Miriam Prantl

Miriam Prantl (* 1965 in Bregenz) ist eine österreichische Künstlerin, die mit Malerei, Skulpturen, Wandreliefs und raumgreifenden Installationen arbeitet,[1] aber besonders für ihre architektonischen Interventionen und Lichtinstallationen bekannt ist.[2]
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach einer Ausbildung im klassischen Tanz[3] und der Teilnahme am Prix de Lausanne[4] war Prantl von 1983 bis 1985 als Halbsolistin im Ballettensemble des Badischen Staatstheaters Karlsruhe aktiv. 1985 bis 1986 tanzte Prantl in New York an der CAD Dance Group und nahm von 1986 bis 1987 Schauspielunterricht am Lee Strasberg Theatre and Film Institute.[5] Im Jahre 1987 zog Prantl nach London und gründete eine eigene Band.[4] Von 1989 bis 1990 folgte ein Studium der Malerei, Skulptur und Grafik am Camberwell College of Art in London.[6] Von 1990 bis 1993 absolvierte Prantl ein Studium der Malerei[7] am Chelsea College of Art and Design in London, das sie mit dem Bachelor abschloss. Von 1993 bis 1995 studierte sie Malerei im Master-Programm am Royal College of Art in London an und war Teilnehmerin der Meisterklasse von Prof. Paul Huxley.[6]
Seit 1995 lebt und arbeitet Prantl in Dornbirn[5] und wird dort von der Galerie c.art vertreten.[8] 2002 hatte sie eine Assistenzprofessur am Fine Art Departement an der Concordia University in Montreal.[5]
Werk
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Prantls Licht- und Rauminstallationen im Bereich Kunst am Bau setzen Farbe und Licht als zentrale gestalterische Mittel ein[9] und erweitern damit die traditionelle Bildfläche um eine räumliche Dimension.[10] Ziel der Künstlerin ist es, Farbe von ihrem Trägermedium zu lösen und sie als eigenständiges Element erfahrbar zu machen. Mit dem Einsatz von Leuchtdioden wird Licht im Raum beweglich und kann unabhängig von einer materiellen Oberfläche eingesetzt werden.[11]
In ihren Aussagen zur eigenen künstlerischen Praxis hebt Prantl die grundlegende Bedeutung von Licht hervor:[11]
“I think in the end light makes our world visible. Light is life. Light is the foundation of our vision. With my work, I want to make people aware of these essential facts to appreciate the moment when we consciously encounter light. It’s a very special moment, like the sunrise, the stars.”
„Ich denke, dass Licht letztlich unsere Welt sichtbar macht. Licht ist Leben. Licht ist die Grundlage unseres Sehens. Mit meiner Arbeit möchte ich Menschen für diese grundlegenden Zusammenhänge sensibilisieren und dazu anregen, den Moment der bewussten Wahrnehmung von Licht zu schätzen. Es ist ein besonderer Moment, vergleichbar mit einem Sonnenaufgang oder dem Blick auf die Sterne.“
Prantl bezieht sich auf eine 1927 formulierte These des Künstlers László Moholy-Nagy, in der die Fotografie als erster Versuch beschrieben wird, Licht eine Form zu geben. Diese Überlegung wird in einen zeitgenössischen Kontext gestellt und mit der Feststellung verbunden, dass das „Jahrhundert des Lichts“ aus ihrer Sicht inzwischen begonnen hat.[12] Durch die Kombination von Licht- und Soundquellen kreiert Prantl eine künstliche Umgebung, die die Betrachtenden multisensuell ansprechen.[13] Die zwischen 2007 und 2024 entstandenen Arbeiten lassen sich retrospektiv als Serien einer „installativen Malerei“ einordnen.[14]
