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Leihmutterschaft

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(Weitergeleitet von Leihmutter)

Eine Leihmutter ist eine Frau, die ein Kind für fremde Personen austrägt und bereit ist, es diesen nach der Geburt zu übergeben und dauerhaft zur Ausübung der elterlichen Sorge zu überlassen. Leihmutterschaft ist eine Methode der Reproduktionsmedizin und wird zumeist durch künstliche Befruchtung herbeigeführt.

In der kommerziellen Variante der Leihmutterschaft wird das Kind nach der Geburt den bestellenden Eltern überlassen. Diese sind durch das Verfahren der In-vitro-Fertilisation in der Regel die genetischen Eltern des gezeugten Kindes. Insbesondere schwule Paare benötigen hingegen eine Eizellspende, lesbische Paare eine Samenspende. Die Leihmutter bietet gegen Bezahlung an, die Schwangerschaft zu durchleben und das Kind zu gebären. In den meisten dieser Fälle besteht ein erhebliches Wohlstandsgefälle zwischen den Bestellern und der Austrägerin. Daneben besteht in geringerem Ausmaß eine altruistische, also nicht-kommerzielle Variante der Leihmutterschaft. Es gibt keine belastbaren weltweiten Statistiken über die Leihmutterschaft. Aus den Leihmutterschaftsprogrammen wird berichtet, dass 19–33 % der Embryotransfers zu Schwangerschaften führen.

Die ethische Beurteilung der Leihmutterschaft wird intensiv diskutiert. In Deutschland ist jegliche Form der Leihmutterschaft verboten.

Im deutschen Recht wird eine Leihmutter Ersatzmutter genannt (§ 13a Adoptionsvermittlungsgesetz, § 1 Abs. 1 Nr. 7 Embryonenschutzgesetz), es findet sich auch der Begriff Tragemutter oder der Anglizismus Surrogatmutter.

Die kommerzielle Leihmutterschaft macht den weitaus größten Teil der Leihmutterschaften aus. Daneben existiert die sogenannte „altruistische“, d. h. nicht-kommerzielle Leihmutterschaft, bei welcher der Leihmutter kein Gehalt, sondern nur eine Aufwandsentschädigung gezahlt wird. Die Anwendung des Altruismus-Begriffs ist umstritten, da bereits jede Eizellspende in einen „global expandierenden, reproduktionsmedizinischen Markt eingebettet ist“,[1] in dem reine Uneigennützigkeit kaum vorkommen kann.

Jede Mutterschaft besteht aus verschiedenen Elementen: aus genetischer, austragender, sozialer und rechtlicher Mutterschaft. Das Verfahren der Leihmutterschaft spaltet diese verschiedenen Aspekte auf, indem es das Austragen eines Kindes von den übrigen Mutterschaftsaspekten abtrennt.

Nach der genetischen Beziehung der Empfänger-Eltern mit dem ausgetragenen Kind werden zwei Formen unterschieden:

  • Traditionelle Leihmutterschaft, auch natürliche oder partielle Leihmutterschaft: Die Eizelle stammt von der Leihmutter selbst. Die Befruchtung geschieht durch Geschlechtsverkehr oder künstliche Befruchtung.[2]
  • Gestationelle Leihmutterschaft: Die Eizelle stammt nicht von der Leihmutter. Nach einer extrakorporalen Befruchtung der fremden Eizelle mit dem Sperma des späteren Vaters trägt die Leihmutter ein genetisch fremdes Kind aus. Die Leihmutter übernimmt allein die „Gebärfunktion“ und ist nicht mit dem Kind verwandt.[2]

Faktenlage und Geschichte

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Die erste Leihmutter war 1979 die Amerikanerin Elizabeth Kane, damals 37 Jahre alt und Mutter von drei Kindern, zum Preis von 11.500 Dollar. Die Geschichte wurde ohne ihre Zustimmung medial vermarktet.[3]

Statistiken sind für die Leihmutterschaft fast nicht vorhanden. Es gibt keine nationale oder internationale Auswertung. Insofern kann es nur stückweise Annäherungen an die Realität der Leihmutterschaft geben. Auch in Deutschland fehlen offizielle Zahlen. Geschätzt wird, dass zwischen 50 und 100 Paare jährlich auf eine Leihmutterschaft zurückgreifen.[4]

Unter den gestationellen Leihgeburten (USA, 2017) sind ca. 30 % Zwillingsgeburten und 2 % Drillinge oder mehr.[5]

In Indien sind zwischen 1999 und 2013 wahrscheinlich bis zu 25.000 Kinder für Leihmutterschaftsprogramme ausgetragen worden. In den Vereinigten Staaten waren es knapp über 30.000.[6] In der Ukraine wurden vor dem Ukraine-Krieg jährlich über 2000 Kinder pro Jahr per Leihmutterschaft ausgetragen, in über 50 Reproduktionskliniken.[7]

In einer israelischen Studie wurde unter den Befragten ein Durchschnittsalter der Leihmütter von ca. 32 Jahren festgestellt.[8]

Situation nach ausgewählten Ländern

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Rechtliche Lage zur Leihmutterschaft weltweit:
  • Sowohl altruistische als auch kommerzielle Leihmutterschaft erlaubt
  • Keine rechtlichen Regelungen
  • Nur altruistische Leihmutterschaft legal
  • Erlaubt zwischen Verwandten bis zweiten Grades
  • Verboten
  • Rechtliche Lage unbekannt
  • Ein Teil der Staaten weltweit verbietet die Leihmutterschaft, insbesondere in ihrer kommerziellen, nicht-altruistischen Form. Teilweise gibt es keine gesetzlichen Regelungen. In der Europäischen Union ist sie in 15 der 27 Mitgliedstaaten der EU verboten (Stand: 2014). Die Rechtslage ist in der EU nicht einheitlich.[9] Jegliche Form der Leihmutterschaft ist in den folgenden 12 der 27 EU-Mitgliedsstaaten verboten: Bulgarien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Lettland, Litauen, Österreich, Schweden, Slowenien, Spanien, und Ungarn.[10] In Italien ist auch die im Ausland durchgeführte Leihmutterschaft strafbar und wird nach italienischem Recht geahndet.[11] Die meisten Staaten, die Leihmutterschaft verbieten, dulden jedoch Leihmutterschaften im Ausland[12].

    In wenigen Ländern wie Russland,[13] Ukraine, Ghana[14] sowie einzelnen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten[15][16] sind Leihmutterschaften sowohl in altruistischer als auch kommerzieller Form möglich und können von homosexuellen Paaren in Anspruch genommen werden. Einige Staaten erlauben ausschließlich die altruistische (d. h. nichtkommerzielle) Form der Leihmutterschaft, beispielsweise Australien, Griechenland, Indien, Kanada, Neuseeland die Niederlande, Belgien, Dänemark, Thailand und das Vereinigte Königreich.

    In Georgien ist die kommerzielle Leihmutterschaft erlaubt, aber auf verheiratete heterosexuelle Paare beschränkt.[17]

    Seit 1997 sind in Georgien die Leihmutterschaft und Sperma- oder Eizellspende gesetzlich zugelassen. Laut diesem Gesetz besitzen der Spender oder die Leihmutter kein Elternschaftsrecht. Bereits in der Geburtsurkunde wird nur das auftraggebende Paar als Eltern registriert. Diese rechtliche Festlegung geschieht auch dann, wenn Spermien und Eizellen nicht vom auftraggebenden Paar, sondern von fremden Spendern stammen. Die Geburtsurkunde wird innerhalb eines Tages nach der Geburt des Kindes ausgestellt. Zur Eintragung des Paares in der Geburtsurkunde des Kindes ist die Zustimmung der Leihmutter nicht erforderlich. Für die Ausstellung der Geburtsurkunde ist kein Anwalt erforderlich.

