Monsec liegt etwa 16 Kilometer südwestlich von Nontron, etwa 30 Kilometer nordnordwestlich von Périgueux und etwa 39 Kilometer westnordwestlich von Angoulême am nordwestlichen Rand des Départements in der Landschaft des Ribéracois, Teil des touristisch benannten Périgord vert. Das Ortsgebiet erstreckt sich über den südöstlichen Teil von Mareuil en Périgord.
Umgeben wird Monsec von zwei Nachbargemeinden und drei Communes déléguées von Mareuil en Périgord:
Champeaux-et-la-Chapelle-Pommier (Mareuil en Périgord)
Neben dem Ortskern besteht Monsec aus folgenden Lieu-dits, Weilern, Gehöften und einer ehemaligen Schmiede:
Badaillac, Beauséjour, Chassenat, Chez Briaudet, Combe Brûlée, La Belle, La Forge de Mondevit, La Prade, Le Fort, Le Grand Étang, Le Petit Étang, Les Ages, Les Cinq Chênes, Les Communaux, Les Minières, Les Potences, Les Ribières, Les Vieux Fours, Petit Brégnac, Petit Marafy, Pontarnaud, Puychauvaux, Puypeyroux, Puyrial und Trépacie.
Der topographisch tiefste Punkt im Gebiet von Monsec mit 131m liegt beim Weiler Badaillac im Westen an der Belle, die hier das Ortsgebiet verlässt. Der höchste Punkt mit 237m befindet sich im äußersten Nordosten an der Grenze zu Champeaux-et-la-Chapelle-Pommier und zur benachbarten Gemeinde Saint-Crépin-de-Richemont. Der Ortskern liegt oberhalb des Belle-Tals auf etwa 160m Höhe.
Das Gebiet der Commune déléguée wird von der Belle entwässert, die im Nordosten westlich des Weilers Pontarnaud entspringt. Sie fließt anfangs nach Südwest, dreht aber mit Erreichen des Weilers La Belle in die Westnordwest-Richtung. Ein nach Nordnordwest gerichtetes Trockental markiert einen Teil der Westgrenze zu Vieux-Mareuil. Es mündet als linkes Seitental beim Weiler Badaillac in die Belle. Ein rechtsseitiges Trockental mündet flussabwärts vom Lieu-dit Beauséjour.
Tiefstes aufgeschlossenes Schichtglied ist das Ligérien (Unterturon) – knollige, plattige Kreidekalke (Formation c3a). Es säumt die linke Talseite der Belle beim Weiler Badaillac. Darüber folgen Rudistenkalke des Unteren und Oberen Angoumiens (Formationen c3b und c3c). Das Obere Angoumien ist im Ortskern aufgeschlossen. Auf das Obere Angoumien folgen die harten Fossilkalke des Coniaciums (Formation c4), zu sehen im Süden der Commune déléguée und nördlich des Ortskerns beim Weiler Puyrial. Auf das Coniacium legen sich die grauen, Glaukonit-haltigen Kalke des Unteren Santoniums (beim Weiler Les Potences an der Südgrenze der Commune déléguée – Formation c5a). Die Austernschill-haltigen Kalkmergel des Oberen Santoniums (Formation c5b-c) stehen nördlich vom Weiler Puyrial und beim Lieu-dit Puychauvaux an. Die generell flachliegende Schichtenfolge der Oberkreide endet mit grauweißen Kreidekalken des Unteren Campaniums beim Weiler La Prade und beim Lieu-dit Puychauvaux (Formation c6a).
