Linjeflyg
| Linjeflyg | ||||
|---|---|---|---|---|
| IATA-Code: | LF | |||
| ICAO-Code: | LIN | |||
| Rufzeichen: | Swedline | |||
| Gründung: | 1957 | |||
| Betrieb eingestellt: | 1993 | |||
| Sitz: | Stockholm, | |||
| Heimatflughafen: | Stockholm/Bromma 1957–1983 Stockholm/Arlanda 1983–1993 | |||
| Flottenstärke: | 27 | |||
| Ziele: | national | |||
| Linjeflyg hat den Betrieb 1993 eingestellt. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor Einstellung des Betriebes. | ||||
| Flugzeugtyp | Aktiv zwischen (Jahr) | Anzahl Flugzeuge bei Linjeflyg | Passagierkapazität | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|
| Lockheed L-12 Electra Junior | 1957 | 1 | 9 | Im Eigentum von Airtaco AB, wahrscheinlich nie in den Farben von Linjeflyg bemalt. |
| Lockheed L-18 Lodestar | 1957–60 | 4 | 15 | |
| Douglas DC-3 | 1957–65 | 16 | 28-32 | |
| Convair CV-340 Convairliner und CV-440 Metropolitan | 1960–79 | 23 | 52-56 | |
| Aero 680 Grand Commander | 1965–67 | 2 | 7-8 | Von Ehrenström Flyg AB gemietet. Wurden mit dem LIN-logo und Linjeflyg-Schriftzug versehen.[10] |
| Nord 262 | 1967–75 | 4 | 26 | |
| Fokker F28-1000 Fellowship | 1973–92 | 4 | 65-70 | |
| Fokker F28-4000 Fellowship | 1973–92 | 17 | 85 | Darüber hinaus wurden zwei F28-6000 kurzzeitig von Fokker gemietet. |
| Boeing 737-500 | 1990–92 | 10 | 130-131 | Auslieferung der Maschinen ab April 1990.[11] |
| Boeing 737-300 | 1989–91 | 2 | 147-148 | Davon eine Maschine 1989/1990 geleast von Maersk Air.[12] |
| Boeing 737-33AQC | 1991–92 | 3 | 142[11] | Von Linjeflyg gemietet, aber durch Falcon Cargo betrieben (einer Tochter des Postverket, einem Vorläufer der heutigen schwedischen Post). Wurde nachts für Posttransporte und tagsüber für Personentransporte verwendet. |
Zwischenfälle
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Flugunfall in Ängelholm, 1964
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Am 20. November 1964 verunglückte eine Convair CV-440 (SE-CCK) der Linjeflyg in schlechtem Wetter beim Anflug auf den Flugplatz Ängelholm-Barkåkra. Dabei fanden 29 von 39 Passagieren sowie zwei der vier Besatzungsmitglieder den Tod.[13] Das Flugzeug startete um 19:46 von Bromma und sollte ursprünglich die Strecke Bromma-Hultsfred-Halmstad-Ängelholm befliegen. Wegen schlechten Wetters beschloss der Kapitän, nicht in Hultsfred zwischenzulanden. Während des Fluges verschlechterte sich das Wetter, weswegen man beschloss, auch die Zwischenlandung in Halmstad nicht durchzuführen.
Die Piloten planten, einen kombinierten Instrumenten- und Sichtanflug auf die Bahn 14 von Barkåkra durchzuführen. Die Sicht war schlecht, mit einer Sichtweite von 1,5 km bis 2 km, einer Wolkenhöhe von 60 m und Regen. Auf der Höhe von Halmstad erhielten die Piloten Bescheid, dass sich das Wetter in Ängelholm verbessert habe, weswegen diese Stadt dann direkt angeflogen wurde.
Beim Anflug war das Flugzeug jedoch vom Kurs abgekommen und hatte eine zu geringe Höhe. Die Piloten erhöhten zwar die Motorleistung, aber das Flugzeug berührte dennoch einige Kilometer vor der Landebahn den Boden und setzte kurzzeitig auf einem Acker auf. Kurz danach streifte es eine Oberleitung der Eisenbahn und stürzte daraufhin zu Boden, rutschte einige hundert Meter auf dem Boden und überschlug sich dann auf das Dach. Zwölf der an Bord befindlichen Personen überlebten den Unfall, drei davon unverletzt.
