Ernstbrunn
| Marktgemeinde Ernstbrunn | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Korneuburg | |
| Kfz-Kennzeichen: | KO | |
| Fläche: | 80,70 km² | |
| Koordinaten: | 48° 32′ N, 16° 22′ O | |
| Höhe: | 293 m ü. A. | |
| Einwohner: | 3.316 (1. Jän. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 41 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 2115 | |
| Vorwahl: | 02576 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 12 03 | |
| NUTS-Region | AT126 | |
| UN/LOCODE | AT ETB | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Hauptplatz 1 2115 Ernstbrunn | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Gerhard Toifl (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2025) (23 Mitglieder) |
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| Lage von Ernstbrunn im Bezirk Korneuburg | ||
Hauptplatz mit der Pfarrkirche Ernstbrunn | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||

Ernstbrunn ist eine Marktgemeinde mit 3316 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Korneuburg in Niederösterreich.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ernstbrunn liegt im Zentrum des Weinviertels in Niederösterreich am Fuß der Leiser Berge. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 80,70 Quadratkilometer. 27 Prozent der Fläche sind bewaldet.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gemeindegebiet umfasst insgesamt 14 Katastralgemeinden (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[1]):
- Au (96)
- Dörfles (125)
- Ernstbrunn (1690) samt Haidhof
- Gebmanns (79)
- Klement (264) samt Oberleis
- Lachsfeld (91)
- Maisbirbaum (232)
- Merkersdorf (145)
- Naglern (120)
- Simonsfeld (262)
- Steinbach (122)
- Thomasl (90)
Die Gemeinde besteht aus 14 Katastralgemeinden Au, Dörfles, Ernstbrunn, Ernstbrunnerwald, Gebmanns, Klement, Lachsfeld, Maisbirbaum, Merkersdorf, Naglern, Oberleis, Simonsfeld, Steinbach und Thomasl.
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Hollabrunn (Bez. Hollabrunn) |
Gnadendorf (Bez. Mistelbach) |
|||
| Großmugl | Niederleis (Bez. Mistelbach) | |||
| Niederhollabrunn | Großrußbach | |||
| Ernstbrunn: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 3.425 | |||
| 1880 | 3.614 | |||
| 1890 | 3.723 | |||
| 1900 | 3.973 | |||
| 1910 | 4.354 | |||
| 1923 | 4.254 | |||
| 1934 | 4.359 | |||
| 1939 | 4.204 | |||
| 1951 | 4.129 | |||
| 1961 | 3.531 | |||
| 1971 | 3.298 | |||
| 1981 | 3.000 | |||
| 1991 | 2.941 | |||
| 2001 | 3.141 | |||
| 2011 | 3.068 | |||
| 2021 | 3.278 | |||
| 2025 | 3.316 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
In den Jahren 1981 bis 1991 hatte Ernstbrunn eine negative Geburtenbilanz von −87, die auch durch eine leichte Zuwanderung nicht ausgeglichen werden konnte. In den Jahren 1991 bis 2001 war die Wanderungsbilanz mit +215 so groß, dass trotz geringerer Geburten ein Saldo von +200 blieb. In den folgenden zehn Jahren ging die Zuwanderung zurück und die stark negative Geburtenbilanz von −152 führte insgesamt zu einem Bevölkerungsverlust.[3]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
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- Schloss Ernstbrunn
- Katholische Pfarrkirche Ernstbrunn hl. Martin
- Katholische Pfarrkirche Maisbirbaum hl. Barbara
- Katholische Pfarrkirche Merkersdorf hl. Jakobus der Ältere
- Katholische Pfarrkirche Simonsfeld hl. Martin
- Katholische Wallfahrts- und Pfarrkirche Oberleis hll. Mauritius und Maria am Abhang des Oberleiser Berges
- Wildpark Ernstbrunn: 1975 wurden die nördlichen Teile des Schlossparks von Schloss Ernstbrunn zum Wildpark Ernstbrunn umgestaltet
- Wolf Science Center: Im Juni 2009 hat sich im Wildpark Ernstbrunn das Wolf Science Center angesiedelt. Hier wird das Verhalten von Timberwölfen erforscht.
- Touristenzug: Mehrfach im Sommerhalbjahr verkehrt der ErlebnisZug in die Leiser Berge von Wien Praterstern über Korneuburg nach Ernstbrunn auf der Lokalbahn Korneuburg–Hohenau.
