Die Bezeichnung des Wagens ist eine Anspielung auf die VF-1, die erste CNC-Maschine, die Haas Automation produzierte. Obwohl das V dabei für vertical steht, wurde der Name der Maschine firmenintern als Abkürzung für Very First One (deutsch: Allererste) verwendet.
Der VF-17 ist das Nachfolgemodell des Haas VF-16. Da sich das technische Reglement zur Saison 2017 stark änderte, ist das Fahrzeug zum größten Teil neu entwickelt. Um hierfür Ressourcen zur Verfügung zu haben, wurde die Weiterentwicklung des Vorgängermodells frühzeitig eingestellt.
Mit einer Gesamtbreite von 2000mm und einer Breite zwischen Vorder- und Hinterachse von 1600mm ist das Fahrzeug jeweils 200mm breiter als das Vorgängermodell. Die Höhe ist mit 950mm unverändert.
Neu sind wesentliche strömumgsrelevante Bauteile wie der Frontflügel, der statt 1650mm nun 1800mm breit ist,
der Heckflügel, dessen Breite sich von 750mm auf 950mm und dessen Höhe sich von 950mm auf 800mm ändert,
und der Diffusor, der nun 175mm statt 125mm hoch sowie mit 1050mm 50mm breiter ist.
Um die Luftführung zum Heckflügel zu verbessern, hat der Wagen eine auffällige Finne an der Motorabdeckung. Zusätzlich ist am Ende dieser Finne ein Flügel angebracht.
Angetrieben wird der VF-17 vom Ferrari 062, einem in Fahrzeugmitte montierten 1,6-Liter-V6-Motor von Ferrari mit einem Turbolader sowie einem 120kW starken Elektromotor, es ist also ein Hybridelektrokraftfahrzeug. Das sequentielle Getriebe des Wagens von Ferrari hat acht Gänge. Der Gangwechsel wird über Schaltwippen am Lenkrad ausgelöst. Das Fahrzeug hat nur zwei Pedale, ein Gaspedal (rechts) und ein Bremspedal (links). Genau wie viele andere Funktionen wird die Kupplung, die nur beim Anfahren aus dem Stand verwendet wird, über einen Hebel am Lenkrad bedient.
Anders als das Vorgängermodell, ist der VF-17 mit 305mm breiten Vorderreifen und mit 405mm breiten Hinterreifen des Einheitslieferanten Pirelli ausgestattet, die auf 13-Zoll-Rädern montiert sind. Damit sind die Reifen an der Vorderachse 60mm und an der Hinterachse 80mm breiter als in der Vorsaison. Dies erforderte auch die Entwicklung von neuen Radaufhängungen beim VF-17.
Der VF-17 hat, wie alle Formel-1-Fahrzeuge seit 2011, ein Drag Reduction System (DRS), das durch Flachstellen eines Teils des Heckflügels den Luftwiderstand des Fahrzeugs auf den Geraden verringert, wenn es eingesetzt werden darf. Auch das DRS wird mit einem Schalter am Lenkrad des Wagens aktiviert.
Der VF-17 ist überwiegend in Grau, Schwarz und Rot lackiert. Um den VF-17 besser von anderen Fahrzeugen unterscheiden zu können, verzichtet das Team ab dem Großen Preis von Monaco auf einen Großteil der roten Farbakzente.[2]
Haas Automation, das Unternehmen von Teambesitzer Gene Haas, wirbt auf den Seitenkästen und dem Heckflügel, Richard Mille an der Seite der Fahrzeugnase und der Windkanalbetreiber Windshear auf den Frontflügeln.