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Mersch

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Mersch (luxemburgisch Mierschⓘ/?) ist eine Gemeinde im Großherzogtum Luxemburg und Hauptort des Kantons Mersch.

Geographische Lage

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Die Gemeinde Mersch liegt im Gutland, und zwar im Alzettetal nördlich der Hauptstadt.

Zusammensetzung der Gemeinde

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Die Gemeinde besteht aus den Ortschaften:

Mersch
Wappen Karte
Wappen von Mersch Lage von Mersch im Großherzogtum Luxemburg
Basisdaten
Staat: Luxemburg Luxemburg
Koordinaten: 49° 45′ N, 6° 6′ OKoordinaten: 49° 45′ 6″ N, 6° 6′ 26″ O
Kanton: Mersch
Einwohner: 10.654 (1. Januar 2025)[1]
Fläche: 49,7 km²
Bevölkerungsdichte: 214,2 Einw./km²
Gemeindenummer: 0409
Website: www.mersch.lu
Politik
Bürgermeister: Michel Malherbe (DP)
Schöffen: Abby Toussaint (CSV)

Henri Krier (DP)
Daniel Marques (DP)

Wahlsystem: Proporzwahl
Sitzverteilung im Gemeinderat:
2
2
7
4
2 2 7 4 
Insgesamt 15 Sitze
Regierende Fraktion: DP, CSV
Opposition: déi gréng, ÄLfM
deutscher Name luxemburgischer Name französischer Name
Essingen Essen Essingen
Mersch Miersch Mersch
Moesdorf Miesdref Moesdorf
Pettingen Pëtten Pettingen
Reckingen Recken Reckange
Rollingen Rolleng Rollingen
Schönfels Schëndels Schoenfels

Folgende Siedlungen und Höfe (Lieu-dit) gehören ebenfalls zur Gemeinde:

deutscher Name luxemburgischer Name französischer Name
Binzrath Bënzert Binzrath
Beringen Biereng Beringen
Beringerberg Bierengerbierg Beringerberg
Berschbach Bierschbech Berschbach
Finsterthalerhof Fënsterdaller Haff
Hilbach Helbich Hilbach
Hühnerhof Héngerhaff
Hosbich Hosbich Hosbich
Hunnebuer Hunnebuer Hunnebuer
Miersch-Gare
Reckener Barrière Reckange-Barrière
Rouschthaff
Scheuerhof Scheierhaff
Schéiferei
Schëndelsser Millen Schoenfels-Moulin
Schloss Mersch

Erstmals urkundlich erwähnt wird Mersch im Testament der Gräfin Erkanfrida von Lothringen, das auf den 1. April 853 datiert wurde und in der Staatsbibliothek Berlin aufbewahrt wird (StB B Ms.lat.fol.729). Im Jahr 960 beschreibt Erzbischof Heinrich I. von Trier die Grenzen seiner Pfarrei Mersch "in villam Marisch", abgedruckt in Beyer, "Geschichte der mittelrheinischen Territorien", Band 1, Koblenz 1860. Dann erscheint der Ort in einer Bulle Papst Leos von 1051, die in den "Regesta Imperii" II,5,2,+860 enthalten ist.

Bevölkerungsentwicklung

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Mersch: Einwohnerzahlen von 1821 bis 2025
Jahr  Einwohner
1821
  
2.223
1851
  
3.286
1871
  
3.360
1880
  
3.131
1890
  
2.901
1900
  
2.989
1910
  
2.951
1922
  
3.060
1930
  
3.263
1935
  
3.350
1947
  
3.367
1960
  
3.480
1970
  
4.004
1981
  
4.817
1990
  
5.752
2000
  
6.841
2010
  
7.655
2020
  
9.816
2025
  
10.654
Quelle(n): Institut national de la statistique et des études économiques (STATEC)[2]

Die Gemeinde Mersch wird von einer Koalition aus der liberalen DP und der christlich-konservativen CSV regiert.

Zur Kommunalwahl im Juni 2023 kandidierten vier Listen, drei Parteilisten und eine Bürgerliste. Alle vier Listen schafften den Einzug in den Gemeinderat.

