Laufenburg AG
| AG ist das Kürzel für den Kanton Aargau in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Laufenburg zu vermeiden. |
| Laufenburg | ||||||||||||
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| Staat: | ||||||||||||
| Kanton: | ||||||||||||
| Bezirk: | Laufenburg | |||||||||||
| BFS-Nr.: | 4170 | |||||||||||
| Postleitzahl: | 5080 Laufenburg 5084 Rheinsulz 5085 Sulz AG | |||||||||||
| UN/LOCODE: | CH LAF | |||||||||||
| Koordinaten: | 646802 / 268158 | |||||||||||
| Höhe: | 307 m ü. M. | |||||||||||
| Höhenbereich: | 290–691 m ü. M.[1] | |||||||||||
| Fläche: | 14,47 km²[2] | |||||||||||
| Einwohner: | 3858 (31. Dezember 2024)[3] | |||||||||||
| Einwohnerdichte: | 267 Einw. pro km² | |||||||||||
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 35,7 % (31. Dezember 2024)[4] | |||||||||||
| Stadtammann: | Herbert Weiss | |||||||||||
| Website: | www.laufenburg.ch | |||||||||||
Blick auf die Altstadt (2007) | ||||||||||||
| Lage der Gemeinde | ||||||||||||
| Jahr | 1803 | 1850 | 1900 | 1930 | 1950 | 1960 | 1970 | 1980 | 1990 | 2000 | 2010 | 2020 |
| Einwohner | 803 | 699 | 1136 | 1476 | 1603 | 1850 | 2128 | 1865 | 2002 | 2096 | 3207 | 3659 |
Am 31. Dezember 2024 lebten 3858 Menschen in Laufenburg, der Ausländeranteil betrug 35,7 %. Bei der Volkszählung 2015 bezeichneten sich 53,3 % als römisch-katholisch und 12,8 % als reformiert; 33,9 % waren konfessionslos oder gehörten anderen Glaubensrichtungen an.[15] 83,0 % gaben bei der Volkszählung 2000 Deutsch als ihre Hauptsprache an, 6,8 % Italienisch, 3,3 % Albanisch, 1,1 % Türkisch, 0,9 % Französisch, je 0,8 % Serbokroatisch und Portugiesisch sowie 0,7 % Spanisch.[16]
Politik und Recht
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Versammlung der Stimmberechtigten, die Gemeindeversammlung, übt die Legislativgewalt aus. Ausführende Behörde ist der fünfköpfige Gemeinderat. Er wird im Majorzverfahren vom Volk gewählt, seine Amtsdauer beträgt vier Jahre. Der Gemeinderat führt und repräsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse der Gemeindeversammlung und die Aufgaben, die ihm vom Kanton zugeteilt wurden. Für Rechtsstreitigkeiten ist in erster Instanz das Bezirksgericht Laufenburg zuständig. Laufenburg gehört zum Friedensrichterkreis X (Mettau).[17]
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Laufenburg gibt es gemäss der im Jahr 2015 erhobenen Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) über 2800 Arbeitsplätze, davon 4 % in der Landwirtschaft, 46 % in der Industrie und 50 % im Dienstleistungssektor.[18] Die Gemeinde ist somit das wirtschaftliche Zentrum des nordöstlichen Fricktals.
Im internationalen Stromverbund spielt die Gemeinde eine bedeutende Rolle, im Jahr 1958 wurden in Laufenburg die Stromnetze auf der 220-Kilovolt-Spannungsebene aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz erstmals zusammengeschaltet und synchronisiert. Auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Kaisten betreibt Swissgrid ein Umspannwerk, in dem nicht weniger als zehn Hochspannungsleitungen zusammentreffen («Stern von Laufenburg»). Der Hauptsitz von Swissgrid wurde 2017 von Laufenburg nach Aarau verlegt.[19] Im alten Hauptsitz von Swissgrid und einem Neubau soll bis 2028 ein Technologiezentrum und die weltgrösste Redox-Flow-Batterie der Welt entstehen.[20]
Ebenfalls ihren Sitz in Laufenburg haben die Energiedienst Holding und das Bauunternehmen Erne Holding. Im Ortsteil Sulz hat der Weinbau eine grosse Bedeutung.
