LEW EL 16
| Akkuschleppfahrzeug Baureihe EL 16 | |||
|---|---|---|---|
A S F Leipziger Messe 1979 | |||
| Nummerierung: | A S F | ||
| Anzahl: | 506 (514?) | ||
| Hersteller: | LEW | ||
| Baujahr(e): | 1966–1990 | ||
| Achsfolge: | B | ||
| Spurweite: | 1435 mm (Auslieferung) | ||
| Länge über Kupplung: | 4246 mm | ||
| Länge über Puffer: | 3100 mm | ||
| Breite: | 3000 mm | ||
| Höhe: | 2800 mm | ||
| Treibraddurchmesser: | 650 mm (neu) | ||
| Dienstmasse: | 12 t | ||
| Höchstgeschwindigkeit: | 6 km/h | ||
| Installierte Leistung: | 2 × 8,5 kW | ||
| Traktionsleistung: | 17 kW | ||
| Dauerleistung: | 9 kW | ||
| Anfahrzugkraft: | 4000 kP | ||
| Motortyp: | GBM 8,5 od. GFM 2609a | ||
| Motorbauart: | Tatzlagermotor | ||
| Nenndrehzahl: | 580 | ||
| Stromsystem: | 112 V DC (2 × 56 V) | ||
| Fahrstufenschalter: | Nockenfahrschalter | ||
| Fahrmotoren: | 2 | ||
| Bremse: | mech. Fußhebelbremse ab 2. Serie: mech. Spindelbremse | ||
| Fahrstufe | Batterien | Motoren | Feldspulen – je Motor 4 Stück – |
|---|---|---|---|
| 1 | Parallel | Reihe | 4 × in Reihe |
| 2 | Parallel | Reihe | 3 × in Reihe |
| 3* | Parallel | Reihe | 2 × in Reihe – beide Gruppen Parallel |
| 4 | Reihe | Reihe | 4 × in Reihe |
| 5 | Reihe | Reihe | 3 × in Reihe |
| 6* | Reihe | Reihe | 2 × in Reihe – beide Gruppen Parallel |
| 7 | Reihe | Parallel | 4 × in Reihe |
| 8 | Reihe | Parallel | 3 × in Reihe |
| 9* | Reihe | Parallel | 2 × in Reihe |
- *Die Stellungen 3, 6, und 9 sind Dauerfahrstufen. Die übrigen Fahrstufen dürfen nur zum Beschleunigen benutzt werden.
Das Umschalten der Fahrtrichtung erfolgt durch einen weiteren Schaltschlüssel betätigten Starkstrom-Nockenschalter, die Richtungswalze. Fahr- und Richtungsschalter sind mechanisch gegeneinander so verriegelt, dass die Fahrtrichtung nur bei Nullstellung des Fahrschalters geändert werden kann.
Mit vier, spätere Bauserien nur noch mit zwei, Drucktastern kann das zweipolige elektromagnetische Batteriehauptschütz ein- und ausgeschaltet werden. In diesen Steuerkreis greift auch ein auf 140 A eingestellter thermischer Überlastschutz ein, der bei Überlastung das Batterieschütz abschaltet. Die beiden Batteriesätze sind in Originalausführung als wartungsarme Gewebetaschen-Bleiakkumulatoren ausgeführt und in kranbaren jeweils ca. eine Tonne wiegenden Trögen in den beiden Batteriekästen verbaut. Die Batterien sind genormte Industrieakkumulatoren und auch in vielen Bergbau-Akkulokomotiven anzutreffen. Beide Batteriesätze sind durch insgesamt vier 200 A Schmelzsicherungen in den Anschlusssteckern, jeweils im Plus- und Minuspol, für den Kurzschlussfall geschützt. Die Ladung erfolgt im Auslieferungszustand durch externe schrankgroße Ladegeräte an speziellen Ladestationen oder neuerdings auch durch nachträglich eingebaute fremdeingespeiste schuhkartongroße elektronische Bordlader. Die modernen Bordladegeräte ermöglichen eine geringe Auf- und Abrüstzeit und einen elektronisch gesteuerten Erhaltungs- oder Batteriepflegebetrieb. Auf dem Fahrpult befinden sich auch zwei Spannungsmessgeräte für die beiden Batteriesätze. Die elektrischen Nebenverbraucher werden mit 56 Volt Gleichspannung betrieben. Im Original vorhanden sind ein Schalter für die Führerraumbeleuchtung sowie der Positionsleuchten und zwei Taster für die akustische Signaleinrichtung. Weiterhin ist ein Steuerschalter zur seitentrennbaren rechts/links Ansteuerung der vier Pendelwischermotore und eine Steckdose zur Verwendung einer 56-V-Kabelhandlampe für Wartungszwecke eingebaut. Eine Verschlussklappe am Fahrpult bietet leichten Zugriff auf die acht, aber nur sieben verwendeten E27-Steuerschmelzsicherungen für Hauptschütz, Beleuchtung, Typhon, Wischer, Steckdose und zwei Spannungsmesser.
Einzelne Fahrzeuge besitzen ein Umschalter, der ermöglicht entweder Lade- oder Fahrbetrieb. In Stellung „Ladebetrieb“ wird der Steuerkreis des Batteriehauptschützes abgeschaltet.
Einsatz und Verbleib
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nachdem das ASF in der Anfangszeit Grundausstattung in allen Bahnbetriebs- und Ausbesserungswerken der Deutschen Reichsbahn und in vielen Industriebetrieben in der DDR war, ist der kleine Rangierer nach Gründung der Deutschen Bahn AG auch in deren großen Werken deutschlandweit anzutreffen. Selbst in ICE-Instandhaltungswerken ist das ASF nunmehr, unter anderem auch mit klassischer ICE-Farbgebung, zu finden. Mit der Schließung von DB-Werken oder Industriebetrieben fanden viele ein neues Einsatzgebiet in anderen Werkestandorten, bei Privatbahnen oder Eisenbahnvereinen, nur wenige ASF wurden bisher verschrottet.
Das Ur-ASF (ASF 01 von 1964), das Erprobungsfahrzeug des EL16, gebaut vom damaligen Forschungs- und Entwicklungswerk Blankenburg (FEW), wird heute als nichtbetriebsfähiges Exponat im Sächsischen Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf (Schauplatz Eisenbahn) aufbewahrt.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ASF – Akkuschleppfahrzeug ( vom 12. August 2022 im Internet Archive) auf eisenbahndienstfahrzeuge.de
- ASF – Akkuschleppfahrzeug auf deutsche-kleinloks.de
- Akkuschleppfahrzeuge auf bahnbilder.de

