Toyota Hilux
| Toyota Hilux | |
|---|---|
| Produktionszeitraum | seit 1968 |
| Klasse | Utilities |
| Karosserieversionen | Pick-up |
| Vorgängermodell | Hino / Toyota Briska, Toyota Stout |
| Nachfolgemodell | Toyota Tacoma (Japan u. Nordamerika) |
Der Toyota Hilux ist ein Pick-up des japanischen Autoherstellers Toyota. Das unter diesem Namen im März 1968 eingeführte Modell war eine Weiterentwicklung des von Hino Jidōsha seit 1961 gebauten Hino Briska, der ab 1967 als Toyota Briska verkauft wurde.[1] Der Name Hilux (zunächst auch HiLux oder Hi-Lux, eine Kurzform für engl. High Luxury) soll als Kunstwort an den Komfort des Fahrzeugs erinnern.
In der Grundausstattung verfügt der Hilux über Hinterradantrieb, seit 1979 ist auch Allradantrieb erhältlich.
Ein Fahrzeug mit derselben Plattform und geschlossenem Aufbau wurde bis 1995 als Hilux Surf vertrieben, in Europa unter dem Namen Toyota 4Runner. Für asiatische Märkte gibt es seit 2023 zudem den deutlich günstiger angebotenen Hilux Champ.
Erste Generation (RN 10, 1968–1972)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im März 1968 begann die Produktion des ersten Hilux, wobei Elemente des seit 1967 als Toyota Briska verkauften Kompakt-Pick-ups und des größeren Toyota Stout mit kurzem Radstand einflossen. Entwickelt wurde das Modell von dem japanischen Lkw-Hersteller Hino Jidōsha. Der 1,5-l-Ottomotor und die Kraftübertragung gingen auf den Toyota Corona zurück.[2] Im Februar 1971 wurde er zu einem 1,6-l aufgerüstet. Für den Markt in Nordamerika waren es Motoren mit 1,9 Liter Hubraum, ab 1972 mit 2,0 Liter. Die Nutzlast betrug etwa eine Tonne. Ab April 1969 war wahlweise eine Langversion mit 2,30 m langer Ladefläche erhältlich, die jedoch nicht in Nordamerika angeboten wurde. Ein 4-Gang-Schaltgetriebe war Standard.
- Motoren
Globale Märkte:
- 1968–1971: 1,5 Liter (1490 cm³), 2R I4
- 1971–1972: 1,6 Liter (1587 cm³), 12R I4
Nordamerikanischer Markt:
- 1969: 1,9 Liter (1897 cm³), 3R I4, 63 kW (85 PS)
- 1970–1971: 1,9 Liter (1858 cm³), 8R SOHC I4, 72 kW (97 PS)
- 1972: 2,0 Liter (1968 cm³), 18R SOHC I4, 81 kW (108 PS)
Zweite Generation (RN 20, 1972–1978)
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Im Mai 1972 erschien der zweite Hilux (Typ RN20). Ein komfortablerer Innenraum zusammen mit einer modifizierten Karosserie waren die wichtigsten Änderungen. Sowohl die Kurz- als auch Langversion wurden nun auch in Nordamerika angeboten.
Der Hilux wurde Anfang 1975 radikal überarbeitet, um größer und luxuriöser zu werden. Gleichzeitig wurde in Nordamerika der wesentlich größere 2,2-l-20R-Motor eingeführt. Ein Fünfgang-Schaltgetriebe wurde nun optional angeboten. In Nordamerika wurde der Hilux nun zum A-Serie-Truck. Ein Jahr später war er in den USA „Truck of the Year“.
- Motoren
Globale Märkte:
- 1972–1978: 1,6 Liter (1587 cm³), 12R I4
- 1974–1978: 2,0 Liter (1968 cm³), 18R I4
Nordamerikanischer Markt:
- 1973–1974: 2,0 Liter (1968 cm³), 18R SOHC I4, 81 kW (108 PS)
- 1975–1978: 2,2 Liter (2189 cm³), 20R SOHC I4, 72 kW (96 PS)
Dritte Generation (RN 30, 1978–1983)
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Der neu gestaltete Hilux wurde im August 1978 eingeführt.

Ab Januar 1979 begann der Export auch nach Europa, womit ab 1981 auch der L-Serie-Dieselmotor eingebaut wurde. Allradantrieb war nun in Nordamerika erhältlich. Optional war ein 3-Gang Automatikgetriebe verfügbar. 1981 begann die gemeinsame Entwicklung von Geländewagen auf Basis des Hilux zwischen Toyota und Winnebago Industries. Die Fahrzeuge aus dieser Zusammenarbeit waren der zweitürige Pickup Toyota Wolverine, außerdem mit geschlossenen PKW-Kabinen der Trekker Winnebago und der Toyota Griffith Trailblazer. Alle drei nutzten das Hilux-4x4-RV-Fahrerhaus und -Fahrgestell. Der Trailblazer besaß eine Ganzstahl-Karosserie mit Glasfaserdach. Es wurden mindestens 1500 Trekkers, 400 Trailblazers und eine unbekannte Zahl von Wolverines in Nordamerika verkauft.
Fortan wurde auf Basis dieser Modelle der Toyota 4Runner bzw. Toyota Hilux Surf entwickelt.
- Motoren
- 1978–1980: 2,2 Liter (2189 cm³), 20R SOHC I4, 67 kW (90 PS)
- 1981–1983: 2,4 Liter (2366 cm³), 22R SOHC I4, 72 kW (96 PS)
- 1981–1983: 2,2 Liter Diesel I4, 46 kW (62 PS)
- 1981–1983: 1,8 Liter (Australien)
Vierte Generation (YN 58, 1983–1988)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| 4. Generation | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Toyota Hilux (1983–1988) | |||||||
| Produktionszeitraum | 1983–1988 | ||||||
| Karosserieversionen | Pick-up | ||||||
| Motoren | Ottomotoren: 1,8–3,0 Liter (58–112 kW) Dieselmotoren: 2,2–2,5 Liter (46–69 kW) | ||||||
| Länge | 4435–4966 mm | ||||||
| Breite | 1621–1689 mm | ||||||
| Höhe | 1529–1704 mm | ||||||
| Radstand | 2840 mm | ||||||
| Leergewicht | |||||||
| 5. Generation | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Toyota Hilux (1992–1997) | |||||||
| Produktionszeitraum | 1988–1997 | ||||||
| Karosserieversionen | Pick-up | ||||||
| Motoren | Ottomotoren: 1,8–3,0 Liter (58–112 kW) Dieselmotoren: 2,4 Liter (59–61 kW) | ||||||
| Länge | 4435–4966 mm | ||||||
| Breite | 1689 mm | ||||||
| Höhe | 1539–1755 mm | ||||||
| Radstand | 2616–3096 mm | ||||||
| Leergewicht | |||||||
| 6. Generation | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Toyota Hilux (1997–2002) | |||||||
| Produktionszeitraum | 1997–2005 | ||||||
| Karosserieversionen | Pick-up | ||||||
| Motoren | Ottomotoren: 2,0–3,4 Liter Dieselmotoren: 2,4–3,0 Liter | ||||||
| Länge | 4690–5035 mm | ||||||
| Breite | 1665 mm | ||||||
| Höhe | 1600–1795 mm | ||||||
| Radstand | 2850–2855 mm | ||||||
| Leergewicht | 1680 kg | ||||||
| 7. Generation | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Hilux 7/1 (2005–2008) | |||||||
| Produktionszeitraum | 2005–2015 | ||||||
| Karosserieversionen | Pick-up | ||||||
| Motoren | Ottomotoren: 2,0–4,0 Liter Dieselmotoren: 2,5–3,0 Liter | ||||||
| Länge | 5260 mm | ||||||
| Breite | 1760–1835 mm | ||||||
| Höhe | 1795–1835 mm | ||||||
| Radstand | 2750–3085 mm | ||||||
| Leergewicht | 1805–2115 kg | ||||||
| 8. Generation | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Toyota Hilux (2015–2018) | |||||||
| Produktionszeitraum | seit 2015 | ||||||
| Karosserieversionen | Pick-up | ||||||
| Motoren | Ottomotoren: 2,7–4,0 Liter (122–175 kW) Dieselmotoren: 2,4–2,8 Liter (110–150 kW) | ||||||
| Länge | 5325–5345 mm | ||||||
| Breite | 1800–1855 mm | ||||||
| Höhe | 1795–1815 mm | ||||||
| Radstand | 3085 mm | ||||||
| Leergewicht | 1885–2355 kg | ||||||
| Sterne im Euro NCAP-Crashtest in der Basisausstattung |
| Sterne im Euro NCAP-Crashtest mit dem Sicherheitspaket |