    Jedoch wird nach deutschem Recht „kein rechtliches Abstammungsverhältnis“ zwischen dem Kind und den bestellenden Eltern begründet.[18]

    Unter ähnlichen Bestimmungen wie im Vereinigten Königreich ist in Griechenland die Leihmutterschaft erlaubt. Griechische Leihmutterschaftskliniken betreuen auch ausländische Paare. Allerdings werden die gesetzlichen Regelungen in Griechenland oft nicht oder nur unzureichend eingehalten. Dies führt zu zunehmender Kritik und bisweilen zur Forderung, die Leihmutterschaft wieder zu verbieten.[19]

    Pressekonferenz zum Thema „Die nationale Konsultation zu Leihmutterschaftsfragen“, 15. Oktober 2015 in Neu-Delhi

    Indien war im ersten Jahrzehnt der 2000er Jahre die „Drehscheibe“ des Geschäfts mit der kommerziellen Leihmutterschaft. Jahrelang stand das Verbot der kommerziellen Ausübung und der Zugang für Ausländer im Raum. Mit der sich abzeichnenden Veränderung der Rechtslage etablierten sich zunächst Kambodscha[20] und schließlich Georgien[21] als neue Zielorte.

    2019 wurde das Verbot der kommerziellen Leihmutterschaft für Ausländer rechtskräftig.[22] Seit 2022 ist die Leihmutterschaft auch für Inländer verboten.[23]

    Grundlage ist Art. 12 Abs. 6 des Gesetzes Nr. 40/2004 zur medizinisch unterstützten Fortpflanzung.[24] Der Gesetzestext verbietet ausdrücklich die Leihmutterschaft ohne zwischen kommerzieller und altruistischer Form zu unterscheiden. Beide Formen sind verboten, nicht nur die bezahlte Variante. Die Strafe variiert von 3 Monaten bis 2 Jahren Haft und 600.000 Euro bis 1 Million Euro Geldstrafe. Seit 2024 gilt Leihmutterschaft als „reato universale“ (universelles Verbrechen): Auch italienische Staatsbürger, die im Ausland eine Leihmutter beauftragen, können bei Rückkehr nach Italien strafrechtlich verfolgt werden.[25]

    In Japan hat die Japanische Gesellschaft für Geburtshilfe und Gynäkologie (japanisch 日本産科婦人科学会, Nihon sanka fujinka gakkai, englisch The Japan Society of Obstetrics and Gynecology) im Oktober 1983 In-vitro-Fertilisation und Embryotransfer untersagt. 2001 wurde dieser Beschluss auf einer Generalversammlung kollektiv bestätigt.[26] Die Gesellschaft hat jedoch keine Durchsetzungsmöglichkeit dieses Beschlusses. So gab es laut Hiro Netsuya (根津八 紘) zwischen 1999 und 2008 15 Versuche von Leihmutter-Schwangerschaften, 8 davon erfolgreich, 4 der Leihmütter waren bereits im Alter zwischen 55 und 61 Jahren, 5 leibliche Mütter und eine ungenannte Zahl der Leihmütter waren Schwestern.[27] Daher hat sich April 2008 der Japanische Wissenschaftsrat für ein prinzipielles Verbot von Leihmutter-Schwangerschaften auf gesetzlicher Basis ausgesprochen.[28]

    In Kambodscha stieg die Zahl der Leihmutterschaften 2016 stark an, nachdem der Nachbarstaat Thailand die Leihmutterschaft verboten hatte; im selben Jahr wurde die Leihmutterschaft auch in Kambodscha verboten. Leihmutterschaft ist dort jedoch weiterhin verbreitet, was vor allem mit dem Ende der Ein-Kind-Politik in China in Zusammenhang gebracht wird.[29] Auch die Vermittlung zwischen einem Adoptivelternteil und einer schwangeren Frau ist strafbar; kommerziellen Leihmutterschafts-Anbietern drohen höhere Haftstrafen.[30]

    Im Juni 2018 wurden 32 Frauen, die für chinesische Bestelleltern schwanger geworden waren, wegen Menschenhandels angeklagt und im Dezember 2018 unter der Auflage freigelassen, das Kind selbst großzuziehen. Sollten sie gegen die Auflage verstoßen, drohen ihnen bis zu 15 Jahre Haft.[30] Im Dezember 2024 wurden in Kambodscha 13 philippinische Frauen, die im Rahmen einer Leihmutterschaft schwanger geworden waren, wegen Menschenhandels zu vier Jahren Haft verurteilt, zwei davon auf Bewährung. Ihnen wurde vorgeworfen, den Verkauf der Kinder beabsichtigt zu haben. Was mit den Kindern geschehen soll, wurde nicht bekanntgegeben. Ein Vertreter der philippinischen Behörden erklärte, die Frauen seien selbst Opfer von Menschenhandel; die kambodschanische Innenministerin Chou Bun Eng erklärte jedoch, die Frauen seien selbst verantwortlich. Weitere ausländische Frauen, die zur gleichen Zeit festgenommen worden waren aber nicht schwanger waren, wurden abgeschoben.[29]

    In Kanada verschafft der Assisted Human Reproduction Act seit 2004 Klarheit über die Rechtslage: Leihmutterschaften sind erlaubt, solange diese uneigennützig sind. Ein Paar, welches die Leihmutterschaft in Anspruch nehmen möchte, darf der Leihmutter kein Geld anbieten, damit diese das Kind austrägt.[31] Allerdings können Kosten von dem Paar übernommen werden, um die Leihmutter für gewisse Ausgaben zu entschädigen, wenn der Staat diese Art der Zahlung zugelassen hat.

    Die Provinz Québec jedoch erlaubt weder die kommerzielle noch die nichtkommerzielle Form der Leihmutterschaft.[32]

    Die Leihmutterschaft über IVF, darunter auch kommerziell, ist in Russland rechtmäßig,[33] dabei ist sie praktisch für alle interessierten Erwachsenen verfügbar.[34] Seit Dezember 2022 ist sie jedoch für Ausländer verboten, wenn nicht mindestens ein Teil des bestellenden Paares die russische Staatsangehörigkeit besitzt.[35] Es muss eine bestimmte medizinische Indikation zur Leihmutterschaft geben.[33]

    Das erste russische Leihmutterschaftsprogramm wurde 1995 im Institut für Geburtshilfe und Gynäkologie in St. Petersburg erfolgreich realisiert.[36] Die öffentliche Meinung im Land ist leihmutterschaftsfreundlich; es kommen häufig Fälle vor, dass z. B. ein berühmter Sänger oder eine prominente Geschäftsfrau die Leihmutterschaft offen in Anspruch nimmt und eine positive Berichterstattung erfährt. Mehrere russische Frauen[36] sind durch die postmortalen Leihmutterschaftsprogramme Großmütter geworden, d. h., ihre Enkel wurden nach dem Tod ihrer Söhne in vitro gezeugt.

    Die Registrierung der durch die Leihmutterschaft geborenen Kinder ist vom Familiengesetzbuch der Russischen Föderation (Art. 51–52) und vom Föderalen Gesetz zu Akten des Zivilstandes (Art. 16) geregelt. Dazu wird eine Einwilligung der Leihmutter gefordert. Außer der Einwilligung ist weder Adoption noch Gerichtsurteil erforderlich. Der Name der Leihmutter wird nicht auf der Geburtsurkunde des Kindes erwähnt. Im Gesetz gibt es keine Voraussetzung, dass das Kind wenigstens mit einem Wunschelternteil genetisch verbunden sein soll.

    Die Kinder, die von nicht verheirateten heterosexuellen Paaren oder Single-Wunscheltern durch Leihmutterschaft über IVF abstammen, werden im Einklang mit Analogie de Jus (Art. 5 des Familiengesetzbuches) registriert. Dazu kann ein Gerichtsurteil benötigt werden. Am 5. August 2009 hat das St. Petersburger Gericht den Streit um die Frage, ob eine Single-Frau eine Leihmutterschaft beauftragen darf, definitiv gelöst und das Standesamt angewiesen, die 35-jährige Single-Wunschmutter Natalja Gorskaja als Mutter ihres durch Leihmutterschaft geborenen Sohnes einzutragen.[34]

    Am 4. August 2010 hat das Moskauer Gericht beschlossen, dass ein Single-Mann, der ein Leihmutterschaftsprogramm unter Einsatz von gespendeten Eizellen aufgetragen hat, als einziger Elternteil seines Sohns registriert werden darf; somit ist er der erste Mann in Russland geworden, der sein Recht auf Vaterschaft durch Gerichtsprozess durchgesetzt hat.[37] Der Name der Leihmutter wurde auf die Geburtsurkunde nicht eingetragen, der Vater gilt als einziger Elternteil. Danach wurden noch viele identische Urteile im Bezug von Single-Männern, die durch Leihmutterschaft Väter geworden sind, von russischen Gerichten gefällt. Somit können alle Single-Eltern, unabhängig von ihrem Geschlecht beziehungsweise ihrer sexuellen Orientierung, sich ihren Kinderwunsch in Russland erfüllen. Diese liberale Gesetzgebung machte Russland für Fortpflanzungstouristen vor dem Verbot für Ausländer (2022) zu einem attraktiven Reiseziel. Wunscheltern konnten bis dahin die russische Geburtsurkunde im Laufe von drei Tagen nach der Geburt erwerben.[38]

