Landquart GR
| GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Landquart zu vermeiden. |
| Landquart | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Staat: | ||||||||
| Kanton: | ||||||||
| Region: | Landquart | |||||||
| BFS-Nr.: | 3955 | |||||||
| Postleitzahl: | 7206 Igis 7302 Landquart 7303 Mastrils | |||||||
| UN/LOCODE: | CH LQU | |||||||
| Koordinaten: | 761982 / 202076 | |||||||
| Höhe: | 563 m ü. M. | |||||||
| Höhenbereich: | 508–1820 m ü. M.[1] | |||||||
| Fläche: | 18,86 km²[2] | |||||||
| Einwohner: | 9244 (31. Dezember 2024)[3] | |||||||
| Einwohnerdichte: | 490 Einw. pro km² | |||||||
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 24,0 % (31. Dezember 2024)[4] | |||||||
| Gemeindepräsident: | Andreas Thöny (SP) | |||||||
| Website: | www.landquart.ch | |||||||
Blick auf Landquart gegen Süden und den Calanda | ||||||||
| Lage der Gemeinde | ||||||||
| Blasonierung: «Schrägrechts geteilt von Silber und Schwarz, in Silber springender gezierter schwarzer Steinbock, eine Fackel mit rot-gelber Flamme tragend, in Schwarz pfahlgestellt gestürzter silberner Schlüssel» | |
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Einwohnerzahlen entwickelten sich wie folgt:[6]
| Jahr | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 8458 | 8498 | 8692 | 8822 | 8854 | 8849 | 8889 | 8926 |
Religionen – Konfessionen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Konfession | evangelisch | katholisch | andere / ohne |
| Anteil | 30,6 % | 30,4 % | 39,0 % |
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das oberste Organ der Gemeinde Landquart ist die Urnengemeinde. Die legislativen Aufgaben werden durch die Gemeindeversammlung erfüllt. Die Gemeindeversammlung tagt mindestens zweimal pro Jahr und entscheidet über Wahlen, Finanzen (Jahresrechnung, Budget, Steuerfuss) sowie über den Erlass und die Änderung von Gemeindegesetzen (unter Vorbehalt des fakultativen Referendums). Die Regierung wird durch den siebenköpfigen Gemeindevorstand gebildet.[7] Der Gemeindevorstand und alle übrigen Behörden- und Kommissionsmitglieder werden für eine vierjährige Amtszeit gewählt (Art. 14 Gemeindeverfassung).[8] Der amtierende Gemeindepräsident für die Amtszeit 2025–28 ist Andreas Thöny von der Sozialdemokratischen Partei.[9][10]
Verkehr und Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Landquart ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und Industriestandort am südlichen Ufer des Flusses Landquart. Die Sicherheitspapierfabrik Landqart ist der Hersteller des Papiers für die Banknoten des Schweizer Frankens und Lieferant zahlreicher weiterer Nationalbanken. Bedeutend ist überdies die landwirtschaftliche Ausbildungsstätte Plantahof.
Weitherum bekannt ist der Bahnhof Landquart, auf welchem von den normalspurigen Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) auf die meterspurige Rhätische Bahn umgestiegen wird, um ins Prättigau und nach Davos oder ins Unterengadin zu gelangen. Bei der Strecke Landquart–Davos handelt es sich um die älteste, bei der Verlängerung ins Unterengadin um die neueste der Rhätischen Bahn. Nach Chur verkehren die SBB (ohne Halt) und die RhB (Regionalzüge) nebeneinander.
Wer zu Fuss ins Prättigau gelangen will, schlägt ab dem Bahnhof den Weg zum Prättigauer Höhenweg ein, welcher der ganzen Rätikon-Kette entlangführt.[11]
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Reformierte Kirche Igis
- Schloss Marschlins
- Bahnhof Landquart
- Historisches Rollmaterial der Rhätischen Bahn (15 Fahrzeuge)
- Lokomotiv-Remise
- Fabrikantenvilla
- ÖKK-Hauptsitz Ostschweiz (2002), Architekten: Valentin Bearth, Andrea Deplazes, Daniel Ladner[12]
- Hörsaal Weber (2011), Architekt: Valerio Olgiati
Persönlichkeiten von Landquart
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Folgende Persönlichkeiten sind in Landquart (beziehungsweise in den ehemaligen Gemeinden Igis, Mastrils) geboren oder haben lange hier gelebt.
- Julius Billeter (1869–1957), Genealoge
- Gerhard Bühler (1868–1940), Maler
- Peter Theophil Bühler (1841–1913), Politiker
- Valentin Bühler (1835–1912), Jurist
- Thomas Davatz (1815–1888), Lehrer pietistischer Prägung
- Conrad Hans Eugster (1821–1912), Chemiker und Hochschullehrer
- Hans P. Eugster (1925–1987), Mineraloge, Petrologe und Geochemiker
- Petra Kundert (* 1980), Unihockeyspielerin
- Luzi Michel (1841–1876), reformierter Geistlicher
- Lucius Rüedi († 1870), Lungenarzt
- Meta von Salis (1855–1929), Frauenrechtlerin und Historikerin
- Carl Ulysses von Salis-Marschlins (1760–1818), Gelehrter und Politiker
- Ulysses von Salis-Marschlins (1728–1800), Freiherr und Reformer
- Martin Tschumpert (1830–1911), reformierter Pfarrer und Mundartforscher
- Rainer Weibel (1921–2002), Unternehmer und Politiker
- Rudolf Wening (1893–1970), Bildhauer, Maler, Zeichner und Hofbildhauer des Königs von Siam
- Bei Landquart am 13. Februar 1818, Blick nach Osten, Aquarell von Hans Conrad Escher von der Linth
- Landquart Bahnhof am 11. Juni 2017, Blick nach Osten
- Herstellung des Wappens Landquart für eine Lokomotive der SBB
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Adolf Collenberg: Landquart (Siedlung). In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Adolf Collenberg: Igis. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Maria-Letizia Boscardin: Marschlins. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Adolf Collenberg: Mastrils. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden. Band VII: Die Stadt Chur und der Kreis der fünf Dörfer (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 20). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1948, DNB 760079668.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
- ↑ Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
- ↑
Adolf Collenberg: Landquart (Gemeinde). In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Dieser Abschnitt basiert weitgehend auf dem Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS), der gemäss den Nutzungshinweisen des HLS unter der Lizenz Creative Commons – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) steht. - ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2019. In: www.bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, 15. Juli 2021, abgerufen am 15. Juli 2021.
- ↑ Gemeinde Landquart. Abgerufen am 20. Mai 2026.
- ↑ Verfassung der Gemeinde Landquart. Landquart (landquart.ch).
- ↑ Gemeinde Landquart. Abgerufen am 20. Mai 2026.
- ↑ Andreas Thöny neuer Gemeindepräsident von Landquart. Abgerufen am 20. Mai 2026.
- ↑ Prättigauer Höhenweg - Wanderland. Abgerufen am 13. August 2022.
- ↑ ÖKK-Hauptsitz Ostschweiz