Prantls reduzierte Formensprache steht in der Tradition der konkreten Kunst[1] und verbindet diese mit zeitgenössischen Ansätzen. Durch die Einbeziehung moderner Technologien werden die Grenzen traditioneller Kunstformen aufgehoben.[14]
Lichtband (2007)
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Es handelt sich hier um eine Lichtinstallation[15] aus programmierbaren LED-Streifen an der hofseitigen Fassade der Stadthalle Singen (Hohentwiel),[16] die entlang der architektonischen Struktur der Glasfassade angeordnet sind. Die Installation erzeugt kontinuierliche Farbverläufe und Lichtwechsel, die den Fassadenbereich sowie den angrenzenden Außenraum visuell prägen. Die Anordnung der LED-Elemente nimmt Bezug auf die Gliederung der bestehenden Fassadenkonstruktion und steht in Beziehung zu der gegenüberliegenden Neonarbeit von Joseph Kosuth. Die Steuerung der Lichtinstallation erfolgt über zeitlich definierte Abläufe, die gleichmäßige Übergänge zwischen verschiedenen Farbzuständen ermöglichen. Die erzeugten Farbverläufe reflektieren auf den Glasoberflächen sowie auf angrenzenden Bauteilen und Flächen des Umfelds. Dadurch entstehen wechselnde Licht- und Farbsituationen, die in Abhängigkeit von Perspektive, Umgebungslicht und Position der Betrachtenden variieren. Die Installation bildet damit eine Verbindung zwischen Licht, Farbe und architektonischem Raum.[9]
manifolds 8c und manifolds 11c (2008 – 2009)
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Bei dieser Werkgruppe im Museum Ritter in Waldenbuch handelt es sich um malerische Arbeiten, in denen Farbe, Linie und Fläche so kombiniert werden, dass der Eindruck von Räumlichkeit entsteht. Im Gegensatz zu früheren Wandreliefs mit Holzflächen wird dieser Raumbezug nun durch fein strukturierte lineare Elemente sowie durch den Reliefcharakter des Gewebebandes erzeugt. Die Kompositionen basieren auf rechteckigen Ordnungen, die ein Netz aus Flächen und Öffnungen bilden und dadurch unterschiedliche räumliche Wirkungen hervorrufen. Farbkontraste zwischen den komplementären Blau- und Orange-Tönen bestimmen dabei den Gesamteindruck.[2]
Clasp (2014)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Installation zeigt einen in der Apsis der Johanniterkirche Feldkirch schwebenden Würfel aus beschichteten Aluminiumstäben mit 2,50 Meter Seitenmaß.[17] Im abgedunkelten Raum sind ausschließlich dessen Konturen sichtbar, die eine Lichtkugel umschließen. Eine langsam verlaufende, rhythmische Lichtsteuerung führt zu sich verändernden visuellen Wahrnehmungssituationen.[18]
Überlagert wird die Installation von einer Audio-Soundcollage, für die Prantl tonale Impulse von der Raumsonde Voyager, Unterwassertöne, ein Windspiel, eine Opernstimme sowie Eigenkompositionen zusammenfügte.[17]
Zeitgleich umfasst Prantl die offenen Glaskanten der Außenfassade des Kunsthaus Bregenz mit farbig leuchtenden LED-Elementen.[18] Diese choreografisch gesteuerten LED-Lichtleisten in Form von Klammerstrukturen greifen die Architektur von Peter Zumthor auf und heben die Gliederung des Baukörpers sowie die Transparenz der Glasfassade hervor.[14]
Schützenschacht mit Erdenlicht (2019)
