Kladno
| Kladno | |||||||||||||||
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| Basisdaten | |||||||||||||||
| Staat: | |||||||||||||||
| Historischer Landesteil: | Böhmen | ||||||||||||||
| Region: | Středočeský kraj | ||||||||||||||
| Bezirk: | Kladno | ||||||||||||||
| Fläche: | 3697 ha | ||||||||||||||
| Geographische Lage: | 50° 9′ N, 14° 6′ O | ||||||||||||||
| Höhe: | 381 m n.m. | ||||||||||||||
| Einwohner: | 68.436 (1. Jan. 2023)[1] | ||||||||||||||
| Postleitzahl: | 272 01 | ||||||||||||||
| Kfz-Kennzeichen: | S | ||||||||||||||
| Verkehr | |||||||||||||||
| Bahnanschluss: | Praha–Chomutov Kralupy nad Vltavou–Kladno | ||||||||||||||
| Struktur | |||||||||||||||
| Status: | Statutarstadt | ||||||||||||||
| Ortsteile: | 6 | ||||||||||||||
| Verwaltung | |||||||||||||||
| Bürgermeister: | Milan Volf (Stand: 2015) | ||||||||||||||
| Adresse: | nám. Starosty Pavla 44 272 52 Kladno | ||||||||||||||
| Gemeindenummer: | 532053 | ||||||||||||||
| Website: | www.mestokladno.cz | ||||||||||||||
| Lage von Kladno | |||||||||||||||
| Jahr | 1869 | 1880 | 1890 | 1900 | 1910 | 1921 | 1930 | 1950 | 1961 | 1970 | 1980 | 1991 | 2001 | 2011 | 2021 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 16.421 | 23.863 | 32.079 | 42.521 | 49.668 | 48.941 | 51.249 | 50.470 | 55.919 | 63.076 | 71.141 | 71.753 | 71.132 | 68.103 | 67.756[6][7] |
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Städtischer Personenverkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der öffentliche städtische Personennahverkehr wird vom Unternehmen ČSAD MHD Kladno a.s., einem Tochterunternehmen Arrivas durchgeführt, welches auch außerörtlichen regionalen Busverkehr bedient. Die Stadtbusse sind auf den Linien 601 bis 616 (wobei die Linien 607 und 615 nicht existieren) unterwegs.
Eisenbahnverkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kladno liegt an der Bahnlinie 120, welche von Prag nach Rakovník, von welcher in Kladno die Linie 093 nach Kralupy nad Vltavou führt.
Städtepartnerschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kladno ist Standort der Fakultät für Biomediziningenieurwesen der Tschechischen Technischen Universität.
Sehenswürdigkeiten
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- Das Schloss war ursprünglich eine befestigte Anlage, von welcher das gotische Kellergewölbe erhalten blieb. In den 1560er Jahren wurde durch die Herren Žďárský von Žďár eine dreiflügelige Anlage im Renaissancestil erbaut, welche 1738–1740 unter Bauleitung des Architekten Kilian Ignaz Dientzenhofer ihre jetzige barocke Gestalt erhielt. Im Westflügel befindet sich eine dem hl. Laurentius geweihte Kapelle mit Fresken von J. K. Kolář. Das Schloss beherbergt die Städtische Schlossgalerie und das Heimatmuseum Kladno sowie eine Zweigstelle der Städtischen Bücherei. Im Schlossgarten befindet sich ein Bärenzwinger.
- Das Rathaus wurde 1897–1898 im Neorenaissancestil errichten. Der Giebel ist mit einem Triptychon geschmückt, das Figuren aus dem Bergbau- und Hüttenwesen zeigt. Es ist Sitz der Verwaltung der Statutarstadt Kladno.
- Die Kirche Mariä Himmelfahrt (Kostel Nanebevzetí Panny Marie) entstand Ende des 19. Jahrhunderts an der Stelle einer gotischen Kirche aus dem 14. Jahrhundert. Sie wurde als dreischiffige Basilika im Stil der Neuromanik errichtet.
- Die fast 30 m hohe Mariensäule wurde in den Jahren 1739–1741 nach einem Entwurf von Kilian Ignaz Dientzenhofer vom Bildhauer Karl Joseph Hiernle geschaffen. Früher befand sich an dieser Stelle der Pranger.
- Der Brunnen mit einer Figur des hl. Johannes von Nepomuk wurde im Jahr 2003 erneuert. Das Original aus dem Jahr 1706 war 1819 zerstört worden; die Reste lagen dann bis zu einer Restaurierung im Jahr 1968 im Dekanatsgarten
- Brauerei Kladno[9]
- Poldi-Muzeum
- Das Gästehaus der Poldi Hütte (Dům hostů Poldiny hutě, auch „Poldihaus“) an der Příční ulice von Josef Hoffmann, Architekt der Wiener Werkstätte, aus dem Jahre 1903
- Kloster Waldl in der Umgebung, erbaut nach Plänen von Carlo Lurago
- Ehemalige Synagoge (erbaut 1884/85) und Jüdischer Friedhof.
Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kladno ist Heimat des Eishockeyclubs Rytíři Kladno sowie des Fußballvereins SK Kladno.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Söhne und Töchter der Stadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Anton Hromada (1841–1901), deutscher Theaterschauspieler und Sänger
- Anton Joseph Cermak (1873–1933), Bürgermeister von Chicago von 1931 bis 1933
- Alfons Breska (1873–1946), Dichter und Übersetzer
- Antonin Raymond (1888–1976), tschechisch-amerikanischer Architekt
- Walter Hummelberger (1913–1995), österreichischer Historiker und bedeutender Waffenkundler
- Harry Slapnicka (1918–2011), Historiker, Fachpublizist und Chefredakteur
- Zdeněk Miler (1921–2011), Zeichentrickfilmer
- Antonín Kachlík (1923–2022), Regisseur und Drehbuchautor
- Miroslav Rys (1932–2020), Fußball- und Eishockeyspieler
- Jiří Dienstbier (1937–2011), Politiker und Journalist
- Petr Pithart (* 1941), Politiker und Jurist
- Vlastimil Hort (1944–2025), tschechisch-deutscher Schachspieler
- Koloman Gögh (1948–1995), Fußballspieler und Fußballtrainer
- Václav Jamek (* 1949), Schriftsteller und Übersetzer
- František Kaberle senior (* 1951), Eishockeyspieler
- Milan Nový (* 1951), Eishockeyspieler
- Libor Rouček (* 1954), Politiker
- Antonín Pugzík (* 1955), Offizier
- Vlastimil Vondruška (* 1955), Historiker, Ethnograph, Publizist und Schriftsteller
- Miloslav Hořava senior (* 1961), Eishockeyspieler
- Rostislav Vondruška (1961–2024), Politiker
- Jiří Dudáček (* 1962), Eishockeyspieler
- Luboš Lom (1965–2022), Radrennfahrer
- Petr Štěpánek (* 1965), Politiker, Biologe und Hochschullehrer
- Richard Brabec (* 1966), Politiker
- Michal Pivoňka (* 1966), Eishockeyspieler
- Jan Suchopárek (* 1969), Fußballspieler
- David Čermák (* 1970), Eishockeyspieler
- Klára Melíšková (* 1971), Schauspielerin
- Jaromír Jágr (* 1972), Eishockeyspieler
- František Kaberle junior (* 1973), Eishockeyspieler
- Martin Ančička (* 1974), tschechisch-deutscher Eishockeyspieler
- Pavel Drsek (* 1976), Fußballspieler
- Petr Tenkrát (* 1977), Eishockeyspieler
- Martin Ševc (* 1981), Eishockeyspieler
- Jan Platil (* 1983), Eishockeyspieler
- Martin Matyk (* 1983), deutscher Speedskater
- Ondřej Pavelec (* 1987), Eishockeytorwart
- Michael Frolík (* 1988), Eishockeyspieler
- Radko Gudas (* 1990), Eishockeyspieler
- Petr Horák (* 1991), Snowboarder
- Tomáš Vlček (* 2001), Fußballspieler
Im Ort lebten und wirkten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Rudolf Battěk (1924–2013), Soziologe, Dissident und Politiker
- Marie Majerová (1882–1967), Prosaistin, Journalistin, verbrachte ihre Jugend in Kladno, 1947 wurde sie als Nationalkünstlerin ausgezeichnet
- Svatopluk Karásek (1942–2020), evangelischer Pfarrer, Liedermacher und Abgeordneter, arbeitete in hiesigen Bergwerken
- Miroslav Kárný (1919–2001), Historiker und Holocaust-Forscher
- Jiří Kolář (1914–2002), Dichter und bildender Künstler
- Ota Pavel (1930–1973), Schriftsteller, Sportpublizist, Erzähler und Journalist, während des Krieges als „Mischling“ verfolgt, lebte hier in der Nähe und arbeitete zeitweise als Bergbauarbeiter
- Karl Wittgenstein (1847–1913), österreichischer Unternehmer, gründete 1889 in Kladno die Poldihütte
- Karl Adalbert Lanna (1805–1866), böhmischer Industrieller
- Jiří Dienstbier (* 1969), Sohn des gleichnamigen Politikers Jiří Dienstbier (1937–2011) und ebenfalls Politiker.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2023 (PDF; 602 kB)
- ↑ Antonín Profous: Místní jména v Čechách. Jejich vznik, původ, význam a změny. Band 1–5. Česká akademie věd a umění, Prag 1947–1960.
- ↑ Geschichte Kladnos auf der Homepage der Stadt Kladno (tschechisch), abgerufen am 30. Juni 2018.
- ↑ Aus dem Protektorat. In: Druckerei Moldavia (Hrsg.): Agrarische Post. Nr. 24. Druckerei Moldavia, Wien 17. Mai 1939, S. 3, Sp. 1 (onb.ac.at [abgerufen am 15. Oktober 2018]).
- ↑ Die Mordtat von Kladno. Entschuldigung des tschechischen Ministerpräsidenten. In: Linzer Tages-Post. Nr. 131. Linz an der Donau 12. Juni 1939, S. 3, Sp. 1 (onb.ac.at [abgerufen am 15. Oktober 2018]).
- ↑ Historický lexikon obcí České republiky - 1869 - 2011. Český statistický úřad, 21. Dezember 2015, abgerufen am 18. Juli 2025 (tschechisch).
- ↑ Zensus 2021, Český statistický úřad, abgerufen am 18. Juli 2025 (tschechisch)
- ↑ Partnerská města Kladna ( vom 9. März 2016 im Internet Archive) (tschechisch).
- ↑ Robin Tesárek: Úvodní slovo ( vom 10. September 2012 im Webarchiv archive.today), auf pivovarkladno.cz (tschechisch).



