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John Fugh

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John Fugh

John Liu Fugh (* 12. September 1934 in Peking, Republik China; † 11. Mai 2010 in Bethesda, Maryland) war ein Generalmajor der United States Army. Er war unter anderem Leiter des Judge Advocate General’s Corps (JAG) des US-Heeres.

Leben und Wirken

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John Fugh war Angehöriger der Volksgruppe der Mandschuren. Sein Vater gehörte zum Stab des amerikanischen Botschafters in China, John Leighton Stuart, der zwischenzeitlich auch die christliche Yanjing-Universität leitete. Nach dem Ende des Chinesischen Bürgerkriegs und der Machtübernahme der Kommunistischen Partei wurde Fugh von den neuen Machthabern verfolgt. Im Jahr 1950 floh er mit seinen Eltern über Umwege in die Vereinigten Staaten.

In seiner neuen Heimat absolvierte John Fugh im Jahr 1957 die Edmund A. Walsh School of Foreign Service, eine Schule für den Auswärtigen Dienst, die zur Georgetown University gehört. Im gleichen Jahr erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft. Es folgte ein Jurastudium an der George Washington University. Im Jahr 1960 wurde er in Washington, D.C. als Rechtsanwalt zugelassen.

Im Jahr 1961 trat er dem JAG Corps, der Militärgerichtsbehörde des US-Heeres, bei. In der Army bzw. deren Rechtsinstitutionen durchlief er anschließend alle Offiziersränge zum Zwei-Sterne-General. Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte John Fugh verschiedene Kurse und Schulungen. Dazu gehörten unter anderem eine Ausbildung zum Infanterieoffizier (infantry officer training) in Fort Benning in Alabama und die Judge Advocate General’s School in Charlottesville in Virginia. Es folgten die Harvard Kennedy School, das Command and General Staff College in Fort Leavenworth in Kansas und das United States Army War College in Carlisle in Pennsylvania.

Fugh diente während seiner Zeit als Militäranwalt in verschiedenen Einheiten und Standorten. Zwischenzeitlich trat er für drei Jahre aus dem aktiven Militärdienst aus und arbeitete in San Francisco als Rechtsanwalt für die Atomic Energy Commission. Dann kehrte er zum Dienst in der Army zurück, wo er weiterhin als Militäranwalt tätig war. Unter anderem war er während des Vietnamkriegs bei den dortigen Truppen in dieser Funktion tätig. Zwischenzeitlich wurde er nach Heidelberg in Deutschland versetzt, wo er bis 1967 als Militäranwalt im Stab der United States Army Europe tätig war.

Zwischen 1969 und 1972 war er in Taiwan stationiert. Anschließend war er bis 1976 juristischer Berater beim Ballistic Missile Defense Office des Heeres. Es folgte eine Rückkehr nach Deutschland, wo er zwischen 1976 und 1978 die Rechtsabteilung der in Frankfurt am Main stationierten 3. Panzerdivision leitete. Anschließend wurde er zum Verteidigungsministerium versetzt, wo er bis 1982 juristischer Berater in der Unterabteilung für Personal und Reserve Angelegenheiten (Manpower and Reserve Affairs) war. Danach leitete er bis 1984 die Behörde für Öffentlichkeitsarbeit des Heeres (Chief of Army Litigation).

Im Jahr 1984 erreichte John Fugh mit seiner Beförderung zum Brigadegeneral die Generalsränge. Gleichzeitig wurde er zum Hauptquartier des JAG versetzt, wo er in der Abteilung für Zivilrecht (civil law) tätig war. 1989 erfolgte seine Beförderung zum Generalmajor. Damit war er einer der ersten Heeresoffiziere mit chinesischer Herkunft, die diesen Rang erreichten. Am 26. Juli 1991 übernahm er die Leitung des Judge Advocate General’s Corps des US-Heeres. Dabei handelt es sich um die oberste Justizbehörde der Army. Diese Aufgabe erfüllte er bis zum 30. September 1993, als er von Michael J. Nardotti Jr. abgelöst wurde. In dieser Zeit fiel der Zweite Golfkrieg. Dabei diente er auch als juristischer Berater von Gordon R. Sullivan, dem damaligen Chief of Staff of the Army. Anschließend schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.

Nach seiner Pensionierung arbeitete John Fugh für die Washingtoner Filiale der Rechtsanwaltskanzlei McGuireWoods, die in Richmond in Virginia ansässig war. Im Jahr 1995 wurde er Vorstandsmitglied der Firma McDonnell Douglas. Auch nach der Fusion mit Boeing blieb er in deren Vorstand. Bei beiden Firmen war er vor allem für die Geschäftsbeziehungen mit China zuständig. Seit 1997 arbeitete er in gleicher Funktion für Enron. Diese Aufgabe erfüllte er bis zum Jahr 2001. Danach war er politisch an der Entwicklung der Beziehungen zwischen den USA und China beteiligt. Er war auch Vorstandsmitglied der Denkfabrik Atlantic Council, der National Chinese American Memorial Foundation und der Asia Society.

Der seit 1960 mit June Chung Fugh (1937–2020) verheiratete Offizier starb am 11. Mai 2010 an den Folgen eines Herzanfalls. Er wurde auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Orden und Auszeichnungen

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John Fugh erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:

Commons: John Fugh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien