Der ovale See liegt in einer Felsmulde an einem geologischen Bruch, entstanden durch glaziale Aushöhlung. Am Südufer des Lago Retico findet sich schwarzer Bündnerschiefer und in der Folge auch heller Kalkschiefer, am Nordufer Streifengneis.[1][3]
Westlich des Sees liegen Vorgipfel der Cima della Bianca/La Bianca (2893mü.M.), im Osten die Cima di Garina (2780mü.M.). Jenseits des Passes Cristallina im Norden geht es ins Val Cristallina, ein Seitental des Val Medel, hinunter. Auf der Südseite fällt das Gelände nach einem kleinen Rücken (Karschwelle), der den Abschluss der Mulde bildet, sehr steil ins Val di Campo ab.
Nach gewissen Quellen soll der Name auf einen Etrusker-Führer Reto zurückgehen, der sich, von den Galliern besiegt, in die Alpen zurückziehen musste.[1]
123Plinio Grossi, Centro di dialettologia e di etnografia:Bergseen der italienischen Schweiz. Hrsg.: Fondo Laghetti alpini della Svizzera italiana. Retico, Nr.7. Bellinzona März 2000 (online[PDF; 1,3MB]).