LZ 21

Der Zeppelin LZ 21 war das 21. Luftschiff des Grafen Zeppelin und das neunte Luftschiff des deutschen Heeres.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seine erste Fahrt machte LZ 21 am 10. November 1913. Als militärische Kennung trug das Luftschiff die Bezeichnung Z VI.

Bei Beginn des Ersten Weltkrieges Anfang August 1914 war Z VI in Köln stationiert. Bei der Eroberung von Lüttich fuhr Z VI einen nächtlichen Bombenangriff auf die Forts der Stadt, bei diesem Einsatz handelte es sich vermutlich um den ersten Luftangriff des Weltkriegs.[1][2] Am 5. August um 22 Uhr hob der Zeppelin mit 200 kg Sprengstoff beladen in Köln ab. Der Bombenabwurf erfolgte am 6. August 1914 um 3 Uhr morgens, wobei neun Zivilisten getötet wurden. Von mehreren Schrapnellen des Abwehrfeuers getroffen, musste das Luftschiff infolge starken Gasverlustes in einem Wald auf dem Schneeberg in Bornheim-Walberberg bei Brühl notlanden. Eine Gedenktafel vor Ort erinnert an die Notlandung. Da die Schäden nicht mehr auszubessern waren, wurde Z VI vor Ort abgewrackt.[3]
Technische Daten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Traggasvolumen: 20.900 m³ Wasserstoff
- Länge: 148,0 m
- Durchmesser: 16,60 m
- Nutzlast: 8,8 t
- Antrieb: Drei Maybach-Motoren von je 180 PS
- Geschwindigkeit: 21,0 m/s (75,6 km/h)
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Peter Meyer: Luftschiffe – Die Geschichte der deutschen Zeppeline. Wehr & Wissen, Koblenz/Bonn 1980.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Siehe Holger H. Herwig: The Marne, 1914. The Opening of World War I and the Battle That Changed the World. New York 2011, S. 110; Reichsarchiv (Hrsg.): Die Grenzschlachten im Westen (Der Weltkrieg 1914 bis 1918, Band 1). Berlin 1925, S. 115.
- ↑ http://www.luftfahrtarchiv-koeln.de/, Eintrag '5. August 1914'
- ↑ Der Luftschiff-Angriff endet im Wald