Kadari Bamba
Kadari Bamba (geb. 1936 in Sikasso, Französisch-Sudan; gest. 3. November 2005 in Bamako, Mali) war ein Politiker in Mali. Er war 1991 Minister für Bergbau, Wasserbau und Wasserwirtschaft.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach der Grundschule in Sikasso und anschließend der Sekundarschule Terrasson des Fougères in Bamako setzte Bamba seine Studien in Frankreich in Besançon und dann an der École supérieure du bois in Paris fort, wo er einen Ingenieurabschluss erwarb.[1]
Nach seiner Rückkehr nach Mali begann er eine Karriere in der Industrie bei der Usine malienne du bois (Malische Holzwerke) und anschließend bei der Société nationale de tabac et allumettes du Mali (Sonatam, Nationale Tabak- und Streichholzfirma, Sonatam), wo er die Position des stellvertretenden nationalen Direktors innehatte.
Während seines Studiums in Frankreich schloss er sich der französischen Sektion der 1957 gegründeten Parti africain de l'indépendance (Afrikanische Unabhängigkeitspartei, PAI) an. In Mali gründete er zusammen mit Abdrahamane Baba Touré und Morikè Konaré die Parti malien du travail (Malische Arbeiterpartei, PMT).[1]
Nach dem Militärputsch 1968, der Präsident Modibo Keïta stürzte, kämpfte er im Untergrund innerhalb der PMT und prangerte das Militärregime an. Er war 1969 bis 1970 in Ménaka inhaftiert.[1]
Nach dem von Amadou Toumani Touré angeführten Putsch wurde er am 5. April 1991 in der Übergangsregierung als Minister für Bergbau, Wasserbau und Wasserwirtschaft ernannt. Seine Position wurde im Zuge der Kabinettsumbildung am 16. Juli 1991 bestätigt. Er verließ die Regierung am 26. August 1991.
Im Jahr 1993 wurde er zum Generalsekretär der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) ernannt.
1997 wurde er als Abgeordneter für den Wahlkreis V von Bamako für die ADEMA-PASJ gewählt. 2002 wurde er nach seinem Beitritt zur Rassemblement pour le Mali (RPM) wiedergewählt. Er wurde zum Vorsitzenden der RPM-Fraktion in der Nationalversammlung gewählt. Er galt unter allen Abgeordneten als eine führende Persönlichkeit im Parlament.[1]
Im Jahr 2002 veröffentlichte er zusammen mit Abderhamane Baba Touré ein Buch mit dem Titel „Der Beitrag der Malischen Arbeiterpartei (PMT): zur Etablierung einer pluralistischen Demokratie in Mali“.[2]
Tod
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kadari Bamba starb am 3. November 2005 nach einem Autounfall, bei welchem sein Wagen mit einem Fahrzeug des Präsidenten kollidierte.[1]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 Kadari Bamba s’en allé pour un voyage sans retour: Quelle peine indicible! In: L’Inter de Bamako. 10. November 2008 (französisch).
- ↑ Abderhamane Baba Touré, Kadari Bamba, La contribution du Parti malien du travail (PMT): à l’instauration de la démocratie pluraliste au Mali. Éditions Jamana 2002.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bamba, Kadari |
| KURZBESCHREIBUNG | malischer Politiker |
| GEBURTSDATUM | 1936 |
| GEBURTSORT | Sikasso, Französisch-Sudan |
| STERBEDATUM | 3. November 2005 |
| STERBEORT | Bamako, Mali |