Klessiw
| Klessiw | ||||
|---|---|---|---|---|
| Клесів | ||||
| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Oblast: | Oblast Riwne | |||
| Rajon: | Rajon Sarny | |||
| Höhe: | 157 m | |||
| Fläche: | 6,84 km² | |||
| Einwohner: | 4.566 (1. Januar 2022) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 668 Einwohner je km² | |||
| Postleitzahlen: | 34550 | |||
| Vorwahl: | +380 3655 | |||
| Geographische Lage: | 51° 19′ N, 26° 54′ O | |||
| KATOTTH: | UA56080090010040688 | |||
| KOATUU: | 5625455400 | |||
| Verwaltungsgliederung: | 1 Siedlung städtischen Typs, 5 Dörfer, 1 Ansiedlung | |||
| Verwaltung | ||||
| Adresse: | вул. Свободи 10 34550 с-ще. Клесів | |||
|
| ||||
| Name | ||||
|---|---|---|---|---|
| ukrainisch transkribiert | ukrainisch | russisch | polnisch | |
| Karassyn | Карасин | Карасин (Karassin) | Karasin | |
| Karpyliwka | Карпилівка | Карпиловка (Karpilowka) | Karpiłówka | |
| Klessiw | Клесів | Клесов (Klessow) | Klesów | |
| Puhatsch | Пугач | Пугач (Pugatsch) | Puhacz | |
| Rudnja-Karpyliwska | Рудня-Карпилівська | Рудня-Карпиловская (Rudnja-Karpilowskaja) | Karpiłowska Rudnia, Rudnia Karpiłowska | |
| Straschewe | Страшеве | Страшево (Straschewo) | Straszów | |
Granitsteinbrüche, Tongruben und Bernsteinsuche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Bereich der Siedlung liegt unter einer dünnen Schicht sandigen und lehmigen Bodens eine Schicht von grauem und rosagrauem Granit, der in mehreren Steinbrüchen abgebaut wurde, die heute noch als Seen sichtbar sind. Der in den darüberliegenden Tongruben abgebaute Ton wurde in mehreren Ziegeleien verarbeitet.
In den Jahren der Weltwirtschaftskrise 1927–1933 bildeten sich in den Bergwerken Arbeiterbewegungen und es kam zu Streiks. Am 7. Februar 1931 wurde in der Zeitschrift Przegląd Wołyński berichtet, dass in den Steinbrüchen in Klesów 844 Arbeitslose registriert seien, von denen 533 finanzielle Unterstützung erhielten und der Rest, der keinen Anspruch auf Hilfe habe, in extremer Armut lebe. Anfang Dezember 1931 stellten die Steinbrüche Klesowski Granit (400 Mitarbeiter) und Puhacz (370 Mitarbeiter) mangels Aufträgen ihre Tätigkeit ein. Im August 1935 streikten die Arbeiter im Steinbruch Peszewski, im Oktober in der Firma „Puhacz“, im Juli 1936 in „Zawiercie“. Die Streikenden fordern eine Erhöhung der Löhne, regelmäßige Zahlungen und den Schuldenabbau.[2]
Die wichtigsten Steinbrüche hatten folgende Namen:
- „Feinstein“
- „Skalisty“ (Zrzeszenie)
- „Klesowski Granit“
- „Puhacz“ (in Puhacz, Пугач)
- „Towarzystwo Budowlane Zawierecie“ (in Zawiereciu)
- „Peszewskiego“
- „Nadratowskiego“
- „Skok/Stribo“
- „Kamienny“ (in Wyrach).
In Klesów gibt es außerdem noch einige neue Steinbrüche aus der Sowjetzeit, aber die Haupteinnahmequelle des Dorfes ist der Bernsteinabbau, mit dessen Ausbeutung im industriellen Maßstab 1979 begonnen wurde. Die Bevölkerung dringt in dieses arme Gebiet ein und sucht für Bernstein allein, da er sehr flach liegt, nicht in Gesteinsschichten, sondern in lockerem Sand, und mit einfachsten Methoden (Schürfen oder hydraulisches Waschen in der Nähe von Wasserreservoirs) gewonnen werden kann.[2]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Eintrag zum Ort in der Enzyklopädie der Geschichte der Städte und Dörfer der Ukrainischen SSR (ukrainisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Відповідно до Закону України "Про добровільне об'єднання територіальних громад" у Рівненській області у Сарненському районі Клесівська селищна рада та Карасинська, Карпилівська сільські ради рішеннями від 07 вересня 2015 року
- 1 2 Historia przedwojennego Klesowa und Klesów 1935–1945. (Wohnort der Autorin Janiny Mroczkowskiej (Pseudonym: Gozdawianka))