Verkehr
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Durch die Gemeinde verläuft die Hauptstrasse 7 zwischen Basel und Winterthur. Die Kantonsstrasse 462 führt nach Frick. Rund sieben beziehungsweise acht Kilometer entfernt sind die Anschlüsse Eiken und Frick der Autobahn A3. Der Bahnhof Laufenburg ist neben Frick eine der Endstationen der Linie S1 der S-Bahn Basel zum Bahnhof Basel SBB. Der östlich anschliessende Abschnitt der Bahnstrecke Koblenz–Stein-Säckingen ist seit dem 28. Mai 1994 für den Personenverkehr geschlossen. Postautolinien führen nach Aarau, Brugg, Döttingen, Ittenthal, Stein-Säckingen und Sulz. An Wochenenden verkehrt ein Nachtbus von Frick über Laufenburg nach Eiken.
Die Laufenbrücke verbindet die auf beiden Seiten der Grenze gelegenen Teile der Altstadt. Rund ein Kilometer östlich davon befindet sich die im Dezember 2004 eröffnete Hochrheinbrücke, die zur Entlastung der Altstadt vom Durchgangsverkehr gebaut wurde. Bei ihrem Bau entstand durch die Verwendung verschiedener Pegel eine Differenz von 27 Zentimetern, die wegen einer falsch durchgeführten Korrektur schliesslich 54 Zentimeter betrug. Der kuriose Vorfall sorgte im Jahr 2003 international für viel Gespött.[21]
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde verfügt über vier Kindergärten und zwei Schulhäuser, in denen die Primarschule unterrichtet wird (davon je ein Kindergarten und ein Schulhaus in Sulz). Die Realschule, die Sekundarschule und die Bezirksschule sind im Laufenburger Schulzentrum Blauen untergebracht. Die nächstgelegenen Gymnasien befinden sich in Aarau (Alte Kantonsschule und Neue Kantonsschule); aufgrund einer interkantonalen Vereinbarung können Jugendliche aus Teilen des Fricktals das Gymnasium auch in Muttenz (Kanton Basel-Landschaft) oder in Basel absolvieren.
Grenzüberschreitende Feste
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Der Schweizer Nationalfeiertag, der 1. August, wird in der geteilten Stadt Laufenburg seit vielen Jahren an der Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland gefeiert. An der Alten Rheinbrücke, welche die beiden Stadtteile verbindet, treten die Musik- und Tanzgruppen aus beiden Ländern um die Grenzlinie auf. Tausende von Besuchern zieht jährlich die grenzüberschreitende «Städtlefasnacht» an. Sie ist seit dem 14. Jahrhundert überliefert und wird von je vier Fasnachtsorganisationen der beiden Laufenburg organisiert.
Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Volleyball war die Stadt mit dem Verein Volley Smash05 Laufenburg-Kaisten in den Jahren 2007 bis 2018 in der Nationalliga B der Herren vertreten.[22] Der lokale Fussballverein ist der FC Laufenburg-Kaisten in der 4. Liga. Darüber hinaus gibt es noch einen Handballverein, den SC Laufenburg.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ehrenbürger
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Johann Rudolf Dolder (1753–1807), Schweizer Politiker
- Alfred Kuratle (1924–2005), Unternehmer und Schweizer Politiker
- Charles Probst (1931–2024), Neurochirurg, Universitätsprofessor und Autor
- Erwin Rehmann (1921–2020), Bildhauer
- Hermann Suter sen. (1847–1920), Lehrer
- Hermann Suter jun. (1870–1926), Schweizer Komponist und Chordirigent
Söhne und Töchter der Stadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Hier sind Personen aufgeführt, die in Laufenburg geboren sind:
- Maurus Boxler († 1681), Benediktiner-Abt
- Joseph Maria Brentano (1778–1851), Regierungsrat und Offizier
- Karl Friedrich Brentano (1822–1894), Regierungsrat
- Nicole Dinkel (* 1985), Handballnationalspielerin
- Wolfgang Ertel (* 1959), Informatiker und Hochschullehrer
- Franz Joseph Venerand Friderich (1771–1847), Regierungsrat
- Anton Krättli (1922–2010), Literatur- und Theaterkritiker, Journalist und Redakteur
- Walo Koch (1896–1956), Botaniker
- Walther Leber (1906–1996), Politiker
- Christoph Rehmann-Sutter (* 1959), Bioethiker
- Maximilian Reimann (* 1942), Schweizer Politiker
- Victor Rickenbach (1928–2007), Stadtammann von Baden AG und Regierungsrat
- Roland Schäfer (* 1958), deutscher Diplomat
- Karl Ferdinand Schimpf (1806–1868), National- und Regierungsrat
- Franz Xaver Wagner (1805–1879), Politiker und Dichter
- Sven Wassmer (* 1986), Koch
Weitere Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Hier sind weitere Persönlichkeiten erfasst, die in Laufenburg Heimatrecht beziehungsweise Wohnsitz hatten/haben, deren Wirken in anderer Weise eng mit der Stadt Laufenburg verbunden ist oder hier verstorben sind:
- Blasius Balteschwiler (1752–1832), Baumeister
- Traugott Fricker (1902–1981), Lehrer, Heimatforscher und Bühnenautor
- Wilhelm Friedrich Gmelin (1760–1820), Kupferstecher
- Christian Haller (* 1943), Schriftsteller
- Louis Achille Saugy (1863–1931), Maler und Zeichner
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Andreas Steigmeier: Laufenburg (Gemeinde). In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Hans Maurer: Laufenburg. Eine Stadt – zwei Nationen: Schweiz und Bundesrepublik Deutschland (= Schweizerische Kunstführer. Nr. 374). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1985.
