Mitterteich
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 57′ N, 12° 15′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberpfalz | |
| Landkreis: | Tirschenreuth | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Mitterteich | |
| Höhe: | 519 m ü. NHN | |
| Fläche: | 39,38 km² | |
| Einwohner: | 6557 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 167 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 95666 | |
| Vorwahl: | 09633 | |
| Kfz-Kennzeichen: | TIR, KEM | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 3 77 141 | |
| Stadtgliederung: | 11 Gemeindeteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Kirchplatz 12 95666 Mitterteich | |
| Website: | www.mitterteich.de | |
| Erster Bürgermeister: | Stefan Grillmeier (CSU) | |
| Lage der Stadt Mitterteich im Landkreis Tirschenreuth | ||

Mitterteich (nordbairisch Miderdeich) ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth, Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Mitterteich und liegt an der bayerischen Porzellanstraße.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die durch Glas- und Porzellanfabrikation bekannte Stadt liegt an der bayerischen Porzellanstraße im Oberpfälzer Stiftland, ca. 30 km nördlich von Weiden. Durch den Ort fließt der Seibertsbach, ein linker Zufluss der Wondreb.
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Pechbrunn 6 km |
Konnersreuth 7 km |
Waldsassen 8 km | ||||||||
Leonberg 3 km | ||||||||||
Wiesau 6 km |
Falkenberg 10 km |
Tirschenreuth 11 km | ||||||||
| CSU | SPD | Freie Wähler | Wählergemeinschaft | Gesamt | ||||||
| 2020 | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze |
| 39,2 | 8 | 19,5 | 4 | 18,5 | 4 | 22,8 | 4 | 100 | 20 | |
Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2020 Stefan Grillmeier (CSU).[11] Er gehört kraft seines Amtes ebenfalls dem Gemeinderat an.
Partnergemeinden
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Cheddleton / Wetley Rocks, Vereinigtes Königreich
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „Über blauem Wellenbalken in Schwarz ein silberner Pfahl, darin ein linksgewendeter schwarzer Abtstab; unten in Silber nebeneinander drei grüne Blumen.“[12] | |
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Das Wappen ist seit 1615 bekannt und wurde 1967 erneuert. |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Museen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Porzellanmuseum im Werk A der ehemaligen Porzellanfabrik Mitterteich.
Bauwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Historisches Rathaus (erbaut 1731)
- Mariensäule auf dem Marktplatz
- Katholische Stadtpfarrkirche St. Jakob (1890)
- Evangelische Christuskirche (1897)
- Sagenbrunnen Der Schmied von Mitterteich von Engelbert Süss aus Pfreimd
- Heimatbrunnen am Johannisplatz
- Friedhofskapelle von 1780 mit vier Totentanzdarstellungen
- Kriegerdenkmal von 1933 an der Waldsassener Straße
- Sagenbrunnen und Stadtpfarrkirche
- Heimatbrunnen
- Kriegerdenkmal
- Blick auf Mitterteich
- Der nordwestliche Teil von Mitterteich
Bodendenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sport und Freizeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vom 26. Februar bis 1. März 1959 fand unter der Leitung des örtlichen Billardclubs im „Gasthof zum Bären“ die 26. Deutsche Dreiband-Meisterschaft statt. Sieger wurde zum 15. Mal der Duisburger August Tiedtke.[13]
- Eissporthalle (eröffnet 1993)
- Beheiztes Freibad
- Hallenbad
- Tennisplätze
- Tennishalle
- Sommerrodelbahn (im Ortsteil Großbüchlberg)
Sportvereine
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1. Minigolfclub Mitterteich-Großbüchlberg e. V.
- ATS Mitterteich 1910 e. V.
- Eisstockschießen
- Fußball
- Leichtathletik
- Fahrrad
- EHC Stiftland Mitterteich
- Kegelclub 1971 – ATS Mitterteich
- Modellsportgruppe Stiftland e. V.
- MSC Stiftland im ADAC e. V.
- Motorcross
- Enduro
- Trial
- MVM Motorsportverein Mitterteich
- SKC Gut Holz Mitterteich 1983
- SV Mitterteich 1919 e. V.
- Tennis
- Fußball
- Tauchclub Nautilus Mitterteich e. V.
- TuS 1892 Mitterteich e. V
- Eiskunstlauf
- Ski
- Karate
- Schwimmen
- Turnen
- Volleyball
Kulinarische Spezialitäten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Zoiglausschank in zwei Zoiglwirtschaften
Traditionen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Mitterteich ist der Osterbrauch des Oierhiartns besonders lebendig geblieben.
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mitterteich ist über die A 93 und die B 15 erreichbar. Die B 299 umgeht Mitterteich im Süden und Osten weiträumig. Die Bahnstrecke Wiesau–Cheb ist stillgelegt.[14] Die nächsten Bahnstationen sind Wiesau (Bahnstrecke Weiden–Oberkotzau) und Marktredwitz (Bahnstrecke Nürnberg–Cheb).
