Parque Natural de Ponga
Parque Natural de Ponga
IUCN-Kategorie VI – Protected Area with Sustainable use of Natural Resources | ||
Berglandschaft im Naturpark Ponga | ||
| Lage | Asturien, Spanien | |
| Fläche | 20.533 ha | |
| Geographische Lage | 43° 8′ N, 5° 8′ W | |
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| Einrichtungsdatum | 2003 | |
| Verwaltung | Fürstentum Asturien | |
Der Parque Natural de Ponga ist ein geschützter Naturpark und Biosphärenreservat im Norden Spaniens, in der Bergregion des Fürstentums Asturien.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Park befindet sich vollständig innerhalb des Gemeindegebietes von Ponga, im zentralen Bereich des Kantabrischen Gebirges. Er grenzt im Osten an den Nationalpark Picos de Europa und im Westen an den Parque Natural de Redes.
Bei einer Fläche von etwa 205 km² beherbergt der Naturpark verschiedene Landschaftstypen wie schroffe Hochgebirge, hügelige Bergweiden, Fluss- und Gletschertäler, Schluchten und bewaldete Mittelgebirge. Dazwischen finden sich verstreut kleinere Ortschaften. Das schwer erschließbare Gebirgsrelief und die abgeschiedene Lage haben im Wesentlichen dazu beigetragen, dass die Region nur spärlich von Menschen besiedelt ist und seine Ursprünglichkeit weitgehend erhalten konnte.
Die höchste Erhebung im Naturpark bildet der Peña Ten mit 2142 m.
Die zwei größten Flüsse sind der Río Ponga, ein Nebenfluss des Río Sella und der Río Sella selbst, welcher am östlichen Rand des Naturparkes durch die markante Beyos-Schlucht (Desfiladero de los Beyos) fließt.[1]
Bedingt durch die Nähe zum Atlantischen Ozean herrscht ein gemäßigtes, feuchtes maritimes Klima mit milden Sommern und kühlen Wintern.
Schutzstatus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2003 wurde das Gebiet als geschützter Naturpark durch das Fürstentum Asturien ausgewiesen. In 2018 wurde es in das Programm Der Mensch und die Biosphäre der UNESCO aufgenommen und als Biosphärenreservat anerkannt. Des Weiteren ist der Naturpark auch Bestandteil des Natura 2000-Netzwerks nach der europäischen FFH-Richtlinie.[2]
Das Naturschutzgebiet ist in vier Schutzzonen unterteilt, welche die menschlichen Nutzungen regeln:
- Allgemeiner Nutzungsbereich (Zona de Uso General, abgekürzt: ZUG)
- Landwirtschaftliche Nutzungszone (Zona de Uso Agropecuario, ZUA)
- Hochgebirgszone (Zona de Alta Montaña, ZAM)
- Spezielle Nutzungsbeschränkungszone (Zona de Uso Restringido Especial, ZURE)
Die zulässigen Aktivitäten innerhalb der einzelnen Schutzzonen sowie die Lage dieser Zonen sind in den Veröffentlichungen der Parkverwaltung dargestellt.[1][3]
Flora
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Rund ein Drittel des Parks ist mit autochthoner Laubwaldvegetation, insbesondere Buchen, Eichen, Ahorne, Eschen, Kastanien bedeckt. Ein ausgedehnter Buchenwald findet sich beim Hayedo de Peloño, im zentralen Bereich des Parks. Auch Heideflächen und von Ginster dominiertes Buschwerk bilden häufige Bestandteile der regionaltypischen Vegetation.[1]
Fauna
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die vielfältigen Landschaftstypen im Naturpark beherbergen eine artenreiche Fauna. In der Nähe der zahlreichen Gewässer leben u. a. Fischotter und der Pyrenäen-Desman. Der Castroviejo-Hase ist eine endemische Art und nur im Kantabrischen Gebirge beheimatet. Auch der Europäische Braunbär kommt im Gebiet vor. Wildschwein, Reh und Rothirsch gehören zu den häufigsten großen Säugetieren der Region. Unter den Vögeln sind Auerhuhn, Steinadler, Gänsegeier und Habicht vertreten.[1]
Informationszentrum
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In San Juan de Beleño befindet sich ein Informationszentrum mit einer permanenten Ausstellung und fachkundigem Personal der Parkverwaltung.[1]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 Naturaleza de Asturias. Abgerufen am 27. Mai 2026.
- ↑ Natura 2000 Viewer. Abgerufen am 27. Mai 2026.
- ↑ Parque Natural de Ponga: Rutas, Qué Ver y Alojamiento - Asturias. 2003, abgerufen am 27. Mai 2026 (spanisch).