Die Weltpremiere der achten Generation mit dem Namen Hilux Revo fand am 21. Mai 2015 in Bangkok und Sydney statt.[5][6] Der Verkauf des neuen Modells begann in Thailand unmittelbar nach der Vorstellung, im übrigen Asien und Australien im Oktober 2015. Im Februar 2016 begann die Auslieferung in Südafrika. Für den EU-Markt fand die Vorstellung erst auf dem Genfer Auto-Salon 2016 statt.[7] Die Auslieferung in Deutschland, Österreich und der Schweiz begann im Sommer 2016.[8] Die drei Ausstattungslinien heißen nun „Country“ (Single Cab), für den Xtra-Cab „Country“ und „Active“, für den Double Cab gibt es zusätzlich die Variante „Lounge“. Am 4. Juni 2020 präsentierte Toyota eine überarbeitete Version des Hilux. Sie kam im Sommer 2020 in den Handel. Zusätzlich ist die neue Ausstattungsvariante „Invincible“ verfügbar.[9] Im Sommer 2022 folgte noch das sportlicher gestaltete Modell „GR Sport“.[10] Für 2023 kündigte Toyota den Hilux als Brennstoffzellenfahrzeug an.[11] Ebenso wurde ein vollelektrischer Prototyp namens Toyota Hilux Revo BEV Concept etwa für den lokalen Mineneinsatz für den australischen und südostasiatischen Markt vorgestellt.[12]
Die ESTEC-Dieselmotoren (Economy with Superior Thermal Efficient Combustion) der Baureihe GD mit 2,4 und 2,8 Liter Hubraum sind Neuentwicklungen.[13] Sie sind gegenüber den Vorgängermotoren bei ähnlichen Leistungen sparsamer im Verbrauch. 2016 wurde zunächst nur der 2,4-Liter-Motor für den EU-Markt zugelassen, dieser erfüllt bei Zugabe von AdBlue die Abgasnorm EURO 6.[14] Ab dem Modelljahr 2021 wurde das Facelift-Modell auch auf dem EU-Markt mit dem 2,8-Liter Dieselmotor 1GD-FTV angeboten. Für einige Märkte außerhalb Europas (z. B. Vietnam) gab es weiterhin auch die Dieselmotoren 1KD-FTV und 2KD-FTV aus der 7. Generation, äußerlich erkennbar an der Lufthutze.[15] Der außerhalb der EU am meisten verkaufte Ottomotor 2TR-FE wurde gegenüber der siebten Generation nur leicht überarbeitet. Ab 2024 gab es den Dieselmotor 1GD-FTV mit 48-Volt-Mildhybridsystem.[16]
Im Hilux der achten Generation wurde erstmals der automatische Notbremsassistent von Toyota angeboten.[17] Die gebremste Anhängelast der Allradmodelle betrug nun 3,2 Tonnen.
2016 wurde der Toyota Hilux vom Euro NCAP auf die Fahrzeugsicherheit getestet. In der Basisausführung erhielt er drei von fünf Sternen,[18] mit dem optionalen Sicherheitspaket fünf von fünf Sternen.[19]
- Toyota Hilux (2018–2020)
- Toyota Hilux (seit 2020)
- Toyota Hilux GR Sport (seit 2022)
Technische Daten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| 2.7 VVT-i | 4.0 V6 | 2.4 D-4D | 2.8 D-4D | 2.8 D-4D Mild-Hybrid | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bauzeitraum | seit 2015 | 2015–2020 | seit 2025 | 2020–2024 | seit 2024 | ||
| Motorkenndaten | |||||||
| Motortyp | R4-Ottomotor | V6-Ottomotor | R4-Dieselmotor | ||||
| Hubraum | 2694 cm³ | 3956 cm³ | 2393 cm³ | 2755 cm³ | |||
| max. Leistung bei min−1 | 122 kW (166 PS) / 5200 | 175 kW (238 PS) / 5200 | 110 kW (150 PS) / 3400 | 130 kW (177 PS) / 3400 | 150 kW (204 PS) / 3000 | ||
| max. Drehmoment bei min−1 | 245 Nm / 4000 | 376 Nm / 3800 | 400 Nm / 1600–2000 | 420 Nm / 1400–2600 [450 Nm / 1600–2400] |
420 Nm / 1400–2600 [500 Nm / 1600–2800] |
500 Nm / 1600–2800 | |
| Kraftübertragung | |||||||
| Antrieb, serienmäßig | Hinterradantrieb (Allrad 4H und Untersetzungsstufe 4L zuschaltbar) | ||||||
| Getriebe, serienmäßig | 5-Gang-Schaltgetriebe | 6-Gang-Automatikgetriebe | 6-Gang-Schaltgetriebe | 6-Gang-Automatikgetriebe | |||
| Getriebe, optional | — | [6-Gang-Automatikgetriebe] | — | ||||
| Messwerte | |||||||
| Höchstgeschwindigkeit | 180 km/h | 175 km/h (170 km/h) [170 km/h] |
180 km/h [175 km/h] |
175 km/h [175 km/h] |
175 km/h | ||
| Beschleunigung, 0–100 km/h | 12,1 s | 9,4 s | 13,2 s (13,2 s) [12,8 s] |
11,2 s [10,8 s] |
10,1 s [10,7 s] |
