Der Ort liegt etwa zwei Kilometer südlich des Kernortes Giebelstadt an der Bundesstraße 19. Im Ort hat der Esbach seine Quelle. Er mündet nach kurzem Lauf südlich des Ortes in den Seebach. An Herchsheim führt der Fränkische Marienweg vorbei.
Die erste urkundliche Erwähnung Herchsheims datiert von 779. Jedoch weisen Hügelgräberfelder nördlich der Ortschaft darauf hin, dass es bereits vor Christi Geburt große keltische Siedlungen gab.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam Herchsheim als selbständige Gemeinde ohne weitere Gemeindeteile zum Bezirksamt und später zum Landkreis Ochsenfurt. Nach dessen Auflösung 1972 wurde sie im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1.Januar 1978 nach Giebelstadt eingegliedert.[5]
Die Robinie in Herchsheim, eine Gewöhnliche Robinie (Robinia pseudoacacia), ist ein Naturdenkmal. Der Baum mit einem Kronendurchmesser von 10 Metern steht vor der Kirche auf einem gepflasterten Areal. Er ist 100 bis 150 Jahre alt.
Freiwillige Feuerwehr Herchsheim:100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Herchsheim. 1886–1986. 23.–26. Mai 1986. Herchsheim 1986.
Fritz Mägerlein: Rund um Uffenheim (Uffenheimer Land). Uffenheim 1977.
Peter Wamsler: Evangelisch-Lutherische Pfarrkirchen Herchsheim und Giebelstadt. Kleiner Kirchenführer und Beiträge zur Pfarreigeschichte. 400 Jahre Reformation. 1601–2001. Herchsheim und Giebelstadt 2001.
Peter Wamsler: Giebelstadt und Ortsteile – Ein kulturhistorischer Streifzug. Giebelstadt 2005. (Online-Fassung)