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Diese skulpturale audio-visuelle Lichtinstallation,[19] die in rund 2000 Metern Höhe auf der Vorarlberger Silvretta-Bielerhöhe erstellt wurde, nutzt einen über 50 Meter tiefen unterirdischen Schacht, der Teil eines regulierenden Systems im Stausee ist und an dessen Grund Wasser fließt. Durch den Einsatz von farbigem Licht und Klang entsteht ein raumbezogenes, sich wandelndes Erscheinungsbild. Die Realisierung des Projekts erstreckte sich über einen Zeitraum von etwa einem Jahr.[14] Auf dieser strukturellen Grundlage aufbauend besteht die Arbeit aus einer ringförmigen Plattform, die von segmentierten, hochpolierten Stahlelementen eingefasst ist. Durch die Spiegelelemente wird die umgebende Landschaft mit Wasser und Bergen sowie der Himmel reflektiert[19] und visuell vervielfacht.[3] Im Zentrum der frei zugänglichen Plattform,[14] der als Lichtraum gestaltet ist und in deren Mitte – direkt auf dem vertikalen Schützenschacht der Illwerke vkw – sich ein Fernrohr befindet, wird der Blick in die Tiefe gelenkt.[20] Eine LED-Installation mit vier aufeinanderfolgenden Lichtsequenzen thematisiert die Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde durch wechselnde Farb- und Lichtverläufe.[19] Der Blick in den zentralen Schacht erzeugt so den Eindruck, in das Erdinnere zu sehen, wobei die Lichtgestaltung diesen Effekt durch eine Abfolge von kühlen und warmen Farbbereichen unterstützt.[3] Ein begleitender Soundtrack ergänzt die visuelle Inszenierung um eine akustische Ebene.[19]
Aquamarin (2020)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Diese Installation in Feldkirch zeigt einen gläsernen Korpus mit Meerwasser, das durch Projektionen und optische Effekte als in Bewegung befindlich wahrgenommen wird. Durch das Zusammenspiel von Licht, Nebel, spiegelnden Oberflächen und Klang entsteht ein atmosphärischer Raum, der sich im Tagesverlauf verändert und bei Dunkelheit an Intensität gewinnt.[21]

Nord-Süd-Ost-West (2022)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die etwa vier Meter hohe Licht- und Sound-Skulptur aus Stahl, Spiegelkugeln, einem Motor, LED-Strahler, Lautsprecher, MP3 Player sowie einer Nebelmaschine[22] im niederländischen Park des Schlosses Het Loo thematisiert Aspekte digitaler Transformation. Sie bezieht sich auf die veränderte Bedeutung physischer Präsenz in einer zunehmend virtuellen Umgebung sowie auf die durch Digitalisierung beeinflusste Wahrnehmung von Raum und Zeit. Rotierende Spiegelkugeln fungieren als Metaphern für globale Vernetzung, während die entstehenden Reflexionen eine fragmentierte Wahrnehmung im digitalen Kontext veranschaulichen.[14]
Spheres (2025)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Installation, die in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Zumtobel realisiert wurde, besteht aus vier, jeweils etwa drei Meter großen, miteinander verbundenen Ringen, deren innere und äußere Kanten mit programmierten LED-Linien ausgestattet sind. Dynamische Lichtsequenzen erzeugen bewegte Lichtpunkte, die entlang der Ringstrukturen verlaufen und unterschiedliche visuelle Muster im Raum bilden. Die pulverbeschichteten und irisierend lackierten Stahlringe verändern ihr Erscheinungsbild im Tagesverlauf. Während sich bei Dunkelheit die Lichtwirkung in das Umfeld ausdehnt, den Raum dominiert und in den Vordergrund tritt,[23] tritt die Oberfläche der Ringe visuell in den Hintergrund. Dabei entstehen vernetzte, kreisförmige Lichtstrukturen, die den umgebenden Raum einbeziehen.[24]

