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Leschede

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Leschede
Gemeinde Emsbüren
Koordinaten: 52° 24′ N, 7° 19′ OKoordinaten: 52° 24′ 1″ N, 7° 18′ 54″ O
Fläche: 13,33 km²[1]
Einwohner: 1812[1]
Bevölkerungsdichte: 136 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 48488
Vorwahl: 05903
Leschede (Niedersachsen)
Leschede (Niedersachsen)
Lage von Leschede in Niedersachsen

Leschede ist eine Ortschaft und eine Gemarkung der Gemeinde Emsbüren im Landkreis Emsland in Niedersachsen. Bis 1974 bildete Leschede eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Lingen.

Leschede war ursprünglich eine landwirtschaftliche Streusiedlung nördlich von Emsbüren beiderseits der heutigen Emser Straße. Bedingt durch die Nähe zu Emsbüren dehnte sich die Bebauung von Emsbüren auf das Gebiet von Leschede aus. Die ehemalige südliche Gemeindegrenze von Leschede verlief entlang der Dahlienstraße und der Grenzstraße. Die Ems bildet die östliche Grenze des Ortsteils, zu dem auch der Wohnplatz Auf dem Hörtel und eine größere Einfamilienhaussiedlung an der Lingener Straße gehören. Im Westen des Ortsteils liegen die beiden Naturschutzgebiete Lescheder Keienvenn und Lescheder Venne.

Zur Ortschaft Leschede gehört auch noch die Gemarkung und frühere Gemeinde Bernte. Die Ortschaft Leschede hat daher eine Fläche von fast 30 km², die Gemarkung bzw. die frühere Gemeinde dagegen nur 13 km².

Die Bauerschaft Leschede gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Kirchspiel Emsbüren im Amt Rheine des Hochstifts Münster.[2] Von 1803 bis 1806 gehörte der Ort zum Fürstentum Rheina-Wolbeck und von 1806 bis 1810 zum Département Ems des Großherzogtums Berg. Von 1811 bis 1813 gehörte Leschede zum Département Lippe des Französischen Kaiserreichs. 1814 fiel der Ort an das Königreich Hannover und gehörte dort zum Amt Lingen. Die Gemeinde Leschede fiel 1867 mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Lingen. Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde Leschede am 1. März 1974 Teil der Gemeinde Emsbüren, die seit 1977 zum Landkreis Emsland gehört.[3]

Die Erlöserkirche in Leschede

Einwohnerentwicklung

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Jahr Einwohner Quelle
1845403[4]
1871365[5]
1885388[6]
1895389[7]
1905425[8]
1925573[9]
1939724[9]
19501050[10]
19611208[10]
19701526[10]

Dem Ortsrat gehören 11 Mitglieder an. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die allgemeine Wahlperiode beginnt am 1. November nach der letzten Wahl und endet nach fünf Jahren zum 31. Oktober.[11]

Das Ergebnis der vergangenen Wahlen:

Sitzverteilung
Partei 2026[12] 2021[13]
CDU 8 8
SPD 3 3

Bau- und Bodendenkmale

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Die als Notkirche errichtete Erlöserkirche, das Heuerhaus Auf dem Diek 3, die Kapelle am Napoleonsdamm, das Rakel-Kreuz mit dem umliegenden Baumbestand an der Lingener Straße und zwei Wegekreuze sind Baudenkmale in Leschede. Mehrere Grabhügel, ein Steinkreuz und der Rest eines alten Emsdeichs sind geschützte Bodendenkmale.

Der FC 47 Leschede betreibt unter anderem Sparten für Fußball, Volleyball und Tennis.[14] Der Schützenverein St. Hubertus Leschede betreibt Schießsport und widmet sich der Pflege des lokalen Brauchtums.[15] Der Aktionskreis Leschede kümmert sich unter anderem darum, das Ortsbild zu pflegen.[16]

Der Bahnhof Leschede an der Bahnstrecke Rheine–Emden ist der einzige Bahnhof in der Gemeinde Emsbüren und wird vom Regionalexpress „Emsland-Express“ bedient, der zwischen Rheine und Emden verkehrt. Der Westen der Gemarkung Leschede wird von der Bundesautobahn 31 (Bottrop – Emden) durchquert. Die Landstraße von Emsbüren nach Lünne führt über die Lescheder Emsbrücke.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Daten und Karte der Gemarkung Leschede
  2. ↑ Anton Friedrich Büsching: Lagerbuch des Bistums Münster 1769. In: Magazin für die neue Historie und Geographie. Band 20. Johann Jacob Curts Witwe, Halle (Saale) 1786 (google.de).
  3. ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1974
  4. ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848 (google.de).
  5. ↑ Volkszählung 1871
  6. ↑ Volkszählung 1885
  7. ↑ Volkszählung 1895
  8. ↑ Volkszählung 1905
  9. 1 2 Michael Rademacher: Lingen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  10. 1 2 3 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
  11. ↑ §47 NKomVG-Wahlperiode
  12. ↑ Ergebnis Ortsratswahl 2026. Abgerufen am 1. Oktober 2026.
  13. ↑ Ergebnis Ortsratswahl 2021. Abgerufen am 1. Oktober 2026.
  14. ↑ Homepage des FC 47 Leschede
  15. ↑ Homepage des Schützenvereins Leschede
  16. ↑ Homepage Aktionskreis Leschede