Marder II
| Panzerjäger Marder II | |||||||||||||||||
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Panzerjäger II für PaK 40/2 „Marder II“ in Kubinka | |||||||||||||||||
| Allgemeine Eigenschaften | |||||||||||||||||
| Besatzung | 4 | ||||||||||||||||
| Länge | 4,88 m | ||||||||||||||||
| Breite | 2,30 m | ||||||||||||||||
| Höhe | 2,65 m | ||||||||||||||||
| Masse | 10,7 t | ||||||||||||||||
| Panzerung und Bewaffnung | |||||||||||||||||
| Panzerung | 14,5–30 mm | ||||||||||||||||
| Hauptbewaffnung | 7,5-cm-PaK 40, 7,62-cm-PaK 36, | ||||||||||||||||
| Beweglichkeit | |||||||||||||||||
| Antrieb | Maybach HL 62 RTM 140 PS | ||||||||||||||||
| Geschwindigkeit | 45 km/h (Straße), 19 km/h (Gelände) | ||||||||||||||||
| Leistung/Gewicht | 13,1 PS/t | ||||||||||||||||
| Reichweite | 185 km (Straße), 121 km (Gelände) | ||||||||||||||||
| Produktionszahlen des Panzerjägers Marder II | |||||||||||||||||
| Typ | Sd. Kfz. 131 | Sd. Kfz. 132 | |||||||||||||||
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| Neubau | 531 von Juli 1942 bis Juni 1943 | 150 von April bis Mai 1942 | |||||||||||||||
| Umbau | ≈130 von Mitte 1943 bis Anfang 1944 | 52 von Mitte 1942 bis Ende 1943 | |||||||||||||||
Einsatz
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Sd.Kfz. 132 (7,62-cm-Pak 36)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Pz.Sfl. 1 wurde entsprechend den Kriegsstärkenachweisen (K.St.N.) 1148a für Panzerjäger-Kompanie oder K.St.N. 1149a für Panzerjäger-Zug organisiert. Dabei kamen auf einen Zug von drei Pz.Sfl. 1 noch ein Sd.Kfz. 10, zwei Pz.Kpfw.-I-Munitionsschlepper und zwei Einachs-Anhänger für Munition (Sd.Ah. 31). Bis zum 28. Juni 1942 hatten folgende Einheiten Pz.Sfl. 1 erhalten: 3.(mot) ID, 16.(mot) ID, 29.(mot) ID, 60. ID, ID Großdeutschland, 5.SS-Div Wiking, 1.SS-Div LAH, Heeres-Pz.Jg.Abt. 559 (Sfl.), Heeres-Pz.Jg.Abt. 525 (Sfl.), Heeres-Pz.Jg.Abt. 611 (Sfl.) und Heeres-Pz.Jg.Abt. 670 (Sfl.). Die Zuteilung an die 14. und 16. Panzer-Divisionen war vom OKH geplant, nachdem Marder I auf Lorraine-Schlepper nicht rechtzeitig verfügbar waren. Je sechs Fahrzeuge sollten aus der Reserve für die Heeresgruppe Süd geschickt werden, ob dies tatsächlich geschehen ist, ist nicht nachzuvollziehen, da mit dem Untergang beider Verbände in Stalingrad alle Unterlagen verloren gingen. Am 30. Juni 1943 meldeten auch die folgenden Einheiten Fahrzeuge: Pz.Jg.Abt. 150, 16. Pz.Gr.D, 6. Pz.D, 4. Pz.D, 31. ID und das Ersatz-u.Ausb.Rgt Hermann Göring, wobei in allen Fällen nur noch wenige Fahrzeuge vorhanden waren.[1] Auch weitere Einheiten können das Fahrzeug erhalten haben. Rückmeldungen der Panzerjäger-Einheiten zur Waffe und zur Organisation waren wie folgt:[1]
- die Fahrzeuge sind zu hoch, stellen deshalb große Ziele dar und sind schwierig zu tarnen, da sie im Gelände hoch aufragen
- der Munitionsvorrat ist viel zu gering und die Munitionsschlepper sind unbedingt erforderlich, aber die Panzer I fallen oft durch technischen Defekt aus
- ein MG zur Selbstverteidigung sollte an einem Schwenkarm am Schutzschild der Waffe montiert werden
- die Waffe ist gut für die Bekämpfung von Panzern geeignet, oft reichen ein oder zwei Schuss, um die Fahrzeuge auszuschalten
- einige Probleme resultierten aus dem ausschließlichen Einsatz als Pak bzw. der Umrüstung auf die neue Patrone und der folgenden stärken mechanischen Belastung der Oberlafette
- die Technik des Fahrzeugs war teils mit dem nun sehr hohen Gewicht überfordert, da es nicht daraufhin entwickelt worden war

Kommandant mit Kopfhörern Unteroffizier Helmut Kohlke mit der Kohlenklau-Karikatur. Die 19 weißen Ringe symbolisieren die Abschüsse feindlicher Panzer.
