Belowo (russischБелово, deutschPerpolken, litauischPerpulkos) ist ein Ort in der russischenOblast Kaliningrad und gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Gwardeisk im Rajon Gwardeisk. Auch Überbleibsel der Ortsstelle Perkeisten/zu Roddau gehören offenbar mit zu Belowo.
Im Jahre 1438 wurde der Ort Perkeisten[4] erwähnt, der in unmittelbarer Nachbarschaft von Perkuiken lag und 1683 als dessen Vorwerk galt. Er war damals im Besitz des Achatz von der Trenck. Den Ort prägte ein großer Hof, und die Zahl der Einwohner betrug 1905 immerhin 41. 1911 wurde der Ort als zu Roddau zugehörig genannt, und danach verschwand der Name Perkeisten völlig.
Am 30. September 1928 gab Perpolken seine Eigenständigkeit auf und schloss sich mit der Landgemeinde Roddau-Perkuiken und dem Gutsbezirk Wilhelminenhof zur neuen Landgemeinde Roddau-Perkuiken zusammen.
Als Kriegsfolge kam Perpolken mit dem nördlichen Ostpreußen 1945 zur Sowjetunion und erhielt 1947 die russische Bezeichnung „Belowo“.[5] Gleichzeitig wurde der Ort in den Dorfsowjet Slawinski selski Sowet im Rajon Gwardeisk eingegliedert. Von 2005 bis 2014 gehörte der Ort zur Landgemeinde Slawinskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Gwardeisk.
↑Таблица 1.10 «Численность населения городских округов, муниципальных районов, муниципальных округов, городских и сельских поселений, городских населенных пунктов, сельских населенных пунктов» Программы итогов Всероссийской переписи населения 2020 года, утвержденной приказом Росстата от 28 декабря 2021г. № 963, с данными о численности постоянного населения каждого населенного пункта Калининградской области. (Tabelle 1.10 „Bevölkerungsanzahl der Stadtkreise, munizipalen Rajons, Munizipalkreise, städtischen und ländlichen Siedlungen [insgesamt], städtischen Orte, ländlichen Orte“ der Ergebnisse der Allrussischen Volkszählung von 2020 [vollzogen am 1. Oktober 2021], genehmigt durch die Verordnung von Rosstat vom 28. Dezember 2021, Nr. 963, mit Angaben zur Zahl der Wohnbevölkerung jedes Ortes der Oblast Kaliningrad.)
↑M. W. Ehrenreich:Landkreis Wehlau.In:Gemeindeverzeichnis 1900.U. Schubert,archiviertvomOriginalam5.März 2016;abgerufen am 20.Dezember 2025(Stand 1. Dezember 1910).
↑Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Erlass des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR vom 17. November 1947: Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad).