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Kraanium

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kraanium
Allgemeine Informationen
Herkunft Oslo, Norwegen
Genre(s) Death Metal
Aktive Jahre 2001–2002, ab 2006
Auflösung
Website
Gründungsmitglieder
Gesang
Martin Funderud († 2017) (bis 2017)
E-Gitarre, Begleitgesang
Mats Funderud
Aktuelle Besetzung
Gesang
Elfi Davis (ab 2025)
E-Gitarre, Begleitgesang
Mats Funderud
E-Gitarre
Jason Varlamos (ab 2015)
E-Bass
Mika da Costa (ab 2017)
Schlagzeug
Tobias Tellenbach (ab 2019)

Kraanium ist eine norwegische Slam- und Brutal-Death-Metal-Band, die 2001 von den Zwillingsbrüdern Martin Funderud und Mats Funderud gegründet wurde. Die Band gehört zu den Vertretern des sogenannten „Slamming Brutal Death Metal“.[1]

Kraanium wurde 2001 in Norwegen von den Zwillingsbrüdern Martin Funderud († 2017) (Gesang) und Mats Funderud (Gitarre) gegründet.[1] Der Bandname leitet sich vom norwegischen Wort kranium („Schädel“) ab und wurde bewusst anders geschrieben als das englische „cranium“, um Verwechslungen mit anderen Bands zu vermeiden.

Kurz nach der Gründung nahm die Band erste Demos auf, die innerhalb der Underground-Szene des extremen Death Metal zirkulierten. Diese frühen Aufnahmen zeigten bereits die typischen Merkmale der späteren Kraanium-Veröffentlichungen: tiefer gestimmte Gitarren, langsame „Slam“-Passagen und extrem gutturalen Gesang.

2008 erschien über das US-Label Comatose Music das Debütalbum Ten Acts of Sickening Perversity. Das Album gilt als eine der prägenden Veröffentlichungen des europäischen Slam-Death-Metal-Undergrounds der 2000er Jahre.

2012 erschien das zweite Studioalbum Post Mortal Coital Fixation, erneut über Comatose Music. Neben Studioalben veröffentlichte Kraanium auch mehrere Split-EPs mit anderen Bands des Genres.

Mit der Veröffentlichung des dritten Studioalbums Chronicles of Perversion im Jahr 2015 setzte Kraanium ihre Aktivität in der internationalen Slam-Death-Metal-Szene fort.

Ein einschneidendes Ereignis in der Geschichte von Kraanium war der Tod des Gründungsmitglieds und langjährigen Frontmanns Martin Funderud am 20. April 2017 im Alter von 38 Jahren.[2] Sein Gesang hatte besonders auf dem Debütalbum Ten Acts of Sickening Perversity (2008) sowie auf Post Mortal Coital Fixation (2012) maßgeblich den Klang von Kraanium geprägt.

2018 veröffentlichte die Band das vierte Studioalbum Slamchosis. Die Veröffentlichung zeigte, dass die Band trotz des Verlusts ihres Gründungsmitglieds musikalisch aktiv blieb. 2023 erschien schließlich das fünfte Studioalbum Scriptures of Vicennial Defilement.

Im Jahr 2024 verließ der damalige Sänger Jack Christensen die Band. Im Folgejahr stieg der Sängers Elfi Davis ein.

Studioalben
Jahr Titel
Musiklabel
Anmerkungen
2008 Ten Acts of Sickening Perversity
Pathologically Explicit Recordings
Erstveröffentlichung: Juni 2008
Neuauflage: 2016
2009 The Art of Female Sodomy
Pathologically Explicit Recordings
Erstveröffentlichung: 2009
Neuauflage: 2013
Neuauflage: 2016
bei Gore House Productions:
Neuauflage: 16. Oktober 2020
2012 Post Mortal Coital Fixation
Comatose Music
Erstveröffentlichung: 22. Mai 2012
Neuauflage: 2020
2015 Chronicles of Perversion
Comatose Music
Erstveröffentlichung: 18. September 2015
2018 Slamchosis
Comatose Music
Erstveröffentlichung: 26. Oktober 2018
2023 Scriptures of Vicennial Defilement
Unique Leader Records
Erstveröffentlichung: 3. November 2023
Demos
Jahr Titel
Musiklabel
Anmerkungen
2002 No Respect for the Dead
Independent
Erstveröffentlichung: 2002
bei Gore House Productions:
Tape-Release: 2021
CD-Reprint: 15. Oktober 2021
12"-Vinyl-Release: April 2022
2007 Promo 2007
Independent
Erstveröffentlichung: 2007
2008 Promo 2008
Independent
Erstveröffentlichung: 2008
Splits
Jahr Titel
Musiklabel
Anmerkungen
2010 Goresoaked Slamassacre
Pathologically Explicit Recordings
Erstveröffentlichung: Oktober 2020
weitere Bands: Dormant Carnivore, Epicardiectomy
2017 The Kraanialepsy Split
Rising Nemesis Records
Erstveröffentlichung: 1. Juli 2017
weitere Bands: Analepsy
2022 Polymorphic Chamber of Human Consumption
CDN Records
Erstveröffentlichung: 29. April 2022
weitere Bands: Existential Dissipation
Kompilationen
Jahr Titel
Musiklabel
Anmerkungen
2019 Double Promo Penetration
In Case You Missed It
Erstveröffentlichung: 4. Dezember 2019
2022 Hammering Compiled Brutality
Brutal Mind
Erstveröffentlichung: Juni 2022

Weitere Veröffentlichungen (Auswahl)

  • 2015: United in Brutality Live Across Europe (DVD-Mitschnitt)
  • 2023: Braindead Skullfucking (Single)
  • 2023: Massive Piles of Festering Remains (Single)
  • 2026: Rock Filled Orifice (Redux)

Indizierung und Jugendschutz

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In Deutschland standen einzelne Veröffentlichungen von Kraanium aufgrund ihrer extremen Texte und Covergestaltung wiederholt im Fokus des Jugendschutzes. Spätere Studioalben wie Chronicles of Perversion (2015), Slamchosis (2018)[3] und Scriptures of Vicennial Defilement (2023) wurden international regulär veröffentlicht und auch in Deutschland vertrieben, teilweise jedoch mit altersbeschränktem Verkauf über spezialisierte Metal-Labels und Versandhändler.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Kraanium. in der Encyclopaedia Metallum.
  2. Kraanium Vocalist Martin Funderud Dead at 38. In: Loudwire. 22. April 2017, abgerufen am 22. April 2017 (englisch).
  3. 2018 Album Review Slamchosis Review auf metaltrenches.com. Abgerufen am 11. März 2026. (englisch)