Sd.Kfz. 131 (7,5-cm-Pak 40/3)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auch die Panzerjäger II wurden ursprünglich entsprechend der o.g. K.St.N. 1148a und 1149a vom Februar 1942 organisiert. Im Dezember 1942 wurde der K.St.N. 1148a in zwei Ausführungen A und B unterteilt. Ausführung A (zehn Panzerjäger) war für eine Kompanie innerhalb einer Division und hier erhielt der Kompanieführer eine eigene Selbstfahrlafette. Ausführung B war für die Kompanie (13 Panzerjäger) in der eigenständigen Heeres-Panzerjägerabteilungen (39 Panzerjäger), die pro Zug ein Fahrzeug mehr hatten und je ein Fahrzeug für den Kompanieführer. Ein neuer K.St.N. 1155d wurde am 1. Juni 1943 für die „Stabskompanie einer Schnellen Panzerjäger-Abteilung“ mit drei Panzerjäger II für die Heeres-Panzerjägerabteilungen erlassen, die nun insgesamt 45 Panzerjäger haben konnte.
Die ersten Rückmeldungen der Panzerjäger Einheiten zum Sd.Kfz. 131 waren recht positiv. Der bekannten Waffe wurde eine gute Durchschlagleistung, wenn auch anscheinend geringer als beim Sd.Kfz. 132, bescheinigt. Eine Kopflastigkeit des Fahrzeugs wirkte sich nicht grundsätzlich negativ auf das Fahrverhalten aus. Einige spezielle Ersatzteile für den Panzerjäger waren anfänglich nicht in den Panzer-Ersatzteillagern vorrätig. Später wurden genauere Berichte verfasst, die einige Verbesserungspunkte aufzeigten.[3]
Beide Fahrzeugtypen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Juni 1943 wurde der K.St.N. 1148d (14 Panzerjäger) geschaffen, die „schnelle Panzerjäger-Kompanie“ mit zwei Panzerjägern für den Einheitsführer.
Mit deutscher Kanone erhielt der Marder II die Sd.Kfz.-Nummer 131, mit der sowjetischen Beutekanone die Sd.Kfz.-Nummer 132. Beide Typen unterschieden sich durch den unterschiedlichen Aufbau des Kampfraums und die Form der Mündungsbremse der Kanone. Wegen der maximal 30 mm starken Panzerung, dem nach oben und hinten offenen Kampfraum und der ungünstig hohen Silhouette war der Marder II anfällig für feindliches Feuer, insbesondere die verursachte Splitterwirkung. Er war trotzdem eine erfolgreiche Übergangslösung, bis im Jahr 1944 der Jagdpanzer 38 zur Verfügung stand. In den beiden Jahren zuvor waren der Marder II, die ähnlichen Marder I und Marder III sowie der Panzerjäger Nashorn die einzigen effektiven beweglichen Panzerabwehrwaffen an der Ostfront. Auch auf dem nordafrikanischen und italienischen Kriegsschauplatz kam der Marder II zum Einsatz. Einige Marder II blieben bis zum Kriegsende im Dienst.
Technische Daten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Panzerjäger Marder II | |
| Allgemeine Eigenschaften | |
| Gewicht | 10,7 t |
| Länge über alles mit Kanone | 4,88 m |
| Länge der Wanne | 4,64 m |
| Breite | 2,30 m |
| Höhe | 2,65 m |
| Bewaffnung | |
| Hauptbewaffnung | 7,62-cm-PaK 36 oder 7,5-cm-PaK 40 |
| Munitionsvorrat | 30 |
| Fahrleistung | |
| Motor | Sechszylinder-Reihenmotor Maybach HL 62 TRM, |
| Leistung | 140 PS |
| Leistung/Gewicht | 13,1 PS/t |
| Höchstgeschwindigkeit Straße | 45 km/h |
| Höchstgeschwindigkeit Gelände | 19 km/h |
| Reichweite Straße | 185 km |
| Reichweite Gelände | 121 km |
| Panzerung | |
| Wanne vorn | 30 mm |
| Aufbau vorn | 14,5 mm |
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Chris Bishop (Hrsg.): Waffen des zweiten Weltkriegs: eine Enzyklopädie. über 1500 Waffensysteme: Handfeuerwaffen, Flugzeuge, Artillerie, Kriegsschiffe, U-Boote. Dt. Erstausg. Auflage. Bechtermünz, Augsburg 2000, ISBN 3-8289-5385-9 (Originaltitel: The Encyclopedia of weapons of World War II: the comprehensive guide to over 1,500 weapons systems, including tanks, small arms, warplanes, artillery, ships, and submarines. 1998. Übersetzt von Neumann & Nürnberger).
- Werner Oswald: Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr. Motorbuch Verlag, Stuttgart 198210, ISBN 3-87943-850-1.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Thomas L. Jentz, Hilary Louis Doyle: Pz.Sfl. 1 fuer 7.62 cm Pak 36. In: Panzer Tracts. 1. Auflage. Panzerjaeger, Nr. 7–2. Panzer Tracts, Boyds 2005, ISBN 0-9744862-9-9, S. 7–79.
- ↑ Karl R. Pawlas: Die 7,62-cm-Pak 36 / Teil 3. In: Waffen Revue. 1. Auflage. Band 86. Journal Verlag Schwend GmbH, Schwäbisch Hall 1992, S. 80 ff.
- 1 2 Thomas L. Jentz, Hilary Louis Doyle: Marder II – Panzerjaeger II fuer 7.5-cm-Pak 40/2 (Sd.Kfz. 131). In: Panzer Tracts. 1. Auflage. Panzerjaeger, Nr. 7–2. Panzer Tracts, Boyds 2005, ISBN 0-9744862-9-9, S. 7–116 ff.




