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Lenny Schultz

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Leonard „Lenny“ Schultz (* 13. Dezember 1933 in New York City, New York; † 16. März 2025 in Delray Beach, Florida) war ein US-amerikanischer Komiker und Schauspieler. Seine Karriere umfasste insgesamt mehr als fünf Jahrzehnte (1969–2025).[1][2][3]

Schultz war der Sohn von Dora und Louis Schultz und wuchs in der Bronx auf. Bereits im Alter von acht Jahren begann er damit, andere Kinder mit Tier- und Stimmimitationen zum Lachen zu bringen. Mit 18 erhielt er ein Angebot für einen Minor‑League‑Vertrag eines Teams der New York Yankees und strebte eine Karriere in der Major League Baseball (MLB) als Pitcher an. Aufgrund einer Schulterverletzung musste er seinen Traum jedoch aufgeben.[4][5][6][7][5]

Nach dem Ende der High School trat er zunächst in die United States Army ein. Nach dem Ende seines Militärdienstes während des Koreakriegs in der Special Services Division begann er eine akademische Ausbildung: Zunächst erwarb er einen Bachelor of Science an der New York University (NYU), gefolgt von einem Masterabschluss in Erziehungswissenschaften am Hunter College (CUNY). Bereits 1955, im Alter von 22 Jahren, trat er seine erste feste Stelle als Sportlehrer an einer High School in Queens an – ein Beruf, den er viele Jahre parallel zu seiner späteren Comedy‑Karriere ausübte.[5]

Er unterrichtete an verschiedenen Schulen in New York City, darunter die John Adams High School und die Newtown High School in Queens.[4][6][8] Als Lehrer wurde er von Schülern und Kollegen wegen seines Humors geschätzt, ignorierte jedoch zunächst deren Ermutigungen, sich in der Stand-up-Comedy zu versuchen. Als Freunde ihn schließlich überzeugten, ein paar Minuten Programm zu schreiben, debütierte er 1969 beim „Open-Mic-Abend“ im Comedyclub The Improv in New York und gewann schnell eine große Fangemeinde.[5][6]

Von 1965 bis 1982 war er mit Helen Fleischer verheiratet und später mit Francine Ornstein. Aus der Verbindung mit Ornstein stammte der gemeinsame Sohn Mark. Ab 2017 lebte er zunächst in Hallandale Beach in Florida, später in Delray Beach.[9] Schultz starb im Alter von 91 Jahren.[10]

Schultz war ab 1969 regelmäßig als Stand‑up‑Comedian aktiv. Sein Stil war geprägt von Improvisation, physischer Comedy, Requisiten, chaotischen Einlagen und dem Einsatz von Essen auf der Bühne. Er galt als einer der frühen Vertreter der „Madcap“-Comedyform, die später zahlreiche Komiker beeinflusste – darunter Robin Williams, Gallagher, Carrot Top, Sam Kinison und Angel Salazar. Er wurde zudem von Künstlern wie Brett Butler und David Letterman gelobt. Jon Stewart und Billy Crystal sagten beide, dass er stets Standing Ovations erhielt und „immer ablieferte“.[11][7][12]

Nach seinem Debüt im Improv folgten zahlreiche Auftritte in New Yorker Comedy-Klubs.[5][6]

Vier Monate später trat er in der Merv Griffin Show auf, was zu weiteren Auftritten in der Tonight Show mit Johnny Carson, der Ed Sullivan Show und zahlreichen anderen Sendungen führte, darunter eine Neuauflage von Laugh‑In.[5] Ende der 1970er-Jahre war er sowohl im Fernsehen als auch auf der Bühne populär, besonders in den Catskill Mountains.[5] Sein Schlagruf war „Go crazy, Lenny!“,[4] den er das Publikum ermutigte zu rufen, während er wilde und verrückte Aktionen auf der Bühne zeigte.[7] Schultz setzte in seinen Auftritten häufig Requisiten ein und wurde von seiner damaligen Frau Helen unterstützt.[7][13] Anders als in seinen Fernsehauftritten enthielt sein Stand-up-Programm häufig anzüglichen oder erwachsenenorientierten Humor.[14]

