Okavango
| Okavango Cubango, Okawango, Kavango | |||||
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| Daten | |||||
| Lage | Südliches Afrika: | ||||
| Flusssystem | Okavango | ||||
| Quellgebiet | Hochland von Bié in Angola 12° 42′ 41″ S, 16° 3′ 50″ O | ||||
| Quellhöhe | 1850 m[1] | ||||
| Delta | Okavangodelta (endorheisches Becken)Koordinaten: 18° 57′ 43″ S, 22° 29′ 4″ O 18° 57′ 43″ S, 22° 29′ 4″ O | ||||
| Mündungshöhe | 940 m[1] (am Auslass des Deltas) | ||||
| Höhenunterschied | 910 m | ||||
| Sohlgefälle | 0,49 ‰ | ||||
| Länge | 1860 km[1] (inklusive Delta bis Maun) | ||||
| Einzugsgebiet | 413.550 km²[2] | ||||
| Abfluss am Pegel Mukwe[3] AEo: 165.000 km² Lage: 50 km oberhalb der Mündung |
MNQ 1950–1998 MQ 1950–1998 Mq 1950–1998 MHQ 1950–1998 HHQ (07.02.1968) |
133 m³/s 304 m³/s 1,8 l/(s km²) 701 m³/s 1473 m³/s | |||
| Linke Nebenflüsse | Cutato, Cuchi, Cacuchi, Cuebe, Cuatir, Chissombo, Cuito | ||||
| Rechte Nebenflüsse | Bale, Omatako | ||||
![]() (Daten aus Wikidata und OSM)
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und Okavango (von links nach rechts) | |||||
| Der monatliche mittlere Abfluss des Okavango bei der Station Mukwe in m³/s[3] | |||||
|---|---|---|---|---|---|
600 500 400 300 200 100 0 288 Jan. 404 Feb. 505 März 584 Apr. 477 Mai 330 Juni 258 Juli 214 Aug. 182 Sep. 149 Okt. 149 Nov. 203 Dez. |
| Staaten | Einzugsgebiet des Beckens in km² | Anteil der Fläche des Beckens in %[2] | Einzugsgebiet des Okavango in km² | Anteil des Okavango-Einzugsgebietes in %[4] | Anteil am Abfluss des Okavango in % |
|---|---|---|---|---|---|
| Angola | 199.067 | 27,6 | 198.504 | 48 | 94,5 |
| Botswana | 338.270 | 46,9 | 62.033 | 15 | 2,6 |
| Namibia | 163.726 | 22,7 | 153.014 | 37 | 2,9 |
| Simbabwe | 20.195 | 2,8 | 0 | 0 | 0,0 |
| Gesamt | 721.258 | 100 | 413.550 | 100 | 100 |
Brücken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Unterlauf des Flusses konnte bis 2004 nur mit einer Fähre überquert werden. Danach wurden zwei Brücken erbaut:
- Die Baganibrücke in Namibia wurde 2004 fertiggestellt und ist wichtiger Teil der Trans-Caprivi-Fernstraße durch den Caprivizipfel.
- Die 2022 eröffnete Okavango River Bridge ist die einzige Brücke über den Okavango in Botswana.
Flussgeschichte
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Vor etwa 65 Millionen Jahren mündete der Sambesi nicht in die Straße von Mosambik. Er floss parallel zum Cuando und zum Okavango und mündete wie diese in den Limpopo. Dabei benutzte der Sambesi das Flussbett des Shashe, und der Cuando das des Motloutse. Zwar waren auch damals der Luangwa und der Kafue Nebenflüsse des Sambesi, aber der Kafue war durch den Chambeshi verlängert und er mündete über das Machili-Tal. Der Luangwa hatte zwar einen Verlauf wie heute, floss allerdings nicht an der heutigen Mündung nach Osten, sondern floss nach Westen, das heutige Flussbett des Sambesi hinauf und mündete im Grenzgebiet zwischen Simbabwe und Botswana in den Paläo-Sambesi.[5]

Durch die Hebung der Ovambo-Kalahari-Simbabwe-Verwerfung (OKZ) entstand eine neue Wasserscheide, die den Sambesi vom Limpopo abschnitt. In der Folge bildete sich im Makgadikgadi-Becken ein See, dessen höchste Uferlinie bei 995 m lag und der in seiner Ausdehnung mit dem heutigen Viktoriasee vergleichbar, beziehungsweise teils deutlich größer war.[6] Es sind insgesamt bisher 5 unterschiedliche Uferlinien gefunden worden. Gestaut wurde der See am heutigen Sambesi durch die Chobe- oder Mambova-Verwerfung. Im weiteren Ablauf änderte der Luangwa seinen Lauf nach Osten. Danach fiel der Chambeshi weg, der seither zum Kongo-Einzugsgebiet gehört. Dann verlagerte der Kafue seinen Verlauf über die Kafue-Auen in sein heutiges Bett. Und schließlich durchbrach der Sambesi die Verwerfungen oberhalb der Victoriafälle, sodass auch er nicht mehr ins Makgadikgadi-Becken floss. Als letzter wurde der Verlauf des Cuando durch eine Sanddüne zum Sambesi umgelenkt, obwohl er auch heute noch über den Savuti und den Magwekwana teils Kontakt zum Okavango hat.[6][7]
Galerie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Okavangodelta
- Schild am Okavangounterlauf
- Blick übers Wasser
- Im Delta
- Bei Regen im Delta
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Peter Johnson, Anthony Bannister, Creina Bond: Okavango. Sea of Land, Land of Water. 8. Auflage. Struik, Cape Town 1988, ISBN 0-86977-086-1.
Filme
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- The Permanent Okavango Basin River Water Commission. (englisch).
- Okavango-Bilddokumentation. ( vom 1. Juli 2006 im Internet Archive).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 Okavango Basin – Hydrology. (PDF; 2,1 MB). Abgerufen am 22. September 2020.
- 1 2 3 An overview of key strategic issues in the Okavango basin. (PDF; 380 kB). Abgerufen am 22. September 2020.
- 1 2 3 Okavango River Basin Transboundary Diagnostic Analysis. (PDF; 1,0 MB). Abgerufen am 22. September 2020.
- ↑ Okavango Basin. (PDF; 1,0 MB). Abgerufen am 22. September 2020.
- ↑ A proposed drainage evolution model for Central Africa – Did the Congo flow east? (PDF; 871 kB). In: the-eis.com. Environmental Information Service, abgerufen am 15. November 2020.
- 1 2 The evolution and ages of Makgadikgadi paleo-lakes: consilient evidence from Kalahari drainage evolution south-central Africa. In: researchonline.jcu.edu.au. Abgerufen am 15. November 2020.
- ↑ Andy E. Moore, Fenton P. D. (Woody) Cotterill, Mike P. L. Main, Hugh B. Williams: The Zambezi River. (PDF; 1,1 MB). In: researchgate.net. Abgerufen am 15. November 2020.
- ↑ Erlebnis Erde: Naturwunder Okawango (1). ( vom 24. Februar 2021 im Internet Archive) In: Das Erste vom 11. Mai 2020.





