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Jenins

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Jenins
Wappen von Jenins
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Graubünden Graubünden (GR)
Region: Landquart
BFS-Nr.: 3952i1f3f4
Postleitzahl: 7307
Koordinaten: 760564 / 207598Koordinaten: 47° 0′ 0″ N,  33′ 0″ O; CH1903: 760564 / 207598
Höhe: 635 m ü. M.
Höhenbereich: 515–2376 m ü. M.[1]
Fläche: 10,54 km²[2]
Einwohner: 964 (31. Dezember 2024)[3]
Einwohnerdichte: 91 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
11,6 %
(31. Dezember 2024)[4]
Website: www.jenins.ch
Jenins
Jenins
Lage der Gemeinde
Karte von Jenins
Karte von Jenins
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Jenins, Aussprache jeníns (rätoromanisch Gianin/?) ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Graubünden. Sie gehört zur Region Landquart und ist eine der vier Gemeinden der Bündner Herrschaft.

Die Gemeinde liegt auf einem Schuttfächer der Teilerrüfi am Fuss des Berges Vilan auf der rechten Talseite des Churer Rheintals. Vom gesamten Gemeindeareal von 10,5 km² sind 504 ha landwirtschaftlich nutzbar (z. T. Alpwirtschaften, teilweise Ackerland und 87 ha Rebbaupflanzungen). Weitere 421 ha sind von Wald und Gehölz bedeckt. Vom Rest ist 87 ha unproduktive Fläche (meist Gebirge) und 38 ha Siedlungsfläche. Östlich des gleichnamigen Hauptortes liegt die Ruine der Burg Neu-Aspermont.

Jenins grenzt an Maienfeld, Malans und Seewis im Prättigau.

Luftbild von Werner Friedli von 1954
Ähnliche Perspektive im Jahr 2023

Der Ort wurde 1139 als Uienennes und 1142 als Gininnes erwähnt[5] und war frühmittelalterliches Ausbaugebiet.[5] Die Deutung des Namens ist unsicher.[6] Ab dem Hochmittelalter gehörte Jenins zur Burg Neu-Aspermont und bildete im Spätmittelalter zusammen mit Malans ein niederes Gericht der Herrschaft Maienfeld. Ab 1436 war Jenins Mitglied des Zehngerichtenbundes. 1536 erwarben die Drei Bünde das niedere Gericht. 1803 wurde Jenins eine souveräne Gemeinde des Hochgerichts Maienfeld.[5]

Die Kirche St. Mauritius wurde 1209 indirekt, 1330 direkt erwähnt. Die Kollatur lag bei den Herren auf Neu-Aspermont, das Präsidium beim Bistum, ab 1536 bei den Drei Bünden. 1540 erfolgte die Reformation, vom 14. bis 16. Jahrhundert der Wechsel von der rätoromanischen zur deutschen Sprache. 1786 bis 1793 betrieb Johann Baptista von Tscharner in Jenins eine Privatschule (Philanthropinum). Die Patrizierhäuser der Familien Sprecher von Bernegg und von Salis stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.[5]

Seit jeher spielt der Weinbau eine grosse Rolle im milden Klima, das heute abseits der Hauptverkehrsachsen liegt.[5] Zu Beginn des letzten Jahrhunderts sollte Jenins eine Station der geplanten Schmalspurbahn Schaan–Landquart erhalten. Die Bahn konnte aber letztlich kriegsbedingt nicht realisiert wurde.[7] Die Gemeinde hat seit den 1960er Jahren ein starkes Bevölkerungswachstum erfahren und sich zur Wohngemeinde entwickelt. 2000 war gut die Hälfte der Erwerbstätigen Wegpendler. Der Anteil des 1914 errichteten gemeindeeigenen Elektrizitätswerks an der kommunalen Stromversorgung nimmt stetig ab.[5]

Wappen von Jenins
Wappen von Jenins
Blasonierung: «In Silber (Weiss) zwei blaue Trauben an verschlungenen grünen Blattstielen»

Das Wappenmotiv mit den zwei Trauben wurde bereits im Gerichtssiegel von Jenins im Jahre 1536 verwendet.

Bevölkerungsentwicklung

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Jahr18601900193019501960197019801990200020102019
Einwohner503405432461398468604656780851895

Religionen – Konfessionen

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Konfessionreformiertkatholischandere / ohne
Anteil63 %20 %17 %

Der Gemeindepräsident ist Baseli Werth (2019–2023). Ihm stehen zwei Gemeinderätinnen und zwei Gemeinderäte zur Seite.

Sehenswürdigkeiten

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Jenins ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt.

Commons: Jenins – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
  4. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
  5. 1 2 3 4 5 6 Adolf Collenberg: Jenins. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
    Diese Abschnitte basieren weitgehend auf dem Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS), der gemäss den Nutzungshinweisen des HLS unter der Lizenz Creative Commons – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) steht.
  6. Jenins Auf ortsnamen.ch (Online-Datenbank), abgerufen am 15. März 2024.
  7. Heinz Schild: Liechtenstein wurde am Perron stehen gelassen. Zu einem nicht realisierten Bahnprojekt zwischen Schaan und Landquart. Auf: eLiechtensteinensia (online). Jahrbuch (2014) (113).
  8. Kantonsbibliothek Graubünden. Oberes Sprecher-Haus (Foto) (Memento vom 17. November 2023 im Internet Archive)
  9. Kantonsbibliothek Graubünden. Unteres Sprecher-Haus (Foto) (Memento vom 23. September 2020 im Internet Archive)
  10. Salishaus
  11. Kantonsbibliothek Graubünden. Burgruine Neu-Aspermont (Foto) (Memento vom 20. Dezember 2015 im Internet Archive)
  12. Greisinger Museum auf greisinger.museum.