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Makyo

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Makyō (japanisch für Teufelsbereich[1], Teufelszeug, Teufelswelt) bedeutet in der japanischen Tradition des Zen-Buddhismus so viel wie Illusion, Halluzination, Täuschung, Schein oder Wahn. Diese Erscheinungen können in unterschiedlicher Weise auftreten – als Klänge, Gerüche, prophetische Visionen, verändertes Körpergefühl und vieles mehr, was das Bewusstsein projiziert. Makyos tauchen meist während der Meditation auf, können diese erheblich stören und eine Behinderung auf dem Weg zur Erleuchtung oder der spirituellen Praxis darstellen. Im Zen wird empfohlen, diese Halluzination einfach unbewertet stehen zu lassen und mit der Übung fortzufahren. Aufgabe des Zen-Meisters ist es auch, Makyos von „echten“ mystischen Erfahrungen zu unterscheiden wie beispielsweise Kenshō oder Satori.

Robert Baker Aitken beschrieb Makyō als eine Form von Illusionen. Er führte mehrere Beispiele für Makyō außerhalb der Zen-Meditation an, darunter das Hören himmlischer Stimmen, das Sprechen in Zungen, Halluzinationen wie eine Schar weißer Tauben, die in den eigenen Körper herabsteigen, und Erfahrungen mit Astralprojektion. Aitken war der Ansicht, dass Makyō für Menschen wertvoll sein könnte, die sich für das reiche Potenzial dessen interessieren, was der menschliche Geist erleben kann, doch er glaubte, dass Makyō Menschen, die an persönlicher Einsicht interessiert sind, wenig oder gar nichts zu bieten habe.[2]

Vergleiche mit anderen Traditionen

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Erfahrungen wie Makyō kommen in anderen meditativen Traditionen vor. In einigen hinduistischen Schulen werden Makyō-ähnliche Erfahrungen als Produkt des „Erfahrungskörpers“ (sukshma sharira), in seinem instabilen Zustand betrachtet.[3] Solche Erfahrungen werden als eine andere Form von Maya angesehen, der illusorischen Natur der Welt, wie sie vom gewöhnlichen Bewusstsein wahrgenommen wird. Die tibetische kontemplative Literatur verwendet den parallelen Begriff Nyam, der in drei Kategorien fällt, die gewöhnlich als Klarheit, Glückseligkeit und Nicht-Konzeptualität aufgeführt werden.[4]

Einzelnachweise

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  1. Heinrich Dumoulin: Geschichte des Zen-Buddhismus. Band 2: Japan, ISBN 978-3-534-27206-8, S. 339.
  2. Robert Aitken: Taking the Path of Zen. 1st ed Auflage. Farrar, Straus & Giroux, New York 1982, ISBN 978-0-86547-080-4 (englisch).
  3. Michael Murphy, Steven Donovan: The Physical and Psychological Effects of Meditation, Chapter 4: Subjective Reports. In: web.archive.org. Archiviert vom Original am 15. Juni 2010; abgerufen am 24. Juni 2024 (englisch, Texturfassung en-WP 06.2024).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. Rinpoche, Sogyal: The Tibetan Book of Living and Dying (revised and updated edition). CA: Harper, San Francisco 2002, S. 76 (englisch, Texturfassung en-WP 06.2024).