Das Straßendorf Stubendorf liegt 15Kilometer südwestlich von Oppeln und 10Kilometer nordwestlich von Strzelce Opolskie(Groß Strehlitz) im Schlesischen Tiefland.
Pfarrkirche von Stubendorf (Zeichnung aus dem 18.Jh.)
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortsnamens stammt aus einer Urkunde des Breslauer Bischofs Johann III. Romka vom 17. November 1295, in der die Pfarrei Istbisco, bzw. Yczbczko bestätigt wurde.[1][2] 1318 wurde die örtliche Pfarrkirche erwähnt, die dem Archipresbyterat Groß Strehlitz angehörte.[1] Ursprünglich gehörte das Vorwerk Stubendorf den Oppelner Herzögen und kam ab 1556 in den Besitz verschiedener Adelsfamilien, zuletzt von 1811 bis 1945 der Familie von Strachwitz.
Neues Ortsschild, seit 2009Schloss Stubendorf im 18.Jh.Schloss Stubendorf im 19.Jh.Schloss Stubendorf, 2015
Nach der Volksabstimmung in Oberschlesien 1921, die in Dorf und Gut Stubendorf ein Ergebnis von 439 Stimmen (69,4%)[3] für den Verbleib bei Deutschland erbrachte, brach der Dritte Polnische Aufstand in der Region aus. Das Herrenhaus des Strachwitz’schen Guts (genannt Schloss Stubendorf) wurde von Aufständischen in Brand gesetzt und verwüstet. Der Ort blieb bei Preußen und kam nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 als Izbicko zu Polen.
Die katholische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer war ursprünglich aus Holz gebaut und erhielt 1829 einen steinernen Turm.[5] 1852 folgte das neoromanische Kirchenschiff, das 1908 um ein Querhaus und einen neuen Chor ergänzt wurde. Auch der wuchtige Turm mit Pyramidendach erhielt damals seine heutige Gestalt.[1] Die Kirche steht inmitten des örtlichen Friedhofs, auf dem sich eine barocke Nepomuk-Statue aus dem 18. Jahrhundert befindet.
Der klassizistische Bau des Herrenhauses der Familie von Strachwitz wurde nach der Zerstörung 1923–1932 neobarock erneuert.[2] Der Wiederaufbau erinnert mit dem Mansarddach über dem zweigeschossigen Mittelbau, der von einem Zwerchgiebel bekrönt wird, und den vorspringenden, eingeschossigen Seitenrisaliten an den durch Zeichnungen Friedrich Bernhard Werners überlieferten barocken Vorgängerbau.
1910: Landkreis Groß Strehlitz.Gemeindeverzeichnis 1900.In:gemeindeverzeichnis.de.Uli Schubert,archiviertvomOriginal(nicht mehr online verfügbar)am25.Mai 2023;abgerufen am 21.Februar 2026.
1933, 1939: Michael Rademacher:Landkreis Groß Strehlitz.Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006.In:eirenicon.com.Abgerufen am 25.Mai 2023.
↑Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865. (sbc.katowice.pl)