Zusätzlich treten Licht, Farbe und Bewegung in ein aufeinander abgestimmtes Wechselverhältnis, wobei die Lichtpunkte in entgegengesetzte Richtungen verlaufen und rhythmische Abläufe erzeugen. Die Installation beeinflusst die räumliche Wahrnehmung und erzeugt ein Feld, in dem sich visuelle Eindrücke in Abhängigkeit von Position und Zeit verändern.[25]
Der konzeptionelle Ansatz der Arbeit bezieht sich auf die Vorstellung, dass natürliche und gesellschaftliche Ordnungen in unterschiedliche Sphären gegliedert sind. Die Skulptur greift dieses Modell auf und überträgt es in eine räumliche Struktur, die sich durch Lichtausdehnung in den umgebenden Raum erweitert.[14]
Weitere Werke (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2000: Network S15 B, Öl auf Leinwand[26]
- 2000: Farbspirale, Lustenau[5]
- 2001: Network S21a, Acrylfarbe, Gewebewand und Klebeband auf Leinwand[27]
- 2004: Integrals 3A, Acrylfarbe und Buntstift auf Leinwand[28]
- 2005: LED Lichtinstallation, Dornbirn[5]
- 2005: Lichtkreis, Dornbirn[5]
- 2005: LED Lichtlinien, Singen[5]
- 2006: LED-Relief 2B, 2C, 2D, Holz, Plexiglas, LED und Steuerung[29]
- 2006: Farb und Lichtkonzept, Seniorenheim Schützengarten, Lustenau[5]
- 2006: Stele 4-teilig und Led-Relief 3, Volksbank Rankweil[30]
- 2008: manifolds 4A[31]
- 2008: manifolds 7a, Acrylfarbe und Gewebeband auf Leinwand[32]
- 2008: manifolds 9d, Acrylfarbe und Gewebeband auf Leinwand[32]
- 2009–10: Innere und äußere Farbgestaltung der Volks- und Hauptschule Alberschwende[30]
- 2010: Lichtinstallation für Fortuna Passage in Obertor (Winterthur)[5]
- 2011: mana, Biennale di Venezia, Venedig[33]
- 2012: LED-Relief m7 2012 Vertikal, Multiple, zwei LED-Bahnen in einem Aluminiumkorpus[34]
- 2013: Lichtkunst – Decke, Illwerke, Montafon[5]
- 2013: Lichtstelen, Pflegheim, Dornbirn[30]
- 2014: Lichtkonnex, Wandgestaltung, Tridonic, Dornbirn[5]
- 2014: Lichtsäulen, Lichtinstallation, Aluminium und Polykarbonat, Pflegeheim Birkenwiese, Dornbirn[35]
- 2014: omnifolds ds3b, Acrylfarbe, Gouache und Gewebeband auf Leinwand[36]
- 2015: Lichtfeld m3, Acrylglas, Aluminium und LED Steuerung[36]
- 2016: Clasp, Luminale, Frankfurt[37]
- 2016: Ray, LED-Lichtstäbe, Sparkasse Hegau-Bodensee, Singen (Hohentwiel)[15]
- 2016: eightfolds 2a, Acrylfarbe und Gewebeband auf Leinwand[38]
- 2017: Lightpipes, Sparkasse Singen, Singen (Hohentwiel)[39]
- 2018: eightfolds 5a, Acrylfarbe und Gewebeband auf Holz[40]
- 2018: eightfolds 7a, Acrylfarbe und Gewebeband auf Leinwand[41]
- 2018: eightfolds 8a,b,c, Acrylfarbe, Gewebeband und Klebeband auf Holz[27]
- 2018: Kunstsparbuch für die Sparkasse Bregenz.[42] Für das Kunstsparbuch hat Prantl zwei Stills aus ihrem Film „Colours“ ausgewählt: „Morgen“ und „Abend“.[8]
- 2020: Farben/Lichter/See, Lichtinstallation im Treppenhaus des Vorarlberg Museums. In das Treppengeländer ist ein LED-Band eingelassen, dessen aufwärtslaufenden Lichtbewegungen mit der Programmierung von sieben Lichtboxen im Treppenschacht korrespondieren.[43]
- 2021: Bäumler Areal, Hohenems[39]
- 2021: Lichtlinie D2 | D1, Aluminium, Acrylglas, LED, Controller[27]
