspiel, sodass es vor dem entscheidenden dritten Spiel unentschieden stand. Im dritten Spiel dominierten die Wildcats die Giants und sicherten sich mit einem souveränen 108:88-Sieg ihren dritten Titel. Kapitän Andrew Vlahov wurde zum MVP der Finalserie ernannt, nachdem er in den drei Spielen durchschnittlich 24 Punkte erzielt hatte. Durch den Meisterschaftsgewinn qualifizierten sich die Wildcats für die Teilnahme an der McDonald’s Championship in London, einem internationalen Turnier mit den besten Vereinsmannschaften der Welt. Im ersten Turnierspiel unterlagen die Wildcats den Houston Rockets mit 72:116, konnten jedoch im zweiten Spiel Real Madrid mit 93:86 besiegen.[8]
Nach vier aufeinanderfolgenden, von Verletzungen geprägten Spielzeiten, die jeweils mit einem frühen Ausscheiden in den Playoffs endeten, änderte sich dies in der Saison 1999/2000. Angeführt von Trainer Alan Black und den Leistungsträgern Andrew Vlahov, Ricky Grace, Scott Fisher und Anthony Stewart sowie dem aufstrebenden James Harvey und dem Center Paul Rogers verpflichteten sie für die entscheidende Phase der Saison zudem den Importspieler Marcus Timmons.[9] Vor Saisonbeginn entschied sich Kerry Stokes, der Eigentümer der Perth Wildcats, die Führung des Franchise an den australischen NBA-SpielerLuc Longley – der gerade mit den Chicago Bulls seinen dritten NBA-Meistertitel gewonnen hatte – sowie an Andrew Vlahov zu übergeben. Das neue Eigentümerduo erwies sich als sofortiger Erfolg. Die Wildcats sicherten sich ihre vierte Meisterschaft, ein bis dahin unerreichter Rekord, indem sie die Victoria Titans vor einer ausverkauften Kulisse von 8000 Zuschauern im Perth Entertainment Centre besiegten. Sie gewannen die Finalserie glatt mit 2:0, in dem sie im ersten Spiel in Melbourne mit 84:78 siegten und entschieden die Serie anschließend zu Hause durch einen 83:76-Erfolg im zweiten Spiel für sich. Marcus Timmons, der im zweiten Spiel mit 27 Punkten die höchste Ausbeute der Partie erzielte, wurde zum MVP der Finalserie ernannt. Als krönender Abschluss der Saison wurde Paul Rogers als erster Spieler der Wildcats zum MVP der regulären Saison ausgezeichnet.
In den 2000er Jahren blieben die Wildcats ohne Meisterschaftserfolg. Nach der Schließung des Perth Entertainment Centre kehrten die Wildcats zur Saison 2002/03 in das Superdrome zurück, das heute als Challenge Stadium bekannt ist. In dieser Spielzeit erreichten die Wildcats unter der Führung von Ricky Grace und Trainer Alan Black ihre siebte Finalserie. In der Meisterschaftsserie waren die Wildcats den Sydney Kings unterlegen. Sie verloren das erste Spiel in Sydney mit 94:98 und mussten sich auch im zweiten Spiel zu Hause mit 101:117 geschlagen geben. Neben Grace zählte auch Stephen Black, der Sohn von Trainer Alan Black, zu den wichtigen Stützen der Finalmannschaft von 2003, ebenso wie Tony Ronaldson, Rob Feaster, Matthew Burston, Brett Wheeler und James Harvey. In den Tagen nach der Niederlage im großen Finale gegen die Kings entschieden sich die Wildcats, Blacks Vertrag nicht zu verlängern und trennten sich zum zweiten Mal von ihm.[10] Vereinslegende Mike Ellis wurde zum Cheftrainer für die Saison 2003/04 ernannt. In seiner einzigen Spielzeit als Trainer der Wildcats führte er das Team jedoch zu seiner ersten Saison mit negativer Bilanz seit 1986. Die Mannschaft belegte mit einer Bilanz von 15 Siegen und 18 Niederlagen den siebten Platz und schied im Viertelfinale aus. Zur Saison 2004/05 wurde Ellis durch einen weiteren ehemaligen Spieler, Scott Fisher, ersetzt.[11] Zudem gab Mitinhaber Luc Longley im April 2004 seine Mehrheitsbeteiligung an den Wildcats ab, womit Andrew Vlahov zum alleinigen Eigentümer des Franchise wurde.[12] Die Saison 2004/05 markierte das Ende einer Ära, als Kapitän Ricky Grace als vierfacher NBL-Meister und seit 15 Jahren Teil der Wildcats seine Karriere beendete.
Nach dem Rücktritt von Grace debütierte in der Saison 2005/06 Shawn Redhage, eine spätere Vereinslegende, während der Geschäftsmann Jack Bendat aus Westaustralien Vorsitzender und Mehrheitseigentümer des Franchise wurde. Obwohl er nicht mehr die Mehrheit der Anteile hielt, behielt Andrew Vlahov als Geschäftsführer die Kontrolle über das Team.[13][14] Im Jahr 2007 übernahm Bendat die vollständige Kontrolle.[15]
In der Spielzeit 2006/07 feierten die Wildcats ihr 25-jähriges Bestehen und verbuchten 23 Siege.[13][13] Sowohl 2007 als auch 2008 scheiterten die Wildcats in den Playoffs; für die Saison 2008/09 löste Connor Henry den bisherigen Trainer Scott Fisher ab.[13] Da das Team erneut früh in den Playoffs ausschied, endete Henrys Amtszeit bereits nach einer Saison.
