Krytno liegt an einer Nebenstraße, die von Sianów (Zanow) an der Landesstraße 6 über Ratajki (Ratteick) nach Nadbór (Nadebahr) und weiter nach Polanów führt. Der Ort in teils ebenem, teils hügeligen Gelände ist von den Nachbardörfern Sowno (Alt Zowen) im Norden, Sowinko (Neu Zowen) im Westen, Nacław (Natzlaff) und Nadbór (Nadebahr) im Süden sowie Bukowo (Wendisch Buckow) im Osten umgeben.
1784 wird der Name Krütten genannt, der ein früheres Dorf an gleicher Stelle bezeichnet. Ab dem 19. Jahrhundert findet sich der Name Kritten, der sich heute in der polnischen Namensgebung Krytno wiederfindet. Der Namensursprung könnte im slawischen Kryty liegen.
Das 1784 erwähnte Krütten war im Dreißigjährigen Krieg untergegangen und die Ländereien wohl von der Gutsherrschaft in Alt Zowen eingezogen. In der Mitte des 19. Jahrhunderts entstand Kritten neu als ein Vorwerk von Alt Zowen. Das Gut Kritten gehörte 1855 einem Otto Limann aus Hamburg, der es seinem Schwiegersohn Karl Eccardt übergab. Nach ihm besaßen es die Familien von Gottberg, Balser, von Bülow und Pieper.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts umfasste das Gut Kritten eine Fläche von über 450 Hektar. Damals lebten hier 88 Einwohner, 1925 waren es bereits 112 Einwohner. Kritten wurde dann ein Teil der Gemeinde Alt Zowen im Amtsbezirk Zowen im Landkreis Schlawe i. Pom. im Regierungsbezirk Köslin.