Zweisprachiges Ortsschild in NakelSt.-Peter-und-Paul-Kirche
Das Angerdorf Nakel liegt zwei Kilometer östlich von Tarnau und 18 Kilometer südöstlich von Opole (Oppeln) in der Nizina Śląska (Schlesischen Tiefebene). Durch den Ort verläuft die Droga krajowa 94.
Nachbarorte von Nakel sind im Nordosten Raschowa (Raszowa), im Osten Stubendorf (Izbicko) und im Westen Tarnau (Tarnów Opolski).
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Nakel mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. 1784 zählt das Dorf 14 Bauernhöfe, einige Häusler und 208 Einwohner.[2]
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Nakel ab 1816 zum Landkreis Oppeln, mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1844 wurden 465 Einwohner gezählt, 1855 waren es 404 Einwohner. 1865 hatte der Ort 14 Bauern, sieben Häusler, 28 Angerhäuser, 18 Einlieger, zwei Mühlen und zwei Schmiede.[3] 1874 wurde der AmtsbezirkPrzywor gebildet, dem die Landgemeinden Konty, Kossorowitz, Kupferberg, Nakel, Przywor und Tarnau und der Gutsbezirk Grudschütz eingegliedert wurden.[4] 1885 zählte der Ort 548 Einwohner.[5] 1900 lag die Einwohnerzahl bei 580.
Bei der Volksabstimmung am 20. März 1921 stimmten 134 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 349 für Polen. Der Stimmkreis Oppeln hatte mehrheitlich für Deutschland votiert, weshalb Nakel beim Deutschen Reich verblieb.[6] 1939 hatte Nakel 723 Einwohner.
Am 15. Februar 2007 wurde in der Gemeinde Nakło Deutsch als zweite Amtssprache eingeführt. Am 14. April 2008 erhielt der Ort den zusätzlichen amtlichen deutschen Ortsnamen Nakel.