- 2022: Lichtfeld comprise 2, Aluminium, Acrylglas, LED, Steuerung und Geräte[1]
- 2022: Das Einräumen von Licht, Klanglicht, Graz[14]
- 2022: Led-relief comprise 3a, Klanglicht, Graz[44]
Gruppenausstellungen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1995: Master of Art Degree Show, Royal College of Art, London[32]
- 1996: Galerie Denise René, Paris[32]
- 2000: Kontra-Positionen, Palais Liechtenstein, Feldkirch[45]
- 2001: 7 Positionen österreichischer Kunst in Vorarlberg, Galerie am Lindenplatz, Vaduz[45]
- 2001: Schnittstellen, Galerie Manik, Wien[45]
- 2001: Nachbarschaften, Kunsthalle Weimar, Weimar[45]
- 2001: Malerei! Malerei?, Kunstmuseum Thurgau, Kartause Ittingen[45]
- 2002: Reale Malerei, Kunstraum Dornbirn, Dornbirn[45]
- 2002: Höhenrausch und Fernsicht, Engländerbau, Vaduz[45]
- 2003: Höhenrausch und Fernsicht, Museum Bickel, Walenstadt[45]
- 2003: Galerie Witzel, Wiesbaden[45]
- 2003: Space, Galerie Circa, Montreal[32]
- 2004: Departure, Galerie am Lindenplatz, Vaduz[46]
- 2004: West End, Tiroler Kunstpavillon, Innsbruck[45]
- 2005: Tele Billboards, Kunsthaus Bregenz, Bregenz[32]
- 2005: 30 Positionen, Museum Modern Art, Hünfeld[32]
- 2005: Lichträume – Objekte und Bilder, Kunsthalle Weimar, Weimar[46]
- 2005: Lichträume – Objekte und Bilder, Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt.[46] Prantls Lichtarbeiten wurden hier in einem über 40 Meter langen Raum ausgestellt, an deren Kopfseite sich bereits eine fest verbaute Lichtinstallation von François Morellet, einem Pionier der Lichtkunst befindet.[47]
- 2006: Herbert Albrecht, Gottfried Bechtold, Markus Getzner, Miriam Prantl, Udo Rabensteiner, Bregenz[48]
- 2006: Motiva – International-Konstruktiv-Konkret, Austria Center Vienna, Wien[32]
- 2007: small format, galerie konkret martin woern, Sulzburg[32]
- 2007: Personal structures, Art Space Arti, Amsterdam[32]
- 2007: 6 Künstlerinnen, Galerie La Ligne, Zürich[32]
- 2008: Jenseits von großen Mauern und kleinen Zäunen, Public Gallery, Peking[32]
- 2008: color, galerie konkret martin woern, Sulzburg[32]
- 2008: Lichtebene, Architektenhaus Domino, Reutlingen[45]
- 2008: University City Art Museum of Guangzhou Academy of Fine Arts, Guangzhou[32]
- 2009: Hommage an das Quadrat, Museum Ritter, Waldenbuch[32]
- 2010: Miriam Prantl und Hanna Roeckle – Farbe, Kunsthalle Ziegelhütte, Appenzell[49]
- 2010: Winter Group Show 2010, Galerie La Ligne, Zürich[50]
- 2010: Farbe und Geometrie, Kunsthaus Nürnberg, Nürnberg[32]
- 2010: Couleur et geometrie, Musées de Sens, Sens[32]
- 2011: Couleur et geometrie, Nationalmuseum Kielce, Kielce[32]
- 2011: Couleur et geometrie, Centre d’Art Contemporain Frank Popper, Marcigny[32]
- 2011: streng geometrisch, Museum Moderner Kunst Kärnten, Klagenfurth[51]
- 2011: Galerie c.art, Dornbirn[32]
- 2011: Interference, Fondation Vasarely, Aix-en-Provence[6]
- 2012: Personal structures, Biennale di Venezia, Venedig[6]
- 2012: accrochage, galerie konkret martin woern, Sulzburg[32]
- 2012: Work, Sammlung Liner, Appenzell[32]
- 2013: Licht.Kunst.Kinetik., Museum Ritter, Waldenbuch[52]
- 2013: Miriam Prantl und Robert Curie – Lumière et mouvement, Galerie Gimpel & Müller, Paris[53]
- 2014: Gates, Museum Ritter, Waldenbuch[33]
