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Jacob Tierney

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Jacob Tierney beim Calgary International Film Festival am 22. September 2007

Jacob Daniel Tierney (* 26. September 1979 in Montréal, Québec) ist ein kanadischer Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur.[1] Er wurde durch die Spielfilme The Trotsky und sein Langfilmdebüt Twist bekannt.[2] Im Fernsehen war er als Mitautor und Regisseur von Letterkenny tätig.[3] Er schuf zudem die queere Hockeyserie Heated Rivalry.[4]

Tierney wurde in Montréal, Québec, geboren.[1] Er ist der Sohn des Filmproduzenten Kevin Tierney.[5] Er stand schon als Kind vor der Kamera und begann im Alter von sechs Jahren zu spielen.[6] Im Jahr 1987 war er im Alter von acht Jahren in der TV-Produktion Hitting Home zu sehen. Danach wirkte er in weiteren Kinder- und Jugendfilmen mit, darunter Josh and S.A.M., sowie in den Serien Dracula: The Series (1990–1991) und Grusel, Grauen, Gänsehaut (Are You Afraid of the Dark? 1991–1992). Für Grusel, Grauen, Gänsehaut, basierend auf der Kinderbuchreihe Gänsehaut, wurde Tierney 1993 gemeinsam mit Jason Alisharan, Rachel Blanchard, Nathaniel Moreau, Raine Pare-Coull, Jodie Resther und Ross Hull für einen Young Artist Award in der Kategorie „Outstanding Performers in a Childrens Program“ nominiert. 1995 lief Terence Davies’ Romanverfilmung Die Neonbibel, in der Tierney die Hauptrolle des 15-jährigen David spielte, bei den Filmfestspielen von Cannes im Wettbewerb um die Goldene Palme.

Im Jahr 2002 folgte der Schritt hinter die Kamera mit dem Kurzfilm Dad, bevor er sich dem Langfilm zuwandte.[6] Der Kurzfilm Dad (2002) war zugleich seine erste Arbeit als Drehbuchautor und Regisseur und erhielt beim Atlantic Film Festival eine lobende Erwähnung. In Dad spielte Tierney auch selbst mit, neben Tygh Runyan, Jacqueline McClintock und Emily Hampshire.

Sein Spielfilmdebüt als Regisseur war Twist.[7] Der Film erschien 2003; Tierney schrieb das Drehbuch und führte ebenfalls Regie. Mit The Trotsky (frz. Titel: Le Trotski) etablierte er eine satirische Adoleszenzkomödie über einen Schüler, der sich für die Reinkarnation Leo Trotzkis hält.[2] Panorama-Cinéma hob bei The Trotsky die Energie der Komödie und die Präsenz von Jay Baruchel hervor.[8] The Trotsky gewann zahlreiche kanadische wie auch internationale Auszeichnungen, darunter auch für das beste Drehbuch und die beste Regie für Tierney.[9] Good Neighbours (2010) inszenierte Tierney als spannungsgeladenes Kammerspiel im Montréaler Stadtteil Notre-Dame-de-Grâce; Drehbuch und Regie stammten von ihm, in den Hauptrollen spielten Jay Baruchel, Scott Speedman und Emily Hampshire.[10]

In den folgenden Jahren realisierte er weitere Film- und Fernsehproduktionen als Regisseur und arbeitete zudem als Drehbuchautor. Zugleich blieb er als Schauspieler tätig. Überdies arbeitete Tierney fürs Fernsehen, insbesondere an Letterkenny, einer von Jared Keeso entwickelten Comedy, bei der Tierney zahlreiche Episoden schrieb und inszenierte.[3]

Seit 2025 prägt er als Schöpfer die Serie Heated Rivalry, welche die geheime Beziehung zweier Hockey-Stars über Jahre verfolgt und als Crave- und HBO-Max-Titel große Aufmerksamkeit erzielte.[4] Auffällig war zudem die bewusst von Tierney kuratierte Nutzung frankofoner Québec-Songs in Heated Rivalry, die messbare Effekte auf die Streaming-Zahlen auslöste.[11]

2017 und 2018 gewann Tierney gemeinsam mit Schauspielkollege Jared Keeso den Drehbuchpreis der Writers Guild of Canada in der Sparte TV Comedy.[12]

Filmografie (Auswahl)

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Commons: Jacob Tierney – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Jacob Tierney – Scénariste, Interprète. In: Première. Abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  2. 1 2 Trotsky, The – Film de Jacob Tierney. In: Films du Québec. 20. Dezember 2019, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  3. 1 2 Des séries canadiennes à découvrir. In: Le Journal de Montréal. 26. Juni 2021, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  4. 1 2 «Une histoire formidable»: le commissaire de la LNH Gary Bettman a dévoré «Heated Rivalry» en une soirée. In: Le Journal de Québec. 16. Januar 2026, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  5. Le producteur montréalais Kevin Tierney est mort. In: TVA Nouvelles. 12. Mai 2018, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  6. 1 2 Trotsky, The. In: Québec Cinéma. Abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  7. Twist. In: Télérama. Abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  8. Trotsky, The (2009) – Révolutionnaire cherche révolution. In: Panorama-Cinéma. 17. Mai 2010, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  9. The Trotsky - Awards. In: imdb. Abgerufen am 23. Januar 2019.
  10. [Critique] Good Neighbours de Jacob Tierney: faux amis. In: Films du Québec. 3. Juni 2011, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  11. Explosion des écoutes sur Spotify: un effet «Heated Rivalry» pour des chansons québécoises. In: Le Journal de Québec. 14. Januar 2026, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  12. WGC Screenwriting Awards 2018 | Writers Guild of Canada. Abgerufen am 23. Januar 2019.