Nach der Saison 2008/09 standen die Wildcats aufgrund finanzieller Probleme kurz vor dem Aus, da eine Million Dollar im Etat fehlten.[16] Auch die NBL selbst befand sich in einer schwierigen Lage. Angesichts der Krise des Wettbewerbs bestand seinerzeit die reale Gefahr, dass die Liga in der Saison 2009/10 nicht stattfinden würde.[17] In Zusammenarbeit mit anderen Vereinen trugen die Wildcats zur Neugestaltung der Liga bei. Von allen NBL-Teams vollzogen die Wildcats den größten Wandel.[18][19] Unter der Führung von Geschäftsführer Nick Marvin strich der Verein Personalkosten in Höhe von 1,5 Millionen Dollar und verpflichtete mit Rob Beveridge einen neuen Trainer.[18][20] Zudem gingen die Wildcats eine Partnerschaft mit der Regierung von Western Australia ein, um deren Initiative „Alcohol: Think again“ zu unterstützen.[18] Parallel dazu nahm die NBL wesentliche Änderungen am Wettbewerbsmodus vor. Eine der Maßnahmen von Basketball Australia für die Saison 2009/10 bestand darin, die Spieldauer in der NBL von den 1984 eingeführten 48 Minuten auf 40 Minuten zu reduzieren, um sich dem internationalen Spielbetrieb anzupassen. Ziel war es, den australischen Basketball wieder mit dem Rest der Welt (außerhalb der NBA) in Einklang zu bringen und das Produkt für das Fernsehen attraktiver zu gestalten, da sich ein 40-minütiges Spiel gut in einen zweistündigen Sendeplatz einfügen lässt.[21]
Beveridge war maßgeblich am Aufbau einer neu formierten Mannschaft beteiligt, in der Shawn Redhage, Stephen Weigh und Brad Robbins von den bewährten NBL-Spielern Damian Martin, Drew Williamson, Luke Schenscher und Martin Cattalini sowie den aufstrebenden Talenten Kevin Lisch und Jesse Wagstaff unterstützt wurden. Vor Beginn der Saison 2009/10 gab Paul Rogers das Kapitänsamt ab und übergab die Führung an Redhage.[22][23] Im Saisonverlauf wurde Galen Young verpflichtet, um Rogers zu ersetzen, dessen Karriere aufgrund einer Verletzung vorzeitig beendet war.[24] Nachdem sie sich den Titel der regulären Saison gesichert und die Gold Coast Blaze im Halbfinale besiegt hatten, trafen die Wildcats in ihrer ersten Finalserie seit 2003 auf die Wollongong Hawks. Während die ersten beiden Spiele jeweils klare Heimsiege brachten, lagen die Wildcats im zweiten Viertel des dritten Spiels mit bis zu 11 Punkten zurück, bevor Lisch offensiv groß auftrumpfte und 29 Punkte erzielte, womit er das Team zu einem 96:72-Sieg und damit zur fünften NBL-Meisterschaft führte. Lisch wurde anschließend zum MVP der Finalserie ernannt.[25]
Nach der Saison 2010/11, die durch schwere Verletzungen von Jesse Wagstaff, Matthew Knight und Shawn Redhage stark beeinträchtigt worden war, wollten die Wildcats in der Spielzeit 2011/12 mit der Verpflichtung des 2,18 Meter großen Centers Luke Nevill wieder an die Spitze zurückkehren.[26] Für Perth war es ein schwerer Schlag gewesen, als sich Co-Kapitän Shawn Redhage im Januar 2011, zum ersten Mal in seiner Karriere, verletzte. Erfreulicherweise kehrte Redhage in der Saison 2011/12 aufs Spielfeld zurück, nachdem man nach seiner Verletzung in der vorangegangenen Spielzeit zunächst befürchtet hatte, er würde womöglich nie wieder spielen können. Der sechsfache „Club-MVP“ stürzte sich derart unglücklich nach einem umkämpften Ball, dass der Kopf seines Oberschenkelknochens durch das Becken stieß; dabei brach der Knochen und das Gelenk kugelte aus.[27]
In der Saison 2011/12 lieferten sich die Wildcats über weite Strecken einen Kampf um den Spitzenplatz mit den New Zealand Breakers. Die beiden Mannschaften trafen schließlich im Finale aufeinander, in dem die Breakers die Wildcats in drei Spielen besiegten.[28] Im zweiten Spiel der Serie erzwang Redhage durch einen Block gegen Breakers-Guard C. J. Bruton in buchstäblich letzter Sekunde ein drittes und entscheidendes Spiel.[29] Lisch wurde als MVP der Liga ausgezeichnet und war damit erst der zweite Spieler der Wildcats, dem diese Ehre zuteilwurde.[30]
Für die Saison 2012/13 bezogen die Wildcats die Perth Arena mit einem Fassungsvermögen von 13.000 Zuschauern. Nachdem sich Matthew Knight früh in der Saison verletzt hatte, wurde Michael Dunigan als kurzfristiger Ersatz verpflichtet. Co-Kapitän Brad Robbins beendete seine Karriere überraschend bereits nach acht Spielen, da er nach eigenen Angaben die Motivation und Leidenschaft für den Sport verloren hatte[31], während Cameron Tovey im März bekannt gab, dass die aktuelle Saison seine letzte in der NBL sein würde.[32] Die Wildcats beendeten die Saison auf dem zweiten Platz und erreichten erneut die Finalserie, in der sie wie schon zuvor auf die New Zealand Breakers trafen. Ein schwerer Rückschlag ereilte das Team jedoch, als Damian Martin aufgrund einer Achillessehnenverletzung für die Finalserie ausfiel.[33] Daraufhin wurde Brad Robbins kurzfristig ins Team zurückgeholt, um Martins Platz einzunehmen.[34][35] Die Wildcats unterlagen mit 0:2 den Breakers, die sich 2013 ihre dritte Meisterschaft in Folge sicherten.[36][37]