Ab Mitte der 1970er-Jahre war er auch als Schauspieler tätig. Er spielte „The Bionic Chicken“ in The Late Summer Early Fall Bert Convy Show und hatte die Hauptrolle in There’s a Smart Way to Watch TV, einer Reihe von Informationsfilmen, die in den frühen 1980er‑Jahren ausgestrahlt wurden und junge Zuschauer zu mehr Medienkompetenz anregen sollten.[1]

Während seiner gesamten Karriere als Komiker arbeitete er weiterhin als Sportlehrer und war dafür bekannt, an Schultagen die Clubs früh zu verlassen.[7][14] Schultz erzählte, dass sowohl Schulleiter als auch Kollegen ihn um Autogramme baten, nachdem sie ihn am Vorabend im Fernsehen gesehen hatten.[9] Unter Kollegen galt er als „hard act to follow“ (deutsch schwer zu übertreffen). 1992 zog sich Schultz teilweise zurück und zog mit seiner Frau nach Sullivan County im US-Bundesstaat New York, absolvierte jedoch weiterhin Auftritte bis ins hohe Alter.[5]

Filmografie (Auswahl)

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  • 1972: Fol-de-Rol (Fernsehfilm)
  • 1976: The Late Summer Early Fall Bert Convy Show (Fernsehserie)
  • 1976: Ball Four (Fernsehserie)
  • 1977: Blansky’s Beauties (Fernsehserie)
  • 1977–1978: Laugh-In (Fernsehserie)
  • 1980: Drawing Power (Fernsehserie)
  • 1981: The House of God
  • 1982: The Comeback Trail
Commons: Lenny Schultz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Lenny Schultz. Internet Movie Database, abgerufen am 7. Februar 2026.
  2. Lenny Schultz in The Movie Database, abgerufen am 7. Februar 2026.
  3. Lenny Schultz in der Online-Filmdatenbank; abgerufen am 7. Februar 2026.
  4. 1 2 3 Hal Erickson: From Beautiful Downtown Burbank: A Critical History of Rowan and Martin’s Laugh-In, 1968–1973. McFarland, 2000, ISBN 978-0-7864-4049-8, S. 270 (englisch, google.com).
  5. 1 2 3 4 5 6 7 8 Adam Bosch: Lenny’s crazy Catskill antics. In: Times-Herald Record. 7. September 2007, abgerufen am 7. März 2016 (englisch).
  6. 1 2 3 4 Lenny Schultz’s Characters help, The Spartanburg Herald-Journal, 15. November 1980. Abgerufen am 7. März 2016 (englisch). 
  7. 1 2 3 4 5 Amanda Cohen: Comedian Lenny Schultz still goes crazy after all these years In: The Pittsburgh Post-Gazette, 25. Juni 1996. Abgerufen am 7. März 2016 (englisch). 
  8. What’s It Like to Try To Be Funny on Stage? In: Schenectady Gazette, 26. Juli 1975. Abgerufen am 6. April 2016 (englisch). 
  9. 1 2 Ari Odzer: Comedian Lenny Schultz Still Bringing the Laughs at 83 In: NBC Miami, 23. Februar 2017. Abgerufen am 27. März 2017 (englisch). 
  10. Mike Barnes: Lenny Schultz, Wacky Stand-Up Comic, Dies at 91, The Hollywood Reporter, 17. März 2025. Abgerufen am 18. März 2025 (englisch). 
  11. Billy Crystal Extended Interview Pt. 2. In: The Daily Show. 12. September 2013, archiviert vom Original am 8. März 2016; abgerufen am 7. April 2016 (englisch).
  12. I like Kettlecorn. In: Comedians in Cars Getting Coffee. 20. Juni 2013, archiviert vom Original am 2. Dezember 2013; abgerufen am 7. April 2016 (englisch).
  13. Richard Sandomir: Lenny Schultz, Comedian Who Made a Lot of Noise, Dies at 91 In: The New York Times, 20. März 2025. Abgerufen am 21. März 2025 (englisch). 
  14. 1 2 Nick Catalano: New York Nights: Writing, Producing and Performing in Gotham. iUniverse, 2008, ISBN 978-0-595-60689-4, S. 27–28 (englisch, google.com).