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Groß Roge

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Wappen Deutschlandkarte
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Groß Roge
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Groß Roge hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 53° 47′ N, 12° 30′ OKoordinaten: 53° 47′ N, 12° 30′ O
Bundesland:Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Mecklenburgische Schweiz
Höhe: 42 m ü. NHN
Fläche: 24,37 km²
Einwohner: 578 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17166
Vorwahl: 039978
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 038
Adresse der Amtsverwaltung: von-Pentz-Allee 7
17166 Teterow
Website: Amt Mecklenburgische Schweiz.de.
Bürgermeisterin: Silke Gerards
Lage der Gemeinde Groß Roge im Landkreis Rostock
Karte
Karte

Groß Roge ist eine amtsangehörige Gemeinde im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Mecklenburgische Schweiz mit Sitz in der nicht amtsangehörigen Stadt Teterow verwaltet.

Die Gemeinde Groß Roge liegt im Westen der Mecklenburgischen Schweiz, unmittelbar am Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See und nur ca. 5 km von der Stadt Teterow entfernt. Das Gemeindegebiet reicht von den Hängen der 100 m hohen Teterower Heidberge im Osten bis zum Radener See im Westen. Der Teterower Bergring liegt nur wenige hundert Meter östlich des Ortsteils Mieckow.

Umgeben wird Groß Roge von den Nachbargemeinden Dalkendorf im Norden, Teterow im Osten, Groß Wokern im Süden sowie Lalendorf im Westen.

  • Klein Roge
  • Mieckow, 1342 erstmals erwähnt
  • Neu Rachow, 1645 angelegt
  • Rachow, 1275 erstmals erwähnt
  • Wotrum, 1317 erstmals erwähnt
  • Zierstorf

Im Gemeindegebiet siedelten vor der deutschen Ostexpansion slawische Wilsen, die über 1100 Jahre alte Burganlage im Ortsteil Zierstorf zeugt noch heute davon.

Straße in Groß Roge 1989

Klein Roge war früher Teil des Ritterschaftlichen Amtes Güstrow.[2] Das Gut in Klein Roge][3] gehörte über mehrere Generationen[4][5] der Familie Held (etwa 1836–1925), dann[6] der Familie Domansky (bis 1945).[7][8]

In Mieckow bestand ein Gut der uradeligen Familie von Zep(p)elin, deren regionaler Hauptsitz in Appelhagen (Dalkendorf) war. Genealogisch bildete sich dann zeitweise ein eigener Familienzweig Mieckow heraus. Besitzer[9] wurden Friedrich von Zepelin (1779–1867) und zeitgleich teils der Sohn Karl von Zepelin (1818–1857). Die Töchter des Hauses Mieckow heirateten zumeist in andere adelige Familien, oder gingen im Einzelfall als Klosterdamen in ein evangelisches Stift.[10][11] Das Mieckower Gut war ein Lehngut, Größe 385 ha, welches im Erbgang an den ältesten Sohn des Generalmajors Constantin von Zepelin (1841–1913) gegangen war. Gutsherr wurde so der Major Werner Constantin von Zepelin-Appelhagen (1876–1965), verheiratet mit Rosa-Marie von Lochow-Petkus (1890–1974), Tochter[12] des europaweit bekannten Saatzüchters Ferdinand III. von Lochow-Petkus und Nichte der Generäle Erich von Lochow und Ewald von Lochow.[13][14]

Neu Rachow und Rachow waren Ende des 19. Jahrhunderts nach alten Katastern aufgeteilt in Erbpachthöfen, Büdnereien sowie kleineren Häuslereien.[15] In Neu Rachow lebten folgend in den 1930er Jahren 86 Einwohner, in Rachow amtlich 158.[16]

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Wotrum nach Groß Roge eingegliedert.

Im Ortsteil Zierstorf wirkte ab 1828 der Landwirtschaftspionier Domänenrat Carl Pogge. Die Ortschaft wurde 1974 nach Groß Roge eingemeindet.[17]

Die Gemeinde Groß Roge mit seinen Ortsteilen und Wohnplätzen wird heute von der Landwirtschaft geprägt, in der weitgehend intakten Natur mit Waldgebieten und Feuchtbiotopen können Schwarzspechte, Hohltauben, Kraniche und Graugänse beobachtet werden.

Sehenswürdigkeiten

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Siehe auch Liste der Baudenkmale in Groß Roge

  • Gutshaus Klein Roge: Klassizistischer, zweigeschossiger, zehnachsiger Putzbau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts mit einem Mittelrisalit
  • Erdholländer im Ortsteil Neu Rachow
  • Wunderbuche auf dem Lehrpfad Roger Os
  • Gutshaus Zierstorf mit Ausstellungen des Heimatvereins zu Carl und Johann Pogge sowie dem Afrikaforscher Paul Pogge, der in Zierstorf geboren wurde.

Verkehrsanbindung

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Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 104 von Güstrow nach Teterow, in Groß Roge zweigt eine Verbindungsstraße nach Krakow am See ab. In 12 km Entfernung liegt die Anschlussstelle Güstrow an der A 19 (RostockBerlin). Der nächste Bahnhof befindet sich in der Nachbargemeinde Groß Wokern.