10,7 s | |
| Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert) | 10,6 l Super | 11,7 l Super | 6,8 l Diesel (7,1 l Diesel) [7,8 l Diesel] |
7,6 l Diesel [8,0 l Diesel] ([8,5 l Diesel]) |
9,7 l Diesel [10,7 l Diesel] |
7,0 l Diesel | 10,0 l Diesel |
| CO2-Emissionen (kombiniert) | 253 g/km | 279 g/km | 178 g/km (187 g/km) [204 g/km] |
198 g/km (199 g/km) [210 g/km] ([224 g/km]) |
253 g/km [280 g/km] |
185 g/km | 264 g/km |
| Tankinhalt | 80 l | ||||||
| Abgasnorm | Euro 6 | Euro 6e | Euro 6d | Euro 6e | |||
Neunte Generation (seit 2025)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| 9. Generation | ||
|---|---|---|
Toyota Hilux (seit 2025) | ||
| Produktionszeitraum | seit 2025 | |
| Karosserieversionen | Pick-up | |
| Motoren | Dieselmotor: 2,8 Liter (150 kW) Elektromotoren: 144 kW | |
| Länge | 5320 mm | |
| Breite | 1855–1885 mm | |
| Höhe | 1795–1815 mm | |
| Radstand | 3085 mm | |
| Leergewicht | 2250–2280 kg | |
| 2.8 D-4D Mild-Hybrid | e | |
|---|---|---|
| Bauzeitraum | seit 2025 | |
| Motorkenndaten | ||
| Motortyp | R4-Dieselmotor | 2 Elektromotoren |
| Hubraum | 2755 cm³ | — |
| max. Leistung bei min−1 | 150 kW (204 PS) / 3000–3400 | 144 kW (196 PS) |
| max. Drehmoment bei min−1 | 500 Nm / 1600–2800 | 400 Nm |
| Kraftübertragung | ||
| Antrieb | Hinterradantrieb (Allrad zuschaltbar) | Allradantrieb (Permanent) |
| Getriebe, serienmäßig | 6-Gang-Automatikgetriebe | Festes Übersetzungsverhältnis |
| Getriebe, optional | 6-Gang-Schaltgetriebe | — |
| Messwerte | ||
| Höchstgeschwindigkeit | 176 km/h | 140 km/h |
| Beschleunigung, 0–100 km/h | 10,7 s | 10,0 s |
| Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert) | 10,0–10,1 l Diesel | — |
| CO2-Emissionen (kombiniert) | 263–266 g/km | — |
| Tankinhalt | 80 l | — |
| Lithium-Ionen-Akku | — | 59,2 kWh |
| Elektrische Reichweite | — | 255–257 km |
| Abgasnorm | Euro 6e | — |
Marktposition und Marken-Image
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Toyota führte den Hilux im Marktsegment kleiner bis mittelgroßer Pick-ups ein, unterhalb des größeren Toyota Stout. Nachdem er lange Zeit auf dem internationalen Markt als Compact Pick-up (Pick-up der Kompakt-Klasse) galt, wird er mit den gewachsenen Abmessungen der siebten Generation (seit 2005) als Midsize-Pick-up eingestuft. Mit über 16 Millionen Exemplaren ist der Hilux der weltweit meistverkaufte Pick-up im Marktsegment der kleinen bis mittelgroßen Modelle. Nur in Nordamerika wurde der Vertrieb des Hilux 1995 eingestellt und der eigens für diesen Markt gebaute Toyota Tacoma eingeführt.[5]
Der Hilux war lange Zeit vorrangig Nutzfahrzeug für Bauern, Handwerker, Forstarbeiter oder auf Baustellen im Einsatz, wie zum Beispiel im Straßendienst oder Tagebaubetrieb. Als Behördenfahrzeug unterhalten ihn in Deutschland auch einige Wasserwirtschaftsbetriebe. Außerhalb Deutschlands wird der Hilux häufig bei Polizei und Militär genutzt. Das Markenimage wird außerdem durch medienwirksame Einsätze als Expeditionsfahrzeug bestimmt. 2007 erreichten James May und Jeremy Clarkson mit ihrem Support-Team in der Sonderfolge Top Gear: Polar Special als erste Menschen den Arktischen Magnetpol (nördlichen Magnetpol) in einem Auto. Hierfür wurden zwei stark modifizierte Toyota Hilux und ein gleichermaßen modifizierter Toyota Land Cruiser benutzt. In der dritten Staffel testete die Redaktion von Top Gear einen Hilux auf seine Robustheit, unter anderem durch frontales Auffahren auf einen Baum, Malträtierung mit einer Abrissbirne und Anzünden. Selbst nachdem der Wagen während der Flut am Strand geparkt worden war, funktionierte er nach einiger Reinigungsarbeit einwandfrei.