Vor der Saison 2013/14 verließen Rob Beveridge, Kevin Lisch und Cameron Tovey den Verein.[38] An ihre Stelle traten Trevor Gleeson, James Ennis und Jermaine Beal. Neben den verbleibenden Spielern Damian Martin, Shawn Redhage, Jesse Wagstaff, Matthew Knight und Greg Hire stießen Tom Jervis, Drake U'u und Erik Burdon zum Kader. Da Knight einen Großteil der regulären Saison verletzungsbedingt ausfiel, verpflichteten die Wildcats Jarrad Prue und Jeremiah Trueman als kurzfristigen Ersatz.[39] Beim Saisonauftakt gegen die Adelaide 36ers erzielte Ennis 25 Punkte[40] und stellte damit einen neuen Punkterekord für einen Wildcat bei dessen NBL-Debüt auf. Die Wildcats starteten mit acht Siegen in Folge in die Saison und beendeten diese mit einer Bilanz von 21 Siegen und 7 Niederlagen, der besten der Liga. Durch einen 2:0-Sieg in der Halbfinalserie gegen die Wollongong Hawks zogen die Wildcats zum elften Mal in das Meisterschaftsfinale ein. Dort trafen sie auf die 36ers. Nachdem sie das erste Spiel in Perth dank 30 Punkten von Ennis gewonnen hatten, erzwangen die 36ers mit einem 89:84-Sieg im zweiten Spiel ein entscheidendes drittes Spiel. Im dritten Spiel, das weniger als 48 Stunden später stattfand, besiegten die Wildcats die 36ers mit 93:59. Damit gewannen sie die Serie mit 2:1 und sicherten sich ihre sechste NBL-Meisterschaft. Beal wurde anschließend zum MVP der Serie ernannt, da Ennis in den Spielen 2 und 3 kaum Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen konnte. Beal erzielte während der Finalserie durchschnittlich 17,6 Punkte pro Spiel und traf dabei elf Dreier bei einer effizienten Quote von 48%.[41]
Nachdem die Wildcats die Saison 2014/15, geprägt von zahlreichen Verletzungen, mit einer Niederlage im Play-off-Halbfinale beendet hatten, ging Trainer Trevor Gleeson zuversichtlich in die Spielzeit 2015/16. Er war überzeugt, die richtige Mischung an Spielern zusammengestellt zu haben, nachdem er zuvor eingeräumt hatte, dass sein Team in der Vorsaison mit Problemen mit dem Mannschaftsgefüge zu kämpfen hatte.[42] In der spielfreien Zeit vor der Saison 2015 legte Gleeson besonderen Wert darauf, dass vor allem die Chemie im Team stimmte. Nach einem großen Umbruch im Kader waren die Wildcats zuversichtlich, dass sich die namhaften Neuzugänge Casey Prather und Nate Jawai, ebenso wie Backup-Guard Jarrod Kenny, gut in die Gruppendynamik einfügen würden.[42] Die Wildcats blieben in der Saison 2015/16 weitgehend von Verletzungen verschont und beendeten die Hauptrunde mit einer Bilanz von 18 Siegen und 10 Niederlagen auf dem zweiten Platz. Mit der Qualifikation für die Finalrunde im Jahr 2016 stellten die Wildcats einen Rekord auf, da sie zum 30. Mal in Folge die Endrunde erreichten. Dank Jawais Präsenz unter dem Korb, Prathers Athletik, starker Verteidigung und Abschlussstärke am Korb sowie Kennys hervorragender Unterstützung für Kapitän Damian Martin konnten sie sich in entscheidenden Bereichen verbessern. Gemeinsam mit dem Kernteam aus Martin, Redhage, Wagstaff, Knight, Hire, Beal und Jervis erreichten die Wildcats erfolgreich das Finale. Dort besiegten sie, angeführt von Kapitän und Grand-Final-MVP Damian Martin, die New Zealand Breakers in drei Spielen.[43][44]
Bryce Cotton war der überagene Spieler in der Finalserie 2017.
Vor der Saison 2016/17 verließen Nate Jawai, Tom Jervis und Jermaine Beal den Verein, während Angus Brandt, Jameel McKay und Jaron Johnson neu hinzukamen.[45] Die Wildcats starteten mit einer Bilanz von 4 Siegen und 1 Niederlage in die Saison, rutschten jedoch im Dezember mit einer Bilanz von 7:9 auf den letzten Tabellenplatz ab. Neben den Verletzungen von Damian Martin, Jarrod Kenny und Matthew Knight erwiesen sich die Verpflichtungen der Importspieler Jaron Johnson und Andre Ingram als Fehlschläge.[46] Zur Weihnachtszeit standen die Wildcats unter starkem Druck, doch ein Sieg an Silvester gegen die Illawarra Hawks und die Verpflichtung von Bryce Cotton im Januar leiteten die Wende ein.[47] Sie gewannen acht ihrer verbleibenden zwölf Spiele der Hauptrunde, darunter zwei entscheidende Partien in der letzten Woche, um gerade noch in die Play-offs einzuziehen. Damit verlängerten sie ihre Serie der Play-off-Teilnahmen auf eine Rekordmarke von 31 Spielzeiten in Folge und sicherten sich durch einen „Sweep“ (3:0-Sieg) im Finale gegen die Illawarra Hawks ihre achte NBL-Meisterschaft. Zum ersten Mal seit 1990/91 gelang den Wildcats eine Titelverteidigung, womit Gleeson der erste Trainer wurde, der das Team zu zwei aufeinanderfolgenden Meisterschaften führte. Zudem brach Bryce Cotton, der als wertvollster Spieler (MVP) der Finalserie ausgezeichnet wurde, im dritten Spiel mit 45 Punkten einen 29 Jahre alten Rekord. Dies war die höchste Punktzahl, die jemals in einem NBL-Finalspiel erzielt wurde. Sein Durchschnitt von 27,7 Punkten pro Spiel während der Finalserie war zudem der höchste Wert eines Spielers seit 20 Jahren.[48] Vereinslegende Shawn Redhage beendete nach der Saison seine Karriere als vierfacher Meisterspieler.[49]
