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Julio Le Parc

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Julio Le Parc (2019)

Julio Le Parc (* 23. September 1928 in Palmira, Mendoza, Argentinien; † 30. Mai 2026 in Paris, Frankreich) war ein argentinischer Kinetischer Künstler und Vertreter der Op-Art. Er gehörte neben François Morellet, Horacio Garcia Rossi, Francisco Sobrino, Joël Stein und Yvaral im Jahr 1960 zu den Mitbegründern der Künstlergruppe Groupe de Recherche d’Art Visuel (GRAV). Le Parc lebte und arbeitete in Paris.

Julio Le Parc besuchte die Escuela de Bellas Artes de Buenos Aires (Nationale Hochschule der bildenden Künste) und lernte dort Francisco Sobrino und Horacio Garcia Rossi kennen. Im Jahr 1958 ging er nach Paris. Er arbeitete dort im Atelier von Victor Vasarely. Als Licht- und Objektkünstler begann er mit Gleichgesinnten in der Groupe de Recherche d’Art Visuel zu arbeiten.

Er schuf vor allem lichtkinetische Objekte und Mobiles mit Lichtreflektoren. Sein Ziel war es, Visuelle Phänomene durch Experimente anschaulich zu machen. Neue Technologien sollten eingesetzt werden, um das Verhältnis von Licht und Bewegung auf eine innovative Art und Weise darzustellen. Sein Werk zielte darauf, das Körperbewusstsein und das Gleichgewicht zu verändern, indem visuelle Informationen verzerrt wurden. Er verwendete Licht, spiegelnde Oberflächen, Linsen, gemustertes Glas und Zerrspiegel. Mit den Reflexen der glänzenden Oberflächen erzielte er dynamische Effekte. Der Betrachter sollte durch Elemente, die in seinen Objekten manipuliert und beliebig bewegt werden konnten, zu aktiver Mitarbeit angeregt werden.

Le Parc starb am 30. Mai 2026 in Paris im Alter von 97 Jahren.[1]

Sin título (Ohne Titel), in Cerro Nutibara, Kolumbien.

Julio Le Parc nahm als Teil der Groupe de Recherche d’Art Visuel und später auch als Einzelkünstler an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen weltweit teil. Dazu gehörte unter anderem 1964 die Teilnahme an der documenta III in Kassel in der berühmten Abteilung Licht und Bewegung und als Einzelkünstler die Teilnahme an der 4. documenta 1968.

Im Jahr 2004 produzierte er mit Yvonne Argenterio beim italienischen Unternehmen Elettrofiamma eine Reihe von Skulpturen (Torsions), die bei der Veranstaltung Verso la Luce in der Burg von Boldeniga (Provinz Brescia, Italien) gezeigt wurden.[2] Dort war im Schlossgarten noch immer die monumentale Skulptur Verso la Luce zu sehen.[3]

Literatur und Quellen

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  • documenta III. Internationale Ausstellung; Katalog: Band 1: Malerei und Skulptur; Band 2: Handzeichnungen; Band 3: Industrial Design, Graphik. Kassel/Köln 1964.
  • Ausstellungskatalog zur IV. documenta: IV. documenta. Internationale Ausstellung; Katalog: Band 1: (Malerei und Plastik); Band 2: (Graphik/Objekte); Kassel 1968
  • Harald Kimpel, Karin Stengel: documenta III 1964 – Internationale Ausstellung – Eine fotografische Rekonstruktion (= Schriftenreihe des documenta-Archives.) Bremen 2005, ISBN 978-3-86108-528-7.
  • Timm Scholz (Hrsg.): Julio Le Parc. Recherches. 1958–1988. 27. März – 20. Juni 1992. Galerie Schoeller, Düsseldorf 1992.
Commons: Julio Le Parc – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Daniel Cassady: Julio Le Parc, Pioneer of Kinetic Art and Venice Biennale Prize Winner, Dies at 97. In: ARTnews.com. 30. Mai 2026, abgerufen am 31. Mai 2026 (amerikanisches Englisch).
  2. 1° Mostra di sculture di Julio Le Parc verso la luce. In: Castello di Boldeniga. Archiviert vom Original am 5. Oktober 2022; abgerufen am 31. Mai 2026 (italienisch).
  3. Street View-Bilder bei Google Maps (Stand: März 2010). Ob ein Video der oben erwähnten Yvonne Argenterio 2004 oder 2013 aufgenommen wurde, ist unklar.