- 2014: LICHTKUNSTKUNSTLICHT, Galerie Mariette Haas, Ingolstadt[54]
- 2014: Multiples, Galerie Mariette Haas, Ingolstadt[55]
- 2014: SIEBEN, Museum Ritter, Waldenbuch. In dieser Ausstellung werden Tendenzen in der konkreten Kunst anhand der Sammlung Marli Hoppe-Ritter vorgestellt.[56]
- 2018: Farbe und Raum, Galerie am Lindenplatz, Vaduz[57]
- 2021–22: Heimspiel 2021, Kunstmuseum Appenzell, Appenzell[58]
- 2022: Vaduz Light Festival, Vaduz[59]
- 2022–23: Collecting: Revisited, Kunsthalle Appenzell, Appenzell[60]
- 2023: Espace | Lumière | Reflexion, Galerie am Lindenplatz, Vaduz[61]
- 2023: Espace | Lumière | Reflexion, Fondation Vasarely, Aix-en-Provence.[62] Gemeinsam mit dem deutschen Bildhauer Stefan Faas, der mit spiegelndem Stahl arbeitet und vertikale, teils organisch, teils technisch wirkende Formen entwickelt, entstanden Installationen im Innen- und Außenraum der Anlage.[63]
- 2023: Lichtkunst, Kunsthalle Messmer, Riegel am Kaiserstuhl[64]
- 2023–24: Esther Hagenmaier, Miriam Prantl, Hanna Roeckle – Raum / Sequenz / Farbe, Galerie am Saumarkt, Ulm[65]
- 2024: Die Erleuchtung – Ein Lichtspiel von Miriam Prantl zur Ulmer Kulturnacht, Bege Galerien, Ulm[66]
- 2024: 2004/2024, Galerie Mariette Haas, Ingolstadt[67]
- 2025: un été lumineux, Galerie Gimpel & Müller, Paris[68]
- 2025: Sculpture Garden, Art Karlsruhe, Karlsruhe.[69] Prantl wird hier auf der größten Kunstmesse Baden-Württembergs von der Bege Galerie in Ulm vertreten.[70]
- 2025: Lichtstadt Feldkirch, Lichtstadt Feldkirch, Feldkirch[71]
- 2025: Light Art Path, Jubiläumsausstellung Zumtobel, Lichtforum, Dornbirn.[72] Zusätzlich Präsentation „Light – the Essence of Perception“.[73]
- 2025: Shift, Galerie 9 und 20, Bregenz[74]
- 2025: ULTRAMATERIA, Industriehalle der Collini-Gruppe, Hohenems[75]
- 2025–26: Beyond Decoration – Kunst im öffentlichen Raum, Magazin 4, Bregenz.[76][77] Begleitend zur Ausstellung gab es ein Rahmenprogramm, das Kunst im öffentlichen Raum aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtete sowie vertiefende Einblicke und einen Austausch mit den Kunstschaffenden ermöglichte.[78]
- 2025–2026: Wish List – Collection, Kunstmuseum Appenzell, Appenzell[79]
- 2026: Water Light Festival Brixen, Brixen[80]
- 2026: Light + Building, Messe Frankfurt, Frankfurt[81]
Einzelausstellungen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1993: Small Formals, Sadler‘s Wells, London[36]
- 1994: Works 1989-92, Fordham University, New York[45]
- 1997: ElfUnit 97, Tiroler Kunstpavillon, Innsbruck[36]
- 1998: Neue Werke, Nielson und Wüthrich International Fine Arts, Thun[45]
- 1999: Farb- und Lichtobjekte, Galerie Klaus Braun, Stuttgart[36]
- 1999: Modalities, Fordham University, New York[45]
- 2000: Network, Kunstverein Kirchzarten, Kirchzarten[45]
- 2001: Network II, Galerie c.art, Dornbirn[36]
- 2008: Miriam Prantl, Domino Architektenhaus, Reutlingen[45]
- 2008: Licht-Raum-Zeit, Galerie Hollenstein, Lustenau[36]
- 2011–2012: Miriam Prantl – Farb Licht Raum, Kunstmuseum Singen, Singen[82]
- 2012: spacetime, Galerie c.art, Dornbirn[36]
- 2012: timespace, Galerie am Lindenplatz, Vaduz[32]
- 2012: die neue generation 3: foris fend – miriam prantl, galerie konkret martin woern, Sulzburg[32]
- 2014: Clasp, Johanniterkirche Feldkirch, Bregenz[18]