    Im Februar 2014 bereitet die Duma einen Gesetzentwurf zum Verbot der Leihmutterschaft für alleinstehende Männer und homosexuelle Paare vor.[39] 2021 wurde hier außerdem ein Gesetzentwurf vorgelegt, nach dem die Leihmutterschaft für Ausländer und gleichgeschlechtliche Paare verboten werden soll.[40] Seit der Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes im Jahr 2022 steht die Leihmutterschaft nur noch inländischen heterosexuellen Paaren und inländischen Frauen offen, die keine Kinder bekommen können.[41]

    In Thailand ist es seit 2015 infolge mehrerer Skandale Ausländern verboten, einheimische Leihmütter kommerziell zu beauftragen. Die Leihmutterschaft wurde auf die altruistische Form beschränkt und ist nur heterosexuellen Paare zugänglich, die mindestens drei Jahre verheiratet sein müssen und nachweisen können, dass sie kein eigenes Kind bekommen können.[42] Vor dem Erlass des entsprechenden Gesetzes hatten australische Elternteile eines der beiden Zwillingskinder mit Downsydrom zurückgelassen. In einem anderen Fall hatte ein Japaner mindestens zehn Kinder austragen lassen und sorgte in den Lokalmedien für Schlagzeilen.[43]

    In der Ukraine ist die kommerzielle Leihmutterschaft in Kombination mit Ei-/Samenspende als Methode der Fruchtbarkeitsbehandlung 2002 legalisiert worden. Bereits 1991 fand in Charkiw die erste Leihmutter-Geburt der ehemaligen Sowjetrepubliken statt.[44] Jährlich werden mehr als 1000 Kinder für ausländische Kunden ausgetragen.[45] Offizielle Statistiken gibt es jedoch nicht, da die Zahlen der Reproduktionskliniken nicht an das Gesundheitsministerium weitergeleitet werden müssen.[44]

    Nach dem Dekret des ukrainischen Gesundheitsministeriums Nr. 787 aus dem Jahr 2013 wird Leihmutterschaft als eine „Methode zur Behandlung von Unfruchtbarkeit“ eingestuft.[46][47] Nach Art. 123, Abs. 2 des ukrainischen Familiengesetzbuchs ist die Leihmutter nicht Mutter des von ihr ausgetragenen Kindes. Als Eltern gelten die Zellspender des reproduktionstechnisch eingesetzten Embryos.[48] Damit hat die Ukraine eines der liberalsten Leihmutterschaftsgesetze der Region.[49] Der Anbieter „Feskov“ wirbt mit dem Satz: „Sie (genetische Eltern) sind vollständig vor dem Risiko geschützt, dass eine Leihmutter das Kind nehmen wird, da in der Ukraine solche Handlungen einer Leihmutter eine Straftat darstellen. Nur Sie sind die Eltern des Kindes“.[50]

    Die Wunscheltern kommen hauptsächlich aus Deutschland, Spanien, Frankreich und den Vereinigten Staaten. All-inclusive-Pakete für Kunden aus dem Ausland (medizinische und rechtliche Bearbeitung und Gehalt der Leihmutter) werden in der Ukraine für 30.000 bis 40.000 Euro angeboten, während gleichartige Programm in den Vereinigten Staaten bei 100.000 Euro beginnen. Ukrainische Leihmütter erhalten rund 10.000 Euro pro Schwangerschaft – das durchschnittliche Monatseinkommen der Frauen liegt bei 250 Euro.[44]

    Der Ukraine-Krieg 2022 führt zu massiven Störungen im ukrainischen Leihmutterschafts-Kommerz.[51] Dies betrifft die Sicherheit der Schwangeren, die Versorgung der Neugeborenen und die Einreise der Empfänger-Eltern aus dem Ausland, die durch das Kriegsgeschehen verzögert oder verhindert wurde. So berichtete z. B. die Tagesschau (ARD), dass Neugeborene in Kellern auf die Abholung durch ihre Wunscheltern warteten, notdürftig betreut von Krankenschwestern.[52] Eine Flucht der Leihmutter ins Ausland und die dortige Entbindung beziehungsweise eine Übergabe des Kindes an die Auftraggeber-Eltern außerhalb der Ukraine birgt rechtliche Schwierigkeiten für beide beteiligten Parteien, da die Gesetzeslage des jeweiligen Landes zu beachten ist.[53]

    Vereinigtes Königreich

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    Die erste britische Leihmutterschaft fand 1985 statt: Kim Cotton brachte für ein kinderloses Paar ein Kind zur Welt. Für die Leistung erhielt sie 6500 Pfund und verkaufte die Geschichte für weitere 15.000 Pfund an eine Zeitung.[54] Die Britin gründete 1988 eine Agentur für Paare, die eine Leihmutter suchten, Childlessness Overcome Through Surrogacy, die 2016 die Geburt des 1000. Babys durch ihre Vermittlung meldete.[55]

    Im Vereinigten Königreich sind altruistische Leihmutterschaften seit 2008 erlaubt.[56] Kommerzielle Leihmutterschaften sowie Werbung dafür sind bereits seit 1985 verboten. Leihmutterschaftsvereinbarungen sind rechtlich nicht durchsetzbar.[57]

    Vereinigte Staaten

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    In den Vereinigten Staaten sind Leihmutterschaften in 18 von 50 Bundesstaaten (Stand: März 2014)[58] erlaubt. Kalifornien ist als leihmutterschaftsfreundlicher Bundesstaat bekannt:[59] 2012 wurde ein Gesetz erlassen, wonach gleichgeschlechtlichen Eltern mittels Leihmutterschaft gleichberechtigte Elternrechte gewährt werden.[60]

    Die Regelung variiert von Bundesstaat zu Bundesstaat stark, wie hier ersichtlich: Der Großteil der US-Bundesstaaten regelt die Leihmutterschaft nicht. Daher unterliegt die pre-birth order oder post-birth order der Entscheidung des Gerichts. Meistens urteilen sie zugunsten der Wunscheltern. Es gibt Bundesstaaten, in denen Leihmutterschaft unter Vorsicht möglich ist: Arizona, Idaho, Indiana, Iowa, Montana, Nebraska, Tennessee oder Wyoming. In diesen Staaten herrscht Unsicherheit darüber, wie ein Urteil zur Vaterschaftsanerkennung ausfallen wird. So kann es beispielsweise sein, dass es zu wenige Fälle von Leihmutterschaft gibt, um zu wissen, ob die Gerichte zu Gunsten der Wunscheltern urteilen. Manchmal sind das Staaten, in denen das Gerichtsurteil stark durch die genetische Beziehung bedingt ist. In Indiana oder Nebraska zum Beispiel werden Verträge als unwirksam erklärt. In Michigan und New York war die Teilnahme an einer kommerziellen Leihmutterschaft bis 2025 bzw. 2021[61] ein Straftatbestand und konnte mit Geld- oder Freiheitsstrafen geahndet werden.[62]

    Für eine US-amerikanische Austrägerin (gestational carrier) wurde 2026 eine Vergütung von 60.000–80.000 $ genannt, für die Vermittlung und medizinische Betreuung fiel dieselbe Summe an.[63]

    Volksrepublik China

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    Leihmutterschaft ist in China verboten. 2017 hat Chinas Gesundheitsbehörde das Verbot auch nach dem Ende der Ein-Kind-Politik bestätigt.[64] Anfang 2021 erfuhr der Fall Zheng Shuang große Aufmerksamkeit: die Schauspielerin hatte in den USA zwei Leihmutterschaften in Auftrag gegeben und die daraus geborenen Kinder nicht abgeholt.[65]

    Weitere Länder

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    Die Leihmutterschaft ist in Belgien weder ausdrücklich erlaubt noch verboten.[66] So ist sie auch homosexuellen Paaren zugängig. Die Praxis wird durch die Politik der Krankenhäuser geregelt. Diese prüfen streng, inwiefern die Paare, welche die Leihmutterschaft in Anspruch nehmen wollen, geeignet sind. Im Ergebnis wird fast jedes zweite Paar (unabhängig von der sexuellen Orientierung) abgelehnt. Darüber hinaus müssen die Paare selbst eine passende Leihmutter finden, ohne auf kommerzielle Vermittlung zurückgreifen zu können.[67]