Ansässige Unternehmen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Schott AG, Werk Mitterteich
- BKK ProVita (ehemals BKK Schott-Rohrglas)
- Zwischenlager Mitterteich, Sammelstelle und Zwischenlager für radioaktive Abfälle aus Medizin, Industrie und kerntechnischen Anlagen
- Privatbrauerei Hösl
Öffentliche Einrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Werkstätte für Behinderte „Stiftlandwerkstätten St. Elisabeth“
- Bücherei
- Kinderhort der Caritas
- Mehrzweckhalle
- Städtischer Kindergarten
- Katholischer Kindergarten
- Lernstube
- Mehrgenerationenhaus
- Kommunbrauhaus (siehe auch Zoigl)
- Freiwillige Feuerwehren Mitterteich, Pleußen, Großensterz und Pechofen
- Kreislehrgarten „An der Wehrpoint“ des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege Tirschenreuth e. V. Dargestellt sind auf dem 1,2 Hektar großen Gelände auch die Gesteinsformationen der Region in Form von Findlingen.
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Otto-Wels-Mittelschule
- Theobald-Schrems-Grundschule
- Förderzentrum der Lebenshilfe Tirschenreuth
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ehrenbürger
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Andreas Schiffmann (1836–1918), Geistlicher Rat (1896)[15]
- Karl Stingl (1864–1936), Reichspostminister
- Josef Neidl (1896–1976), Geistlicher Rat (1956)
Söhne und Töchter der Stadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Thomas Dennerlein (1847–1903), Bildhauer
- Michael Lindner (1880–1941), Heimat- und Landschaftsmaler
- Theobald Schrems (1893–1963), Domkapellmeister und Chorleiter der Regensburger Domspatzen
- Fritz Rüth (1905–1986), deutscher Oberfinanzpräsident und Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Deutscher Stiftungen
- Friedrich Zeitler (1918–1984), Priester und Internatsdirektor der Regensburger Domspatzen
- Jeff Beer (* 1952), Künstler
- Klaus Meier (* 1968), Journalist und Kommunikationswissenschaftler
Mit Mitterteich verbundene Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Manfred Knedlik (* 1961), Germanist, Sachbuchautor, aufgewachsen und lange Jahre wohnhaft in Mitterteich
- Ernst Dietz (* 1943 in Waldsassen), Lehrer, Politiker (CSU), unter anderem Mitglied des Landtags in Bayern, wohnte in Mitterteich
- Max von der Grün (1926–2005), Schriftsteller
- Herbert Molwitz (1901–1970), Künstler
- Karl Erb, ein Wehrmachtssoldat, der sich im Zweiten Weltkrieg wegen der unausweichlichen Kapitulation gegen die sinnlose Verteidigung seiner Heimat wandte. Karl Erb wurde daraufhin kurz vor dem Einmarsch der US-amerikanischen Truppen auf dem Marktplatz in Mitterteich hingerichtet. Die Stadt Mitterteich benannte zu seinem Andenken eine Straße nach ihm. Seine Eltern stifteten eine Gedenktafel, die neben dem Straßenschild angebracht ist.[16]
- Christian Neuper (1876–1950), Bildhauer aus Weißenstadt, schuf das Mitterteicher Kriegerdenkmal.
Panoramen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1501–2001. 500 Jahre Marktrechte in Mitterteich, hrsg. v. Arbeitskreis Heimatpflege, Mitterteich 2001
- Mitterteich. Heimat in Bildern, hrsg. v. Arbeitskreis Heimatpflege, Pressath 2005
- Harald Fähnrich: Heimat Mitterteich. Ein volkskundliches Lesebuch, Beidl 1986
- Manfred Knedlik: Geschichte der katholischen Pfarrei Mitterteich, Pressath 1990
- Manfred Knedlik: Recht und Verwaltung. Mitterteicher Verordnungen aus vier Jahrhunderten, Mitterteich 1992
- Manfred Knedlik: Die Flur- und Waldnamen der Stadt Mitterteich, Pressath 1995
- Manfred Knedlik: Mitterteich – Rückblicke und Perspektiven, Pressath 2007
- Manfred Knedlik: Mitterteich im Industriezeitalter, Pressath 2011
- Heinrich Pauli u. a.: Mitterteich im Wandel der Zeiten, Hof 1986
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
- ↑ Gemeinde Mitterteich in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 22. April 2021.
- ↑ Gemeinde Mitterteich, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 12. Dezember 2021.
- ↑ Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. In: ldbv.bayern.de. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 17. April 2025, abgerufen am 16. Dezember 2025.
- ↑ Florian Naumann, Katarina Amtmann: Corona in Bayern: Erste Stadt mit Ausgangssperre. Update 17.15 Uhr. Münchner Merkur, 18. März 2020, abgerufen am 18. März 2020.
- ↑ Corona-Virus: Ausgangssperre für Stadtgebiet Mitterteich. Landratsamt Tirschenreuth, 18. März 2020, abgerufen am 19. März 2020.
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 580.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 663 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ Alle Ergebnisse der Kommunalwahl im Landkreis Tirschenreuth. In: OberpfalzECHO. 16. März 2020, abgerufen am 15. Juli 2020 (deutsch).
- ↑ Wahl der Gemeinderäte in den kreisangehörigen Gemeinden in Bayern 2020 nach Gemeinden - Oberpfalz. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 10. Dezember 2020.
- ↑ Bürgermeister. Gemeinde Mitterteich, abgerufen am 26. September 2020.
- ↑ Wappen von Mitterteich in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
- ↑ Karlheinz Krienen: Deutsche Billard-Zeitung. Hrsg.: DBB. 36. Jahrgang, Nr. 9. Köln März 1959, S. 6–8.
- ↑ BAYSIS Kartenfenster. Abgerufen am 4. April 2025.
- ↑ Berühmte Mitterteicher auf der Homepage der Stadt
- ↑ Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Hrsg. v. d. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 165 f.