Spätestens seit der siebten Generation ist der Hilux – wie auch andere Pick-ups – zu einem beliebten Fahrzeug für Freizeitsportler und Camper geworden.
Technical – Kriegseinsatz
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Der Toyota Hilux wird besonders häufig bei asymmetrischer Kriegführung eingesetzt, wo er im Englischen als sogenannter „Technical“ bezeichnet wird. Der Name geht auf den somalischen Bürgerkrieg zu Beginn der 1990er Jahre zurück.[25][26] Der amerikanische Sicherheitsexperte Andrew Exum bezeichnete den Hilux in diesem Zusammenhang als „fahrendes Pendant zur Kalaschnikow“. Die Gründe für die Beliebtheit liegen – abgesehen von Allradantrieb, Untersetzungsgetriebe und Differentialsperre – in der weltweit guten Service-Abdeckung durch Toyota und der Verwendung einfacher Technik.[26]
Der Einsatz derartiger Fahrzeuge gab einem Abschnitt des Libysch-Tschadischen Grenzkriegs im Jahr 1987 den Namen, der als Toyota-Krieg bezeichnet wird. Seitdem wurde und wird der Hilux als „Technical“ auch in Kriegen und Bürgerkriegen in Afghanistan, Libyen, Mali, Syrien und im Irak eingesetzt.
Die Präsenz des Hilux und des Toyota Land Cruiser in den von der Terrororganisation Islamischer Staat besetzten Gebieten im Irak, in Syrien und Libyen ist so auffällig, dass sich das US-Finanzministerium an den Hersteller gewendet hat. Der Autobauer soll bei der Klärung der Frage behilflich sein, wie der sogenannte Islamische Staat an die vielen Fahrzeuge gekommen sei.[27]
Motorsport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Motorsport wird der Hilux bei Rallyes und im Trial-Sport eingesetzt, seltener auch bei Rundstreckenrennen. Bei der Rallye Dakar 2012 belegte Giniel de Villiers mit einem modifizierten Toyota Hilux den dritten Platz der Gesamtwertung. Bei der Rallye Dakar 2013 und 2015 erreichte er mit Copilot Dirk von Zitzewitz jeweils den zweiten Platz in der Gesamtwertung,[28] 2016 den dritten Platz. Bei der Rallye Dakar 2016 wurde für die Toyota-Werksteams erstmals der modifizierte Hilux 8 eingesetzt. In den Jahren 2020 und 2021 belegte Nasser Al-Attiyah mit Toyota Gazoo Racing (TGR) auf einem Hilux den zweiten Platz der Rallye Dakar und gewann diese 2019 und 2022.
Seit 2013 wird in Südafrika eine limitierte Ausstattung des Hilux 7 als „Dakar-Edition“ angeboten.[29][30]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Blog: History of the Toyota Hilux (abgerufen am 23. Januar 2015)
- ↑ Leichte Nutzkraftwagen von Toyota. In: Kraftfahrzeugtechnik. 4/1970, S. 117.
- ↑ Eric van Ingen Schenau: The Morris Ital Made in China. chinacarhistory.com, 13. April 2020, abgerufen am 27. Juni 2023.