    In Dänemark ist die kommerzielle Leihmutterschaft verboten, die altruistische jedoch erlaubt. Die nicht-kommerzielle Form unterliegt strengen Richtlinien. Eine Adoption durch die auftraggebende Mutter kann erst etwa zweieinhalb Jahre nach der Geburt erfolgen, die Vormundschaft kann allerdings bereits davor bestehen. Hat die Leihmutter jedoch einen finanziellen Ausgleich erhalten, der die entstandenen Kosten übersteigt und den Lebensstandard der austragenden Mutter verbessert, ist eine Adoption rechtlich nicht mehr möglich. Es ist nicht erlaubt, öffentlich nach einer potenziellen Leihmutter zu suchen oder Personen dabei zu helfen, eine Frau dafür zu finden. Künstliche Befruchtung können im Inland nicht erfolgen. Verträge, die die Leihmutterschaft regeln, gelten rechtlich als nicht bindend, was den Vorgang für die beteiligten Personen juristisch unsicher macht. Aufgrund der Beschränkungen entscheiden sich dänische Paare deshalb oft dafür, Leihmutterschaften in anderen Ländern durchzuführen.[68][69]

    In Israel sind Leihmutterschaften für Ehepaare erlaubt. Seit 2022 ist sie homosexuellen Paaren und Alleinstehenden zugänglich.[70]

    In den Niederlanden legalisierte eine Gesetzesänderung im Jahre 1994 die altruistische Leihmutterschaft, wobei die kommerzielle Variante verboten blieb.[71] Wie in Belgien sind nichtkommerzielle Leihmutterschaften zwar legal, jedoch herrschen auf diesem Gebiet äußerst strenge Vorgaben, die den Zugang beziehungsweise die Inanspruchnahme erschweren.

    In Neuseeland sind Leihmutterschaftsgesetze durch 2004 gesetzlich geregelt worden. Die Verordnung verbietet Leihmutterschaften nicht an sich. Ihr zufolge ist die nicht-kommerzielle Variante der Leihmutterschaft legal; gezielte Abkommen zu kommerziellen Leihmutterschaften sind hingegen verboten.[72]

    Portugal hat 2017 die Leihmutterschaft für heterosexuelle Paare zugelassen.

    In Kuba ist seit September 2022 die Leihmutterschaft erlaubt.[73]

    In Ghana ist seit 2020 die kommerzielle Leihmutterschaft sowohl für Alleinstehende als auch Paare erlaubt.[74][75]

    Ethische Diskussion der Leihmutterschaft

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    Die ethische Bewertung der Leihmutterschaft ist „weithin umstritten“.[76] Seit 2023 steht das Thema in Deutschland in der Diskussion:

    Im Februar 2023 berief das Bundesgesundheitsministerium eine aus 18 Mitgliedern bestehende „Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin“. Diese sollte die Neuformulierung des § 218 StGB vorschlagen und dafür unter anderem die „Legalisierung der Eizellspende und der altruistischen Leihmutterschaft“ prüfen.[77] Im April 2024 veröffentlichte die Kommission ihren Abschlussbericht, in dem sie sich gegen die Leihmutterschaft, auch gegen die unentgeltliche. Sie sieht eine Möglichkeit „lediglich unter sehr engen Voraussetzungen [...] z.B. bei nahem verwandtschaftlichem oder freundschaftlichem Verhältnis zwischen Wunscheltern und Leihmutter“.[78]

    Im März 2023 veröffentlichte eine 100-köpfige, internationale Expertenkommission[79] die sogenannte „Casablanca Declaration“. Diese fordert alle Staaten dazu auf, jegliche Form der Leihmutterschaft zu verbieten, um die Würde des Menschen zu schützen und die Kommerzialisierung von Frau und Kind zu verhindern.[80]

    Die deutsche Bundesregierung Scholz wollte 2024 die Legalisierung der Leihmutterschaft prüfen, zerbrach aber Ende desselben Jahres (ohne Zusammenhang mit dem Thema der Leihmutterschaft).[81]

    2025 wurde in den USA der Fall Xu Bo publik: Der chinesische Videospiel-Hersteller hat in Los Angeles das Austragen von mindestens 12 Kindern beauftragt. Sein Unternehmen spricht von mehr als 100 Leihmutterschaftskindern von Xu Bo, der sich selbst als „Chinas ersten Vater“ bezeichnet.[82] Das Wall Street Journal spricht von weiteren chinesischen Eltern, die in den Vereinigten Staaten Millionen investierten, um große Mengen an Kindern zu erhalten.[82]

    Im Juli 2026 gab der damalige Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Jens Spahn bekannt, dass er und sein Ehemann Daniel Funke Eltern eines Sohnes geworden seien, den sie in den USA von einer Leihmutter austragen ließen.[83] Dabei hatte der Bundesparteitag der CDU noch im Februar 2026 beschlossen „Leihmutterschaft – auch in altruistischen Modellen – in Deutschland weiterhin zu verbieten, um Missbrauch, Ausbeutung und gesundheitliche Risiken zu verhindern“.[84] Auch Spahn hatte sich gegen die Leihmutterschaft positioniert.[85] Im Zuge dieser Leihmutterschaftsaffäre trat Spahn als Fraktionsvorsitzender zurück.[86]

    Befürwortung legaler Leihmutterschaft

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    Die Erfüllung des Kinderwunsches durch Leihmutterschaft nutzen Paare, die ungewollt kinderlos bleiben, und bietet homosexuellen Paaren die Chance, einen Kinderwunsch zu realisieren.[87] Bei der Leihmutterschaft wird, im Unterschied zur Adoption, eine genetische Verbindung zwischen Bestellern und Kind hergestellt.

    Durch eine rechtlich geregelte Leihmutterschaft können Leihmutterschafts-Kinder „in rechtssichere Rahmenbedingungen hineingeboren werden“.[87]

    Die legalisierte Leihmutterschaft kann unter Umständen auch den sog. „Leihmutterschaftstourismus“ bremsen, der die im Inland verbotenen Eingriffe ins Ausland verlagert.[88] Durch die Legalisierung könnte die Ausbeutung von Leihmüttern verhindert werden.[89]

    Möglicherweise kann die Legalisierung der Leihmutterschaft in der Problematik des Geburtenrückgangs abhelfen.[90]

    Kritik an der Leihmutterschaft

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    Missachtetes Kindeswohl

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    Im Falle einer kommerziellen Leihmutterschaft wird das Kind zum Objekt eines Rechtsgeschäfts. Das Kindeswohl, sonst ein zentrales Kriterium für Entscheidungen über Adoptionen, medizinische Eingriffe etc., spielt dabei keine Rolle. Deshalb steht nicht zuletzt der Vorwurf des Kinderhandels im Raum, da ein Kind gegen Zahlung eines Entgeltes von einer Person an eine oder mehrere andere übergeben wird. Kritiker betrachten die kommerzielle Leihmutterschaft demzufolge als Verstoß gegen Artikel 35 der UN-Kinderrechtskonvention, welcher den „Verkauf von Kindern“ sowie den „Handel mit Kindern zu irgendeinem Zweck und in irgendeiner Form“[91] unterbindet.

    Teilweise verpflichten die Vermittlungsorganisationen die Leihmutter zur emotionalen Distanzierung von dem auszutragenden Kind. Damit wird dem Kind die entwicklungspsychologisch wichtige pränatale Bindung entzogen.[92]

    Jedes Kind hat Anspruch darauf, seine Eltern zu kennen, so z. B. nach Art. 7 der UN-Kinderrechtskonvention. Wenn die Leihmutter als Mutter nicht auftaucht, wird dieses Recht durchbrochen.