- 2014–15: Clasp, temporäre Lichtinstallation mit beleuchteten LED-Halterungen an der Fassade vom Kunsthaus Bregenz, Bregenz[83]
- 2016: Clasp, Luminale, Frankfurt[36]
- 2017: eightfolds, Bege Galerie, Ulm[36]
- 2025: Miriam Prantl – Light Shift, Millenium Park 20, Lustenau[84]
- 2025: Licht Pop Up, foryouandyourcustomers, Dornbirn[1]
Werke in öffentlichen Sammlungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Vorarlberg museum, Bregenz[5]
- Stadt Dornbirn[30]
- Artothek des Bundes, Wien[5]
- Akademie der bildenden Künste Wien, Wien[30]
- Sammlung Liner, Appenzell[5]
- Kunstmuseum Singen[30]
- Kunsthaus Bregenz[30]
Preise und Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Eröffnungsrede zur Ausstellung im Kunstmuseum Singen 2011 beschreibt der Kunsthistoriker Christoph Bauer die künstlerische Arbeitsweise von Miriam Prantl und betont, dass ihre Arbeiten darauf abzielen, die Betrachtenden in einen sinnlich wahrnehmbaren, energetisch aufgeladenen Raum einzubeziehen und Licht als unmittelbares Erlebnis erfahrbar zu machen. Farbiges Licht verändere dabei die Wahrnehmung des Raumes, indem es dessen Konturen teilweise auflöse und Zeit als Abfolge flüchtiger Licht- und Farbzustände erscheinen lasse. Die Installationen setzen darauf, die Materialität des Raumes temporär in den Hintergrund treten zu lassen und ihn als dynamisches, fließendes Gefüge erlebbar zu machen.[86]
Rudolf Sagmeister, Kunsthistoriker und bis 2022 Kurator des Kunsthauses Bregenz, hebt insbesondere die reduzierte Setzung der Lichtintervention im Werk „Clasps“ hervor. Prantl bespiele vor allem die „Ecken“ der Architektur und betone damit die Leichtigkeit und Schwebe des Glasbaus. Die Veränderung der Lichtfarben und die wechselnden Stimmungen stehen in Bezug zur Atmosphäre am Bodenseeufer. Die Lichtsetzungen reagieren dabei auf unterschiedliche Höhen der Gebäudekanten und erzeugen eine umlaufende Bewegung um die Architektur. Gleichzeitig verleihen die weithin sichtbaren Lichtelemente dem transparenten Baukörper eine verstärkte räumliche Präsenz.[17]
Publikationen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Sieben, Aktuelle Positionen aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter: Bach, Hempel, Hinsberg, Konrad, Prantl, Redjaian, Schumacher. Katalog zur Ausstellung im Museum Ritter, Waldenbuch. Das Wunderhorn, Heidelberg 2015, ISBN 978-3-88423-482-2.
- Galerie am Lindenplatz (Hrsg.): Miriam Prantl: Light Color Space. Vaduz 2021.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Lichtklammern "clasp" im Kunsthaus Bregenz, 2014
- Porträt Miriam Prantl, Vorarlberg museum, 2015
- Kunstankauf Vorarlberg museum, 2019
- "ErdenLicht" auf der Bielerhöhe, 2019
- "Nord- Süd- Ost -West" auf dem Vaduz Light Festival 2022
- Miriam Prantl in den BEGE Galerien in Ulm zur Kulturnacht 2024
- Miriam Prantl @ artKarlsruhe 2025
- Podcast "Making Light an Experience in Art", Zumtobel
- Website der Künstlerin
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 Einladung zum Licht Pop Up der 92. Ausstellung bei foryouandyourcustomers mit Werken von Miriam Prantl in Feldkirch. foryouandyourcustomers, abgerufen am 17. April 2026.
- 1 2 Miriam Prantl. Museum Ritter, abgerufen am 16. April 2026.
- 1 2 3 Kunst und Kultur auf 2.032 m. Silvretta-Bielerhöhe, abgerufen am 20. April 2026.