Die Wildcats sicherten sich für die Saison 2017/18 erneut die Dienste des „Grand Final MVP“ Bryce Cotton, verloren jedoch den zweifachen „Club MVP“ Casey Prather an Melbourne United.[50] Als ersten Ersatz für Prather verpflichtete das Team Devondrick Walker. Nachdem dieser sich jedoch im August eine Fußverletzung zugezogen hatte, holten die Wildcats stattdessen J.P. Tokoto.[51] Zu den weiteren Kaderveränderungen zählten die Verpflichtung von Derek Cooke Jr. als Nachfolger für den scheidenden Jameel McKay sowie der Aufstieg von Lucas Walker vom Trainingsspieler zum festen Kadermitglied anstelle des zurückgetretenen Shawn Redhage.[52] Der übrige Stamm einheimischer Spieler blieb unverändert, darunter Matt Knight, der angekündigt hatte, dass die Saison 2017/18 seine letzte sein würde. Nach drei Kopfverletzungen zu Saisonbeginn zog Knight seinen Rücktritt jedoch auf Anfang November vor. Als Ersatz für Knight wurde daraufhin Clint Steindl verpflichtet.[53] Die Wildcats starteten mit einer Bilanz von 10–3 in die Saison, bevor sie Mitte Januar auf 13–9 zurückfielen. Sie beendeten die Hauptrunde auf dem dritten Platz mit einer Bilanz von 16–12. Kurz vor Beginn der Play-offs wurde Cotton zum MVP der Liga gewählt. Damit war er nach Paul Rogers (2000) und Kevin Lisch (2012) erst der dritte Spieler der Wildcats, der diese Auszeichnung erhielt.[54][55] Zudem wurde Cotton in das „All-NBL First Team“ und Tokoto in das „All-NBL Second Team“ berufen, während Martin als bester Verteidiger der NBL (Best Defensive Player) ausgezeichnet wurde, eine Ehrung, die ihm damit zum sechsten Mal zuteilwurde, was einen neuen Rekord darstellte.[56] Im ersten Spiel der Halbfinalserie gegen die an Nummer zwei gesetzten Adelaide 36ers unterlagen die Wildcats mit 109:74 und kassierten damit die zweithöchste Play-off-Niederlage der Vereinsgeschichte, übertroffen nur von einer Niederlage mit 55 Punkten Differenz im Jahr 1989 gegen die North Melbourne Giants.[57][57] Auch das zweite Spiel gegen die 36ers verloren die Wildcats knapp mit 89:88, womit sie aus den Play-offs ausschieden.[58]
Vor der Saison 2018/19 sicherten sich die Wildcats die Dienste von Bryce Cotton mit einem Dreijahresvertrag und verpflichteten zudem Nick Kay und Mitch Norton von den Illawarra Hawks.[59] Während das Meisterschaftstrio Lucas Walker, Jarrod Kenny und Dexter Kernich-Drew zu den Cairns Taipans abwanderte, kehrte Tom Jervis, der bereits zweimal mit den Wildcats die Meisterschaft gewonnen hatte, nach zwei Spielzeiten bei den Brisbane Bullets nach Perth zurück.[60] Zudem verpflichteten sie den Import-Spieler Terrico White und beförderten Rhys Vague, der zuvor vier Jahre lang als Entwicklungsspieler im Kader gestanden hatte, in den regulären Spielerkader. Die Mannschaft reiste für zwei Vorbereitungsspiele gegen die NBA-Teams Utah Jazz und Denver Nuggets in die USA. Im ersten Spiel gegen die Jazz mussten sie eine 72:130-Niederlage hinnehmen. Trainer Trevor Gleeson bezeichnete diese Niederlage später als Auslöser für den Erfolg der gesamten Saison. Die Wildcats starteten mit einer Bilanz von 10 Siegen und einer Niederlage in die Saison, obwohl Martin, Brandt, White und Cotton zeitweise verletzungsbedingt ausfielen. Bis Mitte Januar rutschten die Wildcats jedoch auf eine Bilanz von 12:9 ab, nachdem sie acht ihrer letzten zehn Spiele verloren hatten. Dies führte zu wachsendem Druck von außen, den Kader zu verändern und einen dritten Import-Spieler zu verpflichten. Die Vereinsführung und das Trainerteam vertrauten stattdessen darauf, dass die Mannschaft zu ihrer Form zurückfinden und im weiteren Saisonverlauf erfolgreich sein würde. Die Mannschaft meldete sich mit drei Siegen in Folge gegen Melbourne, Adelaide und Sydney zurück, wodurch sie Ende Januar eine Bilanz von 15:9 aufwies und die Tabellenspitze übernahm. Trotz einer Niederlage gegen Melbourne zum Abschluss der Hauptrunde beendeten die Wildcats die reguläre Spielzeit als Tabellenerster mit einer Bilanz von 18:10. In den Play-offs besiegten sie die Bullets im Halbfinale mit 2:0 und zogen in ihre 14. NBL-Finalserie ein. Dort gewannen die Wildcats, angeführt vom „Grand Final MVP“ Terrico White, mit 3:1 gegen Melbourne United und sicherten sich so ihre neunte NBL-Meisterschaft, wobei sie den Titel nach einer Serie von 11 Siegen aus den letzten 13 Spielen errangen.[61] Da sie zuvor nur ein einziges Mal, im Jahr 1990, einen Titel auswärts gewonnen hatten, markierte der Erfolg der Wildcats in Melbourne erst den vierten Auswärtssieg einer NBL-Mannschaft in einer Finalserie seit 2009.[62]
Der erste Schritt vor der Saison 2019/20 war die Vertragsverlängerung mit dem viermaligen Meistertrainer Trevor Gleeson, der für weitere drei Jahre an die Wildcats gebunden wurde.[63][64] Als Nächstes folgte die Vertragsverlängerung mit dem fünffachen Meister-Duo Damian Martin und Jesse Wagstaff, woraufhin sechs weitere Spieler des Meisterkaders gehalten wurden, darunter Terrico White.[65][66] Wagstaff übernahm das Amt des Vizekapitäns nach dem Rücktritt von Greg Hire. Dessen Platz im Kader nahm Wani Swaka Lo Buluk ein, der nach der Saison 2018/19 als Nachwuchsspieler in den regulären Kader aufrückte. Als Ersatz für die scheidenden Angus Brandt und Tom Jervis verpflichteten die Wildcats mit dem Dario Hunt und dem Westaustralier Majok Majok zwei neue Center.[67] Die Mannschaft startete mit einer Bilanz von 5–1 in die Saison, rutschte jedoch nach zwei Niederlagen in Folge bis zum Ende des zehnten Spieltags auf eine Bilanz von 8–5 ab.[68] Das Team reagierte mit vier Siegen in Serie und beendete den Monat Dezember mit einer Bilanz von 13–6. Allerdings fiel Martin für den gesamten Januar aus, nachdem er sich im letzten Spiel des Jahres 2019 eine Verletzung an der linken Ferse zugezogen hatte. Nach zwei Niederlagen zum Jahresauftakt wurde Hunt entlassen und durch den NBA-Veteranen Miles Plumlee ersetzt, der bereits sieben Jahre Erfahrung in der Liga mitbrachte.