    Ausbeutung der Frauen

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    Leihmütter werden in der Regel nur aufgrund eines Vertrages, gegen eine häufig nicht unerhebliche Geldleistung, mit den sogenannten Bestelleltern tätig. Daher steht der Begriff der Leihmutter in der Kritik, einen irreführenden Eindruck über ein ethisch umstrittenes Vorgehen zu vermitteln. Tatsächlich müsste daher in vielen Fällen von einer „Mietmutterschaft“ gesprochen werden.[93]

    Da die Schwangeren in kommerziellen Leihmutter-Geschäften der Marktlogik unterworfen sind, steht der Verdacht der Ausbeutung der Frauen im Raum. Er wird dadurch genährt, dass sich vor allem Frauen aus Schwellen- und Entwicklungsländern als Leihmütter anbieten.[92] Kennzeichnend ist, dass es eine „‚Bereitschaft‘ zur Leihmutterschaft vor allem in jenen Teilen der Welt gibt, in denen die sozialen und kulturellen Optionen aufgrund der ökonomischen Ungleichheit verzerrt sind, wie in Osteuropa und Indien.“[94] Die Journalistin Eva Maria Bachinger berichtet, dass gerade die aus benachteiligten Regionen der Welt (wie Indien, Mexiko oder Ostafrika) stammenden Frauen, die einer Leihmutterschaft zustimmten, häufig Analphabetinnen seien, die „nicht einmal die Verträge lesen [könnten], die sie unterschreiben“.[95] In Frankreich spricht die Philosophin Sylviane Agacinski von einer „ganz neuen Form der Sklaverei“, die sich „sowohl den Gebrauch als auch den Nießbrauch der Organe einer Frau aneignet“.[96] In Deutschland betont Petra Bahr die Gefahr einer „Kolonialisierung des weiblichen Körpers“.[97]

    Kritisiert wird, dass viele Frauen sich aus finanzieller Not in Leihmutterschafts-Programme begeben und dass „Wunscheltern, Agenturen und Kliniken diese Prekarität zu ihren eigenen Gunsten nutzen“.[44] „Von einer selbstbestimmten Entscheidung, sich als Leihmutter zur Verfügung zu stellen, könne in solchen Fällen kaum die Rede sein“[98], so Klaus Tanner.

    Insofern instrumentalisiert die Leihmutterschaft die Leihmutter, sie wird von der auftraggebenden Partei als käuflich behandelt. Dies kann als Verstoß gegen ihre Menschenwürde betrachtet werden, da sie auf ihren Körper und dessen Gebärfunktion reduziert wird. Als Frau, die das Kind austrägt und gebiert, fungiert sie gleichsam lediglich als „Mittel zum Zweck“ – und nicht, wie es Imanuel Kant in seiner „Menschheitszweckformel“ fordert, als Zweck an sich, also als Person.

    Identität der Mutter

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    Im Familienrecht gilt der Grundsatz Pater semper incertus est, mater semper certa est – während die Identität des Vaters unsicher ist, ist die der Mutter gesichert. Dieses Prinzip wird durch die Leihmutterschaft durchbrochen: Die Frau, die das Kind gebiert, soll gerade nicht seine Mutter sein. Sie tritt nur als „Gebärmutter“ in Erscheinung, die das Kind anderer Eltern trägt.[92] Die austragende und die soziale Mutter sind nicht identisch.

    In der kommerzialisierten Leihmutterschaft ist in der Regel die rechtliche Möglichkeit ausgeschlossen, dass die austragende Mutter das Sorgerecht für das ausgetragene Kind erhält. Damit wird sie zum reinen Objekt eines Geschäfts, ihr Muttersein wird negiert.

    Künstliche Befruchtung

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    Die meisten Leihmutterschaften greifen auf die Technik der künstlichen Befruchtung zurück. Diese wird deshalb kritisiert, weil sie dem Kind das Recht auf die Abstammung von einem Vater und einer Mutter entzieht, beziehungsweise diese Abstammung aufspaltet.

    Leihmutterschaft und Abtreibung

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    Kritisch wird auch der Zusammenhang zwischen Leihmutterschaften und Abtreibung bewertet. So enthalten Verträge zur Leihmutterschaft in den USA regelmäßig auch die Pflicht der Leihmutter, das Kind auf Wunsch der Besteller abzutreiben.[99] Es sind verschiedene Fälle bekannt, in denen das Ergebnis nicht der Erwartung entsprach – Drillinge statt einem Kind, Junge statt Mädchen –, sodass die Besteller auf Abtreibung bestanden oder die Neugeborenen nicht abholten.[100] Die Frage, ob der Besteller die Leihmutter zur Abtreibung zwingen darf, hat in den USA einen Rechtsstreit ausgelöst. 2016 wurde dem Supreme Court of California und dem Supreme Court of the United States eine Klage vorgelegt, in der eine Leihmutter dagegen vorging, eines von drei Kindern abtreiben zu müssen.[101] Beide Klagen wurden abgewiesen.

    Der Guardian berichtet von der Meldung einer ukrainischen Leihmutter, die während des Ukraine-Kriegs 2022 von ihrer Agentur zur Abtreibung gedrängt werde.[102]

    Leihmutterkinder mit Behinderungen

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    Auch in Fällen von Leihmutterkindern, die mit Behinderungen zur Welt kommen, gibt es Berichte über ein Zurücklassen dieser Kinder durch die Bestelleltern. Weltweite Aufmerksamkeit hat in diesem Zusammenhang das Schicksal eines im Februar 2016 in der Ukraine durch eine Leihmutter ausgetragenen Mädchens erregt, das 15 Wochen zu früh mit nur 800 g Körpergewicht geboren wurde und, geistig wie körperlich beeinträchtigt, in ein Waisenhaus aufgenommen werden musste, da die leiblichen Eltern, die die Leihmutterschaft in Auftrag gegeben hatten, es ablehnten.[103] Nachdem die biologischen Eltern das Mädchen zur Adoption freigegeben hatten, fand sich nach mehreren Jahren ein US-amerikanisches Ehepaar, das das Kind schließlich adoptierte und, nach einiger zeitlicher Verzögerung aufgrund des Ausbruchs des Ukraine-Kriegs, im Mai 2022 als Sechsjährige zu sich nahm.[104][105]

    Religiöse Bewertung

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    Jüdisch-christliche heilige Schriften
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    Sarah führt Hagar zu Abraham, Matthias Stom, um 1600

    Das Buch Genesis erzählt die Geschichte von Hagar, der Sklavin Sarahs, die von ihrer Herrin selbst deren Gatten Abraham zugeführt wird, um an ihrer statt ein Kind zu bekommen (Genesis 16). Abraham und seine Frau greifen mit dieser Leihmutterschaft zur „Selbsthilfe“.[8] Hagar muss den mit Abraham gezeugten Ismael zwischen den Knien Sarahs gebären, um die Fiktion zu schaffen, dieser sei Sarahs Kind. Sarah zerstört diese jedoch selbst, als sie nach der Geburt ihres leiblichen Sohnes Isaak Hagar vertreiben lässt. Sie sagt: „Vertreib diese Magd und ihren Sohn! Denn der Sohn dieser Magd soll nicht zusammen mit meinem Sohn Isaak Erbe sein“ (Genesis 21, 10).

    Ismael bleibt also – trotz der Geburt auf Sarahs Knien – Hagars eigenes Kind. So zeigt die Geschichte die Möglichkeit der Fortpflanzung, aber auch das „Konfliktpotential“,[1] das durch das Delegieren der Fortpflanzung entsteht.

    Römisch-katholische Kirche
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    Die römisch-katholische Kirche lehnt die Leihmutterschaft entschieden ab.

