Paderna
| Paderna | ||
|---|---|---|
| Staat | Italien | |
| Region | Piemont | |
| Provinz | Alessandria (AL) | |
| Koordinaten | 44° 49′ N, 8° 54′ O | |
| Höhe | 300 m s.l.m. | |
| Fläche | 4,22 km² | |
| Einwohner | 202 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Postleitzahl | 15050 | |
| Vorwahl | 0131 | |
| ISTAT-Nummer | 006124 | |
| Bezeichnung der Bewohner | Padernesi | |
| Schutzpatron | San Giorgio | |
| Website | www.comune.paderna.al.it | |
Paderna ist eine italienische Gemeinde (comune) in der Provinz Alessandria, Region Piemont, mit 202 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024).
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Paderna liegt rund 30 Kilometer östlich der Provinzhauptstadt Alessandria auf einem Hügel des Vorapennins auf einer Höhe von 300 m s.l.m. Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf der orographisch linken Seite der Scrivia und umfasst eine Fläche von 4,22 km².
Die Nachbargemeinden sind Carezzano, Costa Vescovato, Spineto Scrivia, Tortona und Villaromagnano.
Etymologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ortsname ist erstmals im Jahr 1200 in der Form Paderna belegt.[2] Über den Ursprung des Toponyms besteht keine einheitliche Meinung. Nach einigen Quellen leitet er sich aus dem ligurischen pades (=Pinie oder Kiefer) und erna (=Abhang) ab, was auf die Lage des Ortes anspielen könnte. Nach anderen Quellen entlehnt sich der Name an dem italienischen paterna (=väterlicherseits) an und spielt auf einen väterlicherseits geerbten Grundbesitz bzw. Villa an.[3]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Mittelalter wurde die Siedliung von den Einwohnern des nahegelegenen Tortona gegründet, wahrscheinlich an der Stelle einer früheren Ortschaft, die zwischen der heutigen Siedlung und Spineto liegt.
Die ersten historischen Nachrichten stammen aus dem Jahr 1155, als die Familie Montemerlo, örtliche Herren, den Einwohnern von Tortona zu Hilfe kamen, als diese von Friedrich Barbarossa belagert wurden. Anschließend wurde es zunächst an die Familie Spinola und dann an die Familie Carbone als Lehen abgetreten. Zwischen 1676 und 1688 gelang es den Einwohnern, die Lehnsherrschaft zurückzukaufen und so eine größere Unabhängigkeit zu erlangen.[4]
Bevölkerungsentwicklung
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Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde hat 12 km westlich, auf der gegenüberliegenden Seite der Scrivia, einen Anschluss an die A7 und mit der Verbindungsautobahn A26/A7 auch an die Autostrada A26.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das wertvollste Bauwerk der Gemeinde ist die Pfarrkirche San Giorgio, deren Bau den unteren Teil der Siedlung vom oberen trennt. Seine Ausrichtung lässt vermuten, dass es in der Antike erbaut wurde. Das Mittelschiff stammt wahrscheinlich aus der frühchristlichen Zeit, während die Seitenschiffe aus dem 13. und 14. Jahrhundert stammen. Die Fassade wurde im 15. Jahrhundert erbaut und im Inneren kann man zwei Gemälde bewundern, die den Heiligen Sebastian und die Madonna mit Kind darstellen. Ebenfalls einen Besuch wert sind das Rathaus, das sich an der Stelle einer alten Burg befindet, und der romanische Glockenturm, die einzigen Überreste einer alten Pfarrkirche, die im Becken von Vezzano erbaut wurde.[5]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dizionario di Toponomastica: Storia e significato dei nomi geografici italiani. Garzanti, Mailand 1996, ISBN 88-11-30500-4.
- Comuni della provincia di Alessandria. (=Comuni del Piemonte. Band 2). Herausgegeben vom Consiglio Regionale del Piemonte, Nerosubianco Edizioni, Cuneo 2008 (2. Auflage), S. 266–267.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2024. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2024).
- ↑ Dizionario di Toponomastica: Storia e significato dei nomi geografici italiani. S. 465.
- ↑ Comuni della provincia di Alessandria. S. 266.
- ↑ Geschichte auf www.italiapedia.it
- ↑ Kirche San Giorgio auf www.storiediterritori.com