Wahlergebnis Gemeinderatswahl Mersch 2023
Partei Sitze: Stimmenanteil Stimmenanteil
Demokratesch Partei (DP) 7 43,09 %
Gemeinderatswahl Mersch 2023
 %
50
40
30
20
10
0
43,09 %
(+6,72 %p)
26,89 %
(−2,62 %p)
16,95 %
(−6,22 %p)
13,07 %
n. k.
(−10,95 %p)
20182023
Chrëschtlech-Sozial Vollekspartei (CSV) 4 26,89 %
Déi Gréng 2 16,95 %
Är Leit fir Miersch (ÄLfM) 2 13,07 %

Mersch hat seit 1852 einen Bahnhof an der Luxemburger Nordbahn Luxembourg – Troisvierges (- Liège – Liers). Am Bahnhof Mersch halten stündlich die Regionalzüge nach Troisvierges und Wiltz sowie die Intercités nach Liège. Bis 2020 wurden hier Fahrkarten verkauft, seitdem ist der Bahnverkehr im gesamten Großherzogtum gratis, nur Reisende 1. Klasse müssen noch zahlen.

Sehenswürdigkeiten

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  • Dekanatskirche Sankt Michael mit dem Ölgemälde Die Verkündigung.
  • Römische Villa mit Wasserbecken
  • In Pettingen stehen die Ruinen einer alten Wasserburg, die besichtigt werden können.
  • In Mersch steht auf dem Kronenberg (lux. Krounebierg) ein Obelisk. Als Nationalmonument zur 100-Jahr-Feier der Unabhängigkeit Luxemburgs errichtet, wurde er im Zweiten Weltkrieg niedergerissen und nach dem Krieg in neuer Form aufgebaut. Ein Teilstück des ursprünglichen Monuments (in Form einer Säule) kann noch am Ort besichtigt werden.
  • Schloss Schönfels im gleichnamigen Ort, das vom 16. bis zum 18. Jahrhundert der pfälzisch-luxemburgischen Adelsfamilie Schliederer von Lachen gehörte.[3]

In Mersch befindet sich seit 2005 das Lycée Ermesinde, das durch seinen Pilotstatus Aufmerksamkeit im ganzen Land bekommt. Ferner befindet sich in Mersch ein regional wichtiges Kulturzentrum, genannt Kulturhaus[4], sowie der Sitz des Nationalen Literaturzentrums, des Centre National de Littérature.[5] Dort findet zu Beginn eines jeden Jahres die Kinder- und Jugendbuchmesse KIBUM Mersch statt.[6] Mersch hat eine öffentliche Bibliothek mit integrierter Internetstube, das Mierscher Lieshaus.[7]

Töchter und Söhne der Gemeinde

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Industriegeschichte

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Der Hochdruckgasarmaturenhersteller Rotarex geht (auch) auf die Kohlensäurefabrik Ceodeux in Mersch um 1922 zurück.[8]

  • Hilbert, Roger: Von der belgischen Revolution 1830 bis zu den Märzunruhen 1848 – am Beispiel Mersch.[9]
Commons: Mersch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Population by canton and municipality, citizenship and sex. Abgerufen am 5. Oktober 2025.
  2. ↑ Population by canton and municipality – Mersch. In: STATEC. Abgerufen am 7. September 2026.
  3. ↑ Historische Webseite zu Schloss Schönfels (Memento des Originals vom 24. Mai 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. ↑ Kulturhaus Website
  5. ↑ Centre National de Littérature Website
  6. ↑ Kinder- und Jugendbuchmesse in Mersch. In: cnl.public.lu. 29. Januar 2016, abgerufen am 20. Juni 2017 (französisch).
  7. ↑ Mierscher Lieshaus Website
  8. ↑ Rotarex Corporate Video FiretecChannel, 14. November 2014, abgerufen am 3. Juli 2020. Video, 0:32–0:37/1:43
  9. ↑ Luxemburger Nationalbibliographie (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2024. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)