    Die Beurteilung durch den Katechismus der Katholischen Kirche betrifft die künstliche Befruchtung: „Techniken, die durch das Einschalten einer dritten Person (Ei- oder Samenspende, Leihmutterschaft) die Gemeinsamkeit der Elternschaft auflösen, sind äußerst verwerflich. Diese Techniken (heterologe künstliche Insemination und Befruchtung) verletzen das Recht des Kindes, von einem Vater und einer Mutter abzustammen, die es kennt und die miteinander ehelich verbunden sind. Sie verletzen ebenso das Recht beider Eheleute, daß der eine nur durch den anderen Vater oder Mutter wird (DnV 2,1).“ (KKK 2376; zweites Kapitel, Artikel 6, „III Eheliche Liebe“).[106]

    Spezifisch über die Leihmutterschaft – „Ersatzmutterschaft“ genannt – urteilt die Instruktion Donum Vitae (1987) der Kongregation für die Glaubenslehre, dass diese moralisch nicht zulässig ist: „Denn sie steht im Gegensatz zur Einheit der Ehe und zur Würde der Fortpflanzung der menschlichen Person. Die Ersatzmutterschaft stellt einen objektiven Verstoß gegenüber den Pflichten der Mutterliebe, der ehelichen Treue und der verantwortlichen Mutterschaft dar; sie beleidigt die Würde und das Recht des Kindes, von den eigenen Eltern empfangen, ausgetragen, zur Welt gebracht und erzogen zu werden; sie führt zum Schaden der Familie eine Trennung zwischen den physischen, psychischen und moralischen Elementen ein, aus denen die Familie besteht.“[107]

    Orthodoxe Kirche
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    Die russisch-orthodoxe Kirche verurteilt die Leihmutterschaft entschieden. In einem Grundlagentext aus dem Jahr 2000 bewertet sie sie als „unnatürlich und unmoralisch“ auch in der altruistischen Form. Denn sie negiere die emotionale und spirituelle Intimität zwischen Mutter und Kind, die bereits während der Schwangerschaft geschaffen werde. Außerdem werden die Gefühle der Mutter zu dem getragenen Kind nicht respektiert.[108]

    Evangelische Christen
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    Die Evangelische Kirche in Deutschland lehnt die Leihmutterschaft zwar nicht in allen, jedoch in vielen Fällen ab. Der Wunsch nach einem Kind gehöre zu den tiefen Sehnsüchten vieler Menschen, dürfe jedoch kein Unrecht gegenüber Kind oder Leihmutter als kalkuliertes Risiko in Kauf nehmen. Leihmutterschaft, insbesondere ihre kommerzielle Form, verletze in vielen Fällen die Würde von Menschen.[109]

    Nach dem evangelischen Theologen Helmut Thielicke dürfe eine Aufspaltung der Mutterschaft nicht schon vor der Geburt geplant werden; die Leihmutterschaft sei eine „unvorstellbare Tragödie“, die mit der Prostitution vergleichbar sei, jedoch darüber hinausgehe, da sie nicht nur den weiblichen Körper, sondern darüber hinaus das intime Verhältnis zwischen Mutter und Kind zum Verkauf stelle.[110]

    In 90 % der islamischen Länder ist Leihmutterschaft verboten. Entscheidend ist Sure 39: „Er erschafft euch in den Leibern eurer Mütter“.[111] Der Islam verwirft die Leihmutterschaft außerdem, weil es für das Kind unmöglich wird, seine Herkunft zu kennen.[112]

    Der Iran erlaubt sie, schließt allerdings die kommerzielle Leihmutterschaft aus.[113]

    Tora und Talmud kennen das Phänomen der gestationellen Leihmutterschaft nicht. Es gibt deshalb kein direktes Präjudiz im jüdischen Recht. Einzelne Gelehrte haben sich dagegen ausgesprochen, so Rabbi Immanuel Jakobovits, der es als Erniedrigung der Mutterschaft bezeichnet, eine andere Person als „Brutkasten“ zu benutzen.[114] Mehrheitlich hingegen wird die Leihmutterschaft als erlaubt betrachtet. Nach dem israelischen Oberrabinat besteht kein religiöses Verbot der Leihmutterschaft, sofern sichergestellt ist, dass die Leihmutter unverheiratet und nicht mit dem genetischen Vater verwandt ist.[115]

    Der Taoismus verwirft Fortpflanzung durch Leihmutterschaft. Die natürliche Abhängigkeit von Mutter und Kind würde durch die unnatürliche Leihmutterschaft verhindert.[116]

    Rechtslage in Deutschland

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    In Deutschland ist die Leihmutterschaft verboten. Das Verbot betrifft zum einen die Übertragung fremder Eizellen und zum andern den Vertrag über Leihmutterschaften.

    Verbot der Leihmutterschaft

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    In Deutschland verbieten § 1 Abs. 1 Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 7 ESchG die Eizellspende und damit die „gespaltene“ Mutterschaft, bei der genetische und austragende Mutter auseinanderfallen.[117][118]

    Untersagt sind die Übertragung einer fremden Eizelle sowie deren künstliche Befruchtung zu einem anderen Zweck als der Schwangerschaft der Eizellspenderin selbst (Leihmutterschaft). Ebenso strafbar ist die künstliche Befruchtung oder Embryoübertragung bei einer Frau, die ihr Kind nach der Geburt dauerhaft Dritten überlassen will (Ersatzmutter). Straffrei bleiben dagegen die Leihmutter sowie die Person, die das Kind auf Dauer bei sich aufnehmen will (§ 1 Abs. 3 ESchG). Die Vermittlung von Leihmüttern ist zudem nach dem Adoptionsvermittlungsgesetz verboten.

    Leihmutterschaftsverträge gelten nach herrschender Meinung als nichtig.[119][120] Umstritten ist nur, ob dies aus einem Gesetzesverstoß (§ 134 BGB i. V. m. ESchG)[121] oder aus Sittenwidrigkeit (§ 138 BGB, insbesondere bei natürlicher Zeugung) folgt[122], da diese Verträge das Kind zu einer „Handelsware“ herabstufen würden.

    Strafrechtlich ist eine Beurteilung gemäß § 236 StGB (Kinderhandel) denkbar, weil ein Kind gegen Entgelt dauerhaft an Dritte übergeben wird – das Kernmuster von „Kinderhandel“. Er greift aber meist nicht, weil die Übergabe der intendierten, nicht einer fremden Elternschaft dient und der Tatbestand daher regelmäßig nicht erfüllt ist. Zudem gilt er ohnehin nicht für im Ausland durchgeführte Leihmutterschaften. Das eigentliche Verbot folgt aus Embryonenschutzgesetz und Adoptionsvermittlungsgesetz.[123]

    Rechtliche Behandlung ausländischer Leihmutterschaften

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    Wer rechtlich als Mutter bzw. Vater gilt, falls es trotz der Verbote zu einer Leihmutterschaft kommt, regelt § 1591 BGB: Mutter ist stets die gebärende Frau – also die Leihmutter, nicht die genetische „Sorgemutter“. Dies gilt unabhängig von Vertrag oder ausländischer Geburtsurkunde und kann nicht angefochten werden; die Sorgemutter bleibt rechtlich nicht mit dem Kind verwandt.

    Auch ein „Sorgevater“ kann seine Vaterschaft nicht per Vertrag oder ausländischer Urkunde begründen. Er kann sie jedoch mit Zustimmung der Leihmutter formwirksam anerkennen (§ 1594 BGB) – sofern nicht bereits die Vaterschaft eines anderen Mannes besteht, etwa des Ehemanns der Leihmutter (§ 1592 Abs. 1 BGB). Sind Leihmutter und ihr Ehemann keine deutschen Staatsangehörigen, hat das Kind daher zunächst keinen deutschen Elternteil, keine deutsche Staatsangehörigkeit und keinen Anspruch auf einen deutschen Pass – eine Einreise aus dem Ausland ist dann ohne entsprechende Papiere nicht möglich.[124]

    Anders kann es sich verhalten, wenn eine ausländische Gerichtsentscheidung die Wunscheltern (nicht die Leihmutter) als rechtliche Eltern feststellt: Der BGH erkannte 2014 ein kalifornisches Urteil zugunsten eines deutschen gleichgeschlechtlichen Paares an, beschränkte dies aber auf Fälle, in denen ein Wunschvater genetischer Erzeuger ist und die Leihmutter selbst keine Mutterstellung beansprucht.[125][126] Auslandsvertretungen prüfen solche Fälle anhand der einschlägigen BGH-Beschlüsse (10.12.2014, XII ZB 463/13, sowie 20.4.2016, XII ZB 15/15) und laufend aktualisierter Runderlasse des Auswärtigen Amtes.[127] Im Mai 2026 entschied der BGH zudem, dass eine ausländische Elternschaftsentscheidung wegen Verstoßes gegen den ordre public nicht anzuerkennen ist, wenn die Wunscheltern genetisch nicht mit dem Kind verwandt sind – hier bleibt nur der Weg der Adoption.[128]

    Politische Forderungen und Umfragen

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    In Deutschland forderte die FDP im Jahr 2017 in ihrem Parteiprogramm die Zulassung der nichtkommerziellen Leihmutterschaft.[129][130] Ebenso wird dies unter anderem vom LSVD+ – Verband Queere Vielfalt[131] und LiSL[132] gefordert.

