Am 25. Mai 1942, nachdem die Fertigung des M4 Sherman angelaufen war, wurde bereits begonnen an dem möglichen Nachfolger dieses Panzers zu arbeiten. Das Ordnance Department begann ein Projekt mit der Bezeichnung M4X.
Parameter dieses Projektes waren ein Gewicht von 32 (short) Tonnen, 29,02 Tonnen (metrisch), eine automatische 75-mm Kanone, eine Frontpanzerung von 4 inch (101,6mm) und eine Höchstgeschwindigkeit von 25mph (40,25km/h). Die Firma Fisher, die bereits mittlere Panzer baute, fertigte ein Holzmodell an und im September 1942 erteilte das Ordnance Department, nach Rücksprache mit dem Tank Board, den Auftrag für den Bau dreier Prototypen mit einem maximalen Gewicht von 30 Tonnen.
Geplant wurde, dass alle drei Fahrzeuge einen Ford-GAN-Motor mit 470PS Leistung erhalten sollten, weiterhin war ein Drehmomentwandler und ein Hydra-matic-Getriebe vorgesehen. Der T20 war flacher als der M4 doch wurden für diese Prototypen viele Bauteile aus der M4-Serie übernommen, völlig neu waren die Form der Wanne und das oben genannte Getriebe. Die stärkste Panzerung an der Front hatte eine Stärke von 62mm und war um 47° geneigt. Unterscheiden sollten sich die geplanten Prototypen in Turm und Bewaffnung.[2] Es war allerdings angedacht, dass die Türme auf den Fahrgestellen austauschbar waren.
Die Arbeiten an einem verbesserten mittleren Panzer umfassten verschiedene, experimentelle mittlere Panzer, wie auch den T22, den T23 und den T25. Die Projekte zu diesen Fahrzeugen verliefen teilweise parallel bei unterschiedlichen Herstellern. Die gesammelten Erfahrungen und der Wunsch nach einer 90-mm-Kanone wurden im Projekt Medium Tank T26 zusammengeführt, von dem nach einem Prototyp von März bis Juni eine Nullserie von 10 Fahrzeugen als T26E1 bei dem Hersteller Grand Blanc Arsenal produziert wurde.
Als ursprünglich mittlere Panzer klassifiziert, wurde der T26E1 im Juni 1944 als schwerer Panzer klassifiziert und wurde zum fronterprobten Prototypen des M26 Pershing.
Die Erprobung hatte Probleme mit dem neuen Getriebe aufgezeigt, bei dem Öl auslief und das zur Überhitzung neigte. Diese Erkenntnisse wurden für Verbesserungen genutzt.
Ende 1944 wurden die Arbeiten am Typ T20 eingestellt.
Peter Chamberlain / Chris Ellis:Britische und amerikanische Panzer des Zweiten Weltkrieges. 1. Auflage. J.F.Lehmanns Verlag, München 1972, ISBN 3-469-00362-9.