Die Untersuchungskommission kam zu keiner eindeutigen Feststellung der Unfallursache, aber die wahrscheinlichste Erklärung war, dass es eine Verkettung mehrerer Umstände war: Das Flugfeld Barkåkra wurde vor allem militärisch genutzt und die Piloten wussten nicht genau, wie die militärischen Leitlichter vor der Landebahn platziert waren. Die Einflugfunkfeuer ("outer" und "inner marker") waren ebenfalls anders aufgestellt als für zivile Flughäfen vorgeschrieben. Außerdem gab es einige Missverständnisse im Funkverkehr zwischen dem Fluglotsen und den Piloten. Sechs Monate vorher hatten Linjeflygs Piloten die Anflugbedingungen auf den Militärflugplätzen kritisiert und Verbesserungen gefordert.[14]
Flugtrainingsunfall in Stockholm/Arlanda, 1969
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 1. November 1969 verunglückte eine Convair CV-440 (SE-BSU) von Linjeflyg während eines Ausbildungsflugs auf dem Flughafen Stockholm/Arlanda. Bei einem simulierten Triebwerksausfall geriet die Maschine außer Kontrolle; es kam zu einer Bruchlandung. Alle vier Piloten an Bord blieben unverletzt, aber das Flugzeug wurde zum wirtschaftlichen Totalschaden.[15]
Flugunfall in Kälvesta, 1977
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Am 15. Januar 1977 stürzte eine von Skyline gemietete Vickers Viscount 838 (SE-FOZ) beim Anflug auf Bromma auf einen Parkplatz am Ängsullsvägen in Kälvesta, einem Vorort von Stockholm.[16] Alle 22 Personen an Bord kamen ums Leben, darunter der gerade zum Trainer der schwedischen Nationalmannschaft im Tischtennis ernannte und frühere Bundestrainer der deutschen Tischtennisnationalmannschaft Hans Alsér. Keine der am Boden befindlichen Personen kam ums Leben, doch wurden einige Autos zerstört und an einigen Wohnhäusern entstanden leichte Brandschäden durch das brennende Flugzeug.
Der Unfall wurde durch eine Vereisung der Höhenflosse ausgelöst, die dazu führte, dass das Flugzeug beim Ausfahren der Landeklappen in die Endstellung unsteuerbar wurde. Die schwedischen Piloten waren nicht darüber informiert, dass der Flugzeugtyp für diese Form der Vereisung anfällig war, die in Nordeuropa im Winter des Öfteren vorkommt.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ulf Edlund, Lennart Andersson, Lennart Berns, Sven Stridsberg: Svensk flyghistoria under 1900-talet, Svensk Flyghistorisk Förening, Stockholm 2003, ISSN 1100-9837 (schwedisch)
- Michael Sanz: Linjeflyg – från start till landning; Allt om hobby, 2000; ISBN 91-7243-004-4
- Jan Ohlsson: I luften – Flygets årsbok 1983: 25 år med Linjeflyg; LiberFörlag, 1982; ISBN 91-38-90214-1
- schwedischer Wikipediaartikel
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Linjeflyg – de första fem åren. Svensk Flyghistorisk Tidskrift, ISSN 1100-9837, Februar 2018 (schwedisch), S. 44.
- ↑ Flygets årsbok 1983, S. 175
- ↑ Linjeflyg – de första fem åren. Svensk Flyghistorisk Tidskrift, ISSN 1100-9837, Februar 2018 (schwedisch), S. 45.
- ↑ Svensk flyghistoria under 1900-talet, S. 170–171
- ↑ Flygets årsbok 1983, S. 174
- ↑ Flygets årsbok 1983, S. 177
- ↑ Flygets årsbok 1983, S. 186
- ↑ Flygets årsbok 1983, S. 182
- ↑ Flygets årsbok 1983, S. 184
- ↑ Flygets årsbok 1983, Bild auf S. 180
- 1 2 JP airline-fleets international 1992/93
- ↑ JP airline-fleets international 1991/92
- ↑ Unfallbericht CV-440 SE-CCK, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 3. April 2017.
- ↑ Flygets årsbok 1983, S. 181
- ↑ Unfallbericht CV-440 SE-BSU, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 3. April 2017.
- ↑ Unfallbericht Viscount 838 SE-FOZ, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 3. April 2017.