[69][70] Da nur noch sieben Spiele der Saison ausstanden, musste Plumlee in allen sieben Partien zum Einsatz kommen, um für die Finalrunde spielberechtigt zu sein. Aufgrund des anspruchsvollen Spielplans hatten die Wildcats 12 ihrer ersten 21 Spiele auswärts bestritten. Auch Plumlees Debüt fand auswärts statt, ehe das Team die Saison mit fünf Heimspielen in den letzten sechs Partien abschloss. Nach der Verpflichtung von Plumlee gewannen die Wildcats sechs von sieben Spielen und sicherten sich mit dem zweiten Tabellenplatz und einer Bilanz von 19–9 die 34. Play-off-Teilnahme in Folge. Im Play-off-Halbfinale besiegten die Wildcats die Cairns Taipans mit 2:1 und zogen damit in ihr 15. NBL-Finale ein. In der Finalserie gewannen die Wildcats das erste Spiel in Sydney, bevor die Kings mit einem Sieg in Perth ausglichen. Anschließend gingen die Wildcats durch einen Sieg im dritten Spiel in Sydney mit 2:1 in der Serie in Führung. Aufgrund des Coronavirus-Ausbruchs wurde beschlossen, die Spiele 2 bis 5 unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen. Nach dem dritten Spiel weigerten sich die Kings jedoch, an den verbleibenden zwei Partien der Serie teilzunehmen, und zogen sich unter Verweis auf Gesundheits- und Sicherheitsbedenken zurück. Infolge des Abbruchs der Serie und angesichts der 2:1-Führung von Perth erklärte die NBL die Wildcats zum Meister. Damit sicherten sie sich ihren zehnten NBL-Titel.[71][72] Nachdem Cotton in den drei Spielen durchschnittlich 30,0 Punkte, 6,0 Rebounds und 4,7 Assists erzielt hatte, wurde er zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren zum MVP des Finales (Grand Final MVP) ernannt. Damit war er der erste Spieler in der Geschichte der Wildcats, der in ein und derselben Saison sowohl zum Liga-MVP als auch zum MVP des Finales gewählt wurde und zudem die Meisterschaft gewann.
Angesichts einer durch die COVID-19-Pandemie ungewissen Off-Season beschloss die NBL, die Kadergröße sowie die Anzahl der erlaubten ausländischen Spieler für alle Teams zu reduzieren und zudem Gehaltskürzungen bei den Spielerverträgen für die Saison 2020/21 einzuführen.[73] Während die Wildcats Bryce Cotton mit einem Dreijahresvertrag an sich binden konnten, verloren sie den sechsmaligen Meister und langjährigen Kapitän Damian Martin, der seine Karriere beendete.[74] Nach den Abgängen von Nick Kay und Terrico White verpflichteten die Wildcats den NBL-Veteranen Todd Blanchfield sowie John Mooney. Zudem holten sie Jarred Bairstow als Ersatz für Rhys Vague und verpflichteten Kevin White, um die durch Martins Rücktritt vakante Guard-Position zu besetzen. Aufgrund einer Verletzung von Center Majok Majok in der Saisonvorbereitung holte der Verein zudem den ehemaligen Meisterspieler Tom Jervis zurück.[75] Eine wichtige Entwicklung in der Off-Season war die anstehende australische Staatsbürgerschaft für Cotton und die damit verbundene Aussicht, dass er nicht mehr als ausländischer Spieler (Import-Spieler) zählen würde; Berichten zufolge hatten die Wildcats bereits mit einer Rückkehr von Miles Plumlee gerechnet, doch dazu kam es nicht, da die Staatsbürgerschaft nicht genehmigt wurde. Darüber hinaus wurde Jesse Wagstaff als Nachfolger von Martin zum Kapitän ernannt.[76] Die Vorbereitungsspiele begannen im Dezember 2020,[145] während der Start der regulären Saison für Januar 2021 angesetzt war. Nach einer Reise nach Brisbane für Vorbereitungsspiele gegen die Bullets mussten sich die Wildcats bei ihrer Rückkehr nach Perth in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Grund dafür war ein COVID-Ausbruch in Brisbane, der zu Grenzschließungen zwischen den Bundesstaaten geführt hatte. Infolgedessen konnten sie am ersten Spieltag der regulären Saison nicht antreten. Ihr Saisonauftakt fand am 24. Januar im Rahmen des zweiten Spieltags statt, wobei sie die South East Melbourne Phoenix zu Hause mit 88:86 besiegten. Aufgrund der COVID-Situation mussten das dritte und vierte Heimspiel verschoben werden, woraufhin die Wildcats ihren Standort bis zum Abschluss des NBL Cups aus Westaustralien verlegten. Sie gewannen schließlich die erste Ausgabe des NBL Cups mit einer Bilanz von 7:1 Siegen aus den acht Turnierspielen, nachdem sie sechs Wochen lang nicht in Perth gewesen waren. Am 8. April bauten die Wildcats ihre Siegesserie mit einem 73:69-Erfolg über die Sydney Kings auf neun Spiele aus. Dies war die erste Serie von neun Siegen in Folge innerhalb einer Saison für die Wildcats seit Januar 2001. Für den weiteren Verlauf der Hauptrunde verpflichteten die Wildcats den ehemaligen Center der Brisbane Bullets, Will Magnay, verloren jedoch Cotton für den Rest der Spielzeit durch eine Beinverletzung. Sie beendeten die Saison mit einer Bilanz von 25:11 auf dem zweiten Platz und qualifizierten sich damit zum 35. Mal in Folge für die Play-offs. Im ersten Spiel der Halbfinalserie gegen die Illawarra Hawks unterlagen die Wildcats mit 72:74, obwohl Blanchfield mit 24 Punkten die höchste Punktzahl der Partie erzielte. Sie gewannen das zweite Spiel mit 79:71 sowie das dritte Spiel ebenfalls mit 79:71 und zogen damit in ihr 16. NBL-Finale ein. Im ersten Spiel der Finalserie gegen Melbourne United unterlagen die Wildcats mit 73:70, obwohl Blanchfield mit 27 Punkten die höchste Ausbeute des Spiels erzielte. Auch das zweite Spiel (83:74) und das dritte Spiel (81:76) gingen verloren, sodass Melbourne die Meisterschaft gewann. Während der Serie wurden die Wildcats durch Verletzungen von Luke Travers, Clint Steindl und Mitch Norton beeinträchtigt.[77]