Persönlichkeiten

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  • Groß Roge, In: F. Wigger: Jahrbücher des Vereins für meklenburgische Geschichte und Alterthumskunde. Jahrgang 46, Bergündet: G. C. F. Lisch, Comm. Stiller-Selbstverlag, Schwerin 1881, S. 121.
  • Rachow, In: Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. Nachträge. C. Brünslow, Neubrandenburg 1882, S. 114.
  • Der Bronzefund zu Wotrum, In: G. F. Friedrich Lisch (Hrsg.): Jahrbücher des Vereins für meklenburgische Geschichte und Alterthumskunde, aus den Arbeiten des Vereins. Jahrgang 34, Comm. Stiller-Selbstverlag, Schwerin 1869, S. 229 f.
  • Pogge-Pölitz: Sage: Unterirdische im Schloßberg bei Zierstorf. In: Karl Bartsch (Hrsg.): Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg. Band 1: Sagen und Märchen. Wilhelm Braumüller-Univ.-Buchhändler, Wien 1879, S. 64. Nr. 82.
  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise und Gemeinden 2024 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Großherzoglich Statistisches Landesamt (Hrsg.): Grosherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Staatskalender. 1916. Jahrgang 141, Verlag Bärensprung, Schwerin 1916, S. 295.
  3. Archivar Schildt: Matrikel des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altert(h)umskunde 1835 bis 1885. In: F. Wigger: Jahrbücher und Jahresberichte des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Alterthumskunde. Jahrgang 49, Begr. G. C. F. Lisch, Comm. Stiller-Selbstverlag, Schwerin 1884, S. 50.
  4. Vgl. Wilhelm Raabe: Mecklenburgische Vaterlandskunde. 2. Auflage, Gustav Quade: Band 1: Specielle Ortskunde beider Großherzogthümer Mecklenburg. Hinstorff Verlagsconto, Wismar 1894, S. 957.
  5. Marcelli Janecki: Handbuch des Preußischen Adels. Band 1, Hrsg. Förderung des Kgl. Herolds-Amtes, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1892, S. 407.
  6. Regierungsblatt für Mecklenburg-Schwerin. Nr. 67-1928, Bärensprung, Schwerin, Donnerstag, den 29. November 1928, S. 454.
  7. Tim Möhlenbrock: Kirche und Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands (SBZ) 1945–1949. Eine Untersuchung über das Verhalten der evangelischen Landeskirchen und der Katholischen Kirche während der "demokratischen Bodenreform" in der SBZ unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Bodenreform auf das kirchliche Vermögen. Zugleich Diss. Univ. 1997; In: Europäische Hochschulschriften/ Reihe 2/ Rechtswissenschaft-Band 2206; Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main; Berlin; Bern; New York; Paris; Wien 1997, S. 218.
  8. Mario Niemann: Mecklenburgischer Grossgrundbesitz im Dritten Reich. Soziale Struktur, wirtschaftliche Stellung und politische Bedeutung. Zugleich Diss. Univ. Rostock 1999, Böhlau, Köln / Weimar / Wien 2000, S. 329.
  9. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D. A. G. Teil A (Uradel). 1942. Jahrgang 41, Justus Perthes, Gotha November 1941, S. 644 f.
  10. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1904. Jahrgang 5, Justus Perthes, Gotha 1903, S. 974.
  11. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel. 1911. Jahrgang 12, Justus Perthes, Gotha Oktober 1910, S. 796 f.
  12. Jost von Lochow: Geschichte des Geschlechts von Lochow. Auflage (erweitert.) 2, Eigenverlag, Wörrstadt 1997, DNB 95324251X, S. 138.
  13. Hans Friedrich von Ehrenkrook: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel). 1960. Band V, Band 24 (724) der Gesamtreihe GHdA. Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1960, S. 531 f.
  14. Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel). 1969. Band X, Band 45 (745) der Gesamtreihe GHdA. Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1969, S. 163 ff.
  15. Großherzoglich Statistisches Bureau zu Schwerin (Hrsg.): Kataster des mittleren und kleinen Grundbesitzes im Großherzoglichen Domanium von Mecklenburg-Schwerin mit Einschluss des mittleren und kleinen Grundbesitzes in den Domänen des Großherzoglichen Haushalts. Hinstorff Verlagsconto, Wismar 1896, S. 170.
  16. Regierungsblatt für Mecklenburg. Nr. 46-1940. Mit: Die Wohnbevölkerung der Gemeinden, Ortschaften und Wohnplätze in Mecklenburg nach der Volkszählung vom 17. Mai 1939. Bärensprung, Schwerin, Freitag, den 1. November 1940, S. 223.
  17. Walther Killy, Rudolf Vierhaus: Deutsche biographische Enzyklopädie. (DBE). 1. Ortsregister, K. G. Saur, München 1995, S. 1162.
  18. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1925. Jahrgang 19, Justus Perthes, Gotha Herbst 1924, S. 448 f.
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