    Im Jahr 2021 vereinbarte die Ampelkoalition in ihrem Koalitionsvertrag die Prüfung einer „altruistischen Leihmutterschaft“.[133] SPD[134] sowie Teile der Linkspartei und Bündnis 90/Die Grünen[135] befürworten die altruistische Leihmutterschaft, ebenso die unter der Ampelkoalition eingesetzte Expertenkommission, jedoch unter zahlreichen Bedingungen.[136][137]

    Hingegen sprach sich der Bundesparteitag der CDU im Februar 2026 gegen beide Formen der Leihmutterschaft aus, einem Antrag der Frauen-Union folgend.[84] Dagegen sprach sich Sönke Siegmann, Vorsitzender der LSU Deutschlands, im Juli 2026 für die Legalisierung der altruistischen Form.[138]

    Eine repräsentative Umfrage, die im November 2025 vom Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD in Auftrag gegeben wurde, bietet eine Momentaufnahme der Einstellung gegenüber Leihmutterschaft in der deutschen Gesamtbevölkerung bevor Jens Spahn die Geburt seines Kindes bekannt gegeben hat. 37,6 % der Befragten stimmen der Aussage, ob das Verfahren der Leihmutterschaft vertretbar ist, entweder „überhaupt nicht“ oder „eher nicht“ zu. Demgegenüber halten 30,7 Prozent der Befragten das Verfahren mindestens für vertretbar oder voll und ganz vertretbar. Zudem zeigt sich ein großes Mittelfeld von 32,3 Prozend der Befragten, die keine eindeutige Meinung zum Thema äußern können.[139]

    In einer Umfrage für die Bild-Zeitung im Zusammenhang mit Jens Spahns Leihmutterschaft 2026 sagten 41 Prozent der Befragten in Deutschland, dass sie das Verbot von Leihmutterschaft für falsch halten. 39 Prozent begrüßten das Verbot, und 20 Prozent gab keine Antwort oder wisse keine Antwort.[140]

    Den Rücktritt Spahns selbst – nach einer YouGov-Umfrage von 21. Juli 2026 – fanden 80 Prozent richtig, nur acht Prozent falsch. 38 Prozent wollten das Verbot der Leihmutterschaft beibehalten, 26 Prozent wollten es lockern. 15 Prozent wollten das Verbot abschaffen, und 20 Prozent der Befragten waren unentschlossen.[141]

    • Stacy Ziegler: Pathways to Parenthood: The Ultimate Guide to Surrogacy. Brown Walker Press, 2004, ISBN 1-58112-434-1.
    • Zara Griswold: Surrogacy Was the Way: Twenty Intended Mothers Tell Their Stories. Nightengale Press, 2006, ISBN 1-933449-18-7.
    • Susanne Benöhr-Laqueur: Leihmutterschaft und Kindesverkauf via Internet: Der Fall „Baby Donna“. In: Die Hebamme. Band 22, Heft 2/2009, S. 84–87, doi:10.1055/s-0029-1233334.
    • Andreas Bernard: Kinder machen. Neue Reproduktionstechnologien und die Ordnung der Familie. Samenspender, Leihmütter, Künstliche Befruchtung. S. Fischer, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-10-007112-5.
    • Alexander Diel: Leihmutterschaft und Reproduktionstourismus. Metzner, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-943951-16-5 (Dissertation an der Universität Marburg 2013).
    • Philipp Weber: Gleichgeschlechtliche Elternschaft im Internationalen Privatrecht (= Studien zum ausländischen und internationalen Privatrecht. Nr. 388). Mohr Siebeck, Tübingen 2017, ISBN 978-3-16-155529-9, doi:10.1628/978-3-16-155529-9 (mohrsiebeck.com – Dissertation, Universität Passau, 2016; Rechtsvergleich zur gleichgeschlechtlichen Elternschaft im Internationalen Familienrecht, zur Leihmutterschaft zwischen dem Vereinigten Königreich, Kalifornien, Australien, Südafrika und Connecticut).
    Commons: Leihmutter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
    Wiktionary: Leihmutter – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