- Weinvierteldraisine: Ebenfalls auf der Lokalbahn Korneuburg–Hohenau werden Draisinenfahrten sowie Fahrten mit Bahndienstfahrzeugen der Reihe ÖBB X626 von Ernstbrunn nach Asparn an der Zaya angeboten.[4]
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 114, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 144. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1460. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 46,99 Prozent.
Unternehmen
Tourismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ernstbrunn liegt an mehreren überregionalen Wanderwegen.
- Ostösterreichischer Grenzlandweg
- Windpark Ernstbrunn
- WolfsforschungsZentrum
- Aussichtswarte Oberleiserberg
- Niederösterreichischer Landesrundwanderweg
- Jakobsweg Weinviertel
- Weinviertelweg
- WeinviertelDraisine
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Gemeinde gibt es zwei Kindergarten,[5] eine Naturpark Volksschule und eine Naturpark Neue Mittelschule.[6]
Politik
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Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat hat 23 Mitglieder.
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 5 SPÖ und 2 FPÖ. (21 Mitglieder)
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 6 FPÖ und 4 SPÖ.[7]
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 3 SPÖ und 3 FPÖ.[8] (21 Mitglieder)
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP, 5 SPÖ und 1 FPÖ.[9]
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP, 4 SPÖ und 2 FPÖ.[10]
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP, 3 FPÖ, 2 SPÖ und 1 Grüne.[11]
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 19 ÖVP, 2 UNS–Uns geht’s um Ernstbrunn, 1 SPÖ und 1 Grüne.[12]
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP, 3 UNS (Uns geht's um Ernstbrunn), 2 FPÖ, 1 SPÖ und 1 Grüne.[13]
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ab 1886 Josef Reidlinger (CSP)
- 1995–2013 Johann Prügl (ÖVP)[14]
- 2013–2023 Horst Gangl (ÖVP)
- seit 2023 Gerhard Toifl (ÖVP)[15]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Söhne und Töchter der Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Josef Reidlinger (1851–1907), Bürgermeister und Reichsratsabgeordneter
- Rudolf Fitzner (1868–1934), Geiger und Musikpädagoge
- Heinrich XXIV. Reuß zu Köstritz (1855–1910), Komponist
- Josef Plesner (1911–1993), Filmproduzent und Kameramann
- Kurt Scholz (* 1948), Sonderbeauftragter für Restitutionsfragen der Stadt Wien
- Alexander Kukelka (* 1963), Komponist, Dirigent und Pianist
Personen mit Bezug zur Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Richard Gisser (* 1939), Bevölkerungswissenschaftler
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 1. Band: Absdorf bis Falkenstein. Mechitaristen, Wien 1833, S. 277 (Ernstbrunn – Internet Archive).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Webpräsenz der Marktgemeinde Ernstbrunn
- Ernstbrunn in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
- 31203 – Ernstbrunn. Gemeindedaten der Statistik Austria
- Burgruine Klement. In: NÖ-Burgen online. Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Universität Salzburg
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Heeresgeschichtliches Museum/Militärhistorisches Institut (HGM/MHI), Militärgeschichtliche Forschungsabteilung (MilFoA), Studiensammlung, Bestand 1945, Schachtel 5, Fasz. 45/9, Gemeindeberichte Niederösterreich, Bezirk Mistelbach
- ↑ Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Ernstbrunn, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 7. Februar 2019.
- ↑ www.weinvierteldraisine.at: Zug und Draisine. Abgerufen am 8. April 2026.
- ↑ Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 23. Oktober 2020.
- ↑ Schulensuche auf Schulen online, abgerufen am 10. September 2020
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Ernstbrunn. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 6. Februar 2020.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Ernstbrunn. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 6. Februar 2020.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Ernstbrunn. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 6. Februar 2020.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Ernstbrunn. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 6. Februar 2020.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Ernstbrunn. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 6. Februar 2020.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Ernstbrunn. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 6. Februar 2020.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2025 in Ernstbrunn. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2025, abgerufen am 26. Januar 2025.
- ↑ Bürgermeister Johann Prügl tritt zurück und geht in Pension Josef Christelli, NÖN Korneuburg, 19. Februar 2013.
- ↑ Gerhard Toifl wird Bürgermeister mit „neuen Ideen und neuem Stil“ Bernhard Wieser, NÖN Korneuburg, 25. August 2023.

