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Michael DeLano

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Michael DeLano (* 26. November 1940 in Norfolk, Virginia als Michael Ace Del Fatti; † 20. Oktober 2025 in Las Vegas, Nevada) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Sänger.[1][2][3][4]

Delano wurde als Michael Ace Del Fatti in Norfolk im US-Bundesstaat Virginia geboren und wuchs in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania auf. Laut der Zeitschrift The Hollywood Reporter war sein Vater ein Pilot, der vor seiner Geburt starb; sein zweiter Vorname „Ace“ könnte dabei auf die Pilotentätigkeit seines Vaters hinweisen. DeLano selbst diente als Fallschirmjäger in der United States Army.[1][5] Eine weitere Quelle nennt als Eltern Peter Del Fatti und Margaret Elizabeth Scales sowie als Stiefvater Joseph Bernard „Joe“ Quigley.[5][6]

Wenige Quellen geben – unbelegt – als Geburtsort New York City und als Geburtsname Michael Philip DeLano an.[2] Del Fatti legte sich jedoch den Künstlernamen DeLano selbst zu, nachdem er laut eigenen Angaben ein blinkendes Neon-Reklameschild an einem Hotel mit diesem Namen gesehen hatte.[5][6][7]

DeLano war viermal verheiratet. Im Mai 1962 heiratete er Jacqualyne Katherine Lanzalotti; die Ehe wurde später geschieden. Von 1969 bis August 1975 war er mit Judy E. Consalvo verheiratet. Am 1. Mai 1980 heiratete er seine dritte Ehefrau, Stephanie Jean Scott. Nach der Scheidung am 3. Juni 1996 heiratete er am 27. April 1997 schließlich seine vierte Ehefrau, Jean Marie Levine, mit der er 28 Jahre – bis zu seinem Tod – verheiratet und insgesamt 38 Jahre liiert war. Aus den Beziehungen mit Judy E. Consalvo und Stephanie Jean Scott stammten die Kinder Bree Mikal und Michael Erskine Delano.[1][5][6]

DeLano, der seit 1992 in Las Vegas lebte und bis kurz vor seinem Tod als Sänger klassischer Standards in der traditionsreichen Dispensary Lounge auftrat, starb im Alter von 84 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts im Krankenhaus. Er wurde auf dem Palm Memorial Park Friedhof beigesetzt und wurde von seiner letzten Ehefrau, seiner Tochter Bree und drei Enkeln überlebt.[8][9][10][11]

Schon früh interessierte DeLano sich für Musik und Schauspiel und wirkte in zahlreichen Fernsehserien der 1970er- und 1980er-Jahre mit. Zu Beginn seiner Karriere war er Tänzer in Dick Clarks wochentäglicher Show American Bandstand, die in Philadelphia produziert wurde.[5] Nach seinem Militärdienst wurde er 1960 bei Swan Records als Key Larson unter Vertrag genommen und nahm die Lieder A Web of Lies und A Little Lovin’ Goes a Long, Long Way auf.[5][6][7] Er spielte Berger in der Tourneetheater-Produktion des Broadway-Musicals Hair in Chicago, bis eine Verletzung ihn nach zwei Monaten zum Ausstieg zwang.[7][12]

Anfang der 1970er-Jahre zog DeLano nach Los Angeles und es folgten Auftritte in Filmen wie dem Western Catlow – Leben ums Verrecken aus dem Jahr 1971 und Polizeirevier Los Angeles-Ost aus dem Jahr 1972. Ab Januar 1974 spielte er die Rolle des Feuerwehrmanns Sonny Caputo in der in Los Angeles spielenden Fernsehserie Feuerwache 23, an der Seite von James Drury und Richard Jaeckel, die jedoch nach 13 Folgen wieder abgesetzt wurde. In Angst im Superexpress spielte er Lou Atkins in fünf Folgen.[1][5][13] Er war auch in einzelnen Folgen von Adam-12, in drei Folgen von Kojak – Einsatz in Manhattan, in Banacek sowie Barnaby Jones zu sehen und spielte Dr. Mark Dante in General Hospital (1976) sowie Reverend Sung in Soap – Trautes Heim (Alternativtitel: Die Ausgeflippten; 1979).[1][5][14]