- ↑ Motoren & Spezifikationen auf toyota.de (abgerufen am 17. Januar 2015)
- 1 2 Erlkönig Toyota Hilux: Das ist der nächste Hilux. auto motor und sport (abgerufen am 24. April 2015)
- ↑ New Toyota HiLux leaked again Motoring.com.au (abgerufen am 24. April 2015)
- ↑ 2016 Toyota Hilux engines revealed Bangkok Post (abgerufen am 11. Mai 2015)
- ↑ Genf: Toyota C-HR, Proace Verso und Hilux http://www.motorline.cc/ (abgerufen am 23. Februar 2016)
- ↑ Torsten Seibt: Toyota Hilux 2.8 (2020) Facelift: Neuer Powerdiesel für den japanischen Pickup. In: auto-motor-und-sport.de. 4. Juni 2020, abgerufen am 4. Juni 2020.
- ↑ Manuel Lehbrink: Toyota Hilux GR Sport (2022) kommt mit Rallye-Styling nach Europa. In: de.motor1.com. 27. Mai 2022, abgerufen am 27. Mai 2022.
- ↑ Stefan Leichsenring: Toyota Hilux: Brennstoffzellen-Version des Pick-ups geplant. In: insideevs.de. 2. Dezember 2022, abgerufen am 2. Dezember 2022.
- ↑ Toyota Hilux Revo BEV Concept Likely Previews Electric Pickup. Abgerufen am 14. Oktober 2023 (englisch).
- ↑ Neue Diesel für den Hilux Autobild.de (abgerufen am 29. April 2015)
- ↑ Toyota's new turbodiesel engines are stronger, lighter, cleaner autoblog.com (abgerufen am 27. Juni 2015)
- ↑ Toyota Vietnam (abgerufen am 3. März 2016)
- ↑ Roland Hildebrandt: Toyota Proace Max (2024): Ein weiterer Bruder des Fiat Ducato. In: de.motor1.com. 15. November 2023, abgerufen am 15. November 2023.
- ↑ 2016 Toyota HiLux engine details leaked Car Advice (Australia), (abgerufen am 4. Mai 2015)
- ↑ Ergebnis des Toyota Hilux beim Euro-NCAP-Crashtest in der Basisausstattung (2016)
- ↑ Ergebnis des Toyota Hilux beim Euro-NCAP-Crashtest mit dem Sicherheitspaket (2016)
- ↑ Jonathan Lee: 2026 Toyota Hilux Travo – heavy facelift, 2.8L diesel standard, EV with 240 km WLTP range, RM99k-RM192k. In: paultan.org. 10. November 2025, abgerufen am 11. Januar 2026 (englisch).
- 1 2 Bernd Conrad: Diesel, Elektro und Brennstoffzelle. In: autonotizen.de. 10. Januar 2026, abgerufen am 11. Januar 2026.
- 1 2 Roland Hildebrandt: Neuer Toyota Hilux: Basismodell mit Schaltgetriebe. In: de.motor1.com. 11. November 2025, abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ Brad Anderson: Toyota Says The New Hilux’s Design Is Just “Fine”. In: carscoops.com. 12. November 2025, abgerufen am 13. April 2026 (englisch).
- ↑ Roland Hildebrandt: Neuer Toyota Hilux kommt erstmals auch rein elektrisch. In: de.motor1.com. 10. November 2025, abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ Thomas Gutschker, Boris Schmidt und Thomas Scheen: Die Kavallerie des kleinen Mannes. Toyotas „Pick-ups“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 11. April 2011, abgerufen am 11. April 2011 (Der Toyota in der Asymmetrischen Kriegführung).
- 1 2 Luisa Seeling: Auf der Pritsche. Rebellen-Fahrzeug Toyota-Hilux. In: Süddeutsche Zeitung. 23. August 2014, abgerufen am 30. August 2014 (IS-Kämpfer und Taliban, somalische Piraten und libysche Milizionäre - alle fahren Toyota Hilux. Warum Aufständische in aller Welt besonders gerne den japanischen Geländewagen nutzen.).
- ↑ Spiegel Online vom 7. Oktober 2015: Fuhrpark des IS: Toyotas Problem mit den Terror-Trucks.
- ↑ Von Zitzewitz stolz auf den zweiten Platz. 17. Januar 2015, abgerufen am 23. Januar 2015.
- ↑ Toyota announces Dakar Edition Hilux (abgerufen am 26. Januar 2015)
- ↑ Special Hilux celebrates Dakar glory. IOL Motoring (abgerufen am 21. März 2015)




