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Open Source Business Alliance

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Open Source Business Alliance (OSBA) – Bundesverband für digitale Souveränität e.V.
(OSBA)
Logo
Rechtsform Eingetragener Verein (e. V.)
Organisationstyp Interessenverband, Wirtschaftsverband
Gründung Juli 2011 in Stuttgart
Sitz Berlin
Zweck Förderung von Open-Source-Software und digitaler Souveränität in Wirtschaft und Verwaltung
Präsident Peter Ganten (Vorsitzender des Vorstands)
Vorstand Daniel Gerber, Stefan Zosel, Diego Calvo de Nó, Lisa Seifert, Rico Barth, Birgit Becker, Lothar Becker, Holger Dyroff, Elmar Geese, Peer Heinlein, Felix Kronlage-Dammers, Michael Leibfried, Holger Pfister, Uwe Presler
Mitglieder 260 Unternehmen und Organisationen
Website osb-alliance.de

Die Open Source Business Alliance (OSBA) ist ein bundesweiter Branchen- und Interessenverband der Open-Source-Wirtschaft mit Sitz in Berlin.[1]

Der 2011 gegründete Verein vertritt über 260 Unternehmen mit rund 95.000 Mitarbeitenden und einem kumulierten Jahresumsatz von 126 Mrd. Euro (Stand: 2025). Sein Ziel ist die Förderung von Linux- und Open-Source-basierten Lösungen sowie die Stärkung der Anbieter von Open-Source-Software und -Dienstleistungen.[2] Er gibt hierfür Stellungnahmen zu Regelungsvorhaben ab und entsendet Sachverständige in Anhörungen von Ausschüssen des Deutschen Bundestags sowie der Landtage.[3][4][5][6][7][8]

Die OSBA entstand im Juli 2011 aus dem Zusammenschluss des Linux-Verbandes und der Linux-Solutions-Group (LiSoG).[9][10] Die Open Source Business Foundation (OSBF), die bereits 2007 gegründet worden war, ging 2020 in der OSBA auf.[11]

Die OSBA ist Mitglied und Mitgründerin des europäischen Dachverbands der Open-Source-Business-Verbände APELL (Association Professionelle Européenne du Logiciel Libre).[12] Im Jahr 2024 hatte die OSBA die Präsidentschaft inne.[13]

2021 erhielt der Verband 15 Millionen Euro Förderung über dreieinhalb Jahre für die Entwicklung eines „Werkzeugkasten“ als technische Grundlage für das europäische Projekt Gaia-X. Ziel des Projekts war, auch kleineren Anbietern zu ermöglichen, konkurrenzfähige Cloudangebote zu betreiben.[14] Das Engagement der OSBA für ein zentrales Open-Source-Repository wurde im Bericht der Europäischen Kommission vom 20. September 2022 beschrieben.[15]

Im März 2025 startete die OSBA den Open-Source-Wettbewerb für Behörden und öffentliche Institutionen.[16] Der Bundesdigitalminister übernahm am 1. September 2025 die Schirmherrschaft.[17] Die Preisverleihung fand im Rahmen der Smart Country Convention in Berlin statt.[18][19][20]

Zur Frage, ob digitale Souveränität für Deutschland möglich ist, antwortete die Präsidentin des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf ein Schreiben der OSBA.[21][22][23][24]

Innerhalb der Fachpresse wird der Verband regelmäßig erwähnt und/oder zitiert[25][26][27][28] und seit Sommer 2024 vierzig mal im Archiv von Tagesspiegel Background Digitalisierung & KI sowie elfmal von SZ Dossier Digitalwende hinter der Paywall erwähnt. Tagesschau[29], Focus[30] und Spiegel[31] verwendeten die OSBA in Zitaten oder Erwähnungen.

Organisation und Ziele

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In der OSBA sind nach Angaben des Verbands über 260 Unternehmen mit Bezug zu Open Source mit etwa 95.000 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von über 126 Mrd. € in dem Verband organisiert.[32] Zum Stand 1. September 2025 waren im Lobbyregister des Deutschen Bundestages 235 Mitglieder genannt, davon 212 juristische Personen, Personengesellschaften oder sonstige Personen.[33]

