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Kent Carter

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Kent Carter (* 12. Juni 1939 in Hanover, New Hampshire; † 30. September 2026[1]) war ein amerikanischer Bassist und Cellist des Modern Jazz und des Creative Jazz.

Kent Carter, 1998

Carter stammt aus einer musikalischen Familie; sein Vater, Bratscher und Leiter des Vermont State Symphony Orchestra, hat ihm früh Cello-, Fagott- und Kompositionsunterricht erteilt. Nachdem er zunächst in Countrybands als Gitarrist gearbeitet hatte, wechselte er 1959 zum Bass und besuchte von 1960 bis 1964 das Berklee College of Music. Daneben spielte er mit Herb Pomeroy, Don Cherry, Karl Berger, Hal Galper, Sam Rivers und Keith Jarrett, außerdem in der Hausband des Clubs Lennie’s on the Turnpike bei Boston. Gemeinsam mit Mike Nock und Paul Motian begleitete er Musiker wie Booker Ervin, Zoot Sims, Phil Woods oder Charlie Mariano, bevor er Mitte der 1960er Jahre nach New York City zog.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Pianisten Lowell Davidson kam er ins Umfeld des Jazz Composer’s Orchestra; er arbeitete auch mit Gil Evans und mit Paul Bley („Touching“ 1965), mit dem er auf Europatournee ging. 1970 ließ sich Carter in Paris nieder und spielte mit Gato Barbieri, Archie Shepp, Noah Howard, Roswell Rudd, John Tchicai, Robin Kenyatta und dem Spontaneous Music Ensemble. Für einen längeren Zeitraum von 1970 bis 1983 gehörte er zur Gruppe von Steve Lacy („Troubles“, 1979; „Regeneration“, 1982). Weiterhin war er Mitglied eines Trios mit Takahasi Kako und Oliver Johnson, Tom van der Gelds „Children at Play“, dem Trio Detail (ab 1989) und dem Theo Jörgensmann/Petras-Vyšniauskas-Quintet.

1991 zog Carter nach Juillaguet in Südwestfrankreich, wo er mit seiner Frau, der Tänzerin Michala Marcus, eine Künstlerresidenz mit einem Tonstudio schuf.[1] Er begründete ein eigenes „String Trio“ (zunächst mit Carlos Zingaro, später mit Albrecht Maurer; Willisau Suites, 1984, Intersections, 2004–2005) und arbeitete auch mit einem zweiten Trio, Voyage. Außerdem nahm er u. a. an Projekten von Michael Joseph Smith, Billy Bang, Andrea Centazzo, Itaru Oki, Gianni Lenoci und Eckard Koltermann teil. Mit Gianni Lenoci und Bill Elgart entstand 2012 das Album Plaything. Der Musiker komponierte zudem Filmmusik.

Diskographische Hinweise

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Lexigraphische Einträge

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Einzelnachweise

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  1. 1 2 Maurice Bontinck: Disparition de Kent Carter, musicien américain et fondateur du Studio Juillaguet. In: Charente Libre. 1. Oktober 2026, abgerufen am 1. Oktober 2026 (französisch).