    Einzelnachweise

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    1. 1 2 Arbeitspapier zu „Eizellspende“ und „altruistische Leihmutterschaft“ der „Arbeitsgruppe Eizellspende“ der AKF Gynäkologinnen. In: Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e. V. 14. März 2022, abgerufen am 22. Mai 2022.
    2. 1 2 Kalsang Bhatia, Elizabeth A. Martindale, Oybek Rustamov, Anthony M. Nysenbaum: Surrogate pregnancy: an essential guide for clinicians. In: The Obstetrician & Gynaecologist. Band 11, Nr. 1, 2009, S. 50, doi:10.1576/toag.11.1.49.27468 (englisch).
    3. ↑ Stefan Rehder: „Ich war nur eine gesunde Gebärmutter“. Warum sich die erste Leihmutter der Welt von einer überzeugten Befürworterin zu einer noch entschiedeneren Gegnerin wandelte. Die Tagespost, 1. August 2026, abgerufen am 2. August 2026.
    4. ↑ deutschlandfunk.de: Der gemietete Bauch. Abgerufen am 9. Februar 2024.
    5. ↑ Gestational Surrogacy Stats in the United States | Surrogate Solutions. 24. November 2017, abgerufen am 22. Mai 2022 (englisch).
    6. ↑ Justo Aznar, Miriam Martínez Peris: Gestational Surrogacy: Current View. In: The Linacre Quarterly. Band 86, Nr. 1, Februar 2019, ISSN 0024-3639, S. 56–67, doi:10.1177/0024363919830840, PMID 32431389, PMC 6537344 (freier Volltext).
    7. ↑ Ukraine: Impossible choices for surrogate mothers and parents. In: BBC News. 22. März 2022 (bbc.com [abgerufen am 21. Dezember 2022]).
    8. 1 2 Adrian Ellenbogen, Dow Feldberg, Wjatscheslaw Lokschin: Surrogacy – a worldwide demand. Implementation and ethical considerations. In: Gynecological and Reproductive Endocrinology & Metabolism. Februar 2021, abgerufen am 1. März 2022 (englisch).
    9. ↑ Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages: Dokumentation: Rechtliche Regelungen zur Eizell- und Embryonenspende in ausgewählten europäischen Ländern und den USA. Hrsg.: Deutscher Bundestag. WD 9 – 3000 – 035/18. Deutscher Bundestag, 2018 (bundestag.de [PDF]).
    10. ↑ European Society of Human Reproduction and Embryology: Comparative Analysis of Medically Assisted Reproduction in the EU: Regulation and Technologies. Final Report. In: ESHRE. Grimbergen 2009 (europa.eu [PDF]).
    11. ↑ La sanzione all’estero della «maternità surrogata»: considerazioni sulla l. n. 169 del 2024. Abgerufen am 20. Juli 2026 (italienisch).
    12. ↑ In welchen europäischen Ländern ist die Leihmutterschaft legalisiert? - UAmedTOURS DE. Abgerufen am 21. Juli 2026.
    13. ↑ Konstantin Svitnev: Legal regulation of assisted reproduction treatment in Russia. In: Reproductive BioMedicine Online. Band 20, Nr. 7, Juni 2010, S. 892–894, doi:10.1016/j.rbmo.2010.03.023.
    14. ↑ Ghana. Abgerufen am 17. Juli 2025 (englisch).
    15. ↑ Immer mehr Frauen in den USA vermieten ihren Bauch. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 10. August 2009, abgerufen am 27. März 2023.
    16. ↑ Samenbank hat schwule Paare im Visier. In: queer.de. 15. März 2007, abgerufen am 27. März 2023.
    17. ↑ Andrea Rodrigo, Romina Packan: Leihmutterschaft in Georgien: Wie ist die Rechtslage? In: babygest.com. Eureka Fertility, 3. Oktober 2019, abgerufen am 14. Mai 2022.
    18. ↑ Auswärtiges Amt: Leihmutterschaft in Georgien. Abgerufen am 28. März 2023.
    19. ↑ Melanie Croyé, Zacharias Zacharakis: Leihmütter in Griechenland: Das ist nicht ihr Baby. In: Die Zeit. 24. Mai 2019, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 19. Juni 2019]).
    20. ↑ Christa Wichterich: Transnationale Geschäfte mit Wunschkindern. (PDF) November 2018, abgerufen am 25. Februar 2022.
    21. ↑ Business Standard: With commercial surrogacy banned in India, couples find refuge in Georgia. 10. Juni 2022, abgerufen am 28. März 2023 (amerikanisches Englisch).
    22. ↑ Antonia Holewik: IN / Leihmutterschaft: Neues Gesetz soll kommerzielle Leihmutterschaft verbieten. In: IEF. 29. Januar 2019, abgerufen am 25. Februar 2022.
    23. ↑ Nur ein internationales Verbot kann Rechte von Frauen und Kindern schützen. Abgerufen am 30. März 2023.
    24. ↑ LEGGE 19 febbraio 2004, n. 40 - Normattiva. Abgerufen am 20. Juli 2026.
    25. ↑ Italiens Regierung macht Leihmutterschaften zum "universellen Delikt". Abgerufen am 20. Juli 2026 (österreichisches Deutsch).
    26. ↑ 会員へのお知らせ. Nihon Sanka Fujinka Gakkai, 28. Mai 2009, abgerufen am 6. Juni 2009 (japanisch).
    27. ↑ 61歳の母親が「孫」代理出産 国内最高齢か (Memento vom 28. Februar 2009 im Internet Archive) (japanisch).
    28. ↑ 代理懐胎を中心とする生殖補助医療の課題 -社会的合意に向けて-. (PDF) Japanischer Wissenschaftsrat, 8. April 2008, S. 4, abgerufen am 6. Juni 2009 (japanisch).
    29. 1 2 Cambodia jails 13 pregnant Filipino surrogates. In: bbc.com. 3. Dezember 2024, abgerufen am 4. Dezember 2024 (englisch).
    30. 1 2 Cambodia releases surrogate mothers who agree to keep children. In: bbc.com. 6. Dezember 2018, abgerufen am 4. Dezember 2024 (englisch).
    31. ↑ Kanadischer Senat und Unterhaus: Assisted Human Reproduction Act (S.C. 2004, c. 2). Kanadische Regierung, 29. März 2004, S. 2 (gc.ca).
    32. ↑ Christine Baudouin, Heenan Blaikie: Surrogacy in Quebec: First Legal Test. Canadian Fertility and Andrology Society, archiviert vom Original am 2. April 2015; abgerufen am 27. März 2023 (englisch).
    33. 1 2 Konstantin Svitnev: Legal regulation of assisted reproduction treatment in Russia. In: Reproductive BioMedicine Online. Band 20, Nr. 7, Juni 2010, S. 892–894, doi:10.1016/j.rbmo.2010.03.023.
    34. 1 2 Konstantin Svitnev: Surrogacy and its legal regulation in Russia. In: Reprod BioMed Online. Supplement 3. Abstracts of the 5th Congress of the World Association of Reproductive Medicine, 2010 (Präsentation (Memento vom 15. Februar 2015 im Internet Archive); PDF; 1,1 MB).
    35. ↑ Neues Schock-Verbot für Ausländer – homophobe Begründung macht fassungslos. In: express.de. DuMont Rheinland, 9. Dezember 2022, abgerufen am 27. März 2023.
    36. 1 2 Konstantin Svitnev: Geschichte der Leihmutterschaft in Russland. In: surrogacy.ru. Abgerufen am 27. März 2023 (englisch).
    37. ↑ Russisches Gericht entscheidet: Single-Männer können Väter durch Leihmutterschaft werden. In: surrogacy.ru. Archiviert vom Original am 5. März 2016; abgerufen am 27. März 2023.
    38. ↑ Isabelle Stuyver, Petra De Sutter: P-306: A five-year experience with gestational surrogacy and the impact of legal changes. In: Abstracts of the 26th Annual Meeting of ESHRE. Rom 6. Januar 2010, S. 235–236 (silverchair.com [PDF; abgerufen am 27. März 2023]).
    39. ↑ Anonym: Russland: Keine Leihmütter für Schwule. In: queer.de. 27. März 2014, abgerufen am 1. Februar 2015.
    40. ↑ Russian Duma Moves to Overturn Liberal Surrogacy Law. Federation of Catholic Family Associations in Europe, 31. März 2021, abgerufen am 28. Februar 2022 (englisch).
    41. ↑ Zaira Salvador, Romina P.: Die Leihmutterschaft in Russland: Gesetzgebung, Kosten und Anerkennung. 17. Oktober 2019, abgerufen am 23. März 2020.
    42. ↑ Natalia Alvarez, Romina Packan: Leihmutterschaft in Thailand: aktuelle Rechtslage. In: babygest.com. Eureka Fertility, 17. Oktober 2019, abgerufen am 14. Mai 2022 (englisch).
    43. ↑ Thailand erlaubt Leihmutterschaft nur noch für Einheimische. In: spiegel.de. 20. Februar 2015, abgerufen am 27. März 2023.
    44. 1 2 3 4 Veronika Siegl: Analyse: Leihmutterschaft in der Ukraine: Aufstieg – und Fall? – eines lukrativen internationalen Marktes. 23. Januar 2019, abgerufen am 22. Februar 2022.
    45. ↑ Ukraine / Internetvideo löst Debatte über Leihmutterschaft aus. Abgerufen am 22. Februar 2022.
    46. ↑ Ukrainisches Gesundheitsministerium: Auftrag des Ministeriums für Gesundheitswesen den Artikel 787 am 09.09.2013. (PDF) In: Feskov-Leihmutterschaftsagentur. 2020, abgerufen am 14. Juli 2020.
    47. ↑ Ukrainisches Gesundheitsministerium: Міністерство Охорони Здоров’я України Наказ 09.09.2013 № 787. In: Міністерство юстиції України. 9. September 2013, abgerufen am 14. Juli 2020.
    48. ↑ Сімейний кодекс України. Abgerufen am 22. Februar 2022.
    49. ↑ Leihmutterschaft: Wie stehen Sie dazu? 19. Januar 2022, abgerufen am 22. Februar 2022.
    50. ↑ Gesetzgebung: Vorteil der ukrainischen Gesetzgebung im Bereich der Leihmutterschaft. Abgerufen am 22. Februar 2022.
    51. ↑ Sirin Kale: ‘Will the babies be left in a war zone?’ The terrified Ukrainian surrogates – and the parents waiting for their children. 10. März 2022, abgerufen am 6. Juni 2022 (englisch).
    52. ↑ Mareike Aden und Anastasiia Obratszova: Im Krieg geboren, im Keller gestrandet. Leihmütter-Babys in der Ukraine. 11. April 2022, abgerufen am 6. Juni 2022.
    53. ↑ Sirin Kale: 'Will the babies be left in a war zone?’ The terrified Ukrainian surrogates – and the parents waiting for their children. 10. März 2022, abgerufen am 6. Juni 2022 (englisch).
    54. ↑ Künstliche Befruchtung: Leihmütter. WDR, 17. September 2019, abgerufen am 22. Mai 2022.
    55. ↑ WDR: Künstliche Befruchtung: Leihmütter. 17. September 2019, abgerufen am 21. Dezember 2022.
    56. ↑ GB: Elternschaft von Homos erleichtert. In: queer.de. 22. November 2007, abgerufen am 27. März 2023.
    57. ↑ The surrogacy pathway: surrogacy and the legal process for intended parents and surrogates in England and Wales. UK Department of Health & Social Care, 23. Juli 2021, abgerufen am 28. April 2022 (englisch).
    58. ↑ Karen Schärer: Zwei Väter für eine Familie – in der Schweiz könnte das bald einfacher werden. In: aargauerzeitung.ch. 26. März 2014, abgerufen am 27. März 2023.
    59. ↑ Lorraine Ali: The Curious Lives of Surrogates. The Daily Beast, 29. März 2008, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 3. September 2011; abgerufen am 27. März 2023 (englisch).
    60. ↑ Kalifornien erlässt wegweisendes Gesetz, das gleichgeschlechtlichen Eltern mittels Leihmutterschaft gleichberechtigte Rechte als Eltern gewährt. In: ots.at. 18. Oktober 2012, abgerufen am 1. April 2023.
    61. ↑ Surrogacy Laws By State. In: Legal Professional Group (LPG). American Society for Reproductive Medicine (ASRM), abgerufen am 20. September 2026 (englisch).
    62. ↑ Mark P. Trolice: Leihmutterschaft in den USA. In: Babygest.es. DCIP Consulting Solutions. SL, 4. September 2018, abgerufen am 15. Mai 2019.
    63. ↑ Claudia Bates: Die Sendung vom 2. September 2026. In: auslandsjournal – das Magazin. ZDF, 2. September 2026, abgerufen am 20. September 2026.
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