- Geschichte der Stadt Laufenburg:
- Fridolin Jehle: Band 1. Die gemeinsame Stadt. Laufenburg (Baden und Aargau) 1979.
- Theo Nawrath: Band 2. Laufenburg (Baden). Laufenburg (Baden) 1981.
- Alfred Lüthi: Band 3. Laufenburg/Aargau. Laufenburg (Aargau) 1986.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
- ↑ Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
- 1 2 Beat Zehnder: Die Gemeindenamen des Kantons Aargau. In: Historische Gesellschaft des Kantons Aargau (Hrsg.): Argovia. Band 100. Verlag Sauerländer, Aarau 1991, ISBN 3-7941-3122-3, S. 239–241.
- 1 2 Schweizerisches Idiotikon, Band III, Spalte 1141 f., Artikel Laufen.
- 1 2 Landeskarte der Schweiz, Blatt 1049 und 1069, Swisstopo.
- ↑ Arealstatistik Standard – Gemeinden nach 4 Hauptbereichen. Bundesamt für Statistik, 26. November 2018, abgerufen am 11. Mai 2019.
- ↑ Laufenburg und Sulz schreiten zum Traualtar. Badische Zeitung, 30. November 2008, abgerufen am 22. September 2012.
- ↑ Edith Hunziker, Isabel Haupt: Kirche und Kapellen im Sulztal / Laufenburg (= Schweizerische Kunstführer. Nr. 902, Serie 91). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2011, ISBN 978-3-03797-032-4.
- ↑ Sprachpanorama begeistert Junge für Mundart - Dini Mundart Schnabelweid - SRF. In: srf.ch. Abgerufen am 29. Februar 2024.
- ↑ Website des Museum Schiff in Laufenburg, abgerufen am 2. Oktober 2021.
- ↑ Joseph Galliker, Marcel Giger: Gemeindewappen Kanton Aargau. Lehrmittelverlag des Kantons Aargau, Buchs 2004, ISBN 3-906738-07-8, S. 197.
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden des Kantons Aargau seit 1850. (Excel) In: Eidg. Volkszählung 2000. Statistik Aargau, 2001, archiviert vom am 8. Oktober 2018; abgerufen am 8. Mai 2019.
- ↑ Wohnbevölkerung nach Religionszugehörigkeit, 2015. (Excel) In: Bevölkerung und Haushalte, Gemeindetabellen 2015. Statistik Aargau, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 20. Oktober 2019; abgerufen am 11. Mai 2019.
- ↑ Eidg. Volkszählung 2000: Wirtschaftliche Wohnbevölkerung nach Hauptsprache sowie nach Bezirken und Gemeinden. (Excel) Statistik Aargau, archiviert vom am 8. Oktober 2018; abgerufen am 9. Mai 2019.
- ↑ Friedensrichterkreise. Kanton Aargau, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 16. Juni 2019; abgerufen am 19. Juni 2019. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT). (Excel, 157 kB) Statistik Aargau, 2016, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 8. Mai 2019; abgerufen am 9. Mai 2019.
- ↑ Stern von Laufenburg. Swissgrid, 2018, abgerufen am 9. Mai 2019.
- ↑ Hier entsteht der grösste Batteriespeicher der Welt, Tages-Anzeiger, 20. September 2024
- ↑ Meereshöhe ist nicht gleich Meereshöhe. swissinfo, 18. Dezember 2004, abgerufen am 31. Dezember 2009.
- ↑ Smash 05 zieht sein Herren NLB-Team zurück. Swiss Volley, 17. Mai 2018, abgerufen am 9. Mai 2019.