- 1 2 Liechtensteiner Vaterland (Hrsg.): Werke von Roeckle und Prantl. 13. Mai 2004.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 Miriam Prantl Lebenslauf. Galerie Mariette Haas, abgerufen am 16. April 2026.
- 1 2 3 4 Prantl Miriam. Künstlerhaus Bregenz, abgerufen am 5. Juli 2019.
- ↑ Farbe als flüchtige Erscheinung. Presse Vorarlberg, 27. März 2010, abgerufen am 20. April 2026.
- 1 2 Miriam Prantl gestaltet das Kunstsparbuch 2018. Sparkasse Bregenz, abgerufen am 20. April 2026.
- 1 2 "Lichtband" von Miriam Prantl (1965). Erlebe Singen, abgerufen am 17. April 2026.
- ↑ Liechtensteiner Volksblatt (Hrsg.): Hanna Roeckle und Miriam Prantl. 2. Mai 2018.
- 1 2 Making Light an Experience in Art. Zumtobel, 27. Mai 2025, abgerufen am 16. April 2026.
- ↑ Miriam Prantl zu Gast im Podcast „Kulturstimmen“. Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft, 26. Mai 2025, abgerufen am 16. April 2026.
- ↑ Miriam Prantl. Galerie am Lindenplatz, abgerufen am 17. April 2026.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 Natalie Kreutzer: Miriam Prantl: »Licht gibt den Werken die Dynamik, es erweckt sie zum Leben«. Austria Architects, 29. August 2025, abgerufen am 16. April 2026.
- 1 2 Christoph Bauer: „Ray“ von Miriam Prantl (1965). Öhningen Tourismus, abgerufen am 20. April 2026.
- ↑ Kunst & Kreativität im öffentlichen Raum Singens. Erlebe Singen, abgerufen am 22. April 2026.
- 1 2 3 Karlheinz Pichler: Wenn das Licht die Architektur verortet - Leuchtendes von Miriam Prantl am KUB und in der Johanniterkirche. Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft, 30. September 2014, abgerufen am 17. April 2026.
- 1 2 3 C-L-A-S-P. Johanniterkirche Feldkirch, abgerufen am 17. April 2026.
- 1 2 3 4 Miriam Prantl – Kunstinstallation im Schützenschacht Silvretta 1018/19. Vorarlberg, abgerufen am 16. April 2026.
- ↑ Martina Pfeifer Steiner: Kunst im öffentlichen Raum prägt urbane und alpine Landschaften. Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft, 23. März 2026, abgerufen am 17. April 2026.
- ↑ Miriam Prantl: Aquamarin. Lichtstadt Feldkirch, 3. September 2020, abgerufen am 17. April 2026.
- ↑ Miriam Prantl. Bege Galerien, 19. September 2024, abgerufen am 14. April 2026.
- ↑ Miriam Prantl | Spheres. Brixen, abgerufen am 14. April 2026.
- ↑ Light Talks Podcast: Making Light an Experience in Art. Zumtobel, 27. Mai 2025, abgerufen am 16. April 2026.
- ↑ Spheres. Lichtstadt Feldkirch, 4. Juli 2025, abgerufen am 17. April 2026.
- ↑ 0307-Miriam Prantl, „Network S15 B“. Auktionen in Heidelberg, 12. Juni 2025, abgerufen am 16. April 2026.
- 1 2 3 Lichtlinie D2 | D1. Galerie am Lindenplatz, abgerufen am 16. April 2026.
- ↑ Integrals 3A. Artothek des Bundes, abgerufen am 23. April 2026.
- ↑ LED-Relief 2B, 2C, 2D. Artothek des Bundes, abgerufen am 23. April 2026.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 Biografie Miriam Prantl. Galerie am Lindenplatz in Vaduz, abgerufen am 16. April 2026.
- ↑ Miriam Prantl. MutualArt, abgerufen am 17. April 2026.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 Miriam Prantl. galerie konkret Staufen, abgerufen am 17. April 2026.
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Prantl, Miriam |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichische Künstlerin |
| GEBURTSDATUM | 1965 |
| GEBURTSORT | Bregenz |