Auf die Oberkreide transgredierte eine alluviale Schotterzunge aus dem Eozän oder dem Unteren Oligozän (Formation H-F). Ihre Schüttung erfolgte nach Südwest und folgt der Gemeindegrenze vom Weiler Pontarnaud bis zum Weiler Les Potences. Sie ist stellenweise konglomeratisch ausgebildet und enthält Quarz- und verkieselte Arkosegerölle. Große Teile des nördlichen Gebietes der Commune déléguée werden von umgelagerten pleistozänemKolluvium verhüllt, welches aus Sanden des Obersantons hervorgegangen ist (Formation ACC). Reste gröberklastischen Kolluviums (Formation ACF) und unterpleistozänem Alluviums (Formation Fs) sind ebenfalls vorhanden. Die beiden Trockentäler enthalten würmzeitlichenHangschutt (Formation GP) – Kalkbruchstücke in reichlich sandig-toniger Matrix. Im Tal der Belle liegt holozänesAlluvium (Formation K). Erwähnenswert sind ferner die zahlreichen Karsthöhlen in der Oberkreide.
Die Mareuil-Störung spaltet sich im Gebiet der Commune déléguée von Monsec in zwei Äste auf, die einer ostsüdöstlichen bzw. einer südöstlichen Richtung folgen. Dieses Störungssystem ist der östliche Ausläufer der Mareuil-Antiklinale. Es hat ein treppenartiges Anheben der mittleren und südlichen Scholle bewirkt mit Versetzungsbeträgen von rund 50 bzw. 30 Metern. Außerdem wurde der Schichtverband gestört, so zeigt er beispielsweise beim Lieu-dit Beauséjour ein Einfallen von 15° nach Nordost oder westlich vom Weiler Puyrial ein Einfallen von 6° nach Südost.
Beim Lieu-dit La Forge de Mondevit wurden einst Schotter und Sande in der alluvialen Schotterzunge abgebaut. Eingeschaltete Tonlagen lieferten den Rohstoff einer mittlerweile verfallenen Ziegelei.
Das Tal der Belle bildet unter dem Titel Vallée de la Belle ein Schutzgebiet des Typus 1. Für dieses maximal 300 Meter breit werdende Areal sind zwei Arten charakteristisch – das SäugetierEuropäischer Nerz (Mustela lutreola) und die PflanzeSchachblume (Fritillaria meleagris). Ebenfalls ein Schutzgebiet des Typus 1 sind die Landes des Trois Pierres. Diese Heidelandschaft liegt an der Nordostecke an der Grenze zu Champeaux-et-la-Chapelle-Pommier und Saint-Crépin-de-Richemont und ist 5,13 Quadratkilometer groß, wovon mehr als zwei Quadratkilometer zu Monsec gehören. Sie zeichnet sich durch drei Raubvogelarten aus: Wiesenweihe (Circus pygargus), Rohrweihe (Circus aeruginosus) und Kornweihe (Circus cyaneus). Kennzeichnend sind auch die drei Pflanzenarten Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia), Moorlilie (Narthecium ossifragum) und Reifrock-Narzisse (Narcissus bulbocodium). Darüber hinaus werden vier Säugetierarten, 50 weitere Vogelarten und 73 weitere Pflanzenarten hier rezensiert.
Der Name des Dorfes Monsec erschien erstmals in der latinisierten Form Mons Siccus, die zweifellos die Erklärung für den Namen gibt. Es handelt sich um einen trockenen Hügel. Das lateinischemons (deutschBerg, Gebirge) lieferte das okzitanischemont und siccus (deutschtrocken) führte zu sec.[2]
Ältestes erhaltenes Bauwerk in Monsec ist die 1508 errichtete Renaissance-Kirche Notre-Dame de la Nativité. Monsec war damals Zwischenstation auf dem Jakobsweg.[3]
Das Schloss Les Ages wurde im 17. und 18. Jahrhundert errichtet und ersetzte wahrscheinlich ein früheres Gebäude. Sein Name ist geläufig, um im Mittelaltergerodete Orte zu bezeichnen. Das Wort Ages kommt vom Spätlateinischenhaja (9. Jahrhundert), das selbst vom germanischen°hagia stammt, das eine Hecke bezeichnet, ein Mittel zur Abgrenzung des für den Ackerbau gewonnenen Landes.[2]