Vor der Saison 2021/22 übernahm die Sports Entertainment Group die Eigentümerschaft der Wildcats von Jack Bendat, während der fünfmalige Meistertrainer Trevor Gleeson in die NBA wechselte.[78] Der Kanadier Scott Morrison trat die Nachfolge von Gleeson als Cheftrainer an. Im Kader kehrten Bryce Cotton und Majok Majok nach Verletzungen zurück, zudem blieben Jesse Wagstaff, Mitch Norton, Todd Blanchfield, Kevin White und Luke Travers im Team. Zu den Neuzugängen zählten die Import-Spieler Vic Law und Michael Frazier II sowie Jack Purchase und Matt Hodgson. John Mooney wechselte nach Japan, während sich Jarred Bairstow, Will Magnay und Clint Steindl dem neuen NBL-Franchise Tasmania JackJumpers anschlossen.[79] In der Saisonvorbereitung erlitten sowohl Blanchfield als auch Norton schwere Knieverletzungen. Trotz weiterer Verletzungen bei Frazier und Hodgson gewannen die Wildcats ihr Saisonauftaktspiel mit 85:73 gegen die Adelaide 36ers. Mit 37 Punkten erzielte Law die höchste Punktzahl, die je ein Spieler bei seinem Debüt für die Perth Wildcats erreicht hat, und übertraf damit den bisherigen Rekord von James Crawford (33 Punkte im Jahr 1987). Die Wildcats starteten mit einer Bilanz von 4:1 in die ersten fünf Spiele, die allesamt Heimspiele waren, bevor sie Westaustralien dauerhaft verließen und aufgrund der Grenzbestimmungen des Bundesstaates über zwei Monate lang ausschließlich Auswärtsspiele bestritten. Bis Ende Januar verbesserten sie ihre Bilanz auf 7:2, fielen jedoch bis Ende Februar auf 8:6 zurück. Sie gewannen die folgenden fünf Spiele und schlossen damit ihre Auswärtspartien der regulären Saison ab, bevor eine Serie von neun Heimspielen anstand. Nach einer Bilanz von 3:6 in den letzten neun Spielen, wobei Law die letzten beiden Partien aufgrund einer Knöchelverletzung verpasste, endete die 35-jährige Serie der Wildcats, in der sie stets die Playoffs erreicht hatten. Sie belegten mit einer Bilanz von 16:12 den fünften Platz.[80]
Nachdem Scott Morrison den Verein aus familiären Gründen nach einer Saison verlassen hatte, verpflichteten die Wildcats den ehemaligen NBL-Spieler John Rillie als Cheftrainer.[81][82] Das neue Duo aus ausländischen „Big Men“, TaShawn Thomas und Brady Manek, wurde durch den ehemaligen Guard der New Zealand Breakers, Corey Webster, ergänzt, während Luke Travers, der im NBA-Draft 2022 ausgewählt worden war, für eine weitere Saison zu den Wildcats zurückkehrte. Bryce Cotton, Majok Majok, Jesse Wagstaff, Mitch Norton und Todd Blanchfield blieben dem Team erhalten, und Kyle Zunic sowie Corey Shervill rückten von der Rolle der „Development Players“ in den regulären Kader auf. Nach einem Saisonstart 2022/23 mit drei Siegen in Folge verloren die Wildcats die nächsten fünf Spiele. Dies war das erste Mal seit 2005, dass die Wildcats fünf Niederlagen in Serie hinnehmen mussten.[83] In den folgenden acht Spielen erzielten die Wildcats eine Bilanz von 6–2. Nach einem Sieg an Silvester entließen die Wildcats Shervill, um Tai Webster, den Bruder von Corey Webster, zu verpflichten.[84] Die Verpflichtung von Tai führte zu einer Verringerung der Spielzeit von Blanchfield und Norton. Am 14. Januar 2023 traten die Wildcats in der RAC Arena gegen die Adelaide 36ers an. Im ersten Open-Air-Spiel an diesem Ort gewann Perth mit 112:97. Vor dem letzten Spiel der regulären Saison am 5. Februar benötigten die Wildcats einen Sieg mit 11 Punkten Vorsprung, um sich einen Platz in der Endrunde zu sichern. Sie besiegten schließlich die Sydney Kings mit 96:84 und belegten mit einer Bilanz von 15–13 den sechsten Platz.[85][86][87] Im Play-in-Qualifikationsspiel gegen die South East Melbourne Phoenix gewannen die Wildcats mit 106:99, wobei Cotton mit 26 Punkten der erfolgreichste Werfer der Partie war und das Team im vierten Viertel 41 Punkte erzielte. Im Play-in-Spiel drei Tage später schieden sie nach einer 91:78-Niederlage gegen die Cairns Taipans aus dem Rennen um die Meisterschaft aus.[88]
Nach den Abgängen der Routiniers Todd Blanchfield und Mitch Norton verpflichtete der Verein zur Saison 2023/24 mit dem französischen Center Alex Sarr seinen ersten „Next Star“ sowie die Nachwuchstalente Ben Henshall und David Okwera aus Westaustralien. Zudem holten sie Keanu Pinder von den Cairns Taipans, den neuen Importspieler Jordan Usher sowie den neuseeländischen Forward Hyrum Harris. Bryce Cotton, Tai Webster, Corey Webster und Kapitän Jesse Wagstaff blieben dem Team erhalten. In der Saisonvorbereitung reiste die Mannschaft anschließend in die USA, um in Las Vegas zwei Spiele gegen das Team NBA G League Ignite zu bestreiten. Kurz vor Saisonbeginn verpflichteten die Wildcats mit Kristian Doolittle einen dritten Importspieler. Die Wildcats eröffneten die Saison mit einem 101:95-Sieg gegen die Tasmania JackJumpers, wobei Usher mit 35 Punkten die höchste Punktzahl erzielte, die je ein Wildcats-Spieler bei seinem NBL-Debüt erreicht hat.