Neuwedel liegt ca. zehn Kilometer nördlich vom Gemeindesitz in Murow sowie ca. 35 Kilometer nördlich der Kreisstadt und Woiwodschaftshauptstadt Oppeln. Der Ort liegt mitten in einem großen Waldgebiet, das zum Landschaftsschutzpark Stobrawski gehört. Südlich von Neuwedel verläuft das Gewässer Bodländer Flössbach (poln. Bogacica ).
Südlich von Neuwedel liegt der Ort Zedlitz (poln. Grabice). Im Osten liegt Plümkenau (poln. Radomierowice). Im Westen liegt das zur Gemeinde Pokój gehörende Dorf Dąbrówka Dolna (poln. Königlich Dombrowka).
Foto eines Kolonistenhaus in Neuwedel, um 1935Karte der Kolonie 1773
Der Ort wurde ab 1773 im Zuge der Friderizianischen Kolonisation als Kolonie gegründet.[1] Neuwedel entstand als einzeiliges schnurgerades Straßendorf mit 20 Häusern, an die die Äcker anschlossen.[2] Auf der anderen Straßenseite wurden die Scheunen errichtet. Das Dorf wurde nach dem Oberforstmeister Gottlob Magnus Leopold Graf von Wedell (1747–1799) benannt.[3] Der Ortsname lautete anfangs Neu-Wedell, ehe er später auf Neuwedel geändert wurde.
1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. Am 9. Dezember 1947 wurde der Ort in Święciny umbenannt.[5] 1950 wurde Święciny Teil der Woiwodschaft Opole und 1999 des wiedergegründeten Powiat Opolski. Im März 2009 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Neuwedel.
↑Herbert Schlenger: Geschichtlicher Atlas von Schlesien. Beiheft 1: Friderizianische Siedlungen rechts der Oder bis 1800. Thorbecke Verlag GmbH & Co., Sigmaringen; 2. Auflage 1985, S. 121 f., 159. ISBN 978-3-7995-6195-2.
↑Neuwedel: In Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912 und alter Landkarte. meyersgaz.org
↑Albrecht Milnik: Ein Land wie ein Eichenblatt. Schlesische Forstgeschichte in preußischer Zeit (1741–1945), Verlag Kessel 2011, ISBN 978-3-941300-36-1.
↑Rozporządzenie Ministrów: Administracji Publicznej i Ziem Odzyskanych z dnia 9 grudnia 1947 r. o przywróceniu i ustaleniu urzędowych nazw miejscowości (M.P. z 1948 r. Nr 14, poz. 55)