In ihren Leitlinien vom 21. Juli 2022[34] betont die OSBA die Bedeutung der digitalen Souveränität für Einzelne und die Gesellschaft. Als Voraussetzung dafür nennt sie öffentlich zugänglichen Programmcode, der angepasst und weiterentwickelt werden kann, sowie frei zugängliche öffentliche Daten. Die Definition von Open Source, die die OSBA zugrunde legt, beruht auf den Debian Free Software Guidelines (DFSG) in der Version 1.9.[35]

Die OSBA setzt sich dafür ein, dass Ergebnisse öffentlich finanzierter Entwicklungen in Verwaltung, Forschungseinrichtungen und Hochschulen der Gemeinschaft frei zur Verfügung gestellt werden („Public Money, Public Code“) und dass Open Source als Standard in der öffentlichen Beschaffung etabliert wird.[34] Laut Satzung ist als Zweck des Vereins die Stärkung der wirtschaftlichen Leistung der Gesellschaft durch Open-Source-Software und andere Prinzipien offener, kollaborativer Wertschöpfung und Innovation genannt. Beispiele dafür sind Open Innovation, Open Standard, Open Data, Open Education und Open Government.[36]

Der Verband warb 2024 dafür, Open Source und offene Standards zum Bestandteil des sogenannten Digitalchecks des öffentlichen Sektors zu machen und stellte Forderungen für die Bundestagswahl auf.[37][38][39] Die Open-Source-Strategie von Schleswig-Holstein vom 25. November 2024[40] und die Strategie des Landes Berlin im Dezember 2025[41] greifen die Argumentationslinien der OSBA auf.

