Der Ikarus 30 war ein Omnibusmodell des ungarischen Busherstellers Ikarus. Der Ikarus30 wurde von 1951 bis 1957 produziert. Entwickelt wurde er 1950 aus dem 1948 vorgestellten, etwas kleineren Ikarus Tr 3,5, der als erster in Serie gebauter Bus mit selbsttragendem Aufbau im Ostblock gilt.
Der als „selbsttragender Leichtbus“ deklarierte Ikarus 30 war wie sein Vorgänger in Frontlenker-Bauweise mit Dieselmotor über der Vorderachse ausgeführt, etwa 60cm länger als der Tr3,5 und hatte eine größere Stehhöhe im Fahrgastraum, der sich ohne Trennwand hinter dem Motorraum mit dem Fahrer- und Beifahrerplatz befand. Die Busse hatte in der Regel eine Dachrandverglasung und – außer bei nur im Stadtverkehr eingesetzten Wagen – einen Dachgepäckträger, der über eine Leiter von hinten zugänglich war. Der Fahrerplatz war über eine hinten angeschlagene Schlagtür über der Vorderachse zugänglich. Der Fahrgastraum hatte hinter der Vorderachse eine druckluftbetätigte, nach innen öffnende Falttür zugänglich, die meiseten Wagen hatten eine zweite solche hinter der doppeltbereiften Hinterachse.
Der Ikarus 30 wurde durch einen durch eine Steyr-Konstruktion begründeten Vierzylinder-Viertakt-Dieselmotor D413 mit Wasserkühlung angetrieben, der von Csepel gebaut wurde. Er hatte gusseiserne stehende Zylinder mit einer Zylinerbohrung von 110mm und einem Hub von 140mm (Hubraum 5322cm³) und leistete 85PS bei 2200/min. Der mittlere Arbeitsdruck des Motors beträgt 7bar.