[89][90] Im weiteren Verlauf gewannen sie nur zwei ihrer ersten sieben Spiele. Als wesentlicher Grund hierfür wurde ein Formtief von Cotton angeführt. Die Bilanz von zwei Siegen und fünf Niederlagen markierte den schlechtesten Saisonstart des Vereins seit der Spielzeit 2005/06. Am 4. November beendeten sie eine Serie von vier Niederlagen mit einem 99:88-Sieg gegen die Adelaide 36ers.[91][92] Dies war der erste von sechs Siegen in Folge für die Wildcats. Der sechste Erfolg gelang am 1. Dezember gegen die Sydney Kings, maßgeblich unterstützt durch Cottons 41 Punkte. Die Siegesserie von sechs Spielen endete am 8. Dezember mit einer Niederlage mit 18 Punkten Unterschied gegen das Tabellenschlusslicht Illawarra Hawks. Die Wildcats beendeten das Kalenderjahr auf dem zweiten Tabellenplatz mit einer Bilanz von 11 Siegen und 7 Niederlagen, nachdem sie während ihrer einwöchigen Auswärtsserie zur Weihnachtszeit zwei Siege und eine Niederlage verbucht hatten. Auch ihre zweite Serie von sechs Siegen in Folge wurde von den Hawks gestoppt. Nach Niederlagen in beiden Spielen der letzten Runde beendeten die Wildcats die Saison mit einer Bilanz von 17 Siegen und 11 Niederlagen. Cotton erzielte während der Phase zwischen dem sechsten und sechzehnten Spieltag, in der das Team 13 Siege und 2 Niederlagen holte und damit den Grundstein für einen der beiden Spitzenplätze legte, durchschnittlich 26,6 Punkte bei einer Trefferquote von 43 Prozent. Anschließend wurde er zum vierten Mal zum MVP der Liga ernannt.[93][94] Im ersten Spiel der Halbfinalserie gegen die Tasmania JackJumpers gewannen die Wildcats mit 89:81, wobei Pinder mit 25 Punkten die höchste Ausbeute des Spiels erzielte. Das zweite Spiel verloren sie anschließend mit 102:94, obwohl Cotton mit 26 Punkten der erfolgreichste Werfer der Partie war. Im dritten Spiel schieden die Wildcats mit einer 100:84-Heimniederlage aus.
Im Juli 2024 vereinbarte die Sports Entertainment Group den Verkauf von 90% ihrer 95-prozentigen Beteiligung an den Wildcats an MT Arena Capital Investment zu einem geschätzten Wert von 40 Millionen US-Dollar. Am 14. August 2024 wurde der Geschäftsmann Mark Arena aus Westaustralien offiziell Mehrheitseigentümer der Wildcats, nachdem er 52,5% des Clubs für 21 Millionen US-Dollar von der Sports Entertainment Group erworben hatte. Zu diesem Zeitpunkt war vorgesehen, dass er im Jahr 2026 eine weitere Zahlung in Höhe von 15 Millionen US-Dollar leisten würde, um zusätzliche 37,5% zu erhalten und schließlich im Jahr 2028 den gesamten Club zu übernehmen. Der vollständige Erwerb durch Arena erfolgte schließlich im Januar 2026.[95]
Vor der Saison 2024/25 verließen Jordan Usher, Corey Webster, Alex Sarr und Kyle Zunic das Team, während der „Development Player“ Michael Harris in den Hauptkader aufrückte. Elijah Pepper und der spanische Center Izan Almansa wurden neu verpflichtet. Kurz vor Ende der Saisonvorbereitung, die das Team nach acht ungeschlagenen Spielen verletzungsfrei beendete, stieß der ehemalige NBA-Spieler Dylan Windler als dritter ausländischer Spieler zur Mannschaft. Zum Saisonauftakt am 20. September besiegten die Wildcats die South East Melbourne Phoenix mit 106:98, wobei Keanu Pinder 29 und Bryce Cotton 26 Punkte erzielten. Die Wildcats starteten mit einer Bilanz von zwei Siegen und vier Niederlagen in die Saison und mussten in der sechsten Spielwoche gegen die Sydney Kings auf Cotton verzichten, der wegen einer Rippenverletzung für einen Monat ausfiel. Angeführt von Pinder, der mit 34 Punkten seinen Karrierebestwert einstellte, besiegte das Team die Kings mit 87:84. Eine Woche später gewannen die Wildcats mit 113:105 gegen die Illawarra Hawks. In dieser Partie stellte Jesse Wagstaff mit seinem 482. Einsatz den Vereinsrekord für die meisten absolvierten Spiele ein. Am 3. November brach Wagstaff den Rekord von Ricky Grace, als er bei der 76:100-Niederlage gegen die Phoenix in Melbourne sein 483. Spiel bestritt. Nach fünf Spielen Pause kehrte Cotton am 15. November in den Kader zurück und erzielte beim 97:84-Sieg gegen die Phoenix mit 33 Punkten den Höchstwert der Partie. Die Wildcats gingen mit einer Bilanz von 6:7 in die FIBA-Länderspielpause. Am 1. Dezember verbesserten sie ihre Bilanz durch einen 123:112-Sieg gegen die Breakers auf 8:7. In diesem Spiel erzielte Cotton 59 Punkte, die höchste Punktzahl eines einzelnen Spielers, seit die Liga in der Saison 2009/10 zur Spielzeit von 40 Minuten zurückkehrte, und übertraf damit James Crawfords Wildcats-Rekord von 57 Punkten aus dem Jahr 1987. In den folgenden zwei Partien erzielte Cotton erneut jeweils mehr als 40 Punkte und avancierte damit zum ersten NBL-Spieler seit Andrew Gaze (1991), dem drei Spiele mit mindestens 40 Punkten in Folge gelangen. Am 14. Dezember besiegten die Wildcats die Cairns Taipans mit 128:92 und erzielten damit die höchste Punktzahl ihrer Geschichte in einem Spiel mit 40 Minuten Spielzeit. Cotton steuerte 44 Punkte gegen die Taipans bei und war damit nach Gaze und Al Green erst der dritte Spieler, der in vier aufeinanderfolgenden Spielen mindestens 40 Punkte erzielte. Zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar bestritten die Wildcats sieben Auswärtsspiele in Folge und gewannen sechs davon. Das Team beendete die Hauptrunde mit drei Siegen in Serie, darunter ein 112:104-Erfolg gegen die Adelaide 36ers im letzten Spiel, bei dem Cotton 49 Punkte erzielte. Damit zogen die Wildcats mit einer Bilanz von 18 Siegen und 11 Niederlagen als Tabellendritter in die Play-offs ein. Cotton wurde zum fünften Mal zum NBL-MVP ernannt, nachdem er im Durchschnitt 28,6 Punkte pro Spiel erzielt hatte, ein persönlicher Karrierebestwert.[96] Im Play-off-Viertelfinale trafen die Wildcats auf den Viertplatzierten South East Melbourne Phoenix. Das Spiel fand im Perth High Performance Centre statt, da die Perth Arena nicht zur Verfügung stand. Es war das erste Spiel der Wildcats im Perth HPC seit 2012. Die Wildcats gewannen die Partie mit 122:105, wobei Pinder mit 35 Punkten einen persönlichen Karrierebestwert aufstellte und zogen damit ins Halbfinale ein. Im Halbfinale gegen Melbourne United verloren die Wildcats das erste Spiel mit 105:93, gewannen das zweite mit 96:89 und verloren das dritte mit 113:112.[97][98][99]
David Duke Jr., Elijah Pepper, John Rillie, David Okwera, Lat Mayen und Jesse Wagstaff beim Perth Wildcats Fan Day
Vor der Saison 2025/26 verließ der fünfmalige NBL-MVP Bryce Cotton den Verein und unterschrieb bei den Adelaide 36ers. Zudem vollzog der Club eine optische Neuausrichtung und führte ein neues Logo sowie neue Farben und eine neue Schriftart für die Trikots ein. Die Wildcats verlängerten die Verträge mit den ausländischen Spielern Kristian Doolittle und Dylan Windler, während Ben Henshall zum Verein zurückkehrte. Zudem stießen die Neuzugänge Jo Lual-Acuil, Sunday Dech und Lat Mayen zur Mannschaft.[100] Durch die Verpflichtung dieses Trios, standen nun vier Spieler mit südsudanesischen Wurzeln im Kader. Mason Jones stieß erst spät in der Saisonvorbereitung zum Team, doch nach einem Saisonstart mit einer Bilanz von 3 Siegen und 2 Niederlagen trennten sich die Wildcats von ihm. Sein Nachfolger David Duke Jr. trug dazu bei, dass das Team eine Bilanz von 9 Siegen und 6 Niederlagen erreichte.[101] Am 7. Dezember 2025, bei Bryce Cottons erstem Auftritt in Perth als Spieler der 36ers, verloren die Wildcats mit 94:95 gegen Adelaide, nachdem sie einen Vorsprung von 21 Punkten verspielt hatten. Das Spiel lockte eine Rekordkulisse von 13.661 Zuschauern an. Am 28. Dezember zog sich Duke im Spiel gegen die 36ers in Adelaide eine schwere Ellbogenverletzung zu, woraufhin der Verein nach einem Ersatz für den verletzten Spieler suchte. Bis Anfang Januar hatten die Wildcats eine Bilanz von 2 Siegen und 7 Niederlagen gegen die vier besten Teams sowie 11 Siegen und 3 Niederlagen gegen die fünf schlechtesten Teams vorzuweisen. Da keine Neuverpflichtung zustande kam, setzte der Verein weiterhin auf den bestehenden Kader, in der Hoffnung, dass Duke früher als erwartet zurückkehren würde. Während Duke ausfiel, erhielten die Guards Henshall, Dech, Dontae Russo-Nance und Elijah Pepper mehr Spielzeit. Die Wildcats beendeten die Hauptrunde mit einer Bilanz von 21 Siegen und 12 Niederlagen auf dem vierten Platz.[102] Im Play-off-Viertelfinale unterlagen die Wildcats den South East Melbourne Phoenix mit 94:111. Anschließend besiegten sie Melbourne United im „Play-In Game“ mit 95:77 und zogen ins Halbfinale ein. Im ersten Spiel der Halbfinalserie gegen die Sydney Kings verloren die Wildcats mit 104:105. Schließlich schieden sie mit einer 89:75-Niederlage im zweiten Spiel aus den Playoffs aus.[103][104]
Ein Spieler muss 200 Spiele für den Verein absolviert und zwei Meisterschaften gewonnen haben, um für die Sperrung seiner Trikotnummer (Retired numbers) infrage zu kommen.
Bryce Cotton, spielte von 2016 bis 2025 insgesamt neun Saisons für die Wildcats und wurde 3× Meister, 5× MVP der regulären Saison, 3× MVP der Finals, 8× ins All-NBL First Team gewählt und 8× bester Punktesammler der Saison.
Luc Longley, spielte in der Saison 1986 für die Wildcats und wurde später dreimaliger NBA-Meister mit den Chicago Bulls. War von 1999 bis 2004 Miteigner der Wildcats und wurde 2006 in die Ruhmeshalle des australischen Basketballverbands aufgenommen.
Damian Martin, spielte von 2009 bis 2020 insgesamt elf Saisons für die Wildcats und wurde 6× Meister, 6× bester Verteidiger der Saison und 6× in ein All-NBL Team gewählt
↑StuartMcLean:Bendat takes interest in NBL Wildcats.In:RacingAndSports.com.au.22.Februar 2006,archiviertvomOriginalam29.November 2014;abgerufen am 16.November 2014(australisches Englisch).
↑CraigO'Donoghue:Jack Bendat looking to sell NBL powerhouse Perth Wildcats.In:TheWest.com.au.22.Juli 2020,abgerufen am 21.Juni 2021(australisches Englisch):„Bendat took a controlling stake in the club in 2006 when he purchased 70 per cent of the Wildcats and worked with Andrew Vlahov and Mack Hall. He then assumed full control in 2007 and lifted the club to an extraordinary era of success on and off the court.“
↑PatrickStack:The Wildcats on Borrowed Time.Australian Broadcasting Corporation,16.Mai 2009,abgerufen am 28.Februar 2017(australisches Englisch).
↑PatrickStack:The Wildcats on Borrowed Time.Australian Broadcasting Corporation,15.Mai 2009,abgerufen am 28.Februar 2017(australisches Englisch).