Einzelnachweise

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  1. Impressum. Abgerufen am 11. Oktober 2025.
  2. Was ist die OSB Alliance? Abgerufen am 11. Oktober 2025.
  3. Lobbyregister-Regelungsvorhaben von "Open Source Business Alliance – Bundesverband für digitale Souveränität e. V." Abgerufen am 11. Oktober 2025.
  4. Öffentliche Anhörung des Ausschusses Digitale Agenda zur Datensouveränität im Zusammenhang mit dem Projekt GAIA-X. In: bundestag.de. Deutscher Bundestag, 26. Oktober 2020, abgerufen am 7. Februar 2026.
  5. Experten betonen Chancen von Open Source in der Verwaltung. In: bundestag.de. Deutscher Bundestag, 4. Dezember 2024, abgerufen am 11. Oktober 2025.
  6. Ergebnisprotokoll der öffentlichen Sitzung (TOP 1). (PDF; 600 kB) Ausschuss für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft. In: https://parldok.thueringer-landtag.de. Thüringer Landtag, 6. September 2023, abgerufen am 7. Februar 2026.
  7. Schleswig-Holsteinischer Landtag (Hrsg.): Umdruck 20/4548. Anhörung des Wirtschafts- und Digitalisierungsausschusses des Schleswig-Holsteinischen Landtages. 5. März 2025 (ltsh.de [PDF; 119 kB; abgerufen am 7. Februar 2026]).
  8. Öffentliche Anhörung am Mittwoch, 26. April 2023, 13:00 Uhr im Plenarsaal, Haus des Landtags zu der Großen Anfrage der Fraktion GRÜNE und Antwort der Landesregierung – Landesoberbehörde IT Baden-Württemberg (BITBW) als zentrale IT-Dienstleisterin des Landes Baden-Württemberg – Drucksache 17/3413. (PDF; 209 kB) In: landtag-bw.de. Landtag von Baden-Württemberg, 4. April 2023, abgerufen am 7. Februar 2026.
  9. heise online: Linux-Verband und Lisog verschmelzen. 25. Juli 2011, abgerufen am 11. Oktober 2025.
  10. Lisog und Linux-Verband fusionieren zur Open Source Business Alliance. 25. Juli 2011, abgerufen am 11. Oktober 2025.
  11. Open Source: OSB A und OSBF wollen fusionieren. 18. November 2013, abgerufen am 11. Oktober 2025.
  12. APELL – The European Open Source Software Business Association. Abgerufen am 11. Oktober 2025 (englisch).
  13. Ulrich Bantle: OSB Alliance übernimmt Präsidentschaft des europäischen Dachverbands APELL. In: Linux-Magazin. 9. Januar 2024, abgerufen am 11. Oktober 2025.
  14. Helmut Martin-Jung: Cloud: Europa will unabhängig von Amazon, Google und Co. werden. In: Süddeutsche Zeitung. 26. Juli 2021, abgerufen am 11. Oktober 2025.
  15. Ciarán O'Riordan: Germany launches opencode.de. 20. September 2022, abgerufen am 11. Oktober 2025 (englisch).
  16. Open Source Wettbewerb. Abgerufen am 11. Oktober 2025.
  17. Bundesdigitalminister Dr. Wildberger übernimmt Schirmherrschaft für den Open Source Wettbewerb. 1. September 2025, abgerufen am 11. Oktober 2025.
  18. Programm der SCCON 2025: Entdecken Sie unser Programm! bitkom und Messe Berlin, abgerufen am 11. Oktober 2025.
  19. Souveräne Verwaltung: Preisverleihung für offene Behördensoftware. 15. Oktober 2025, abgerufen am 26. Oktober 2025.
  20. BSI-Doppelstrategie für digitale Souveränität. 25. August 2025, abgerufen am 26. Oktober 2025.
  21. Helmut Martin-Jung: Digitale Souveränität in Deutschland: Kritik an BSI-Präsidentin Plattner. 27. August 2025, abgerufen am 26. Oktober 2025.
  22. Melanie Staudacher: Digitale Souveränität: BSI-Präsidentin Plattner reagiert auf Kritik. 28. August 2025, abgerufen am 26. Oktober 2025.
  23. Präsidentin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik: Antwort auf offenen Brief. In: Schreiben der Präsidentin. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, abgerufen am 26. Januar 2026.
  24. heise online: Big Techs „Marketing-Narrativ“ wiederholt? BSI-Chefin wehrt sich gegen Kritik. 26. August 2025, abgerufen am 9. Februar 2026.
  25. heise online: Analyse zum Digitale-Souveränität-Gipfel: Open Source wird abgewatscht. 19. November 2025, abgerufen am 6. Februar 2026.
  26. Nicola Hauptmann: OSBA nimmt Stellung zum Deutschland-Stack. 24. November 2025, abgerufen am 6. Februar 2026.
  27. Esther Menhard: Deutschland-Stack: Open Source vor verschlossenen Türen. In: netzpolitik.org. 27. Dezember 2025, abgerufen am 6. Februar 2026.
  28. OSBA Archive. In: Kommune21 online | Kommune21 - E-Government, Internet und Informationstechnik. Abgerufen am 6. Februar 2026.
  29. Christian Feld: Europas langsamer Abschied von den US-Tech-Riesen. Abgerufen am 6. Februar 2026.
  30. Warum sich Deutschlands Bundesländer bei der IT-Strategie nicht einig werden. (focus.de [abgerufen am 6. Februar 2026]).
  31. Jörg Breithut: (S+) Bose-Lautsprecher: Support-Ende für die SoundTouch-Serie. In: Der Spiegel. 18. Januar 2026, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 6. Februar 2026]).
  32. Was ist die OSB Alliance? In: Wer wir sind. 1. September 2022, abgerufen am 11. Oktober 2025.
  33. Lobbyregistereintrag "Open Source Business Alliance – Bundesverband für digitale Souveränität e. V." Abgerufen am 11. Oktober 2025.
  34. 1 2 Die Leitlinien der OSB Alliance. Abgerufen am 11. Oktober 2025.
  35. Die Leitlinien der OSB Alliance. In: Abschnitt The Open Source Definition. Debian Free Software Guidelines (DFSG), 22. März 2007, abgerufen am 11. Oktober 2025.
  36. Satzung der Open Source Business Alliance ─ Bundesverband für digitale Souveränität e.V. In: osb-alliance.de. 16. November 2023, abgerufen am 11. Februar 2026.
  37. Natalie Ziebolz: Open Source in der Gesetzgebung. 4. März 2024, abgerufen am 11. Oktober 2025.
  38. Mike Faust: Open-Source-Verband fordert vollständige Umstellung auf freie Software. In: Golem (IT-Magazin). 10. Oktober 2024, abgerufen am 11. Oktober 2025.
  39. Open Source: Business Alliance schlägt 38 Maßnahmen vor. In: Tagesspiegel Background Digitalisierung & KI. 10. Oktober 2024 (online [abgerufen am 11. Oktober 2025]).
  40. Land veröffentlicht Open Source Strategie Schleswig-Holstein: Digitale Souveränität vorantreiben, heimische Digitalwirtschaft stärken, Vertrauen und Transparenz schaffen. Abgerufen am 6. Februar 2026.
  41. Land Berlin: Open Source Strategie des Landes Berlin. Land Berlin, abgerufen am 6. Februar 2026.