Zwischen 1976 und 1978 hatte Delano eine wiederkehrende Rolle als Lounge-Sänger Johnny Venture in elf Folgen der Fernsehserie Rhoda.[1][5][15] Er war zudem in der dritten Staffel von Wonder Woman als Nick Moreno zu sehen und trat als Gastdarsteller in Ein Grieche erobert Chicago als Chuck Panama auf. Er verkörperte 1980 und 1981 den Schausteller Frank Coyne in vier Folgen der Seifenoper Flamingo Road – einschließlich der Pilotfolge zur Serie. Mitte der 1980er-Jahre trat er in jeweils drei Folgen von Das A-Team und Polizeirevier Hill Street auf.[1][2][3]

Im Film war Delano außerdem in einer kurzen Rolle als Autoverkäufer Forrestal im Film Phantom-Kommando aus dem Jahr 1985 zu sehen – an der Seite von Arnold Schwarzenegger. Bekannt war er zudem für die Darstellung des Casino-Managers in Steven Soderberghs Heist-Filmen Ocean's Eleven aus dem Jahr 2001 und dessen Fortsetzung Ocean’s Twelve aus dem Jahr 2004. Seinen letzten Auftritt vor der Kamera hatte er 2012 in einer Folge der Fernsehserie Royal Pains.[1]

Synchronsprecher

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Im deutschen Sprachraum wurde DeLano unter anderem von Arnim André, Gustav-Adolph Artz, Michael Brennicke, Hans-Werner Bussinger, Niels Clausnitzer, Berno von Cramm , Thomas Danneberg, Rüdiger Evers, Pierre Franckh, Norbert Gescher, Jörg Gillner, Ulrich Gressieker, Matthias Haase, Peter Harting, Jürgen Heinrich, Rüdiger Joswig, Claus Jurichs, Hans-Gerd Kilbinger, K.Dieter Klebsch, Raimund Krone, Wolfgang Kühne, Manfred Lehmann, Karl-Ulrich Meves, Christian Mey, Marcus Off, Gerald Paradies, Uwe Paulsen, Manfred Petersen, Stephan Rabow, Leon Rainer, Peter Reinhardt, Christian Rode, Martin Schmitz, Manfred Schott, Ortwin Speer, Jan Spitzer, Georg Tryphon und Tom Vogt synchronisiert.[16][17]

Filmografie (Auswahl)

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Theater (Auswahl)

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  • 1969–1972: Hair (Broadway Tournee, Chicago)[12]

Einzelnachweise

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  1. a b c d e f g h Michael DeLano. Internet Movie Database, abgerufen am 1. Dezember 2025.
  2. a b c Michael DeLano in The Movie Database, abgerufen am 1. Dezember 2025.
  3. a b Michael DeLano bei Fernsehserien.de, abgerufen am 1. Dezember 2025.
  4. Michael Delano. In: Open Media Database. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
  5. a b c d e f g h i Mike Barnes: Michael DeLano, Actor in ‘Rhoda,’ ‘Commando’ and ‘Ocean’s Eleven,’ Dies at 84. In: The Hollywood Reporter. 21. Oktober 2025, abgerufen am 1. Dezember 2025 (englisch).
  6. a b c d Adam White: Michael DeLano obituary. In: The Independent. 22. Oktober 2025, abgerufen am 1. Dezember 2025 (englisch).
  7. a b c Action-Filled Series Captures Young Actor In: The Sacramento Bee, 10. Februar 1974, S. 177. Abgerufen am 1. Dezember 2025 (englisch). 
  8. Michael Del Fatti Delano. In: Dignity Memorial. Abgerufen am 1. Dezember 2025 (amerikanisches Englisch).
  9. Michael DeLano in der Datenbank Find a Grave, abgerufen am 1. Dezember 2025.
  10. Michael DeLano in der Datenbank Find a Grave, abgerufen am 1. Dezember 2025.
  11. Michael Delano Obituary. In: Echovita. 20. Oktober 2025, abgerufen am 1. Dezember 2025 (amerikanisches Englisch).
  12. a b Michael DeLano in der Internet Broadway Database, abgerufen am 26. November 2025 (englisch)
  13. Vincent Terrace: Encyclopedia of Television Shows, 1925 through 2010. 2. Auflage. McFarland, Jefferson, NC 2014, ISBN 978-0-7864-6477-7, S. 347, 1040 (englisch, google.com).
  14. Charlie Pike: Pike’s Peek In: The Robesonian, 12. September 1976, S. 32. Abgerufen am 23. Februar 2020 (eb). 
  15. No more lonely Saturday’s for Rhoda In: The Baltimore Sun, 14. Juli 1978, S. 26. Abgerufen am 23. Februar 2020 (englisch). 
  16. Sprecher und Stimme Michael Delano. In: Sprecherdatei.de. Abgerufen am 1. Dezember 2025.
  17. Michael Delano. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 1. Dezember 2025.